Guten Morgen! Danke! Bitte! Das Volk hat gewählt, der Text ist geschrieben. Ihr habt euch für meine Pipebomb entschieden, hier ist sie!
Warnung: Der folgende Text entspricht der Meinung von Chicago_Made_Champion. Wer irgendwelche dummen Kommentare abgibt, kann sich verpissen, denn das ist meine persönliche Kritik an der WWE und jeder hat seine eigene Einstellung dazu.
Seit einigen Jahren, genauer gesagt seit ungefähr 2010, geht es mit der WWE bergab. Unkreativität macht sich breit. Während einige Fans von der „PG-Ära“ sprechen, befinden wir uns meiner Meinung nach in der „Not So Creative Era“. Wenn man die Storylines von früher mit denen von heute vergleicht, wird einem sofort bewusst, dass irgendetwas anders ist. Während man noch vor wenigen Jahren mit wirklich guten Storys viele Millionen Fans vor die Bildschirme locken konnte, sehen wir heute ein Durcheinander in den Shows, die oftmals planlos wirken. Einer der Hauptgründe liegt in der Anzahl der Shows, die die WWE produziert. Mit Monday Night Raw, Friday Night SmackDown, WWE Main Event, WWE Superstars, Saturday Morning Slam und WWE NXT produziert man 6 verschiedene Shows. 6 Shows für ein Roster, das selten so ausgedünnt war wie im Jahr 2013. Fast 10 Jahre lang hat es die WWE mit 2 Hauptshows & 2 Nebenshows ausgehalten. Man hatte ein riesiges Roster, sodass man ohne Probleme eine Rostertrennung zwischen Raw und SmackDown durchführen konnte. Man ließ beide Shows „konkurrieren“ und erzeugte so einen künstlichen „War“. Jeder Wrestler bekam seinen Platz in den Shows. Die Midcarder & Main Eventer in den Hauptshows, der Rest in den Nebenshows Velocity & Heat. Doch seit ein paar Jahren werden es immer weniger Wrestler. Unser lieber Herr John Laurinaitis hatte nämlich die Angewohnheit, jährlich eine Entlassungswelle zu veranstalten, um das Roster aufzufrischen. Das war lange kein Problem, bis irgendwann die Vollidioten vom Kreativ-Team nicht mehr kreativ waren.
Was passiert also, wenn es für junge Wrestler keine Ideen mehr gibt? Genau, sie werden verjobbt. Man muss ja die Topstars glaubwürdig darstellen, deshalb verfüttert man beinhart junge Wrestler an sie. Egal ob es den Talenten schadet, solange der Star gut da steht. Ein Scheiß! Über längere Zeit geht das nicht! Alle regen sich auf, dass man keine neuen Main Eventer hat. Geht´s noch?! Man hatte so viele! Bobby Lashley, MVP, Shelton Benjamin, Matt Hardy, Christian, Drew McIntyre, die Liste könnte man ewig fortführen! Sie alle hatten einen halbwegs guten Start, doch von dort weg ging es nicht weiter! MVP zum Beispiel war jahrelang so kurz vor dem Sprung nach ganz oben! Von 2007-2010 gehörte er zu den Männern, die unmittelbar vor dem Gewinn eines großen Titels standen. Doch es passierte ein Scheiß! Er war over, talentiert im Ring UND am Mic und bewies mehrfach als Midcard-Champ, dass er es draufhat! Genauso Matt Hardy! Wie lange war der ganz kurz vor dem Main Event? 10 Jahre? Oder noch mehr? Mir egal, auf jeden Fall ist er einer der am meisten unterschätzen Wrestler der letzten Dekade! Während sein Bruder immer wieder mit Skandalen auf sich aufmerksam machte, arbeitete Matt hart daran, irgendwann World Champion zu sein. Und was passiert? 2008 wird Matt Champion der ECW, welche bereits wertlos war, während Jeff zum World Champion von SmackDown wurde. Daran konnte auch die folgende Fehde gegen seinen Bruder nix ändern. Matt wurde vom Kreativ-Team verbookt.
Bis heute hat sich diese beschissene Situation nicht geändert. Immer noch werden Talente grundlos verschwendet. Wade Barrett, The Miz, Daniel Bryan & Dolph Ziggler sollten längst im Main Event der PPVs stehen, doch Vince sieht sie nicht als Stars und verjobbt sie. Wenn ich schon höre, dass Bryan nicht das Zeug zum WWE-Champ hat, wird mir schlecht. Anscheinend leidet Vinnie Mac an Altersschwäche oder so. Auf jedem Fall geht es dem nicht mehr gut. CM Punk hat Recht, die Company wäre nach Vince´s Tod besser dran. Klar, er war ein Genie, doch die Betonung liegt auf WAR. Inzwischen hat er komplett den Sinn für die Realität verloren. Das Publikum der WWE sind Kinder, alles muss auf Kinder ausgerichtet werden, FICK DICH VINCENT KENNEDY MCMAHON! Egal, ob das mehr Geld bringt oder nicht. Früher oder später wird das Produkt dadurch zu Grunde gehen. Den Anfang vom Ende sehen wir schon, denn seit ungefähr 2 Jahren befinden sich die Einschaltquoten im Sturzflug. Innerhalb von wenigen Wochen hat die WWE im Spätsommer 2012 über eine Million Zuschauer verloren, und der Rückstand konnte bis heute nicht mehr aufgeholt werden. Kurze Boom-Perioden wie nach den Comebacks von Brock Lesnar oder The Rock zahlen sich nur kurz aus, schaden aber langfristig sogar. Denn obwohl man mit WrestleMania finanziell großartige Zahlen schrieb, ging ein Großteil davon für die Gehälter von Rock & Brock drauf. Großartig, Vince! Ein Schuss in den Ofen war das!
Und wo wir gerade bei WrestleMania 29 sind, WAS WAR DAS FÜR EINE SCHEI*E?! Der Anfang mit dem Sieg vom Shield war ja noch schön und gut, doch was daran falsch war, kommt später noch. Zuerst möchte ich mich über WM aufregen, denn was wir da geboten bekamen, war eine Frechheit. Ein schwacher Wrestling-Abend mit einem 10-Minütigen P-Diddy-Konzert, dafür einigen falschen Siegern und schwachen Momenten. Da wäre erstmal die Niederlage von Dolph Ziggler & Big E Langston im Tag Titles Match. Team Hell No war bereits unerträglich, Ziggy dagegen das Highlight einer jeden Show. Und dann die Niederlage. Wie so oft in den letzten Monaten. Er wird so oft gelobt, und so oft regelrecht betrogen. WWE screwed Bret? Nein, es heißt WWE screwed Dolph. War er ein glaubwürdiger World Champion? Nein. Trotzdem durfte er am Tag darauf eincashen, gewann den Titel, wurde trotz Titel verjobbt, viel verletzt aus (womöglich die längste Niederlagenfreie Zeit seiner Karriere) und verliert den Titel direkt beim Comeback wieder. Respekt, WWE! So sieht der Aufbau eines Talents aus! Toll! Großartig! Fickt euch! Weiter mit WM. Im Vorjahr bekam der World Heavyweight Titel genau 18 Sekunden und stand trotzdem im Mittelpunkt. Diesmal waren es 10 (?) Minuten, doch kein Schwein interessierte es. Jeder wollte Ziggler eincashen sehen, denn Alberto Del Rio und Jack Swagger sind zusammen extrem langweilig und zumindest Swagger DARF nicht im Main Event mitmischen. Ich hätte den schon längst gefeuert und stattdessen MVP, Shelton Benjamin oder Chris Masters behalten, die seinen Platz sicher besser ausgefüllt hätten. Kommen wir zum Main Event! Mein Lieblingsmatch! Denn das war der vielleicht größte Haufen Scheiße, der je auf der größten Bühne des Wrestlings zu sehen war. Ein Match, das nur von einer tollen Atmosphäre leben hätte können, doch niemand wollte es sehen. Mit drölftausend Finishern wollte man Spannung ins Match bringen, doch mit jedem 2-Count wurde der jeweilige Finisher ein Stück mehr abgewertet. Dann das Ende. Es gab so viele Spekulationen und einen Heel-Turn von Cena und für einige Momente wirkte er richtig mad. Da hätte man es durchziehen MÜSSEN! Das war die Once In A Lifetime Chance! Doch dann gewinnt der Superheld und umarmt The Rock. In dem Moment bin ich ausgezuckt. Ich bin wirklich ausgerastet, habe geflucht, hab wegen meiner Kritik im WM-Thread sogar eine negative Bewertung von THD bekommen. Aber das war es wert, denn seit damals hasse ich Cena noch mehr. Ich hab ihn nie ausstehen können, aber diese Arroganz in seinem Gesicht…eigentlich müsste man ihm ins Gesicht spucken! Während The Rock geschlagen war und dem Superheld seinen „Respekt“ aussprach, blickte dieser mit einer unvergleichlichen Arroganz in den New Yorker Nachthimmel. Vergleichen wir das mit WrestleMania X-8. The Rock besiegt Hulk Hogan und auf der Stage zollte Hogan dem jungen Dwayne seinen Respekt. Doch anstatt voller Arroganz deppert zu grinsen, war The Rock voller Scham. Er hat sein Idol, die bis dahin größte Legende dieses Sports besiegt, doch für ihn war es sichtlich ein emotionaler Moment. Cena aber war das egal. Er denkt sich sicher: „Passt! Dwayne ist weg, ich bin ne Legende, Haters Love Me, jetzt wird ein Pornostar gebumst.“
Ich hasse Kommerztypen wie John Cena. Die, die es nicht verdient haben, an der Spitze zu stehen. Die, die an den Geschlechtsteilen der hohen Tiere nuckeln, um im TV hervorgehoben zu werden.Rosa Mendes hat auch an Michael Hayes etwas hervorgehoben, doch mittlerweile wird ihr das nicht helfen. Wofür ist sie da? Wackelt mit ihrem Arsch neben den Dauerjobbern Epico & Primo. Allgemein muss die WWE ihre Divas-Division verändern. Mit AJ Lee, Layla, Paige & Natalya fallen mir jetzt spontan 4 Diven mit In Ring Talent ein. Kaitlyn wird zwar immer besser, doch von ihr bleibt wohl auch nur der Nippelblitzer bei Raw in Erinnerung. Die Diven und die Tag Teams leben in sterbenden Divisionen. Einst mit Stammplätzen in den Shows, nun mit Glück in Nebenshows zu sehen. Jeder Versuch einer Wiederbelebung scheitert. Anstatt sich um solche hoffnungslosen Fälle zu kümmern, sollte man lieber dort anpacken, wo noch etwas zu holen ist. Und das ist die Midcard. Die Region für junge Wrestler und die, die es nie ganz geschafft haben. Man hat 2 Titel, die eigentlich als letzter Stopp vor dem Main Event gelten sollten. Doch heutzutage sind diese Titel ein Todesurteil für jeden, der ihn halten muss. Die letzten guten Champions waren Dolph Ziggler & Cody Rhodes. Beide standen einen Schritt vor dem Aufstieg, doch nur Dolph sollte seine Finger an das Gold bekommen. Cody dagegen verliert in aller Regelmäßigkeit, auch ein Tag Team mit Damien Sandow hilft ihm nicht weiter. Inzwischen ist der Sohn von Dusty Rhodes wieder in der Bedeutungslosigkeit. Ein perfektes Beispiel für die Bestrafung, die ein Titlerun eigentlich darstellt, ist Antonio Cesaro. Jetzt kommen wir dann auch zum Shield-Thema. Denn sowohl Cesaro, als auch The Shield & Ryback zählen zu jeden Talenten, die man mit aller Gewalt so schnell wie möglich ins Main Event drängen wollte. Da langsam aber sicher die Zeit abläuft, braucht man neuen Stoff, doch eines darf man nicht machen: Squash Matches.
Wo steckt der Sinn dahinter? Es ist dasselbe wie mit den Topstars. Man füttert irgendwelche unbrauchbaren Talente an die Männer, die man pushen will, nur damit diese stark wirken. Doch was, wenn plötzlich die Ideen ausgehen? Im Falle von Cesaro hatte man ein gutes Gimmick, doch aus einem mir unbekannten Grund warf man alles weg. Jetzt war Cesaro ohne Persönlichkeit und damit nicht mehr so interessant. Und was sagt der Herr McMahon? Er ist langweilig, lasst ihn verlieren. Wieder mal ein Geistesblitz des Genies. Lassen wir ihn verlieren, weil man keine Ideen hat. So baut man im Jahr 2013 Talente auf! Anders bei The Shield. Für die hat man auch keine Ideen mehr, doch anstatt sie mit Niederlagen zu belohnen, bekommen sie Siege & Titel. Die Tag Team & der US-Titel ist derzeit im Besitz von Dean Ambrose, Seth Rollins & Roman Reigns. Doch was unterscheidet die 3 von Cesaro? Antonio ist toll am Mic, großartig im Ring und hat das 5 Sprachen-Gimmick wirklich gut gespielt. Der Unterschied ist wahrscheinlich, dass The Shield ihr Gimmick behalten durften und mit dem Undertaker einen prominenten Fürsprecher haben. Ein anderer Grund ist sicher, dass Cesaro kein Amerikaner ist, sondern Europäer. Europäer haben allgemein einen schweren Stand. Siehe William Regal oder Drew McIntyre. Regal ist ein Meister seines Faches, trotz hohen Alters ein Top-Performer, doch viel hat der Brite nicht erreicht. Heute wird er nur noch genutzt, um bei NXT die Nachwuchsjobber von morgen auszubilden. Vince McMahon entscheidet sowieso gerne nach seiner eigenen Sympathie gegenüber manchen Wrestlern. Seine Schatzis waren immer große, muskulöse Männer, bei denen er seinen Arsch gerne hinhält. Seine Alte interessiert sich nicht mehr für ihn, sondern für Politik. So ein Scheiß, schmeißt das ganze Geld aus dem Fenster und die WWE muss darunter leiden. BITCH! Talent im Ring war nie gefragt und muss laut Vince noch immer nicht sein, nur sein Schwiegersohn Triple H ist da anderer Meinung. Während Vince Daniel Bryan langweilig findet, ist Hunter begeistert. Dagegen scheitern Vince´s Lieblinge immer wieder. Bestes Beispiel ist Fandango. Das große Projekt von Vince erhielt zwar in 1-2 Shows in Europa Zuspruch von den Fans, jedoch war Langeweile und der Theme Song eher die Gründe als der Charakter an sich. Fandango ist schlecht. Seien wir mal ehrlich: Wer will eine tanzende Schwuchtel sehen, die andauernd ihren Namen langsam stöhnt? Da war Val Venis besser, denn der hatte wenigstens Grund zum Stöhnen.
Alles in allem scheint der Auslöser meiner Wut Vince McMahon zu sein. Mit kurzsichtigen Geschäftsentscheidungen führt der Wichser meine ehemalige Lieblingspromotion bald in den Ruin. Meine Hoffnungen liegen jetzt auf Triple H, denn dessen Projekt NXT begeistert mich Woche für Woche und es kann nicht sein, dass eine 45-Minütige Shows mit „Amateur-Wrestlern“ allen anderen Shows der WWE meilenweit voraus ist. Aber da sieht man wieder die grenzenlose Dummheit der WWE. Denn die haben ernsthaft Schiss davor, das ist kein Scherz, diese Idioten haben Schiss davor, NXT im Fernsehen zu bringen, weil die Wrestler ja noch keine TV-Reife haben. Sami Zayn war 10 Jahre, Kassius Ohno sogar 15 Jahre lang im Independent-Bereich im Einsatz, hat aber keine TV-Reife. So, gerade wurde ich über Skype von einem Mod vorgewarnt, dass ich für diese Rede gesperrt werden könnte. Wie gesagt, es ist meine eigene Meinung. Es ist meine Meinung über die Talentpolitik der WWE, über Everybody´s Darling John Cena & Vince McDetlef. Ich habe den Usern die Wahl gelassen und habe sie sogar vorgewarnt. Anscheinend wollte jeder einmal wissen, wie ich mich über die WWE aufregen kann und glaubt mir, es gibt so viel. Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann Part 2? Vielleicht finde ich irgendwann genug Stoff für eine zweite Wutrede? Auf jeden Fall ist das der Beginn meiner Kolumne. Weitere Ausgaben folgen in naher Zukunft. Danke für´s lesen und ich bitte die Mod´s, mich hierfür nicht zu verwarnen oder zu sperren.
Schön nochmal nach und nach die Kolumnen von allen lesen zu können. In deiner ersten (und bisher einzigste :D) ist mir eine gewisse Stelle schnell aufgefallen:
ZitatBis heute hat sich diese beschissene Situation nicht geändert. Immer noch werden Talente grundlos verschwendet. Wade Barrett, The Miz, Daniel Bryan & Dolph Ziggler sollten längst im Main Event der PPVs stehen, doch Vince sieht sie nicht als Stars und verjobbt sie. Wenn ich schon höre, dass Bryan nicht das Zeug zum WWE-Champ hat, wird mir schlecht. Anscheinend leidet Vinnie Mac an Altersschwäche oder so.
Hat natürlich keine Bedeutung, wenn du immer noch von Bryan überzeugt bist :)
Alles begann 1997. Beim Summerslam treffen im Main Event der WWF-Champion The Undertaker und sein Herausforderer Bret Hart aufeinander. Special Referee ist Shawn Michaels. Das Match endet kontrovers, denn Shawn sorgt unabsichtlich dafür, dass der Taker seinen Titel an Hart abgeben muss. Der Anfang einer Story, die im November desselben Jahres für den vielleicht umstrittensten Matchausgang aller Zeiten sorgt. Einige Wochen, nachdem die WWF mit dem ersten Hell In A Cell-Match der Geschichte für Aufsehen gesorgt hat, treffen nun Bret Hart und Shawn Michaels im Hauptmatch der Survivor Series in Montreal aufeinander. Bret Harts Vertrag lief nach dem Match aus, doch er weigerte sich, den Titel an Michaels abzugeben. So warf der Chairman Vince McMahon mitten im Match die gesamte Planung über den Haufen, ließ die Ringglocke läuten und sorgte dafür, dass Shawn „unverdient“ den größten WWE-Titel gewann. Bret Hart verließ daraufhin angepisst die WWF und wechselte zur WCW. Dieses Match markiert für viele den Beginn der sogenannten Attitude Era. Die Attitude Era startete, nachdem Vince McMahons WWF im Jahr 1997 beängstigend schlechte Zahlen schrieb und deshalb eine Änderung der Darstellung unausweichlich war. Das Resultat? Die Monday Night Wars, in denen die WWE nach 2 verlorenen Jahren 1998 erstmals wieder mit der WCW konkurrieren konnte, der endgültige Sieg über die WCW mit unzähligen neuen Topstars 1999 und am Ende die finanziell erfolgreichste Ära der Geschichte des Wrestlings. Doch im März 2001 kaufte die WWE die WCW, somit war der Kampf gewonnen und die Attitude Era beendet. Denn von nun an war man die einzige Wrestlingliga der USA, die landesweit sendete und Millionen von Zuschauern begeisterte. Andere Konkurrenten wie die ECW oder später Total Nonstop Action zerbrachen entweder am Erfolg des McMahon-Imperiums oder konnten gar nie gefährlich werden.
Diese Zeit ist nun 10 Jahre her. Seit 10 Jahren ist die WWE konkurrenzlos. Während man in den ersten Jahren noch einen künstlichen Konkurrenzkampf zwischen ihren beiden Shows Raw & SmackDown erzeugte, änderte man ab 2008 drastisch ihre Ausrichtung. Da es finanziell besser ist, stellte man ihr Programm von TV-14 auf PG um. Das heißt, dass ein Programm wie in der Attitude Era oder in der Ruthless Aggression Era (2002-2005) nicht mehr möglich war. Und das nahmen die älteren Fans der WWE anscheinend übel. Denn von 2008-2012 sanken die Ratings dramatisch. Im Herbst 2012 war man an einem Punkt angelangt, an dem die Ratings wie im Sommer 1997 waren. In der ersten Jahreshälfte 1997 schrieb man bekanntlich die schwächsten Quoten aller Zeiten, zwischen 1.9 & 2.5 war damals Gewohnheit. Zwar hat man sich mit dem Comeback von The Rock zuletzt wieder im Bereich zwischen 2.7 & 3.0 einquartiert, trotzdem ist das im Vergleich zu anderen Äras unheimlich schwach. Was also, wenn sich Vince nun entscheiden würde, wieder alles auf eine Karte zu setzen?
Vor 16 Jahren krempelte Vince die WWF innerhalb von wenigen Wochen um. Er richtete sich nach der damaligen Popkultur und besonders einem College-Publikum. Das Resultat? Ein böser Boss, ein rebellierender Prolet, eine Hardcore-Ikone, die wöchentlich ihre Gesundheit aufs Spiel setzt und 2 Männer, die der Teufel persönlich erzeugt haben könnte. Kurz gesagt: Der Traum der 90er. Doch wie würde das im Jahr 2013 aussehen? Das damalige Publikum ist älter und hoffentlich reifer geworden, die meisten haben eine Familie und werden die WWE wenn überhaupt nur noch flüchtig verfolgen. Kann man mit einem solchen Produkt also noch Erfolg haben? Hat man die Charaktere dafür? Ich bin mir da nicht sicher. Den Platz von Stone Cold könnte theoretisch CM Punk einnehmen. Obwohl seine Lebenseinstellung mit der von Steve Austin nicht zu vergleichen ist, ziehen beide ein eher smarteres Publikum an, erzeugen allgemein tolle Reaktionen und sind sehr wandelbar. Es ist sicher kein Zufall, dass ein Match der beiden seit Jahren von der IWC (Internet Wrestling Community) gefordert wird. Muss man aber unbedingt die damaligen Charaktere kopieren? Nein. Man hat heute eine riesige Auswahl an Talenten mit den verschiedensten Charaktern & Gimmicks. Wenn man es schafft, ein Kreativ-Team wie vor 15 Jahren zu verpflichten, im Notfall sogar Vince Russo, dann steht einer erfolgreichen Ära nichts im Weg. Was heutzutage wichtig sein könnte, sind längere Matches. Bereits in den 90ern waren Matches wichtig. Während die Wrestler damals wegen der härteren Ausrichtung ihre Gesundheit riskieren mussten, könnten die heutigen Wrestler mit riesigen Move-Sets auf sich aufmerksam machen. Dürften Wrestler wie Daniel Bryan, CM Punk oder Antonio Cesaro ihr ganzes Potential ausleben, würde man sofort hunderttausende Fans anziehen, die man in den letzten Jahren verloren hat. Man stelle sich vor, im Main Event von WrestleMania XXX stehen Daniel Bryan & CM Punk. Bryan bekommt jetzt bereits eine der größten Reaktionen wegen seiner In-Ring Fähigkeiten, doch das, was er da zeigt, ist nur ein Bruchteil von dem, was er wirklich kann.
Wrestling Matters – Das kommt einem jeden Wrestling-Fan doch bekannt vor. Nur muss man es dann auch durchziehen. Während eine bestimmte Promotion aus Nashville diesen Slogan nie wirklich ernst nahm, muss die WWE mehr denn je darauf setzen. Wenn man unbedingt 3 Stunden Raw senden will, dann mit sinnvollem Material. Und anstatt unzähliger unnötiger Segmente, um einfach jeden irgendwie unterzubringen, könnte man auch einfach die Matchzeiten von 2 auf mindestens 10 Minuten anheben. Und das gilt nicht nur für 1-2 Matches, sondern für alle. Auch wenn das heißt, dass man anstatt 10 in Zukunft nur noch 6-7 senden kann. Was neben reinem Wrestling auch unheimlich ist, ist der Aufbau von Talenten. Die großen Stars der Attitude Era wurde fast alle in der WWF groß. The Rock wurde nach einem Fehlstart erstmal in eine Gruppierung gesteckt, um von anderen zu lernen. Triple H ebenfalls. Als Aristokrat ohne Erfolg, durchlebte er in der DX einen wundersamen Neustart, der ihn 2000 zum Topstar der Company machen sollte. Mit The Shield & der Wyatt Family geht man damit schon einen ähnlichen Weg wie damals, was durchaus positiv zu bewerten ist. Was auch auffällt: Damals wurden Talente über mehrere Jahre hinweg aufgebaut, bis sie ins Main Event kamen. Stone Cold zB. war fast 3 Jahre in der WWF, als er zum ersten Mal Champion wurde, Triple H sogar 4 Jahre. Und im Vergleich zu heute hielt man auch die ganze Zeit an den Talenten fest. Antonio Cesaro würde sich wünschen, damals bereits in der WWE gewesen zu sein, denn sein Monster-Push + anschließendem Fall ist das perfekte Beispiel dafür, wie es nicht geht. Dazu aber mehr in meiner nächsten Kolumne „Die Zukunft der Zukunft“.
Zu guter letzt noch die Storylines. Der Aufbau der Storylines gehört heute ja zu den meistkritisiertesten Themen der WWE. Zu einfallslos, zu vorhersehbar wirken die Geschichten, die die WWE seit Jahren erzählt. Das liegt hauptsächlich an den Umständen im Kreativ-Team. Früher hatte man eine Show, um die man sich kümmern konnte. Mit Vince Russo & Ed Ferrara hatte man ein geniales Booking-Team, welches vom Lehrbuchreifen, aber nicht zeitgemäßen Booking ihrer Vorgänger Jim Cornette & Bruce Prichard nicht viel hielt und lieber ein Entertainment-Produkt der besonderen Art erzeugte. Und während das traditionelle Produkt von Cornette die WWE beinahe zerstört hätte, erreichte man unter der Leitung Russos in kürzester Zeit Top-Ratings. Mit Michaels/Hart, Austin/McMahon, Rock/Foley, Undertaker/Kane usw. wuchsen unzählige Storys dieser Zeit auf dem Mist von Vince Russo. Und obwohl der Ex-Magazinschreiber oft kritisiert wurde, nur Crash-TV zu erzeugen, so war er doch ein Genie, das seinesgleichen sucht. Unter seiner Leitung wurde die WWE wieder zum Marktführer und Total Nonstop Action erreichte die besten Ratings & höchsten Buyrates ihrer Geschichte. Heute ist Russo arbeitslos. Da das WWE Creative-Team ja oft sehr planlos agiert, wäre eine Rückkehr von Russo wahrscheinlich gar nicht so blöd. Einziges Problem? Die McMahon-Familie. Da Russo zusammen mit Ferrara 1999 die WWF in Richtung WCW verlassen hat, gibt es bis heute viel böses Blut zwischen den beiden Parteien. Trotzdem müsste es möglich sein, auch heute ähnliche Storylines auf die Beine zu stellen. Mit dem Summer of Punk oder auch der 3-Jährigen HBK/Taker/HHH-Story hat man viel Einfallsreichtum bewiesen, jetzt muss man das nur noch 24/7, 365 Tage im Jahr umsetzen können. Wenn der WWE das gelingt, ist das schon die halbe Miete.
Das war´s von mir zu diesem Thema. Hoffentlich konnte ich euch wieder so fesseln wie beim ersten Mal, auch wenn ich hier nicht ganz so von mir überzeugt bin. Wer die Attitude Era an sich noch nicht so kennt, dem kann ich die DVD „The Attitude Era“ empfehlen. Dort wird alles sehr gut gezeigt und es gibt auch kritische Meinungen einiger Wrestler. Die Attitude Era ist ohne Zweifel die umstrittenste Ära des Pro-Wrestlings, und ob eine Wiederholung dieser Zeit möglich ist, ist jedem selbst überlassen.
Ob Bryan was taugt können wir nach nur einem Monat ernsthafter Regentschaft immer noch nicht genau sagen. Er hatte als Champ imemrhin erst nur einen gegner und gegen kane will man für gewöhnlich jeden als einen angst-einflößenden Gegner zeigen, daher sehe ich über die Darstellung hinweg. Für einen weiteren Titelgewinn wäre ich schon, allerdings sollte er erstmal sich eine Pause vom World Titel Picture gönnen und etwas mit Leuten wie Ambrose oder Rollins fehden.
Zitat von Tobi im Beitrag #6Ob Bryan was taugt können wir nach nur einem Monat ernsthafter Regentschaft immer noch nicht genau sagen. Er hatte als Champ imemrhin erst nur einen gegner und gegen kane will man für gewöhnlich jeden als einen angst-einflößenden Gegner zeigen, daher sehe ich über die Darstellung hinweg. Für einen weiteren Titelgewinn wäre ich schon, allerdings sollte er erstmal sich eine Pause vom World Titel Picture gönnen und etwas mit Leuten wie Ambrose oder Rollins fehden.
Ich finde einfach seine Darstellung furchtbar. Zuerst verliert er den ganzen Herbst durch nur, dann gewinnt er auf der RTWM und beim PPV selbst gleich mal alles, obwohl HHH ihn Woche für Woche abfertigt und dann hat er als WWE WHC keine Meter gegen den Mann, der bei WrestleMania in 3 Minuten gegen The Shield verloren hat. Dazu kommt noch, dass sein ganzer Charakter auf einem einzigen Wort aufgebaut ist. Würde man Bryan vielschichtiger darstellen, hätte ich vielleicht gar kein Problem mit ihm, da er im Ring immer noch zum Besten gehört, was die WWE zu bieten hat. So aber kann ich mit ihm nicht viel anfangen.
Zitat von Tobi im Beitrag #6Ob Bryan was taugt können wir nach nur einem Monat ernsthafter Regentschaft immer noch nicht genau sagen. Er hatte als Champ imemrhin erst nur einen gegner und gegen kane will man für gewöhnlich jeden als einen angst-einflößenden Gegner zeigen, daher sehe ich über die Darstellung hinweg. Für einen weiteren Titelgewinn wäre ich schon, allerdings sollte er erstmal sich eine Pause vom World Titel Picture gönnen und etwas mit Leuten wie Ambrose oder Rollins fehden.
Ich finde einfach seine Darstellung furchtbar. Zuerst verliert er den ganzen Herbst durch nur, dann gewinnt er auf der RTWM und beim PPV selbst gleich mal alles, obwohl HHH ihn Woche für Woche abfertigt und dann hat er als WWE WHC keine Meter gegen den Mann, der bei WrestleMania in 3 Minuten gegen The Shield verloren hat. Dazu kommt noch, dass sein ganzer Charakter auf einem einzigen Wort aufgebaut ist. Würde man Bryan vielschichtiger darstellen, hätte ich vielleicht gar kein Problem mit ihm, da er im Ring immer noch zum Besten gehört, was die WWE zu bieten hat. So aber kann ich mit ihm nicht viel anfangen.
Daher möchte ich ja auch, dass er nach seinem Return ne Zeit lang dem Welttitel fern bleibt. In der Zeit in der Uppercard kann er dann z.B. auch zum Heel turnen, dann wird nach einiger Zeit (wenn Bryan den Heel gut spielt, wie ich es auch von ihm gewohnt bin) das mit den YES Chats aufhören bzw. die Crowd chantet das Gegenteil. Das ist auch die Zeit, wo er dann die Möglichkeit hat weiteres an der Person ''Daniel Bryan'' aufzubauen. Turnt er dann nach längerer Zeit wieder Face könnten das geniale Reaktionen werden und er ist womöglich sogar wieder an dem Beliebtheitsstand vor dem Summerslam letzten Jahres. Vielleicht täte ihm auch ein Tag Team mit jemanden gut.
Zu der 2. Kolumne: Ich fragte mich da gerade, was für Charaktere und Rollen in der jetzigen Zeit passen würden. Auf einige Ideen, die schon umgesetzt sind, kam ich schon und zwar: Der ignorante selbstsüchtige Boss = Triple H Jemand für die Fans von ''Freaks und anderem Unheimlichen'' = The Wyatt Family und vlt. auch noch The Acension, von dem jedenfalls was ich gesehen hab Der Schnösel = Tyler Breeze (keine Ahnung ob das sein Gimmick ist, aber wie einer kommt er mir vor^^)
Aber was für Rollen passen denn sonst noch zu der heutigen Zeit? Was für Gimmicks würden passen?
Vor wenigen Tagen eröffnete die WWE in Orlando ihr neues Performance-Center. Dieses Center markiert den Beginn eines neuen Zeitalters. Ab jetzt werden alle Nachwuchstalente der WWE in Orlando untergebracht und trainieren unter Top-Bedingungen, die man nirgendwo sonst auf der Welt vorfindet. Für die ca. 80 Nachwuchstalente heißt es jetzt aber auch, das Vertrauen zu rechtfertigen. Denn nicht umsonst investiert man hunderte Millionen Dollar in ein Trainingszentrum für Nachwuchswrestler. Die WWE ist an einem kritischen Punkt angelangt. Die ehemalige Farmliga FCW hat über die Jahre viel zu wenig Top-Wrestler hervorgebracht. Also änderte man 2012 alles. FCW wurde eingestellt, Triple H übernahm den Nachwuchsbereich, formte NXT zur neuen Ausbildungsstätte um und ist zusammen mit Dusty Rhodes für die Geschehnisse bei der neuen Show zuständig. Und mit diesem Schritt änderte sich alles. NXT wird an der Full Sail University vor ca. 600 Zuschauern aufgezeichnet. Ein großer Schritt für die WWE, von den riesigen Kulissen wegzugehen, aber auch wichtig für die Talente, da sie sich hier nicht sofort dem Druck einer 10.000er-Crowd stellen müssen. Auch wichtig ist die Einbindung von etablierten WWE-Superstars. So hat dem ersten NXT-Champion Seth Rollins die Fehde gegen Jinder Mahal sicher geholfen, ebenso wie Kassius Ohno später die Auseinandersetzung mit William Regal. Ein weiterer, wichtiger Schritt von Triple H ist, dass man jetzt vermehrt auf Wrestler setzt, die bereits viele Jahre im Indy-Bereich tätig waren. Wegbereiter dafür waren sicher CM Punk & Daniel Bryan, die allen Hindernissen trotzten und ihren Weg an die Spitze der WWE gehen. Und es lohnt sich: Mit Seth Rollins (Tyler Black), Dean Ambrose (Jon Moxley), Antonio Cesaro (Claudio Castagnoli), Kassius Ohno (Chris Hero), Corey Graves (Sterling James Keenan) usw. hat man unzählige Stars aus dem Indy-Bereich, die mit Sicherheit auch ihren Weg gehen werden. Doch wohin?
Sehen wir uns mal alle bisherigen Aufsteiger an. Die ersten waren im November des letzten Jahres Seth Rollins, Dean Ambrose & Roman Reigns. Sie wurden in der WWE komplett anders als bei NXT eingesetzt. Seth Rollins war bei NXT Face, mit einem Metalhead-Gimmick, falls man das so nennen konnte. Er machte während des Einzugs seltsame Bewegungen und war, wohl dank seiner großartigen In-Ring Fähigkeiten, schnell einer der Topstars von NXT. Dean Ambrose war gar nie bei NXT zu sehen. Seine Reifeprüfung belegte er in der ersten Jahreshälfte 2012, als er eine Fehde mit William Regal und teilweise auch mit Seth Rollins führte und dabei sein Gimmick, das ein wenig an den Joker aus „The Dark Knight“ erinnerte, perfekt spielte. Dass die WWE viel auf Dean hielt, wurde deutlich, als er im Juli gegen William Regal das letzte ausgestrahlte FCW-Match aller Zeiten bestreiten durfte. Und Roman Reigns? Der war eigentlich nie auffällig. Ein typisches Powerhouse, das leicht zu ersetzen ist. Ihr WWE-Debüt bestritten sie aber zusammen. Als „The Shield“ sollten die 3 nun als Heel-Fraktion in den Shows auftreten und durften schnell Topstars wie John Cena, Sheamus oder sogar Legenden wie The Rock und den Undertaker abfertigen. Doch wohin führt ihr Weg? Derzeit halten sie 3 Titel. Eine Fehde gegen die Brothers of Destruction war für den Summerslam geplant. Und weiter? Was, wenn es nichts mehr zu holen gibt? Wenn jede Art von Injustice beseitigt wurde? Wird The Shield im Herbst schon so weit sein, dass sie als einzelne Individuen erfolgreich sind? Dean Ambrose mit Sicherheit. Mit seinen unglaublichen Mic-Künsten braucht er sich vor Göttern wie CM Punk, Paul Heyman oder selbst The Rock nicht verstecken. Seth Rollins? Er braucht eine eigene Persönlichkeit. Zu wenig ist der Tag Team Champion bisher in Erscheinung getreten. Nur mit In-Ring Künsten kommt man in der WWE nicht weit. Und deshalb könnte auch der Weg von Seth Rollins ohne seine Partner viel zu früh enden. Auch Roman Reigns muss aufpassen. Im Team funktioniert er als Allzweckwaffe gut, doch wie agiert der Cousin von The Rock allein? Ist er noch immer „einfach nur ein Powerhouse“, oder hat sich Reigns mittlerweile zu einemkünftigen Top-Star entwickelt?
Die anderen Aufsteiger? Fangen wir mit Big E Langston an. Am Anfang war ich kein Fan von ihm. Sein 5-Count Gimmick von NXT fand ich eintönig und als Bodyguard von Ziggy wirkte er auf mich nicht ganz sicher. Doch mit der Zeit hat Big E sich entwickelt und ist, an der Seite von AJ, inzwischen ein wirklich unterhaltsamer Geselle. Mit lustigen Segmenten, einer ganz eigenen Mimik und, für seine Größe ganz ordentliche Fähigkeiten im Ring könnte auf den Hünen eine erfolgreiche Zukunft warten. Ob mit oder ohne AJ, das bleibt ganz euch überlassen. Die nächsten Aufsteiger stehen bereits mit einem Fuß im Main Roster. Über Wochen wurde in kurzen Video-Vignetten immer wieder die Wyatt Family angekündigt. Eine unheimliche Sekte aus den Südstaaten der USA. Ihr Führer ist der bärtige Bray Wyatt. Der Meister des Schaukelstuhls kontrolliert die ebenfalls bärtigen „Brüder“ Luke Harper und Erick Rowan. Zusammen bilden sie das vielleicht innovativste Gespann seit der Attitude Era. Doch wer sind die 3? Bray Wyatt gab sein Gimmick-Debüt Anfang 2012. Schnell machte sich der unheimliche Sohn von I.R.S. einen Namen im Nachwuchsbereich und wurde dementsprechend auch bei NXT oft gehypt. Doch dann der Schock. Bevor seine Karriere richtig ins Rollen kam, riss sich Wyatt den Brustmuskel. Doch genau das war meiner Meinung nach nötig, denn nun konnte er sich voll und ganz auf seine Fähigkeiten am Mikrofon konzentrieren. Und dort gilt Wyatt als Meister seines Faches. Ich finde, man muss Wyatt auf seinen Mic-Fähigkeiten aufbauen. Das Gimmick des Sektenführers passt perfekt zu ihm und wenn die WWE daran über längere Zeit festhält, steht einer ganz großen Karriere nichts mehr im Weg. Einen Fehlschlag darf man sich hier nicht erlauben.
Und die Wrestler, die noch darauf warten? Die heißeste Aktie ist wahrscheinlich Conor O´Brian. Sein Weg war steinig. O´Brian war bereits einmal im Main Roster, als NXT noch eine Castingshow war. Doch sein damaliges Gimmick hat versagt, also ging es für „die Ratte“ zurück in die Entwicklungsbereiche der WWE. Sein neues Gimmick ist aber eines, mit dem er wirklich den Durchbruch schaffen könnte. Als „The Ascension“ trat Conor zunächst mit Kenneth Cameron als Team an, nach dessen Entlassung allein. Im Team stand O´Brian ganz kurz vor dem Aufstieg, danach musste er sich erst sammeln. Mir kommt es so vor, als hätte man nicht wirklich Ideen für ihn. Als Einzelwrestler durfte er hin und wieder mal auftreten und Squash-Matches bestreiten, doch so konnte er sich nicht etablieren. Nun versucht man erneut, ihn in einem Tag Team zum Erfolg zu führen. Und mit Rick Victor hat er einen Partner, der um einiges besser ist als Cameron. Das Gimmick ist auch für´s Main Roster geeignet. Es erinnert mich an eine Mischung aus dem Undertaker (vom dunklen Auftreten her) und der Brood (Gimmick), und diese Gimmicks waren schon volle Erfolge. Die einzige Frage, die auch die Wyatt Family betrifft ist, ob diese Gimmicks beim breiten US-Publikum eine lange Lebensdauer haben werden. Es müssen wirklich kreative Ideen her, um beide Teams über längere Zeit oben zu halten. Neben O´Brian sehe ich auch Corey Graves bald im Main Roster. Graves hat schon eine simple, aber durchaus vermarktbare Catchphrase „Stay Down“ und erinnert mit den vielen Tattoos und dem technischen In-Ring Stil an den jungen CM Punk und dürfte auch eher diese Fanbase interessieren. Aber Punks Fanbase wächst und wächst, da er, ähnlich wie Stone Cold in der Attitude Era, den Lifestyle von vielen jungen Menschen symbolisiert. Aber wie bei so vielen ist auch bei Corey eine gute Anfangsstoryline nötig, damit er nicht in der Masse untergeht. Dieses Schicksal droht auch Kassius Ohno. Der Held der Indys hat nämlich ein großes Problem: Er sieht nicht wie der typische WWE-Star aus. Er muss wirklich hoffen, dass er einen wundersamen Wandel wie einst Daniel Bryan hinlegen kann, um von den Fans akzeptiert zu werden. Denn obwohl er ein ausgezeichneter Wrestler ist, fehlt immer noch das gewisse etwas. Die WWE wird nicht umsonst so lang mit einer Verpflichtung gewartet haben. Ohno ist ein Risikofaktor. Entweder er funktioniert auf Anhieb oder er wird relativ schnell in der Versenkung verschwinden.
Etwas weiter vom Aufstieg entfernt ist Sami Zayn. Der frühere El Generico hat erst vor wenigen Wochen sein NXT-Debüt gefeiert, wird dort aber bereits an der Spitze festgenagelt. Man merkt: An ihm hängen große Erwartungen. Bei den Fans kommt er schon sehr gut an, was hauptsächlich an seiner Indy-Catchphrase „OLE!“ liegt. Ohne diese Catchphrase ist Zayn zu eindimensional. Im Vergleich zu vielen anderen besitzt er kein Gimmick und einen sehr einfachen Look. Auch sein Moveset hat man so stark dezimiert, dass er nicht mehr wirklich heraussticht. Dasselbe Problem hat auch Adrian Neville. Was soll man mit ihm machen? Er ist einer der weltbesten Highflyer, doch das ist so ziemlich alles, was er hat. Die WWE darf seine Spots nicht verbieten, sonst sehe ich in ihm keine langfristige Zukunft im Main Roster.
Wer wird seinen Weg gehen? Sehen wir hier schon irgendwo den nächsten großen Draw? Ich hoffe wirklich, dass diese Generation so viele Stars wie möglich schafft, denn so eine Fülle an Talenten hat man nur alle 10-15 Jahre. Man muss jetzt zuschlagen, sonst ist die Zukunft der WWE leer.
Ich hab mich in den letzten Wochen oft gefragt: Wie kann ich meine erste Pipebomb toppen, ohne dabei zu, wie soll ich sagen, aggressiv zu werden. Eine wahre Wutrede braucht harte Worte, denn nur so kann sie ernstgenommen werden und aussprechen, was die Leute denken. Es war auch schwer, wütend auf die WWE zu sein, denn seit meiner letzten Pipebomb vor über 2 Monaten hat sich viel getan und die Shows sind um einiges besser geworden. Mit der Corporation hat man endlich DAS Star-Stable, mit John Cena ist ein Hassobjekt verschwunden und auch wenn mit Bo Dallas schon das nächste in den Startlöchern ist, kann man die nächsten Monate wohl noch genießen. Worüber soll ich mich also aufregen? Hmm, über Darren Youngs Push, den er nur wegen dem Outing bekommt? Ne, am Ende werde ich noch als schwulenfeindlich abgestempelt. Über das sehr schlecht inszenierte Debüt der Wyatt Family? Perhaps later. Was noch? Das isses! Es gibt an der aktuellen Ausrichtung nicht viel zu kritisieren. Ich kann bestenfalls die Vergangenheit aufrollen und über die Verschwendung von Talenten reden, doch würde das jemanden interessieren? Ich weiß es nicht, also vielleicht warte ich damit noch und schreibe dann eine eigene Kolumne darüber.
Kommen wir aber zum Thema: Die WWE macht derzeit überraschend viel richtig. Mit der Corporation steht eine Gruppierung an der Spitze der Company, die mir persönlich sehr gut gefällt und das Geschehen wahrscheinlich bis WrestleMania XXX dominieren wird. Und einen Mann sehe ich derzeit sehr davon profitieren und nein, dieser Mann ist nicht Daniel Bryan, sondern Wade Barrett. Der Brite, dessen Karriere seit seinem Comeback vor einem Jahr (!) in die komplett falsche Richtung verläuft, könnte sich mit guten Matches gegen Daniel Bryan & Randy Orton in eine gute Position für höhere Aufgaben befördern. Jobben für den Erfolg, eine neue Formel in der WWE? Denn auch Dolph Ziggler ist seit einer gefühlten Ewigkeit Jobber und hat es trotzdem zu einem Run als World Champion gebracht und es wird derzeit gemunkelt, dass der blonde Ex-Cheerleader demnächst sogar WWE Champion werden soll. Davon kann Heath Slater oder auch Zack Ryder nur träumen. Heath Slater wurde im Vorjahr als Edeljobber für unzählige Legenden eingesetzt. Trotzdem wurde ihm eine goldene Zukunft mit der Intercontinental Championship vorhergesagt. Ein großer Push, da die Offiziellen angeblich begeistert von ihm waren. Was ist passiert? 3MB. Das Jobber-Stable schlechthin. Toller Push, wirklich. Naja, sie durften von Brock Lesnar abgefertigt werden. Vielleicht passiert das, wenn die Offiziellen von dir begeistert sind, was weiß ich? Auf jeden Fall hat die WWE aber eindrucksvoll bewiesen, wie man 3 Wrestler, die eh schon am Boden waren, noch weiter zerstören kann. Numero 2 ist Zack Ryder. Sein Aufstieg 2011 war sensationell, vom Jobber zum Superstar. Dank YouTube & Twitter wurde er vom WWE-Universum gefeiert und bekam die Belohnung dafür bei TLC, wo er Dolph Ziggler den US-Titel abnehmen durfte. Am folgenden Abend bei Raw aber erreichte das finale Segment mit CM Punk, Daniel Bryan & Zack Ryder das schwächste Rating für ein Segment seit 1997, woraufhin man Ryders Zugkraft (zu Unrecht) in Frage stellte und ihn behandelte, wie er es von 2008-2011 eh schon gewohnt war. Wie den letzten Dreck. Mit dem Tritt in die Eier durch Eve Torres hat man ihm bei WrestleMania 28 dann endgültig den Gnadenschuss gegeben, von dem er sich bis heute nicht erholt hat. War das nötig? War es nötig, Slater & Ryder so zu begraben? Beide könnten durchaus solide Midcarder darstellen, doch die WWE erkennt ihr Potential nicht.
Natürlich hoffe ich, dass es Ziggler und besonders Barrett nicht so ergeht, aber wissen kann man nie. Dolph war jahrelang der Prügelknabe für alles und jeden, Rückfallrisiko ist da. Zwar konnte er beim Summerslam Big E Langston besiegen, aber seine Zukunft ist noch lange nicht geklärt. Mir sind keine Pläne für die Zeit von Summerslam bis zum WWEC-Push bekannt, wie will man ihn also aufbauen? Wer ist ein potentieller Fehdengegner? Eine Fortsetzung der aktuellen Fehde ist unwahrscheinlich, dafür hat das Summerslam-Match zu sehr wie ein Finale gewirkt. Ich hoffe, man lässt sich für den Show-Off etwas einfallen und etabliert ihn im Main Event, sonst hat man es verkackt. Und Wade Barrett? Der muss in der Corporation-Fehde wirklich für positive Akzente setzen, denn mit Daniel Bryan kann er wahre Showstealer abliefern und das ist es, was er braucht: Er muss beweisen, großartiges abliefern zu können. Man hätte ihn am besten direkt nach der Nexus-Zeit als Singles-Wrestler im Main Event gehalten, aber so waren seine Niederlagen gegen John Cena & CM Punk sein Begräbnis. Im Herbst 2011 dann die nächste Chance. In einer Zeit, in der die WWE ihre Main Event Szene für immer verändern hätte können war Wade Barrett in einer aussichtsreichen Fehde gegen Randy Orton. Damals standen mit The Miz, R-Truth, Daniel Bryan, Alberto Del Rio, CM Punk, Cody Rhodes, Wade Barrett und Dolph Ziggler wahnsinnig viele Stars vor dem Durchbruch. Doch wer steht heute wo? The Miz wurde zum Edeljobber und reinen Mic-Worker, R-Truth tritt sporadisch an, um mit der Wyatt Family für Quotentiefpunkte zu sorgen, Alberto Del Rio langweilt die Massen als World Champion zu Tode, Cody Rhodes tritt ebenfalls auf der Stelle und Wade Barrett ist seit einer Verletzung im Februar 2012 auf dem absteigenden Ast, doch das wurde bereits thematisiert. Einzig D-Bryan, CM Punk & Dolph Ziggler konnten sich halten, obwohl selbst die 3 nicht ohne Probleme davongekommen sind.
Daniel Bryan verschwand nach Extreme Rules 2012 relativ schnell in der Midcard. Die Fehde mit CM Punk, AJ & Kane war zwar unterhaltsam, spielte in den Shows hinter Big Johnny aber nur die zweite Geige. Dann kam Team Hell No. D-Bryan in der Tag Team Division, die nach einer kurzen Hochzeit im Herbst 2011 im ersten Halbjahr 2012 wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwand. Doch mit Team Hell No kamen die Teams. Die Prime Time Playas, Team Rhodes Scholars, International Airstrike und wie sie alle hießen. Bryan & Kane führten diese Division in bessere Zeiten, doch half das Bryan? Nein. Er dümpelte weiterhin nur in der Midcard herum und stand in bedeutungslosen Auseinandersetzungen mit Teams, die sowieso verlieren würden. Zum Jahreswechsel war das Team bereits ausgelutscht, doch man hielt bis Mai an der Idee fest. Wirklich grausam, was man mit Bryan aufgeführt hat. Der beste Wrestler der WWE in der Tag Team Division festzuhalten lässt jeden Wrestlingfan reagieren wie Peter Griffin auf das Video mit dem Ring oder Vinnie Mac auf den Mann, dessen Namen man nicht unter die Kommentare des WWE YouTube-Channels schreiben darf.
Wo wir schon wieder beim nächsten Thema wären. Ich weiß, das Thema Benoit wurde oft genug behandelt, doch darf man ihn wirklich komplett aus der Geschichte streichen? Es ist mir klar, dass man ihn nicht promoten darf, doch gleich ganze Matches von ihm aus alten PPVs streichen, kommt mir doch ein klein bisschen übertrieben vor. Und genau das lässt die WWE-Fans auf die Barrikaden gehen. Immer öfter liest oder hört man den Namen Benoit bei Videos oder Veranstaltungen der WWE, nicht zuletzt wurde sein Name beim WWE 2K14 Roster Reveal lautstark gechantet. Die Fans werden den Canadian Crippler nie vergessen, schon deswegen nicht, da er den 2004er Royal Rumble gewann und im selben Jahr auch den Main Event von WrestleMania bestritt. Auf älteren DVDs wird Benoit von den Kommentatoren oft als „Garantierter Hall of Famer“ bezeichnet. Ich schätze, dieses Thema ist vom Tisch. Ein verurteilter Vergewaltiger (Mike Tyson) wird mit offenen Armen empfangen, doch ein durch das Wrestling krank gewordener Mann wird aus den Geschichtsbüchern gestrichen? Die beliebteste Ausrede ist ja, dass es dem Geschäft schaden könnte. Würde es das? Vielleicht. Aber tut das das schlechte Bookingteam nicht auch? Chris Benoit würde die WWE nicht zerstören. Es heißt nicht Benoit screwed Vince. Es heißt Vince screwed Vince. Nur er selbst kann der WWE schaden, nämlich durch kurzsichtige Geschäftsentscheidungen und der Tatsache, dass seine Tochter die Kontrolle über das Booking der WWE hat. Die einzige gute Entscheidung von Steph war es, Hunter in sich zu lassen und somit einen Mann an die Geschicke der WWE zu lassen, der Ahnung vom Geschäft selbst hat und allen Anschein nach ein sehr guter Geschäftsmann ist.
Jaja, die WWE und das Geschäft. Derzeit gibt es wieder viele Gerüchte darüber, einige neue Teilzeitwrestler für WrestleMania zu verpflichten. Brock Lesnar gilt als fix, mit Batista & Goldberg wird angeblich verhandelt und ist The Rock tatsächlich vom Tisch oder hält er wieder den Arsch für McMahon hin? Denn wenn Dwayne etwas kann, dann ist es wenig Arbeit für viel Geld zu verrichten. Seine Auftritte als WWE Champion konnte man an einer Hand abzählen und obwohl ich John Cena zu tiefst hasse war ich doch irgendwie froh, dass er bei WrestleMania Champion wurde. Denn im Falle von Cena heißt es wenigstens „The Champ is here“, während Dwayne „The Champ is barely here“ auf seine T-Shirts drucken müsste. Richtig macht es auch RVD. Der hat einen Vertrag unterschrieben, der ihn 90 Tage an die WWE bindet und er danach frei entscheiden kann, wann er auftritt. Das heißt, wir werden bald sehen, wie wichtig ihm die WWE ist oder ob er besser bei Impact hätte bleiben sollen. So, das war´s von mir für´s erste. Ich werde wahrscheinlich in den nächsten Wochen wieder eine Kolumne schreiben, bis dahin müsst ihr euch hiermit zufrieden geben. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Und denkt immer dran: Die IWC im Storyline-Thread lesen!
In den letzten Tagen haben sich 2 User mit verschiedenen Meinungen zusammengetan, um über die NXT Divas Championesse Paige zu diskutieren. Impaler_Edge vs Chicago_Made_Champion im DUELL! Was kommt bei diesem Duell heraus? Seht selbst.
Impaler: Meine Meinung: Paige ist nicht alleine die tallentierteste im Roster (NXT). Ich zähle eine Summer Rae (Main Roster (aber nur zum Teil)) und Bayley auch zu sehr tallentierten Wrestlerinen. Vom Gimmick her hat Paige natürlich das größte Potenzial, das ist nicht abzustreiten. Auch eine Verbindung zum Publikum besteht, aber meiner Meinung nach nicht so wie bei Bayley (mit ihrem Gimmick).
CMC: Du meinst also, dass Bayley besser als Paige ist?
Impaler: Ich meine nicht unbedingt besser! Ich meine nur ihr Auftretten findet (bei NXT zumindest) mehr gefallen. Die In-Ring-Fähigkeiten sehe ich zwar unter einer Paige (und zwar deutlich), aber mit dem Gimmick ist Bayley momentan (noch) Main Roster-Fähig. Solange man Fandango hat, könnte das noch was werden.
CMC: Aus irgendeinem Grund bin ich kein Fan von Bayley´s Gimmick, da gefällt mir das von Paige schon besser. Wenn sie öfter Promos halten und dem Gimmick mehr Tiefe verleihen würde, würde die Sache schon ganz anders aussehen. Und was meinst du mit "Solange man Fandango hat, könnte das noch was werden."?
Impaler: Der größte Fan von Bayley's Gimmick bin ich ebenfalls nicht! Aber (und hier kommt Fandango ins Spiel), solange Fandango noch rumtanzt, könnte man die zwei vorerst in ein Team stecken. Fandango war für mich sowieso nie mehr als ein Comedy-Charackter! Um auf Paige zurück zukommen: Es gibt momentan ja Gerüchte, Heyman will einen neuen Heyman Guy vorstellen. Es gibt Gerüchte über einen Guy, und ein Girl! Das mit dem vertiefen des Gimmick's würde dadurch etwas zu Seite geschoben werden, da Heyman wohl die meiste Arbeit übernehmen würde.
CMC: Heyman schafft es sogar, Curtis Axel spannend zu machen. Wenn er Paige unter seine Fittiche nimmt, wird bald niemand mehr von AJ sprechen. Im Ring überragt Paige jede WWE-Diva, sogar Natalya & AJ. Auch wenn sie nur wenig Mic-Work bekommt, wird sie ein starkes Gimmick haben, dank Paul Heyman.
Impaler: Nein! Da muss ich dir fast komplett sagen, dass du falsch liegst! Ich persönlich (und das als größter AJ-Fan) ordne sogar Natalya über AJ (das heißt was(!)). Paige übberragt eine Natalya absolut nicht, ich würde sie auf Platz 2 zusammen mit AJ stellen, aber eins!? Nein. Und um auf Axel zukommen: Nein! Auch hier liegst du, in meinen Augen, falsch! Axel ist sogar unter Heyman mehr als schlecht. Für mich muss ein Superstar Leistung im Ring bringen, wie auch am Mic (Brock Lesnar während der RAE ausgenommen(!)). Axel jedoch bringt ein gutes Match nicht auf die Reihe. Er ist nicht wie sein Vater. Er hat nicht dieses Charisma, und auch nicht diese Ausstrahlung im Ring.
CMC: Also ich sehe Paige schon über AJ, was die Fähigkeiten im Ring angeht. Am Mic ist AJ zwar besser, aber im Ring ist Paige besser. Und zu Axel: Mir gefällt er aktuell gegen CM Punk eigentlich ganz gut. An seinen Vater kommt er nicht ran, aber damals hatte die Midcard auch einen ganz anderen Stellenwert. Ich bin sowieso gespannt, wie man das Heyman-Stable aufbauen wird (falls es zustande kommt). Wie Paige & Axel harmonieren und so.
Impaler: Naja, bei der Frage "Ist Paige besser als AJ?" werden wir nicht auf einen gemeinsammen Nenner kommen! Gehen wir aber mal in die Zukunft von Paige. Damit meine ich nach einem klaren Split von Heyman. Wie siehst du Paige dann!?
CMC: Die Frage ist erstmal, was macht Paige unter Heyman? Wie will man sie in eine Diven-Fehde einbauen? Wie will man heutzutage sowieso eine neue Diva einbauen? Eva Marie & JoJo haben den Vorteil, bei Total Divas zu sein und damit direkt ein Programm mit den Bellas & Natalya absolvieren zu können. Das kann Paige nicht. Gegen wen startet sie also?
Impaler: Ganz einfach. Gegen die Divas Championesse! Heyman will nicht nur Zerstörung, sondern auch Titel in seinen Reihen!
CMC: Aber AJ soll ja gegen die Bellas fehden. Heyman passt da mMn nicht rein. Vielleicht baut man sie in die Fehde gegen CM Punk ein.
Impaler: AJ soll gegen Total Divas Fehden! In diesem Fall könnte sich Heyman sogar zwei Diven angeln (vorerst). Er könnte sich AJ angeln (wie auch immer), und dann Paige holen. Zusammen wird Total Divas bekämpft. Während dieser Story turnt dann Paige gegen die Championesse AJ. Wie soll man sie in die Story mit Punk einbauen!?
CMC: Deine Idee finde ich gut. Heyman könnte Paige präsentieren und sie eben als nächste Divas Championesse ankündigen. Dann mischen sich aber die Total Divas ein und bitchen gegen Paige, was AJ dazu bringt, sich ebenfalls einzumischen und zusammen mit Heyman & Paige gegen die Total Divas vorzugehen. Das einzige Problem ist, dass das vielleicht zu wenig für Heyman ist, da er eigentlich ein Main Event Player ist. Da kommen wir zu meiner Idee mit Punk. So könnte Heyman Paige als Joker verwenden. Damit meine ich, dass sie mit Punk flirtet, ohne das er aber weiß, dass Heyman dahintersteckt. Wenn Punk dann also von Paige abgelenkt ist, könnte Heyman das nutzen und entweder Axel oder einen möglichen neuen Heyman-Guy auf Punk loslassen, der Punk dann dank Paige besiegt und somit Heyman einen Etappensieg beschert.
Impaler: Heyman würde aufgrund der Fehde mit Punk weiterhin im Main Event bleiben, imo. Zu einer Flirt-Aktion von Paige: Meinst du nicht, Punk sollte die Fehde auch mal etwas gewinnen, und nicht immer verlieren?
CMC: Das schon, nur würde ein Sieg von Punk sowohl Heyman als auch Axel schaden.
Impaler: Von welcher Spanne (Zeit) sprechen wir hier gerade!? Bei welchem PPV bist du? NoC, HiaC? Aber um auf Paige zurük zukommen: Wie würdest du soeine Fehde weiterführen!? Mir fällt da nicht's mehr ein.
CMC: Ich rede da jetzt von der Zeit nach NoC, vielleicht sogar nach Battleground. Auf jeden Fall muss Punk vorher bereits ein Match gewonnen haben, sonst bringt Heyman das alles nichts. Und zu Paige: Ich würde Paige nach diesem unglücklichen Match für Punk in die Divas-Division einbauen, vielleicht sogar mit deiner Fehde, falls das ganze bis dahin nicht schon zu weit fortgeschritten ist (also die AJ vs Total Divas Fehde).
Impaler: OK. Dann haben wir diesen Teil ja jetzt eigentlich (meiner Meinung nach) zu genüge abgesprochen! Werfen wir noch mal einen Blick zurück, auf NXT! Meine Frage an dich: Wie hast du sie wahrgenommen, als sie debutiert hat (bei FCW noch), und ihr Bekanntheitsgrad höher wurde!?
CMC: Ich habe sie schon vorher als Britani Knight gekannt und war überrascht, als die WWE sie unter Vertrag genommen hat. Immerhin war sie erst 19. Ihr neues Gimmick hat mich dann aber positiv überrascht und mit Sofia Cortez & Raquel Diaz hatte sie einige ansehnliche Matches. Und als sie nach ihrem NXT-Debüt regelmäßig die lautesten Reaktionen zog war mir klar, dass wir hier die Diva der Zukunft sehen.
Impaler: Ich bedaure es, kaum Indy-Show's zusehen, gerade aus diesem Grund! Nun meine Frage: Kennst du Matchklassiker aus ihrer Indy-Zeit? Wenn ja, welche? Zu NXT und Paige: Nun ist sie Championesse! Meine Meinung: Mehr als verdient. Eine der talentiertesten Diven, die die WWE zu bieten hat. Wie gesagt, sie ist erste Championesse: Als ich ihre Reaktion auf den Sieg und den Titelgewinn sah, musst ich selbst heulen! Das Match war eine Klasse für sich. Als ich das Aftermath dazu sah, meine Gefühle kamen über mich. Wie ging es dir dabei, deine Reaktion, Gefühle?
CMC: Ich hab nicht viele Matches von ihr gesehen und ihre Gegnerinnen dort kenn ich nicht. Mir war von Anfang an klar, dass sie den Titel holen wird. NXT hat viele talentierte Diven, doch Paige ist eine Klasse für sich. Ihr Finalmatch gegen Emma war dann ein wirklich tolles Match mit der absolut verdienten Siegerin. Am Ende hab ich mich trotzdem wahnsinnig über ihren Sieg gefreut und ich hoffe, dass sie bald ins Main Roster aufsteigen darf.
Impaler: Damit steht unser Battle-Ergebniss wohl fest: Paige wird zukünftig (mit AJ und Natalya (und ggf. Naomi (mit anderem Gimmick))(?)) die Divas Division auf Trapp bringen!
Und was ist eure Meinung zu Paige? Stimmt ihr uns zu oder seht ihr die Situation ganz anders? Eure Meinung ist gefragt!
In den letzten Monaten hat mich die WWE regelmäßig auf eine harte Probe gestellt. Einmal zeigt man ein großartiges Produkt mit wirklich kreativen Einfällen, dann wieder eine Show, die zum Scheißen ist. Einmal wirken die Storylines frisch und selbst ein Curtis Axel spannend, dann gibt es wieder Tage, an denen mich nicht mal ein Paul Heyman begeistern kann. Mein WWE-Abbau hat bereits 2011 begonnen. Damals hatte die WWE nur 3 Shows. Raw, SmackDown & Superstars. Superstars war 2009 & 2010 eine Show, die regelmäßig tolles Wrestling zeigte, doch im Laufe des Jahres 2011 baute die Show wahnsinnig ab und ich verlor die Lust daran. Anfang 2012 passierte mit SmackDown das gleiche. Der Inhalt war langweilig, die Qualität nahm ab und mit jedem mittelmäßigen Wrestlingmatch fragte ich mich mehr, warum ich mir das noch antue. Die Ausgabe, in der Antonio Cesaro debütierte, ist bis heute die letzte SmackDown-Ausgabe, die ich mir angesehen habe. Damit bleibt noch Raw übrig. Parallel zu Raw verfolgte ich zwar Impact Wrestling, was aber bereits 2012 nicht mehr das Gelbe vom Ei war. Raw dagegen erlebte einen kleinen Aufschwung um Raw 1000, was danach kam, war jedoch eine bodenlose Frechheit. Der WWE-Herbst. Kritiker würden sagen, wir befinden uns tatsächlich im Herbst der WWE, und eben das wurde durch die schwächsten Ratings seit 1997 bestätigt.
Wie ihr aber bestimmt wisst, habe ich im Juni 2012 meine Alternative gefunden. WWE NXT. Ich war bereits vorher ein Fan von FCW, aber NXT hob alles auf eine neue Stufe. Als bekennender NXT-Mark gebe ich zu, dass ich manchmal etwas übertreibe, aber, und auch hier spreche ich aus Erfahrung, NXT ist wirklich eine Indy-Show, nur um Längen besser produziert. Ich möchte hier aber nicht über die Fantastischkeit von NXT schreiben, sondern über meine Ansichten zur Unkreativität der WWE. Es beginnt im einfallslosen Dauerverjobben der Undercard, der…Midcard, falls etwas derartiges existiert und dem Aufzwingen von unerträglichen Faces wie Sheamus oder Alberto Del Rio. Fangen wir in der Undercard an. Vor einigen Jahren war die Undercard der WWE ein fester Bestandteil von Shows wie Velocity oder Heat. Dort bekamen sie Storylines, anständige Matches, ja sogar Titelchancen! Und heute? Heute hat man die Undercard-Show WWE Superstars. Dort wird die Undercard jedoch an „Midcarder“ verjobbt, aus denen eh nie was wird. Nehmen wir zB. Sin Cara her. Der durfte vor einiger Zeit (ka, ob das noch immer so ist) regelmäßig etablierte Wrestler wie Antonio Cesaro besiegen, obwohl ein Push nie vorgesehen und bei Sin Cara auch nie möglich war. Weiter zur Midcard, denn die Undercard geht mir ehrlich gesagt am Arsch vorbei. Die Midcard zwar auch, aber ich muss wohl oder über darüber schreiben, da es ein Teil der WWE ist, der respektiert gehört und so. Jetzt aber Spaß ohne, die Midcard. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen Männer wie MVP, Shelton Benjamin, Matt Hardy oder Rey Mysterio ein fester Bestandteil einer jeden Show waren, mit eigenen Storylines ausgerüstet waren und von den Fans respektiert wurden. Heute? Nenne mir eine Midcard-Fehde! Bitte! Ich kann keine finden! Wo sind überhaupt die Champions? US-Champion ist Dean Ambrose. Seineszeichens Bodyguard von der Corporation und erklärte Fan-Hoffnung, irgendwann das Gesicht der Company zu werden. Aber von einer Titelfehde oder überhaupt einer Fehde ist nichts zu sehen. Und Curtis Axel? Der ist Intercontinental Champion und ist einer Fehde an der Seite Paul Heymans & Rybacks gegen CM Punk. Dabei spielt er regelmäßig den Jobber für Punk und darf nur gegen Kofi Kingston gewinnen, weil Vinnie Mac dessen Hose nicht mag. So viel zur Midcard. By the way: Hab grad richtig Lust, Victoria Justice zu…ach was, vergesst es. Gehen wir aber nun zu meinem Lieblingsthema der Kolumne bis jetzt, den aufgezwungenen Babyfaces!!
Seit jeher hatte die WWE DAS Babyface in ihrem Main Event. Der Mann, der einfach jeden Fan von den Sitzen reißt. Von Bruno Sammartino über Hulk Hogan bis zu Stone Cold. Sie alle hatten das gewisse etwas, das die Fans ihrer Zeit begeisterte. Sammartino war einfach Superman, Hogan der ultimative Patriot und Austin verkörperte die amerikanische Einstellung der späten 90er wie kein Zweiter. Doch mit dem Ende der Attitude Era um 2002 setzte ein Umdenken unter den Fans ein. Es waren nicht mehr die aufgepumpten Powerhouses, die sie im Mittelpunkt sehen wollten. Das WWE-Universum fokussierte sich immer mehr auf kleinere, technische Wrestler. Zwar standen immer noch Kraftpakete wie Batista oder John Cena im Mittelpunkt, doch es waren Wrestler wie Eddie Guerrero, Chris Benoit oder Rey Mysterio, die die Massen begeistern konnten. 2004 schien die WWE bereits zu reagieren, als man mit Eddie Guerrero & Chris Benoit eben 2 solche Techniker als World Champions einsetzte, doch im Titan Tower bereitete man bereits eine neue Generation an Superhelden vor. Allen voran war John Cena. Der ehemalige Footballspieler, der höchstwahrscheinlich nicht wegen seinen In-Ring Fähigkeiten gepusht wurde, errang die WWE-Championship bei WrestleMania 21 und hält sie, mit kurzen Unterbrechungen, bis heute fast dauerhaft. Nur wenige Wrestler konnten in der „John Cena Ära“ das große Gold halten, doch Wrestler wie Randy Orton oder CM Punk brachten nicht den gewünschten Erfolg. Also kommt Cena zurück an die Spitze. Das meistgehasste Babyface der WWE wird, gegen den Willen der Fans, zu einer Legende aufgebaut. Einen Status, den er meiner Meinung nach nicht verdient hat. John Cena ist inzwischen…was weiß ich, 36 oder so. Das bedeutet, er hat noch vielleicht 3-4 gute Jahre vor sich, bevor sein von Steroiden und „harten“ Matches gebeutelter Körper endgültig den Geist aufgibt und ein Muskel nach dem anderen reißt oder seine Schultern unter der Last von Guys wie Big Show oder Mark Henry zusammenbrechen. Neben Cena hat uns die WWE auch u.a. Sheamus, Alberto Del Rio oder Ryback als neue Top-Guys verkaufen wollen…ohne Erfolg. Das „Experimentierjahr“ 2012 ist eines der enttäuschensten Jahre der jüngeren Vergangenheit und der zweite Anlauf von Ryback ergab eine ebenfalls nicht befriedigende Extreme Rules-Buyrate. Was ist also nötig? Genau, neue Helden braucht das Land.
Beginnen wir einmal beim Beuteschema der WWE: Den Powerhouses. Mit fallen spontan nur Big E Langston, Roman Reigns, Titus O´Neil und vielleicht noch Conor O´Brian ein, die groß, breit und stark sind. Aber haben die Main Event Potential? Am weitesten dürfte es hier noch Roman Reigns bringen. Er ist, wie auch John Cena, ehemaliger Footballspieler, hat aber im Vergleich zum gehassten Idol bessere In-Ring Fähigkeiten. Reigns ist charismatisch, hat eine beeindruckende Statur und für eben jene Statur auch ordentliches wrestlerisches Talent. Mit Hilfe des Shields kann sich der Hüne bereits früh in großen Matches beweisen, somit steht dem Enforcer einer großen Karriere nichts im Weg, das sich nicht mit dem Spear beseitigen lässt. Die nächste Kategorie sind die etwas kleineren, aber trotzdem kraftvollen Wrestler. In diese Kategorie zähle ich Wrestler wie Dean Ambrose, Bray Wyatt, Dolph Ziggler, Wade Barrett oder Antonio Cesaro. Diese Wrestler hätten eigentlich alles, was ein erfolgreicher Main Eventer braucht. Sie haben eine glaubwürdige Statur, tolle In-Ring Fähigkeiten, eine gute Portion Charisma und annehmbare Fähigkeiten am Mic. Was fehlt dann? Diese Frage stellt sich mir sehr oft, besonders bei Wade Barrett & Antonio Cesaro. 2 großartige Main Eventer…wäre da nicht ein gewisses WWE Creative Team. Die haben nämlich so gar keine Ideen für die beiden. Dabei hat alles so schön angefangen. Wade Barrett etablierte sich in seiner Fehde gegen Randy Orton 2011/12 als sichere Bank im Main Event. Nachdem er bereits im Nexus bewies, tolle Führerqualitäten zu haben. Doch seit seiner Verletzung scheint man ihn einfach aufgegeben zu haben. Schade, wie ich finde. Jetzt kann man nur hoffen, dass man mit Dean Ambrose & Dolph Ziggler nicht dasselbe macht, denn die beiden sehe ich als potentielle Nachfolger von John Cena an, besonders Ambrose. Fehlen noch die kleinen aber feinen Techniker. In dieser Kategorie sehe ich ganz besonders in Daniel Bryan, Sami Zayn, Seth Rollins & Enzo Amore (ja, den NXT-Typen #SAWFT) zukünftige Champions. Bryan wird aktuell schon auf die Probe gestellt. In einer Storyline, die für John Cena (facepalm) gedacht war, kämpft der Bartträger aktuell gegen die Mächte der Corporation. Wenn er sich durchsetzt, setzt er die Serie kleiner Techniker fort, die sich gegen die aufgezwungenen Gesichter durchsetzen konnten. Der Nachfolger von Eddie Guerrero, Chris Benoit, Rey Mysterio & CM Punk. Und der nächste? Höchstwahrscheinlich Sami Zayn, denn der Kanadier vereint Charisma, Mic Work & In-Ring Kunst wie kaum ein anderer unserer Generation. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der ehemalige Luchador das WWE-Universum im Sturm erobern und vor 80.000 Fans bei WrestleMania OLE!-Chants provozieren wird.
Die WWE birgt Potential wie nie zuvor, eine Generation an Hoffnungsträgern, die nur an einem scheitert: Dem Creative-Team. Man kann nur hoffen, dass sich unter der kommenden Herrschaft von Paul Levesque einiges ändern wird, denn so eine Chance bietet sich nur einmal pro Generation. Das war´s von mir. Ich hoffe, es hat euch gefallen und man kann darüber gut diskutieren.
Das Jahr 2013 bot wieder einmal eine Menge Wrestling bzw. Sports Entertainment-Action. Aus diesem Grund setzten sich Chicago_Made_Champion, deLucius6666 & Impaler_Edge zusammen, um über ihre High- & Lowlights zu schreiben. Was dabei herausgekommen ist? Das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Hier ist der große Jahresrückblick auf 2013!
[align=center]Moment mit dem man nicht rechnete[/align]
Chicago_Made_Champion: Ein Moment, mit dem ich nicht rechnete, war die Verkündung der Titelvereinigung bei TLC. Und das nicht im positiven Sinn. Mein erster Gedanke war nämlich „Really? Das zieht man JETZT schon durch?“. Nicht nur, dass der Zeitpunkt denkbar ungut war, da man so etwas eigentlich bei einem großen PPV erwarten würde, so hat das irgendwie auch nicht zu den Aussagen John Cenas gepasst. Die kontroverseste Wrestler-Parodie der WWE hat nämlich erst im Oktober gesagt, dass er die World Heavyweight Championship zurück in alte Höhen führen wird. So führt uns der nunmehrige Ex-Champion also an der Nase herum, stärkt damit aber nur noch weiter meine Heel-Theorie, die ich euch bei 200 Twitter-Followern erzählen werde. Auf jeden Fall kam die Vereinigung aber sehr unerwartet und kann eigentlich nur negative Folgen haben. Ich schreibe jetzt nicht so viel zu dem Thema, da es dazu noch ein eigenes Kapitel geben wird. Also weiter im Geschehen! Ein weiterer Moment, mit dem ich zu dem Zeitpunkt nicht rechnete, war der Cash-In von Dolph Ziggler. In den Wochen davor war nämlich überhaupt nichts davon zu spüren. Dolph war zusammen mit Big E Langston hinter den Tag Team Titeln her und hat dann bei WrestleMania auch noch verloren. Man muss schon sagen, nicht der beste Aufbau für einen zukünftigen World Champion. Dafür war der Cash-In aber umso besser. Die Stimmung in New Jersey war legendär und machte den Moment unvergesslich. Für einen Moment war Dolph Ziggler tatsächlich ein akzeptierter Main Eventer. Trotzdem zählt sein Run zu den Flops des Jahres. Auch dazu später mehr.
deLucius6666: Ich beginne meinen Jahresrückblick mit dem Moment, mit dem man nicht unbedingt rechnete. Als diesen Moment würde ich die Retirepromo von Mark Henry auswählen. Obwohl ich nie ein großer Fan Mark Henry's war und er bei mir stark in Vergessenheit geriet, war mir die Promo nicht egal. Als ich mir die Promo ansah, erwischte ich mich mit Gänsehaut als Henry seinen Rücktritt verkündete. Umso genervter war ich dann, als Cena erschien. Doch das war mit dem Slam an Cena vollkommen vergessen und die Genervtheit, stieg ihn Begeisterung um. Umso enttäuschter war ich dann mit der Weiterführung dieses Momentes. Aber das ist eine andere Geschichte...
Impaler_Edge: Nach mehr als sieben Jahren geschah es, Hunter Hearst-Helmsley turnt, bei zweitgrößten PPV der WWE, gegen den aufstrebenden Daniel Bryan, „für“ Randy Orton und entscheidet somit das Programm für die nächsten Monate! Für mich der wohl zweitgrößte Moment in diesem jahr, nach dem Gewinn des WWE Championship's von Bryan, eben weil ich Fan von ihm bin, und eben weil er es verdient hat! Jedoch hat Hunter damit etwas neues geschaffen, eine Art neues Zeitalter in der WWE, das mag vielleicht noch nicht auffallen, doch ich sehe darin den Umbruch, wenn auch Orton momentan an der Spitze des ganzen steht. Ich fand den Turn absolut grandios durchgeführt, erst feiert er mit Bryan, aufeinmal ertönt Randy Orton's Theme und er erscheint auf der Stage, ohne Referee, und zieht sich anschließend wieder zurück. Und dann der Moment der den SummerSlam zum besten PPV 2013 macht, Triple H dreht Bryan zu sich, kickt ihn in den Gut, und verpasst ihm den folgenden „Pedigree“. Ein goldener Moment, der eine der besten Fehden des Jahres zur Folge hat: „Bryan vs. Orton & The Authority“.
[align=center]Show des Jahres[/align]
Chicago_Made_Champion: Der Titel „Show des Jahres“ geht für mich ohne Zweifel an den Summerslam. Der Summerslam war der Höhepunkt des WWE-Jahres, nachdem man bei WrestleMania einen (vorläufigen) Tiefpunkt erreicht hatte. Die WWE hatte den Großteil der Matches (zB. Cena vs Bryan, Punk vs Lesnar oder Ziggler/Kaitlyn vs Big E/AJ) konsequent über viele Wochen hinweg aufgebaut und bot eine großartige Show, die in mir das Gefühl weckte, wir hätten die schlimmsten Zeiten überstanden. Oh, wie naiv ich damals doch war. Jetzt aber zum Event. Im Opener standen Bray Wyatt und Kane. Die Story war nicht schlecht, das Match aber leider viel zu langweilig. Wyatt & Kane agierten meiner Meinung nach viel zu vorsichtig und auch zu langsam, sodass keine richtige Action entstehen konnte. Das zweite Match war von der Story her zwar schon besser, jedoch bekamen Cody Rhodes & Damien Sandow viel zu wenig Zeit. Mit ein wenig mehr Zeit und Ausgeglichenheit hätte man beiden viel mehr helfen können. Das dritte Match war dann endlich ein Match, wo man sagen konnte, es war richtig schön anzuschauen. Alberto Del Rio & Christian sind zwar nicht unbedingt die größten Namen, die da um die World Heavyweight Championship antraten, aber das Match war absolut Spitze. Das Divas-Match im Anschluss war bestenfalls Lückenfüller zum Match des Jahres. Was CM Punk & Brock Lesnar da ablieferten, hat mich wirklich vom Sessel gehauen. Als ich das Match zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich mir: Das war´s? War doch viel zu kurz. Erst dann sah ich, dass das Match über 25 Minuten dauerte. Dieses Match war definitiv der Beweis, wie schnell die Zeit vergehen kann, wenn man wirklich gefesselt von der Action im Ring ist. Und auch wenn die nächste Paarung nicht unbedingt wie ein tolles Match klingt, konnten mich auf Dolph Ziggler, Kaitlyn, Big E Langston & AJ Lee überzeugen. Sie nutzten ihre knapp 7 Minuten sehr gut und sorgten für einen der letzten großen Momente in diesem WWE-Jahr für Dolph & Kaitlyn. Und dann kam der Main Event. Ein Match, das fast an Punk/Lesnar heranreicht. Aber eben nur fast. Trotzdem war es Cenas stärkstes Match seit Money in the Bank 2011 und das trotz eines gerissenen Trizeps, das verdient meinen Respekt. Am Ende kann man dieses Match als Aufstieg des Daniel Bryan bezeichnen, doch was danach kam, war ein Begräbnis der ganz üblen Sorte. Darauf gehe ich aber später noch ein.
deLucius6666: Die Show des Jahres war für mich ohne wenn und aber der SummerSlam 2013. Der SummerSlam hatte für mich persönlich alles was ein Pay Per View benötigt. Eine klasse Matchcard, zum Teil überragende Matches und schöne Storylines. Man hatte mit Wyatt vs. Kane, Lesnar vs. Punk und Rhodes vs. Sandow drei richtig starke Fehden im Petto, wobei ich sagen muss, das Christian vs. Del Rio und Cena vs. Bryan auch zu glänzen wussten. Das die Wrestler dann die Fehden noch mit solch starken Matches krönen konnten, war mehr als sensationell. Bei diesem PPV fällt es mir sehr schwer ein Highlight zu nennen, was daran liegt, dass ich nicht nur die Matches, sondern auch die SL bis zum SummerSlam miteinbeziehe. Wyatt vs. Kane zum Beispiel, hatte eine richtig spannende Storyline, die jedoch von dem etwas mauen Match geschwächt wurde. Bei Cena vs. Bryan war es genau umgekehrt, weswegen auch diese Fehde ausscheidet. Letzten Endes habe ich dann in Brock Lesnar vs. CM Punk mein Highlight des PPV’s gefunden. Warum muss ich wohl nicht erklären…
Impaler_Edge: SummerSlam, dicht gefolgt von NXT! Es war nicht wirklich das große Jahr der WWE, was Show's angeht, was das Wrestling angeht vielleicht eines der besten allerzeiten, doch wenn man etwas richtig machte, dann wirklich, und dies war der Fall beim SummerSlam-PPV und bei der Wochenshow NXT. Der SummerSlam hat dieses Jahr so ziemlich alles übertroffen. Drei **** bis ****3/4-Sterne Matches und Bryan's Titelgewinn, gefolgt vom HHH-Turn. Viel zu sagen habe ich eigentlich nicht, oder? Einfach der beste PPV seit mehreren Jahren! NXT das gleiche, nur das es wöchentlich ist. Ein Festival von großartigem Wrestling, tollen Superstar's, aufsteigenden Superstar's und Diven, guten Fehden, etc.! Der Moment NXT's wohl das Cesaro/Zayn Match. Klassiker. Must watch! Now!
[align=center]Flop des Jahres[/align]
Chicago_Made_Champion: Einer der Flops des Jahres war meiner Meinung nach die Authority-Storyline. Goddammit, was hätte man da rausholen können! Daniel Bryan als größten Star der WWE seit Stone Cold Steve Austin, Triple H & Stephanie McMahon als das Horror-Pärchen schlechthin, The Shield als noch größere Stars als jetzt und auch Wade Barrett hätte seine Chance haben können. Und was bekamen wir? Daniel Bryan wird Woche für Woche begraben und am Ende durch Big Show ersetzt, Triple H & Stephanie McMahon schaffen es nicht mal, ihren eigenen Champion zu befriedigen, The Shield müssen als Edeljobber herhalten und Wade Barrett wird einfach aus den Shows geschrieben, weil er angeblich Visa-Probleme hatte. Zufälligerweise spielte er aber in jeder Ausgabe der JBL & Cole-Show sein (dort wirklich gutes) #BadNewsBarrett-Gimmick. Am Ende des Jahres kann man also sagen, dass man aus dieser Storyline viel zu wenig gemacht hat. Sehr schade, WWE. Numero 2 war, wie weiter oben schon angesprochen, der Run von Dolph Ziggler als World Heavyweight Champion. Der Titelgewinn war ein unvergesslicher Moment, doch wie immer wollte das Schicksal nicht mitspielen. So verletzt sich Ziggler nach einer Attacke von Jack Swagger und verliert den Titel 2 Monate später in seinem Comeback-Match. Damit war seine wahrscheinlich größte Chance dahin, weil man lieber das Aushängeschild des lateinamerikanischen Marktes an der Spitze sieht als einen besseren Performer, der einfach Pech mit der Verletzung hatte. Unter dem Strich muss man das einfach als Flop des Jahres sehen.
deLucius6666: Der Flop des Jahres, war auf jeden Fall The Authority. Für mich war The Authority von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Wieso sollte Triple H nur das beste fürs Geschäft wollen, aber dafür mit Daniel Bryan den beliebtesten Wrestler unterdrücken, nur um seiner Heel Rolle treu bleiben zu können?! Ich denke, das nur die Fans wirklich bestimmen können, was „Best for Business“ ist. Und für die Fans scheint es Daniel Bryan zu sein. Doch nicht nur deshalb ist die Authority ein Flop. Es gelingt der Authority einfach nicht, sich glaubwürdig zu machen. Sie preisen Randy Orton als das Gesicht der WWE dar, stehen aber nicht hinter ihm, wie man hinter der Nummer 1 stehen sollte. Orton hat Cena clean besiegt, wieso also Orton mit einem zweiten Match gegen Cena „strafen“ in dem er möglicherweise den Titel verliert oder ihn nicht clean verteidigen kann, was erneute Zweifel an Orton aufkommen lässt. Was mich jedoch fast am meisten an den Charakteren im Stable stört, ist die Darstellung Kanes. Ok, er hat sich Triple H und Stephanie gebeugt und sich ihnen angeschlossen. Wieso aber lässt sich ein Kane nur vorsagen was er wie, wo und wann zu tun hat? Oder ein anderes Beispiel. Wieso ist Kane nicht in der Lage, sich gegen Vickie Guerrero und Brad Maddox durchzusetzen? Gerade in der Abwesenheit des „Power Couples“, sollte Kane der sein, der sich aufdrängt und seine „Best for Business“ Interpretation mit Gewalt oder in anderer Form durchringt.
Auch in den ersten Shows in 2014 hat sich wenig am Zustand des Stables getan. Sie sind immer noch zu langweilig, zu durchsichtig und der COO + Frau haben viel zu viel Screen Time. Da auch Orton ein langweiliger Heel Champion ist, sehe ich auf Dauer keine Besserung und hoffe auf ein Ende des Stables bei WM XXX.
Impaler_Edge: Ziggler's World Championship Reign! Ohne große Worte ist hier Ziggler und seine Regentschaft zu nennen. Auch wenn ich Ziggler niemals leiden werde, liegt zu meist an seinen Fan's (bevor jemand was sagen will, nicht mal Taschl hat es übertrieben, und Taschl übertreibt bei Ziggler gerne), so konnte man an seinen Pop's sehen, der Typ wird von den meisten Fan's nach oben geschoben. Aber nix da! Irgendwie schon lustig das gerade Jack Swagger der Verursacher der Verletzung Ziggler's war, im Nachhinein betrachtet. So wurde aus der großen Chance für Ziggler ein großer Albtraum! Von hundert auf null. Vom großen Ruhm zurück nach Hause. Ziggler hätte es wahrscheinlich geschafft, doch daraus wurde nichts, den Del Rio, der den ich noch weniger leiden kann btW, konnte ihn bei Payback besiegen, und Ziggler's 15 Minuten Ruhm waren vorbei!
[align=center]Eure Meinung zum kreativen Zustand in der WWE?[/align]
Chicago_Made_Champion: Meine Meinung zum kreativen Zustand innerhalb der WWE? Eine grausame Achterbahnfahrt. Zu Beginn des Jahres breiten sich mit Punk/Rock und später Punk/Taker & dem neuen Swagger-Gimmick gute Möglichkeiten auf ein besseres Produkt aus, die mit WrestleMania aber sofort wieder eingerollt wurden. Dann folgte einmal eine Zeit, in der sich die WWE erstmal erholen musste, dann ging es aber bergauf. Die Storyline zwischen John Cena & Ryback verlief zwar ziemlich im Sand, dafür glänzte die Midcard. The Shield funktionierte als neues Monopol der Tag Team Division gut und war auch maßgeblich am Split von Team Hell No und den Spannungen zwischen Randy Orton & Daniel Bryan beteiligt. Gleichzeitig baute man mit den Usos und den Prime Time Players 2 Teams auf, die in den nächsten Wochen und Monaten ihre Zeit im Spotlight bekommen sollten. Mit CM Punk kehrte einer der wichtigsten Wrestler überhaupt in die Shows zurück und seine Promos mit Paul Heyman waren wahre Glanzparaden. Auch Mark Henry erlebte seinen x-ten Frühling gegen John Cena, war am Ende jedoch nicht belohnt worden. Doch nicht nur bei den Herren gab es einen deutlichen Aufschwung, auch bei den Divas bahnte sich ein neues Top-Duell an. AJ Lee vs Kaitlyn begeisterte die Fans zwischen Extreme Rules und dem Summerslam und war das Highlight der Damen in der WWE, denn die Total Divas können da nicht mithalten. Nach dem sensationellen Summerslam kam aber relativ schnell der Einbruch. Die Authority-Storyline floppte, die Total Divas brachten ihre Division zurück in alte Tiefen, Punk vs Heyman schwächte ab und verfolgte am Ende nur noch das Ziel, das Punk seinen Widersacher mit einem Rohrstock verprügelte. Den ersten Tiefpunkt sah man bereits beim völlig unnötigen PPV Battleground, welcher die drittniedrigste Buyrate aller Zeiten erreichte und später nochmal bei den Survivor Series. Und auch wenn langsam wieder ein (kleiner) Aufschwung zu spüren ist, so wird es doch noch lange dauern, bis die WWE sich wieder vollständig vom versagten Herbst erholt hat.
deLucius6666: Mhm, was soll ich zum kreativen Zustand der WWE schreiben? Ich kann nicht schreiben, dass ich zufrieden bin. Ich kann auch nicht schreiben, dass die WWE auf einem guten Weg in Sachen Kreativität ist, denn das ist sie für mich nicht. Wenn ich mir die aktuellen Storylines ansehe, sehe ich Storylines, die an sich eine gute Idee zu sein scheinen und auch viel Potential bergen, jedoch ist die WWE mal wieder nicht in der Lage dieses Potential zu nutzen. Siehe Beispiel Brodus Clay. Die Idee Clay vom Tanzbären zu einem soliden Midcard Heel ist an sich eine sehr gute, denn Clay konnte als Funkasaurus kaum gefallen. Doch die WWE geht die Sache total falsch an. Man turnt ihn gegen Tensai und zeiht R-Truth und Xavier Woods mit rein. Doch was macht man? Anstatt ihn zu einem gefürchteten Monster zu machen, Macht man ihn zur Witzfigur, indem man ihn ständig nach einem gegnerischen Move verlieren lässt um sich dennoch einen Main Event Playa zu nennen. Aber das ist nicht die einzige Storyline, bei der WWE die Kreativität fehlt. Meines Erachtesn fehlt vor allem beim Shield Splitt an Ideen, um eine glaubwürdige Geschichte zu zeigen.
Das Gebiet, auf dem WWE mit großem Abstand am meisten Kreativität vermissen lässt, ist das Gebiet der Titel. Kein einziger Titel hat eine relevante Story. Nicht einmal die WWE WHC. Orton vs. Cena ist langweilig und hat es zu oft gegeben. Die Fehde scheint planlos dahergeschrieben und jedes Segment hat den gleichen Ausgang. Der Champion weint und zieht sich zurück. Langweilig Die Intercontinental Championship hat es noch schlimmer. Sie hat keine Story und daher kaum Relevanz. Dabei hatte man die Chance eine Langston vs. Fandango Fehde zu starten, nachdem sie so gut harmonierten. Aber stattdessen squasht der Champion Axel weg, was ein weiteres Trauerspiel für den Titel ist. Und vom US Titel will ich gar nicht erst anfangen. Wann hat Dean Ambrose den Titel zuletzt verteidigt? Ich weiß es nicht. Es scheint hier wie bei TN@ zu sein, wo ein Titel einfach nicht mehr erwähnt wird, ohne dass er je eingestellt wurde.
Impaler_Edge: Ouch! Leider nicht mehr das was es einmal war, jedoch klare Steigerung im Vergleich zu anderen Jahren. Man hat nicht immer passende Story's, sie wiedersprechen sich oft, doch man hat welche, das ist es, was gebraucht wird, egal ob richtig oder falsch, man hat welche. Besonders die Fehden 2013 waren besser als die aus den Jahren davor (zumindest die 2012's). Eine Steigerung ist immernoch möglich, das ist klar, aber bitte in kleinen Schritten, und mit durchdachten Vorgang! Danke.
[align=center]Eure Meinung zur Titelvereinigung?[/align]
Chicago_Made_Champion: Einen Schritt aus der Misere wollte man mit der Titelvereinigung wagen, doch diese Idee ist zum Scheitern verurteilt. Nicht nur, dass die meisten Talente in der Uppercard (zB. Christian, Sandow usw.) die World Heavyweight Championship in ihrer Entwicklung brauchen würden, so hat man mit John Cena & Randy Orton auch genau 2 Männer ausgesucht, die beide bereits seit 9 Jahren im Main Event stehen. Anstatt ein aufstrebendes Talent wie Daniel Bryan in das Match zu stecken, setzt man lieber auf 2 erfahrene Totengräber, die diesen Titel eh nur brauchen, um in der Nacht ihren Schwängel abzukühlen. Aber hier zeigt sich wieder mal, wie gut die WWE darin ist, über Situationen längerfristig nachzudenken. Selbst Ring of Honor gelingt es, eine Storyline bereits Monate in Voraus so vorzubereiten, das niemand etwas davon mitbekommt und sich dann denkt „HOLY SHIT, I NEVER SAW THAT COMING!“. Doch außer einem amüsanten Absturz von Cena mit dem Gesicht voraus auf einen Tisch gab es in diesem Match gar nichts, was einen von den Sitzen reißt. Wenn man jetzt aus diesem einen Titel nichts macht, sage ich „Gute Nacht, WWE“, denn dann wird es in ein paar Jahren keine schwarzen Zahlen mehr geben.
deLucius6666: Die Titelvereinigung war für mich das schlimmste des Jahres. Nach dem verpatzten Cash In von Sandow. Man hat zwei World Title, die eigentlich ziemlich gut laufen. Die World Heavyweight Championship hatte an ihrem Ende zwar so guten gut wie keine Sachen geboten, die sie interessant gemacht hatte, jedoch wäre das eigentlich einfach zu lösen. Und zwar mit guten Storylines und gute Matches, die die Fehde vergolden. Doch das geschah nicht, also gab man Cena den Titel um ihm Prestige zu verleihen. Am Anfang war ja alles schön und gut, und der Titel erhielt das verdiente Ansehen. Doch was dann passierte, war sehr unverständlich für mich. Cena nimmt sich den Titel um ihn wieder an die Spitze zu bringen, bis er plötzlich merkt, dass er doch den ganz großen haben will? Naja.
Was die WWE aber scheinbar vergessen hat, dass sehr viele Wrestler gibt, die zumindest den kleinen World Title verdient hätten. Des weiteren vergisst die WWE ihre Sekundärtitel auf ein höheres Level zu pushen. Wenn man die World Title schon vereinigt, dann wenigstens mit einem aufgewerteten Midcard Titel. Doch das passiert überhaupt nicht. Ambrose' Titel hat überhaupt keinen Wert mehr. Und Langstons Titel verliert ohne gute Storys auch bald wieder den erst kürzlich gewonnen Wert. Also bleibt auf meiner Seite eine große Abneigung gegen die Titelvereinigung.
Impaler_Edge: Einfach der richtige Step! So sehr die Vereinigung im Forum zerissen wurde, o ist sie das wohl beste was der WWE hätte passieren können bzw. was sie machen konnte. Eine Company wie WWE braucht bzw. darf nur einen World Champion haben. Ein Promotion wie RoH kann hingegen mehrere haben, aus Gründen. Die WWE muss sich nun auf diesen Titel konzentrieren, am besten ein seperates Booking-Team für diesen Titel. US und Intercontinantal müssen dafür auf eine höhere Stelle steigen, um aufsteigenden Superstar's wirklich eine Hilfe zu sein. Am Ende wird die WWE jedoch den World Heavyweight Championship wieder zurück bringen, vielleicht schon in zwei jahren, wer weiß?
[align=center]Die Entwicklung von NXT[/align]
Chicago_Made_Champion: NXT ist meine Lieblingsshow im Wrestling-Biz derzeit. Die perfekte Mischung aus WWE-Stars, Ex-Indy-Sternchen und Eigengewächsen gedeiht wunderbar im sonnigen Orlando. Die kleine Halle verleiht der Show ein ganz besonderes Feeling und mit dem Performance-Center können sich die Wrestler und Diven besser denn je entwickeln. Man testet wahnsinnig viele Gimmicks und zeigt, dass man ja doch kreativ sein kann, wenn man will. Ein Model, ein Hippie und Vampire treffen sich im Wrestlingring. Utopisch? Nicht bei NXT. Auch die Action im Ring ist großartig. Mit „Gastarbeitern“ wie Antonio Cesaro, Tyson Kidd & William Regal gibt es immer wieder absolute Showstealer, wo die Talente zeigen können, dass sie sich auf keinen Fall hinter dem Main Roster verstecken müssen. 2013 war ohne Zweifel das Jahr des Bo Dallas. Der geborene Unsympath, der im Juni die NXT-Championship von Big E Langston gewann, wurde im Laufe des Jahres vom Babyface zum meistgehassten Mann der gesamten NXT-Arena. Niemand bekommt so heftige Buhrufe als der Sohn von I.R.S. Besonders seine Fehde mit Sami Zayn bleibt in Erinnerung. Der ehemalige El Generico ist mit Sicherheit der Shootingstar des Jahres. Seine Fehden mit Bo Dallas & Antonio Cesaro beherbergten einige großartige Promos & Matches, in denen Zayn sein überraschendes Charisma und seine wahnsinnigen In-Ring Künste unter Beweis stellen konnte. Sein 2 out of 3 Falls Match gegen Antonio Cesaro wurde zum Match des Jahres gewählt und auch andere Matches zB. Gegen Adrian Neville waren absolute Showstealer. Neben Dallas & Zayn konnten auch der leider entlassene Kassius Ohno, Adrian Neville, Corey Graves, Tyler Breeze & die Ascension glänzen. Auf die werde ich jetzt aber nicht eingehen, vielleicht stehen sie aber bei der Kolumne im nächsten Jahr schon im Mittelpunkt des Geschehens. Bis dahin verfolgt die WWE weiterhin für noch mehr schöne und eher weniger erfreuliche Momente. Ich bedanke mich bei euch für´s lesen und sage auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal :D
deLucius6666: Zu der Entwicklung NXT’s in 2013 kann ich kaum etwas schreiben. Das liegt daran, dass ich NXT erst gegen Ende Oktober verfolgt habe, was dann aber paar Folgen später schon wieder endete. Das ich aufgehört habe liegt ganz bestimmt nicht an NXT, denn was ich in diesen drei Folgen gesehen habe, war aus meiner Sicht um Welten besser als RAW, SmackDown oder jede andere WWE Show.
Da ich nichts über die Entwicklung der Show schreiben kann, werde ich über Wrestler schreiben, die mir besonders ins Auge gefallen sind und während meiner Verfolgung NXT’s einen Sprung gemacht haben. Bo Dallas ist einer derjenigen. Als ich begann NXT zu sehen, war ich eine Gegner Dallas‘. Ich fragte mich, wie man einem solchen Typen einen Gürtel geben kann. Doch irgendwann begann ich zu verstehen und sehe Dallas nun als Gesicht von NXT und als einer der besten Heels der gesamten WWE. Im Ring ist er akzeptabel und was er am Mikro oder in Backstage Segmenten zeigt, ist einfach nur Saukomisch und bringt mich jedes Mal zum Lachen! Ich hoffe nun, dass er mit seinem Gimmick auch im Main Roster so ankommt und ordentlich Heat zieht…
Impaler_Edge: Gold! NXT hat sich um jede Show gesteigert, manche zwar nicht, dafür aber auf gleichem Niveau. Diese Show ist jedem Fan zu empfehlen, mag er nun Wrestling oder einfach kurze Show's, was NXT ist, bei 45 Minuten Sendezeit. NXT ist die Talentschmiede der WWE, und das wird wunderbar gezeigt. Big E, Rollins, Reigns, Ambose. Viele Namen, viele die es geschafft haben. Man hat ihnen bei NXT die Zeit gegeben die sie brauchten, sie haben sie genutzt, und sind jetzt im Main Roster. Zukünftig wird NXT keine Probleme haben, so heuert WWE immer wieder weitere Talente an, welche noch nie im TV waren, daher noch frisch und unverbraucht, was btW auch für Zayn gilt, da er vorher nur mit Maske auftrat. NXT ist und bleibt die aktuell beste WWE-Show.
Hätte auch in den Das Duell Thread gepasst :p ich sollte langsam aufpassen...
Paige ist schon echt krass. Nicht nur vom Aussehen. ABER. AJ finde ich im Gesamtpaket besser. Im Ring nehmen sich die beiden nicht viel, aber am Micro ist AJ einfach godlike. So der Paul Heyman der Divas Division. Oder der CM Punk. Ihre Promos ziehen mich einfach in den Bann, besonders weil sie dieses Psycho mäßige richtig draufhat. Natalya würd ich im Ring auch auf eine Stufe mit den beiden Stellen.