Dass Finn hier so direkt mit den Fans umgeht, ist glatt ungewohnt von dem sonst eher zurückhaltenden und kühlen Leader, aber wohl der Situation geschuldet und Seth verlangt ihm halt auch viel ab, das ist schon nicht unpassend. Das Interview mit Hero gefiel mir gut, wobei ich sagen muss, dass er schon sehr untergeht gegen Riddle, ob das gefällt, muss jeder für sich selbst wissen. Ich finde es okay, da Riddle eh krass ist, aber ich wünsche mir demnächst ein starkes Comeback für Hero (denn ich gehe schwer von einem Riddle-Sieg aus). Evans und Black mit ihrem gegenseitigen Beleidigen finde ich hier ganz amüsant und ihr Sieg über Hayes und Coffey überrascht mich glatt etwas, aber deswegen finde ich es ja so lustig. Muertes und Catrina machen in diesem Segment einen sehr bedachten Eindruck, es kommt Vorkriegsstimmung auf, wenn man so will - die Ruhe vor dem Sturm quasi. Gefällt. Samoa Joes Promo finde ich hier durchaus stark, sehr zu ihm passend, wie Ria bereits sagte. PRIDE setzt sich hier gegen den Express durch und das finde ich wichtig, da sie immerhin die Champions sind, auch wenn ich den Express sympathisch finde, auch die TNH kommen aktuell wie würdige Herausforderer rüber. Scurll geht offenbar langsam die Düse, da hat sich Havoc ja ziemlich in seinen Kopf gesetzt... heiliges Kanonenrohr. Übel! Pentagóns Sieg treibt das Ganze hier etwas voran, nächste Woche erwarte ich dann Pumas Rückkehr. Das Grey-Interview ist in der Tat ein mächtiger Kontrast zu Finn Bálors Openingpromo, aber genauso, wie man sich Oliver eben vorstellt nach dem, was man von ihm kennt, eines der stärksten Segmente der Show meiner Meinung nach. Ich mag Nixons freche Art, sie ist so am Rande dessen, was man als Face noch darf, wie ich finde, da Jusation und Toni ja die ganz klaren Babyfaces sind, aber gerade im Vergleich zu Jinny als Monsterheel geht das noch voll klar. Super Segment und Nixons Sieg ist hier natürlich absolut richtig. Das Highlight Reel zerstört dann natürlich alles, teils unfassbare Disses und Comebacks hier, gerade von Lethal und El Ligeros plötzlicher Einwurf kam auch richtig gut, finde es schön, dass er hier etwas in den Mittelpunkt gestellt wird. Das Ende dann sehr passend, Los Ingobernables und House of Truth gleichermaßen down, nur Naito und Lethal stehen noch und es ist nicht abzusehen, wer gewinnen wird, das hypt unheimlich auf das Turnierfinale.
Insgesamt eine sehr starke Show mit kaum vorhandenen Mängeln bzw. Kritikpunkten, Mängel kann man es ja kaum nennen.
Die heutige Ausgabe von IWC Explosion, und gleichzeitig die Letzte vor IWC All Hail The Demon King, welches am Sonntag live aus Philadelphia, Pennsylvania gesendet wird, beginnt mit dem klassischen Intro-Video, bevor in der Halle ein Feuerwerk entzündet wird und die Kamera einmal über die randvollen Zuschauerreihen fährt. Die Crowd ist elektrisch geladen und schon voller Vorfreude darauf, was uns wohl in dieser Go Home Show erwarten könnte! Und lang müssen sie auch nicht warten, da hören wir auch schon die Musik unseres Intercontinental Champions und Kenny Omega erscheint in bester Cleaner-Manier auf der Stage! Mit seinem Besen Kenny Broomega bleibt er dort kurz stehen und blickt in die Crowd, die ihn nicht gerade positiv empfängt, bevor er sich auf den Weg zum Ring macht, wo er sich ein Mikrofon schnappt, sich in die Mitte des Seilgevierts stellt und zu reden beginnt. Kenny: Bevor ich jetzt irgendeine große Rede schwinge und ein Thema anfange, von dem es so schnell kein Zurück gibt, möchte ich noch kurz etwas in eigener Sache sagen. Und zwar möchte ich danke sagen. Ich möchte danke sagen zu den Leuten, denen ich all das hier zu verdanken habe. Ohne euch wäre ich jetzt nicht in der IWC, ohne euch wäre ich jetzt nicht Intercontinental Champion und könnte nicht das Leben führen, das ich führe. Ich möchte mich bedanken…und zwar bei Karl Anderson & Doc Gallows für ihre Unterstützung, denn im Vergleich zu euch haben sie mich immer unterstützt und nicht seit Tag 1 ausgebuht, ihr undankbaren Fratzen! Sie haben meine Besonderheiten erkannt und wussten, dass wir uns geneinsam in neue Sphären katapultieren können, dass wir gemeinsam Spots bekommen, die euch die Wut und Tränen in die Augen treiben, aber wisst ihr, was? Mir gefällt das, ihr habt nämlich nichts anderes verdient für eure hinterfotzige Art. Ihr glaubt, ihr bestimmt die Show und wer nach oben kommt und wer nicht, aber ich bin der perfekte Beweis, dass dem nicht so ist! Ich bin der Intercontinental Champion und ich weiß, dass viele von euch immer och argumentieren werden, dass ich AJ Styles den Titel nicht direkt abgenommen habe, aber guess what! Ich habe ihn im Hell In A Cell besiegt. Ich habe mir den Platz erarbeitet, an dem ich jetzt stehe, ich habe euren Liebling in die Knie gezwungen und die Fehde des Jahres als Sieger verlassen!
Ich habe mir das alles erarbeitet und ich stehe jetzt auch nicht ohne Grund alleine vor euch. Ich bin ohne PRIDE hier, nicht nur, weil ich ein paar Worte über sie verlieren wollte, sondern auch, weil ich nicht auf sie angewiesen bin. Ich habe den Titel mit ihrer Hilfe gewonnen, aber ich habe ihn ohne sie verteidigt, so wie sie die Tag Team Championships ohne mich gewonnen haben und in 5 Tagen verteidigen werden. Wir sind ein Team, aber wir sind auch Einzelkämpfer und Champions für uns selbst. Nur weiß ich nicht, wie viel davon auch auf meinen nächsten Gegner zutrifft. Alexander Rusev? Ich will dich im Ring bei mir jetzt gleich sehen und diesmal wird es nicht eskalieren. Diesmal werden wir uns gegenüberstehen, ohne dass deine Jungs mich in der Überzahl verkloppen, ist das klar? Ich bin ein ehrenvoller Champion und ich will auch einen ehrenvollen Herausforderer sehen, keinen Feigling, der sich hinter seinen Verbündeten versteckt. Also, Rusev, kannst du mir das bieten? Kannst du herauskommen und mir zeigen, dass du es tatsächlich verdient hast, um meinen Titel zu kämpfen oder willst du dich weiterhin verstecken?
Kenny Omega wartet jetzt eine Weile, bis tatsächlich die Musik des Siberian Express ertönt und das Trio auf der Stage erscheint. Weiter kommen sie aber nicht, da unterbricht auch schon Kenny Omega. Kenny: Whoa, whoa, cut the music! Cut the…danke. Allein.
Rusev schaut seine Kollegen kurz an, dann zuckt Orlov mit den Schultern, Kozlov klopft Rusev auf die Schulter und die beiden verlassen die Halle wieder, während die Bulgarian Brute breitbeinig zum Ring stampft. Dort stellt er sich vor seinen baldigen Gegner und die beiden starren sich eine Weile an, bis Kenny in sein Mic spricht. Kenny: Hallo?
Rusev aber schnauft nur laut du schaut Kenny Omega wütend an. Kenny: Du darfst sprechen, das weißt du, oder?
Rusev starrt Omega noch eine Weile an, dann greift er an sein Mic und führt es tatsächlich an seinen Mund. Rusev: Taten sagen mehr als Worte. Rusev ist nicht hier, um zu sprechen. Rusev ist hier, um zu kämpfen. Rusev Crush. Kenny: Aha, das ist sehr schön, ja, nur wird dir wohl kaum etwas anderes übrig bleiben, als zu kämpfen. Oder was willst du machen? Mich einfach zu Boden schlagen? Oh warte, du bist ja nur in der Gruppe stark, ohne deine Kollegen bist du nämlich gar nichts und dasselbe gilt für deine Kollegen. Warum sonst attackieren sie immer mich und meine Freunde? Du bist vielleicht der No.1 Contender auf meine Intercontinental Championship, aber deine Kollege sind nicht die No.1 Contender auf die IWC Tag Team Titles und das hat einen ganz simplen Grund. Ihr seid einfach nicht gut genug. Ihr habt im Tag Team Title Picture nichts zu suchen und ihr werdet euch dort auch nicht herumtreiben, denn die wahren No.1 Contender sind die Total Nonstop Heels und nach den Total Nonstop Heels werden es die Sieger des Trios Tournaments sein und wie ging das noch schnell aus?
Rusev wirkt schon sehr sauer über die Worte Omegas und beginnt, zu brummen, doch der Champion lässt nicht locker. Kenny: Und was bist eigentlich du? Nennst dich „The Bulgarian Brute“, kämpfst aber für den Siberian Express? Sag mal, hast du in Erdkunde nie aufgepasst oder was ist los? Ich nenne mich ja auch nicht El Gringo Cleanero. Oh mein Gott, es passt einfach so viel nicht zusammen bei euch, habt ihr euch eigentlich je an einen Tisch gesetzt und euch überlegt, was ihr sein wollt und wie ihr das angeht? Vielleicht habt ihr das ta6tsächlich, aber dann in der Vodka geflossen und…
Jetzt reicht´s Rusev. Der No.1 Contender schlägt Omega das Mic aus der Hand und zieht ihn ganz nah zu sich, sodass beide Nase an Nase stehen. Während Rusev Omega mit grimmigem Blick einfach nur anschnauft, trägt Omega ein Grinsen im Gesicht und schnell wird auch klar, warum. Als die beiden nämlich so stehen, springen Karl Anderson & Doc Gallows über die Barrikaden und attackieren den Bulgaren!! Die Tag Team Champions attackieren Rusev und schlagen ihn zu Boden, doch Kenny Omega steigt nicht darauf ein, sondern sieht nur zu und hebt sein Mic auf. Kenny: Ich habe tatsächlich vergessen, mich bei einer Person zu bedanken, ich Schussel! Danke, Rusev, für dein blindes Vertrauen in mich! Danke, dass du deine Kollegen weggeschickt und dich quasi auf dem Silbertablett präsentiert hast!
Nach diesen Worten lacht Omega hysterisch auf, bevor er ebenfalls in den Beatdown einsteigt. Rusev hat am Boden keine Chance und muss die harten Schläge & Tritte über sich ergehen lassen, bevor Anderson & Gallows ihn zum Magic Killer aufladen wollen, doch genau in diesem Moment erscheint der restliche Siberian Express auf der Stage und will sich gerade auf den Weg zum Ring machen! Doch dazu kommt es nicht, denn unmittelbar nach ihnen folgen, wie schon beim letzten Mal, die Total Nonstop Heels und attackieren diesmal die russische Seite! Während PRIDE also im Ring mit einem Auge auf ihre kommenden Gegner den Magic Killer gegen Rusev bringen, das Kenny Omega voller Begeisterung beobachtet, werfen die TNH den Express von der Stage, bevor sie sich auf den Weg zum Ring machen. Dort betreten sie diesen und treten PRIDE gegenüber, die sofort ihre Tag Team Gürtel in die Luft halten. Tommy End blickt derweil kurz auf den Boden, wo er Rusev erblickt und schüttelt den Kopf, bevor er seinen Blick auf die Gürtel wendet und dort verharrt. Eine Weile liefern sich beide Teams einen intensiven Staredown, bis wir plötzlich die Musik unseres Ambassadors Oliver Grey hören. Dieser erscheint im Anzug und mit Halskrause auf der Stage, von wo er nun zu den 5 Herren im Ring spricht. Oliver: Gentlemen, ich werde mich kurz halten. Ihr wisst ja, dass ich kein Gegner von solchen Brawls bin, ganz im Gegenteil. Ich sehe es sehr gerne, wenn die wertvollsten Preise unserer Company hart umkämpft werden und das ist hier definitiv der Fall! Nein, ich bin hier, weil mir aufgefallen ist, dass uns ein Main Event für heute Abend fehlt und da dachte ich mir, die Situation hier ist so heiß, das müssen wir einfach ausnutzen! Die Frage ist nur, welche Konstellation bieten wir auf? PRIDE vs TNH können wir 5 Tage vor dem PPV nicht vorwegnehmen, aber wir dürfen auch kein Team außen vor lassen. Das hat mich zu folgender Idee gebracht. Im Main Event der heutigen Ausgabe von IWC Explosion werden der Siberian Express auf The Elite treffen, doch damit nicht genug, die Total Nonstop Heels werden nämlich als Special Enforcer dafür sorgen, dass es einen klaren Sieger geben wird! Einen schönen Abend noch, Ladies & Gentlemen!
Mit dieser krassen Ankündigung verlässt Oliver Grey die Stage auch schon wieder und lässt im Ring 2 aufgeheizte Teams zurück, die sich jetzt, gemeinsam mit dem Siberian Express, der sich gerade neben der Stage so langsam fängt, also noch auf einen heißen Tanz vor dem PPV freuen dürfen, womit IWC Explosion in eine erste Werbepause geht!
1st Match: Chris Hero besiegt Neville via Pin nach dem Rolling Elbow (06:23)
Chris Hero gewinnt also seine Generalprobe vor dem großen PPV-Match am Sonntag gegen den Aufsteiger Matthew Riddle, lange freuen kann er sich über seinen Erfolg gegen „The Man That Gravity Forgot“ nicht lang freuen, denn während sich Hero gerade provokant grinsend über die Seile lehnt, taucht von hinten plötzlich Mathew Riddle auf!! Matt Riddle ist im Ring, doch Hero merkt es nicht, dreht sich um…JUMPING KNEE!!! Hero geht zu Boden, doch Riddle hat noch nicht genug und verpasst seinem Rivalen ein paar harte Ground and Pound Schläge, bevor er von ihm ablässt und sich vor den Fans verbeugt. Nun betritt auch Matthew Riddles Manager, Paul Heyman, den Ring mit einem stolzen Grinsen und will ein paar Worte an den Knockout Artist richten. Paul: Oh, Chris, Chris, Chris…wie fühlt sich das an? Mit seinen eigenen Waffen geschlagen zu werden? Der Knockout Artist, ausgeknockt am Boden, über ihm thronend der neue König der Immortal Wrestling Company, Matthew Riddle!!! Es war doch abzusehen, nicht wahr? Die ganzen letzten Wochen warst du unterlegen, hattest absolut keine Chance! Während Matt Riddle von Sieg zu Sieg eilte und jedem zeigte, wie sich ein zukünftiger World Heavyweight Champion zu verhalten hat, hast du gegen Roman Reigns verloren. Gegen Roman Reigns. Deine einzigen Lebenszeichen hast du aus einem CZW-Lehrbuch von 2005 geklaut…CZW…da führen unsere Wege übrigens zusammen, Hero! Du kamst aus einer Liga, die mein Erfolgsrezept übernommen hat! Doch wie diese Liga wirst auch du scheitern und meine Legende und die des Matthew Riddle werden auf ewig weiterleben. Schaue deinem Schicksal ins Auge, Hero. Deine Zeit ist abgelaufen. Du bist kein Held mehr, du bist nur noch ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Am Sonntag wird dein Stern endgültig untergehen und der des Matthew Riddle wird am Firmament heller erstrahlen als jeder andere! Matt Riddle kann alles, was du kannst, nur besser. Er kann dich ausknocken oder dich zur Aufgabe bringen. Ersteres hat er bereits erledigt, zweiteres…?
Paul Heyman tritt jetzt einen Schritt zurück, sodass sich Matt Riddle wieder seinem Rivalen nähern kann. Er will an ihm offenbar die Bromission ansetzen, doch da wird Hero plötzlich von außerhalb des Rings gepackt. Es ist wieder Eddie Kingston!! Der Mad King zieht seinen Freund aus dem Ring und rettet ihm so gerade noch den Hals! Während Riddle verwundert und fast schon ein wenig enttäuscht im Ring verweilt, trägt Eddie Hero, der sich kaum bewegen kann, aus der Halle, womit es für uns in eine kurze Pause geht.
Wir befinden uns nun außerhalb der Arena, ja sogar außerhalb des Umfelds, denn nach Wrestling sieht es hier nicht gerade aus. Viel eher befinden wir uns auf einem Skate-Park in der Abenddämmerung. Leute sind kaum mehr hier, nur noch ein paar wenige fahren noch durch die Pools, die vermutlich nicht immer diesem Zweck dienten. Am Rand eines Pools sehen wir jemanden sitzen. Einen erwachsenen Mann, vermutlich Mitte 20. Er trägt einen alten, ihm viel zu großen Pullover, der offenbar schon genauso lang nicht gewaschen wurde wie der Pool, auf dessen Rand er sitzt. Ähnliches gilt für seine graue Jogginghose und allgemein ihm selbst. Er wirkt nicht gerade wie ein reicher Geselle, eher wie ein Straßenjunge. Ein Straßenjunge, der uns etwas zu erzählen hat.
„Schon schön hier. Wunderschön, wie die letzten paar Sonnenstrahlen durch die Bäume in den Pool strahlen und wie man langsam mitansehen kann, wie alles vergeht. Wie es dunkel wird. Dunkelheit kenne ich nur zu gut. Ich sehe sie jeden Tag, jeder kann sie sehen, aber ist das wirklich Dunkelheit oder einfach nur die Nacht? Was ist heutzutage überhaupt noch Dunkelheit? In einer Welt, die künstlich beleuchtet wird, muss man lange danach suchen…oder? Oder man braucht einfach nur die „richtigen“ Freunde. Freunde, denen man so viel bedeutet, dass sie dich an einer Hauswand verrecken lassen. Glaubt ihr immer noch zu wissen, was Dunkelheit ist? Hah, ihr habt doch keine Ahnung…“
Nach diesen Worten summt der Mann noch ein paar Lyrics von Soundgardens „Black Hole Sun“, bevor das Bild abblendet und es für uns zurück in die Halle geht.
Dort hören wir jetzt die Musik unseres Xtreme Champions und Samoa Joe macht sich auf den Weg zum Ring, in Ring-Gear, wohlbemerkt. Er trägt den Gürtel über seine Schulter und steigt, ohne auf die Crowd zu achten, die ihn bedingungslos ausbuht, in den Ring, wo er jetzt von Ringsprecher Justin Roberts ausgerufen wird, als hätte er ein Match. Joe wartet auch eine Weile und es wird sogar die Musik von Minoru Suzuki gespielt, der letzte Woche von der Samoan Submission Machine herausgefordert wurde, aber der Leader von SZG kommt nicht. Ein paar Sekunden wartet Joe noch, dann wird die Musik abgeblendet und der Xtreme Champion reißt das Mic von Justin Roberts an sich. Joe: Es ist genau so, wie ich es vermutet hatte, genau so! Minoru Suzuki weigert sich, gegen mich zu kämpfen. Wie sollte es auch anders kommen? Nennt sich Großmeister, bringt unzähligen jungen Wrestlern unter seltsamsten Zuständen das Wrestling bei hat selbst aber nicht die Eier, mir gegenüberzutreten. Suzuki, Leute wie du sind mir am Liebsten. Leute wie du, die groß reden, schön provozieren, es sich mit X Leuten verscherzen und dann einfach drauf scheißen, wenn es darum geht, ihren Arsch in den Ring zu bewegen und sich dem Feind zu stellen! Denk dran, du hast mich zu deinem Feind gemacht, nicht umgekehrt. Du hast dich in meine Geschäfte gemischt, du gefährdest meinen Run als Xtreme Champion und deshalb will ich dich im Ring. Wenigstens für ein Statement aber selbst dafür bist du zu feig, was? Du kannst mir nicht mal sagen, dass du NICHT in mein Match eingreifen wirst, weil du es trotzdem vor hast, weil du es nicht mitansehen kannst, dass Shinsuke Nakamura die Chance bekommt, Xtreme Champion zu werden und du nicht. Aber bei der Chance wird es auch bleiben, denn erst werde ich am Sonntag Shinsuke Nakamura schlagen und dann werde ich dich schlagen, bevor ich World Heavyweight Champion werde. Dann kannst du wenigstens behaupten, mein letztes Opfer gewesen zu sein…
Weiter kommt Joe aber nicht mehr, da erklingt erneut Minoru Suzukis Theme und diesmal erscheint der Großmeister tatsächlich mit einem schwarzen Tuch über den Kopf und einem Mic auf der Stage. Suzuki: Joe, jetzt sei mal ganz ruhig. Ich bin hier der, der die Anforderungen stellt, nicht du. Ich wrestle, wenn ich sage, dass ich wrestle, nicht anders. Ich bin der Großmeister und meine Antwort ist nein.
Diese Antwort scheint Samoa Joe logischerweise nicht zu gefallen. Joe: Ähm, ich glaube, du verwechselst hier etwas ganz gewaltig. Das hier ist nicht dein kleines Camp irgendwo in den Bergen, das ist die Immortal Wrestling Company und ich bin ihr Champion. Ich bin, was so viele wollen und du sollst dich privilegiert fühlen, dass ich dir überhaupt ein Match gewähre! Ich will dir den Arsch versohlen und dieses Verlangen wird nicht weniger, nein, es wird nur noch immer mehr mit jedem Wort, das aus deiner Visage kommt. Ich bin hier der, der die Befehle gibt, was ich sage, ist Gesetz und daran kann auch dein Großmeister-Status nichts ändern, ich stehe über dir und du kannst nichts dagegen tun.
Suzuki & Joe liefern sich gerade einen intensiven Staredown, da unterbricht eine weitere Musik die Intensität, nämlich diesmal die von Wade Barrett, der ebenfalls mit einem Mic herauskommt! Wade: Du willst ein Match, Joe? Du kannst ein Match haben, ich bin bereit!
Zuversichtlich macht sich Barrett nun auf den Weg zum Ring und wirft seinen Umgang seitlich weg, während er breit grinst, doch als er gerade an Minoru Suzuki vorbeigehen möchte, hält ihn dieser seinen Arm vor die Brust, was den Briten stoppt. Völlig verwirrt bleibt dieser stehen und schaut Suzuki nur kopfschüttelnd an, woraufhin dieser die Augen überdreht. Suzuki: Wenn ich sage, es gibt kein Match, dann gibt es kein Match. Und das gilt nicht nur für mich, sondern für jeden. Wade: Was? Suzuki: Bist du taub oder so? Wade: Ich habe schon verstanden, was du gesagt hast, ich verstehe nur nicht, wer du zu sein glaubst, dass du darüber bestimmen willst, wann ich wrestlen darf und wann nicht! Suzuki: Ich bin der Großmeister und… Wade: Am Arsch bist du! Suzuki: Das ist interessant zu hören, warst es nicht du, der mich vor ein paar Wochen erst um Hilfe angefleht hast? Wade: Ich habe dich nie um Hilfe angefleht, ich habe nur um die Unterstützung deiner Leute gefragt, die ich nicht für unnütze Affen gehalten habe!
Dieser Satz sitzt tief bei Suzuki und der Großmeister muss erstmal durchschnaufen, bevor er Barrett plötzlich ganz nah zu sich zieht und ihm etwas ins Gesicht sagt, was für uns aber nicht verständlich ist. Als Barrett aber darauf antwortet, fängt sich der Brite eine harte Ohrfeige, worauf er jedoch, zum Verblüffen Suzukis, mit einem harten Elbow ins Gesicht antwortet! Jetzt brechen hier alle Dämme! Wie ein Wahnsinniger beginnt Suzuki, mit Chops auf Barretts Brust einzuschlagen, doch auch dieser antwortet mit harten Faustschlägen und Ellbogenstößen! Der Brawl der beiden verlagert sich zuerst zur Absperrung, bevor sie die Ramp verlassen und sich bis in den Bereich neben der Stage prügeln. Samoa Joe weiß nicht so recht, wie er darauf reagieren soll, plötzlich nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen und will gerade den Ring verlassen, doch just, als er durch die Seile steigen will, erklingt die Musik von Shinsuke Nakamura und der Gegner von Samoa Joe in 5 Tagen taucht auf der Stage auf!!! Unter dem lauten Jubel der Fans schreitet der King of Strong Style zum Ring, um dort dem verblüfften Samoa Joe gegenüberzutreten! Er beendet noch seine Entrance mit einem YeaOh!, bevor er Joe gegenübertritt und seinen Blick auf den Gürtel der Xtreme Championship wendet. Joe fällt das natürlich sofort auf und auch er blickt auf seinen Gürtel, bevor ihm ein kurzer Lacher auskommt und er den Gürtel in die Luft streckt. Mit einem intensiven Staredown zwischen Champion & Challenger 5 Tage vor dem großen Titelmatch geht IWC Explosion damit in eine weitere kurze Pause.
2nd Match: Nixon Newell besiegt Nicole Savoy via Pin nach dem Vulture Culture Destroyer (03:56)
Damit hat Nixon nochmal kurz vor der großen Station All Hail einen Sieg in beeindruckender Manier einsacken können! Doch während die deutlich unterlegene und enttäuscht wirkende Nicole Savoy sich aus dem Ring heraus rollt, spielt plötzlich das Theme des amtierenden IWC Women's Champions, Jinny, an! Arrogant und selbstgefällig dreinschauend wie eh und je posiert sie mit dem Mikrofon in der Hand auf der Stage und schaut abschätzig zur bis eben noch feiernden Nixon Newell in den Ring.
Jinny: „Na meinen Glückwunsch auch, Nixon, da hast du ja wirklich einen großen Erfolg errungen, was? Nicole Savoy... du meine Güte. Die Kleine hat hier nicht mal eine Festanstellung, oder? Wer zum Geier IST die denn überhaupt? Mal im Ernst, sieht so deine Vorbereitung auf das größte und wichtigste Match deiner Karriere aus? Indem du solche Nonames in knapp vier Minuten auf die Matte klatschst? Das ist ja wohl hoffentlich nicht dein Ernst. Ich meine, klar, im Vergleich zu letztem Dienstag ist das schon ein kleines Upgrade, aber ein Misthaufen mit einem bunten kleinen Schirmchen oben drauf ist immer noch ein Misthaufen. Du liebe Zeit... ich glaube manchmal, hier hat keine Frau außer mir auch nur im Entferntesten Ansprüche an sich selbst.“
Wütend lässt nun auch Nixon sich ein Mikrofon geben, um Jinny zu antworten: „Mach du dich ruhig lustig über meinen Sieg. Nicole ist jedenfalls mehr Frau, als du es jemals sein wirst. Abgesehen davon: wo ist denn deine Trainingsvorbereitung, hmm? Wie sieht die aus? Vorm Spiegel stehen, zu bedauern, dass du nur die Figur, aber nicht annähernd das Gesicht eines Models hast? Deine kleinen Shoots einstudieren? Deinen festen Freund auf die Matratze pinnen? Im Ring hab ich dich jedenfalls, abgesehen von diesem bescheuerten Tag Team Match, seit dem letzten PPV nicht mehr gesehen! Wer im Glashaus sitzt...“
Jinny: „Sollte lieber im Keller vögeln, schon klar. Aber mal ehrlich, worauf sollte ich mich denn bei dir vorbereiten? Heute morgen hab ich im Halbschlaf die Beulen in der Raufasertapete meines Hotelzimmers gezählt, mehr Vorbereitung brauche ich nicht, denn unser Titelmatch wird ganz genauso langweilig. Weil es so einseitig wird. Und hey, es würde mich nicht mal wundern, wenn ich dich schneller besiegt haben werde, als du diese Nikki... Nikola... Nicole? Nia... was auch immer, diesen Truthahn da eben geplättet hast. Wenn du zumindest ein Fünkchen Würde in deinem Körper hast, Nixon, dann wirst du das Match nach dem Läuten der Glocke einfach direkt aufgeben, oder besser noch, tu es schon jetzt, dann muss ich nicht erst nach Philly fahren. Die Hinterwäldler hier reichen mir ehrlich gesagt schon. Hätte mal wieder Lust auf Sonntagsurlaub, ich könnte mir jedenfalls viele Dinge vorstellen, die mehr Spaß machen würden, als dich kleinen Niemand mit dem Kopf voran in den Boden zu stampfen... und sieh's mal so, wenn das Thema Women's Championship für dich vorbei ist, kannst du ja wieder mit Nixon... ach ne, mit Naomi... Nicole... und diesen anderen Losern rumhängen. Die spielen eh eher in deiner Liga als ich.“
Mit diesen Worten wendet Jinny sich grinsend zum Gehen und wirft das Mikrofon einfach achtlos beiseite. Die vor Wut sichtlich kochende Nixon hat ihr Mikro ebenfalls in die Ecke gepfeffert und starrt Jinny nun mit geballten Fäusten hinterher; diese sagt noch, selbst ohne Mikrofon für die Kameras deutlich hörbar „Kreisklasseeeee!“ und lächelt dabei süffisant, ehe sie im Backstagebereich verschwindet und die Show damit in eine Werbeunterbrechung schickt.
Zurück aus der Pause sehen wir jetzt noch schnell das Ende der Entrance von Vengeance, The Empire ist bereits im Ring, ein Trios Match wird jetzt also stattfinden! Das Team rund um Matt Taven, Chad Gable & Brad Maddox berät sich noch in ihrer Ecke, bei Vengeance ist derweil schon klar, dass Drew Gulak das Match beginnen wird. Der Techniker wartet gerade in seiner Ecke auf eine Entscheidung der Gegner, da erklingt plötzlich die Musik von Drew Galloway und der Sinister Scotsman erscheint mit nassen Haaren und im schwarzen Hoodie auf der Stage! Gulak ist völlig perplex über das Erscheinen seines Rivalen und schüttelt ungläubig den Kopf, hört ihm aber doch zu. Zumindest wirkt es so, als würde er etwas sagen wollen, doch Galloway lacht einfach nur. Mit einem bösen Lachen blickt er zu Gulak, der nicht versteh, was das soll, bis er plötzlich hinterrücks von Matt Taven attackiert wird! Matt Taven springt auf Drew Gulak und tritt ihn zu Boden, was sofort Tony Nese & Trent Barreta auf den Plan ruft, doch Brad Maddox & Chad Gable sind wachsam und in der zahlenmäßigen Überlegenheit gelingt es The Empire, die Partner Gulaks niederzuschlagen! Vengeance sind am Boden, doch The Empire hat noch nicht genug. Während Brad Maddox & Chad Gable Gulak am Boden halten, erklimmt Matt Taven das oberste Seil, schaut kurz zu Drew Galloway und springt dann zum Frog Splash ab! Maddox & Gable betrachten die Situation nur und schlagen dann noch ein wenig auf Trent & Nese ein, bevor Taven sie dazu auffordert, den Ring zu verlassen. Die pure Zerstörung wird also von The Empire einfach so zurückgelassen, die sich nun zur Stage begeben, wo Drew Galloway jedoch schon wieder verschwunden ist. Unter lauten Buhrufen wirft Matt Taven noch einen letzten Blick in den Ring, bevor er und seine Partner endgültig die Halle verlassen und IWC Explosion sofort wieder in eine kurze Pause geht…
Zurück in der Halle sehen wir kurz die immer noch wütende Crowd, doch die Stimmung schlägt sofort um, denn die Musik von Jack Evans erklingt und der Aerial Wizard betritt gemeinsam mit seinem Tag Team Partner PJ Black die Halle! Während Evans seine typischen Dance-Moves vor der Kamera durchführt, wirkt PJ viel gelassener und folgt ihm einfach nur lächelnd in den Ring, den er, nachdem er mit ein paar Fans an der Ringside abgeklatscht hat, auch betritt. Evans gibt einem jungen Fan noch seine Kappe, dann steigt auch er ins Seilgeviert und zieht ein Mic aus seiner Weste, in welches er nun zu sprechen beginnt. Jack: Yo, Chicagooooo!!!! Seid ihr bereit für die ultimative Portion Entertainment, die der Rest der Show so peinlichst vermissen lässt??? Seid ihr bereit für die große Jack Evans & PJ Black Show, die allen anderen die Show stehlen wird und morgen von jedem Titelblatt glänzen wird? Yo, alles andere wäre wirklich eine Beleidigung, denn was wir hier machen, das muss man wertschätzen. Das ist echt besonders, das findet man fast nirgends, denn PJ & ich, wir mögen uns nicht. Ich hasse den Kerl hier. Wirklich, ich könnte ihm den Hals umdrehen. Aber er ist mein bester Freund und Tag Team Partner und zusammen regieren wir die Welt, Baby!!! Zusammen sind wir das beste Tag Team der Welt und das haben wir letzte Woche wieder eindrucksvoll gezeigt! Joey Hayes & Joe Coffey stehen sinnbildlich für jeden Zweifler, der nie an uns geglaubt hat, sie stehen für all die, die gemeint haben, wir sind nicht gut genug als Team, wir können nicht zusammenarbeiten und wir haben sie besiegt! Wir haben ihnen das Maul gestopft und gezeigt, dass wir kein One Hit Wonder, sondern The Real Deal sind! Wir haben es allen gezeigt, aber manche wollen es trotzdem noch nicht glauben und die 2, Hunico & Camacho, die wollen wir jetzt hier bei uns im Ring sehen, denn ihr habt die Challenge ausgelegt und ihr müsst jetzt damit leben, denn wir lassen uns das nicht entgehen, Baby.
Die Challenge der Vorwoche ist also angenommen von Jack Evans & PJ Black und Los Aviadores, wie sich Hunico & Camacho nennen, lassen sich diese Gelegenheit auch nicht nehmen. Provokant wie immer fährt Camacho auf dem silbernen Fahrrad zum Ring, Hunico steht hinten drauf und der Gangster tritt Evans & Black auch sofort mit einem Mic entgegen. Hunico: Ihr zieht das also wirklich durch, was? Jack: Worauf du einen lassen kannst! Hunico: PJ, wieso machst du das, wieso lässt du dich darauf ein? Weißt du, wieso wir das machen? Jack Evans hat uns versprochen, mit uns das Trios Tournament zu gewinnen. Er hat uns alles versprochen und wir dachten uns schön, warum eigentlich nicht? Doch nicht nur haben wir im ersten Match gleich verloren, hat uns diese Schlange auch hintergangen! Hat uns die Schuld für die Niederlage gegeben, hat uns niedergemacht! Du kennst es doch selbst, du hast ganz dasselbe erlebt! Du weißt, dass man Jack Evans nicht vertrauen darf und machst es trotzdem, was ist los mit dir? PJ: Im Vergleich zu euch kann ich Jack verzeihen. Ich weiß, was er für mich getan hat und weiß, wozu wir zusammen fähig sind. Ihr 2 Hobbygangster seid nur der Anfang, denn wenn wir mit euch fertig sind, werden wir weiterziehen zu größeren Missionen und dann werdet ihr euch in den Arsch beißen und bereuen, ihm nicht vergeben zu haben.
Über diese Aussage können Hunico & Camacho aber nur lachen, woraufhin Evans & Black die Mics fallen lassen. Auf das reagieren Hunico & Camacho mit der selben Geste, beide Teams begeben sich in ihre Ecken, das Match kann beginnen!
3rd Match: Jack Evans & PJ Black besiegen Los Aviadores via Pin von Black an Camacho nach dem 450 Splash (09:12)
Jack Evans & PJ Black haben es geschafft, Los Aviadores sind tatsächlich besiegt! Die erste Hürde, wie der Darewolf aus Südafrika sie nannte, ist gemeistert und was die nächsten Ziele sind, das könnte uns Jack Evans jetzt verraten, denn noch im Übermut des Sieges fordert er das Mic von Ringsprecher Justin Roberts. Jack: Cheerio, Motherfucker, wir haben es geschafft! Wir haben gesagt, wir machen das und hier sind wir, ganz oben an der Spitze! Karl Anderson, Doc Gallows, ihr packt lieber schon mal die Koffer und sagt bye bye zu euren IWC Tag Team Championships, denn es sind neue Sherriffs in der Stadt und es wird nicht mehr lange dauern, bis wir auch in den Listen ganz oben stehen werden! PJ: Konfetti in der Luft, Gold um unsere Hüften, Justin wird es euch sagen und es wird einfach perfekt sein, ihr werdet schon sehen!
Nach diesem Satz drückt Jack Evans seinem Partner noch einen fetten Kuss auf die Wange, bevor die beiden euphorisch weiterfeiern und da das wahrscheinlich nicht so schnell enden wird, schalten wir gleich in die nächste Werbepause. It´s all about the money, bitches!
In der Arena ist nun die Musik von Roman Reigns zu hören und der Big Dog kommt auch sogleich langsam und bedächtig zum Ring. "Okay. Es ist genug. Einfach genug. Seit Wochen gehen diese merkwürdigen Dinge vor und niemand weiß warum. Meine Frau, meine Tochter, meine ganze Familie, meine Fans... alle machen sich Sorgen um mich. Keiner weiß, wer oder was dahintersteckt und ich hielt es auch für das Beste, es niemandem mitzuteilen. Diese Sache ist gefährlich und ich wollte einfach niemand anderen da mit hereinziehen oder beunruhigen. Nun, das hat nicht ganz funktioniert. Die Leute werden immer unruhiger, wenn sie merken, dass bei mir etwas nicht stimmt und dass ich ihnen nicht sagen kann, was es ist. Deshalb werde ich nun einfach reinen Tisch machen, um diese Last loszuwerden. Neben der Sache an sich kann ich es nicht gebrauchen, wenn ich die Leute, die ich liebe, auch noch verunsichere und sie leiden lasse. Deswegen....naja, werde ich euch die Geschichte einfach erzählen: Ich war ein Gefangener. Nicht irgendein Gefangener, nein, ich wurde explizit auserwählt. Es wurde mir als mein Schicksal verkauft, gefangen genommen zu werden und jemand anderem, jemand größerem, zu dienen. Über 2 Wochen habe ich isoliert in einer sehr dunklen Welt verbracht. Niemand konnte mich finden oder auch nur kontaktieren. Es war die Hölle auf Erden. Und ein Mann ist dafür verantwortlich gewesen. Jemand, der hier schon seit längerem sein Unwesen treibt und massiv gefährlich ist. Der Mann hat eine Liste. Eine Liste an Leuten, die er in seine Gefolgschaft aufnehmen will, um seine Ziele zu erreichen. Ich habe sie nie gesehen, aber mir wurde eindringlich mitgeteilt, dass auch ich auf der Liste stehe und mir deshalb nichts anderes übrig bliebe als ihm zu dienen. Über 2 Wochen wurde versucht, mir dies einzubläuen, ich war kurz davor, verrückt zu werden. Doch dann entkam ich. Ich fand einen Ausweg, indem ich einen seiner Schergen ausschaltete. Und ich kehrte hierhin zurück. In der Hoffnung, dass das alles nun vorbei sei. Dass ich es vielleicht nur geträumt hatte. Dass ich einfach so weitermachen kann wie vorher. Ich wollte das ganze einfach verdrängen und hinter mir lassen. Aber seitdem bekomme ich jede Woche diese Nachrichten, dass er kommen wird, um mich zurück zu holen. Er hat mich nicht aufgegeben. Der Mann ist besessen davon, mich zu einem Soldaten seiner Armee zu machen. Doch das werde ich nicht zulassen, oh nein. Ich kann seine Präsenz und seine Verfolgung von mir nicht länger ignorieren. Aber ich kann etwas anderes: Ich kann ihn zerstören. Ich kann ihn und seine Armee auslöschen und diesen Spuk ein für alle Mal beenden. Und höre mir jetzt genau zu.... MARTY MARTINEZ! Genau das werde ich tun!" Mit diesen Worten schmeißt Roman sein Mikro weg und zieht von Dannen.
Es geht zurück zum Ring, wo nun das Theme von Marty Scurll zu spielen beginnt! The Villain begibt sich in seinem bekannten Lock mit Regenschirm, Pelzmantel und Sonnenbrille zum Ring, wirkt dabei deutlich gelassener als letzte Woche, gefestigter und nicht mehr nervös – ist er wirklich wieder ganz der Alte? Zumindest mal lässt er sich wie selbstverständlich ein Mikrofon geben und bringt die Crowd augenblicklich zum Schweigen, indem er mehrmals auf das Mikro tippt und so ein lautes Geräusch über die Lautsprecher erzeugt.
Marty: „Jetzt sind es noch genau fünf Tage. Und alles, was Jimmy Havoc in den letzten Wochen gezeigt hat, war ein erbärmlicher, gar jämmerlicher Versuch der psychologischen Kriegsführung. Mit lachhaften kleinen Taschenspielertricks, wie sie jeder Neunjährige aus dem Hut zaubern konnte, hat er die ganze Zeit über versucht, mich einzuschüchtern, mir Angst einzujagen, meinen Willen zu brechen. Und, sehe ich für euch für ein gebrochener Mann aus? Sehe ich eingeschüchtert aus? Oder ängstlich? Marty Scurll ist eine Instanz, ein Phänomen. Niemand, den man mir nichts, dir nichts mit solch lächerlichen Kaspereien aus der Ruhe bringen könnte. Ich habe ein klares Ziel vor Augen und dieses Ziel lautet, Jimmy Havoc ein für alle Mal mit dem Arsch voran aus dieser Company zu befördern. Was haben wir von diesem Wichtigtuer denn gesehen, seitdem ich ihn seine eigene Medizin habe kosten lassen? Nachdem ich diesen Köter quer durch die gesamte Arena geprügelt und ihn in den Heizungsraum gesperrt hatte, habe ich ihn hier jedenfalls nicht mehr gesehen, nicht einmal. Der Mann spielt ironischerweise mit Mitteln, die ihn selber ausmachen. Er macht sich vor Angst schon jetzt in die Hose, versucht aber, mich das Fürchten zu lehren. Tja, Kleiner... Plan gescheitert, würde ich sagen. Nichts hat so geklappt wie von dir geplant oder gewünscht, du hast auf ganzer Linie versagt und deine Ziele meilenweit verfehlt. Es ist ein Jammer, dass du wirklich mein PPV-Gegner sein sollst...“
Doch plötzlich gehen in der gesamten AllState Arena die Lichter aus! Ein hörbares Raunen geht durch die Crowd, kurz sieht man noch Scurll, wie er sich hektisch umdreht, als erwarte er eine Attacke, ehe sein Körper komplett von der pechschwarzen Finsternis verschluckt wird. Es dauert gut fünfzehn Sekunden, bis plötzlich der Titantron in grellweißem Licht erglüht, dass es einen beim Zusehen fast blendet. Nach und nach gewöhnen die Augen der Zuschauer und die Scurlls sich an das Licht, sodass sie gerade noch rechtzeitig erkennen können, wie blutrote Tinte, wie es scheint, an der weißen „Leinwand“ des Titantrons herabläuft. Einiges der Tinte bleibt an manchen Stellen kleben, doch andere Tintenspuren laufen weiter die Leinwand herab, bis sich wieder ein Schriftzug bildet, den wir in den letzten Wochen immer wieder gelesen haben:
DIE. MARTY. DIE.
Nur kurz sehen wir das wütende Gesicht des jungen Briten im Ring, ehe der Titantron plötzlich wieder erlischt und die Arena abermals für ca. 15 Sekunden in Dunkelheit gehüllt wird. Daraufhin springt ein Scheinwerfer direkt über dem Ring an, der das Seilgeviert in mattes Licht taucht – und Scurll ist plötzlich nicht mehr allein, denn um ihn herum steht ein halbes Dutzend Männer, alle in etwa so groß wie Jimmy Havoc, exakt die gleiche Frisur auf dem Kopf und die typische Maske im Gesicht tragend! Sie bilden einen Kreis um Scurll, der sich bereits auf einen Angriff vorbereitet, doch keiner der sechs Männer macht Anstalten, Marty zu attackieren, sodass dieser nach einer Weile auf einen der Männer zu geht, ihn mustert und ihm die Maske vom Kopf reißt – um erkennen zu müssen, dass es sich bei ihm nicht um den echten Havoc handelt. Scurll lässt sich davon nicht lumpen und verfährt bei dem Nebenmann genauso, doch auch er ist nicht Jimmy – der Dritte ebenso wenig... und der Vierte und Fünfte auch nicht. Mit bebenden Schultern geht Scurll nun auf den verbleibenden Havoc-Klon zu, wähnt sich bereits seines Sieges sicher, reißt ihm ebenfalls die Maske ab, doch auch er ist nicht der echte Jimmy Havoc! Nur kurz sehen wir die Verblüffung in Scurlls Gesicht, ehe die Lichter zum dritten Mal ausgehen, doch dieses Mal dauert es gerade einmal sechs, sieben Sekunden, ehe die gesamte Arena wieder in Licht getaucht wird – UND PLÖTZLICH STEHT JIMMY HAVOC HINTER SCURLL! DER ECHTE JIMMY HAVOC! Scurll bemerkt es zu spät – Jimmy packt Scurlls Arm, holt mit dem anderen aus, ACID RAINMAKER... doesn't connect, denn Scurll duckt sich gerade noch so darunter hinweg, reißt den Arm los und rollt sich aus dem Ring! Scurll flüchtet vor dem echten, zurückgekehrten Jimmy Havoc, der nun im Ring stehen bleibt und die Augen auf seinen Gegner heftet! Scurll geht langsam rückwärts hoch zur Stage, erwidert den Staredown mit Havoc, während die Fans laut „HOLY SHIT!“ chanten – und mit dieser brisanten Schlussszene geht Explosion in eine weitere Werbepause.
4th Match: Pentagon Jr besiegt Brian Kendrick via Submission im Cross Armbreaker (02:22)
Und der nächste Sieg für Pentagon Jr, das nächste Opfer ist gefallen, der Record des früheren Tag Team Champions wird auf ganz annehmbare 10-4 ausgebaut, doch das interessiert ihn wohl kaum gerade, denn wie schon in den letzten Wochen fordert er auch diesmal wieder ein Mic, das er in Begleitung seines Masters Vampiro auch bekommt. Pentagon: Prince Puma!!!!! Das ist meine letzte Warnung! Komm heraus oder ich BRECHE BRIAN DEN ARM!!! Willst du das? Willst du noch ein Karriereende verschulden? HUH?! KOMM HERAUS, DU FEIGE SAU, STELLE DICH DEINEM SCHLIMMSTEN ALBTRAUM!!!!!
Pentagon Jr wartet schon gar nicht mehr und greift sich einfach Kendricks Arm, doch was ist das?! Ist das…ES IST PRINCE PUMA!!!! PRINCE PUMA IST HIER UND PRINCE PUMA LÄUFT AUF DEN RING ZU!!!!! WIE VON DER TARANTEL GESTOCHEN STÜRMT PUMA IN DEN RING UND ATTACKIERT PENTAGON JR MIT EINEM LOW DROPKICK!!!!! ALL HELL BREAKS LOOSE!!!! Unfassbare Szenen überall in der Arena!! Die Crowd läuft heiß, Corey Graves brüllt unkontrollierbar ins Mikrofon und Prince Puma schlägt wie verrückt auf Pentagon Jr ein!! Die ehemaligen IWC Tag Team Champions, jetzt erbittertste Feinde! Und Puma hält sich nicht zurück. Links, rechts, ins Gesicht, gegen den Körper, überall hagelt es Schläge und Tritte gegen Pentagon, den es nicht lange im Ring hält. Verzweifelt rollt er sich aus dem Ring, um ein wenig Luft zu schnappen, aber keine Chance, Prince Puma ist da und der Junge aus Boyle Heights ist fired up! Er visiert Pentagon an, holt Anlauf UND ZEIGT EIN SASUKE SPECIAL AUS DEM RING!! SASUKE SPECIAL AUF PENTAGON CONNECTS!!! So haben wir Puma noch nie erlebt. Mit Wut im Bauch schlägt er nun Pentagons mehrmals aufs Kommentatorenpult und die Ringtreppe, bevor er ihn gegen die Absperrung whippt und ein Kabel, das am Boden liegt, nimmt. Mit dem Kabel würgt er Pentagon eine Weile, bevor er ihn ziehen lässt und mit dem obligatorischen Arschtritt zur Ramp verabschiedet, wo sich Pentagon jetzt in die Arme von Vampiro retten versucht, der selbst nicht glauben kann, was sich da gerade abgespielt hat. Prince Puma ist zurück, Prince Puma ist bereit für Sonntag und jubelt noch etwas mit seinem Ziehvater Konnan im Ring, während sich ein völlig geschockter Pentagon Jr mit Vampiro schnell aus der Halle zurückzieht.
Wir befinden uns in einem schäbigen Lokal in irgendeinem der modrigen Hinterhöfe der Stadt. An einem Tisch in der Ecke sitzt ein gut gekleideter Mann, der überhaupt nicht in das sonstige Ambiente des Lokals passt und scheint auf jmd. zu warten. Mehrfach blickt er auf die Uhr. Plötzlich flackert das Licht im Lokal und ihm sitzt nun eine schwarz gekleidete gestresst wirkende Frau gegenüber, die nun mit ihm zu sprechen beginnt. “Dario, ich weiß, die Vergangenheit zwischen uns beiden war nicht immer einfach. Wir standen die meiste Zeit auf unterschiedlichen Zeiten und ja ich hatte sogar die Kühnheit dir die Kontrolle in deinem “Temple” streitig zu machen. Doch selbst du wirst sehen, dass Black Lotus deinen Bruder manipuliert. Also hilf mir, hilf Mil Muertes zu gewinnen.”
Dario Cueto schaut Catrina nur gelangweilt und fast teilnahmslos an. “Ja. Ihr beide habt nicht mehr das beste Verhältnis zueinander. Er hat sich von dir abgewendet, doch nach All den Dingen, durch die du mit ihm gegangen bist kann es dir doch nicht egal sein, dass er sich manipulieren lässt. Dass er mehr Marionette, denn Monster ist. Du kannst doch nicht wollen, dass Black Lotus ihn kontrolliert.”
Weiterhin verzieht Cueto keine Miene und nimmt die Worte sein Gegenübers teilnahmslos hin. “Hilf mir die Schwachstelle von ihm herauszufinden, keiner kann das eher, als du als sein Bruder, und ich werde dafür Sorge tragen, dass Mil und die Diciples ihn verschonen werden und sich lediglich Wyatt, Harper, Strowman und Lotus vorknöpfen.”
Dario beginnt nun zu lächeln und nimmt dann einen Schluck aus seinem Whiskey-Glas und grinst dann Catrina ins Gesicht “Oh dir scheint es zu gefallen, dass ich deine Hilfe benötige, stimmt’s?”, meint diese nun. “Genieße diese Genugtuung, halte mir das meinetwegen wieder und wieder vor, aber Dario ich beschwöre dich, rette deinen Bruder. Das alles kann doch nicht in deinem…”, mitten im Satz dämmert es Catrina. “Du, du, du hast…?”, stammelt sie nun völlig überwältigt. “In der Tat.”, ergreift nun Dario das Wort. “Ich war mir von Anfang an bewusst, dass ich und mein Bruder nicht immer auf der selben Seite stehen werden, dass es Tage geben wird, an denen ich näher daran sein werde sein nächstes Opfer zu sein, als sein Mentor, seine Bezugsperson. Doch ich habe vorgesorgt. Was glaubst du woher Black Lotus wusste, wo der Tempel sich befindet und dass sich Matanza dort befand. Was glaubst du woher sie überhaupt die Spur hatte, den Namen? Was glaubst du wer El Dragon Azteca den falschen Hinweis steckte, dass eine Frau auf dem Weg ist, die sein oberstes Ziel den Tod von Matanza erreichen könnte? Wer glaubst du war dies und hat so für seinen Untergang gesorgt? Ja, Catrina. All das war ich.” “Aber wieso? Und wieso SIE?” will nun eine sichtlich schockierte Catrina wissen. “Wieso? Das sagte ich bereits. Ich wusste, dass er eine Bezugsperson braucht, Ich dachte ICH wäre diese Bezugsperson. Er wirkt wie ein Monster, doch auch er ist zerbrechlich! Doch ich irrte mich. Ich war es, der ihn aus dem Waisenhaus holte, wo er Lotus und Wyatt getroffen hatte und ich konnte ihm tatsächlich eine Bezugsperson sein. Doch ich musste ihn fast ebenso quälen wie unser Vater. Eingesperrt sein und in einem dunklen Keller verborgen Leben, das war fortan sein Schicksal, da ich mir nicht anders zu helfen wusste. Doch ich merkte schnell, dass sich mein Bruder verändert hatte in der Zeit im Waisenhaus. Er war anders geworden. Sanftmütiger. Und irgendwann fand ich einen Anhaltspunkt, was daran Schuld sein könnte ich fand das Bild eines jungen Mädchens in den wenigen Sachen, die er aus dem Waisenhaus mitnehmen wollte. Er ließ sein Leben dort hinter sich. Dieses Mädchen und auch Bray Wyatt, der auf einem weiteren Foto, das wohl bei irgendeinem offiziellen Termin im Waisenhaus entstanden war und die drei gemeinsam zeigte, vergaß er nie. Von da an stand mein Beschluss fest. Die beiden waren ihm Freunde, ja sogar Familie geworden und statt ihn weiter einsperren zu müssen, wollte ich meinem Bruder eine neue Familie geben. Ich machte mich also auf die Suche nach Bray Wyatt und er war schnell gefunden. Als Wrestler hatte er sich einen Namen gemacht und über er hielt glücklicherweise immer noch Kontakt zu seiner “Schwester”. Ich horchte ihn aus und erfuhr wo Black Lotus sich aufhielt und ich erfuhr außerdem, dass sie auf einer 2. Mission war. Nicht nur suchte sie meinen Bruder, was mir perfekt in die Karten spielte, sondern sie wollte Dragon Azteca, der mit wohlbekannt war ebenfalls finden. Ich half ihr also im Geheimen bei beidem und verbarg das doch vor meinem Bruder und vor ihr. Ich hoffte darauf, dass es dazu kommen wird, dass die drei eines Tages wieder vereint sind. Und es geschah tatsächlich! Letztlich war ich es, der die Wyatt Family in ihrer jetzigen Form erschaffen hat. Ich bin der Schöpfer und sie sind meine Schöpfung. Die Zerstörung von Mil Muertes und den Disciples - und von dir meine liebe Catrina - wird das erste Werk meiner Schöpfung sein. Und ich werde es mir aus dem Hintergund ansehen und ich werde genießen was ich sehe!” beendet nun Cueto seinen Monolog. Danach erhebt er sein Glas und spricht einen Toast “Auf dich, Catrina.”
Als Dario nachdem er getrunken hat sein Glas wieder abstellt ist diese bereits verschwunden und Dario grinst erneut.
Backstage darf Jeremy Borash nun gleich zwei aufsehen erregende junge Frauen auf einmal in seiner Interviewzone begrüßen, nämlich Toni Storm und Jusation!
JB: „Toni, Jusation, auch wenn ihr aktuell nicht direkt in das Geschehen um die IWC Women's Championship involviert seid, so sieht man euch doch immer wieder in aufgeheizten Dialogen agieren, gleichermaßen mit Championesse Jinny als auch mit ihrer Herausforderin Nixon Newell. Es werden immer mehr Stimmen laut, dass ihr den Eindruck macht, als wolltet ihr euch ins Zentrum der Aufmerksamkeit drängen...“
Jusation: „Soso, es werden also mehr Stimmen laut, was? Interessant, denn ich höre diese Behauptung gerade zum ersten Mal und ich halte eigentlich immer meine Ohren offen, was die Resonanz der Fans betrifft, sowohl hier vor Ort als auch im Internet. Was genau soll mir das also sagen? Dass du dir das gerade ausgedacht hast, um uns zu provozieren oder dass es gewisse Personen gibt, die lieber ungenannt bleiben würden? Jeremy, uns gegenüber kannst du ruhig ehrlich sein: gibt es gewisse andere Frauen, die neidisch auf das sind, was wir uns erarbeitet haben? Jene Frauen, die weiter weg vom Titel sind als wir, die es deshalb nötig haben, gegen uns zu shooten?“
Toni: „Schau her, Jeremy, wir würden uns nicht mit den beiden messen wollen, wenn wir nicht klare Indizien dafür hätten, dass wir weiter sein sollten als wir es aktuell sind. Das Tag Team Match gegen Nixon und Jinny, welches wir gewonnen hatten, spricht eine deutliche Sprache und das war ja nicht das erste Mal, das Jinny gegen mich in der IWC den Kürzeren gezogen hat. Wir hätten es verdient gehabt, gegen Jinny anzutreten, von mir aus auch in einem Fatal 4-Way zusammen mit Nixon.“
JB: „Aber Jusation hat ja bereits gegen Jinny verloren und so etwas wie ein Rematchrecht gibt es in der IWC nicht...“
Jusation: „Ich? Ja, mag schon sein, aber was ist mit Toni? Sie hat nicht gegen Champion Jinny verloren, oder? Und war es nicht auch sie, die den Pin in den Match geholt hat? Wenn es hierbei um mich geht, bitte, ich brauche dieses Match nicht, ich hab meine Chance in den Sand gesetzt, von mir aus, aber Toni steht über Nixon und Toni steht auch über Jinny. Wer daran zweifelt, hat diesen Sport offensichtlich nicht ganz verstanden.“
Toni: „Abgesehen davon, JB, es sind doch für gewöhnlich die beiden, die eine Reaktion unsererseits erzwingen wollen. Natürlich könnten wir sie einfach ignorieren und reden lassen – es ist ohnehin nicht so, dass ich großen Wert auf das lege, was Jinny sagt. Aber eine Herausforderung ist eine Herausforderung und ich betrachte so etwas nun mal als Herausforderung. Außerdem siehst du ja, wohin es führt, oder, JB? Gelegenheiten. Chancen. Matches. Momente, in denen wir beide glänzen und beweisen können, dass wir das Beste sind, was diese Women's Division zu bieten hat. Nicht Jinny und Nixon Newell, sondern Toni Storm und Jusation und wir werden über kurz oder lang diesen Titel holen.“
JB: „Was zur Beantwortung dieser Frage noch fehlt, ist eben ein Match zwischen Toni Storm und Nixon Newell, denn Nixon hat Jusation bereits geschlagen und somit bliebst wahrlich nur du übrig, Toni.“
Toni: „Ja, dessen bin ich mir bewusst und dieses Match wird es auch über kurz oder lang noch geben, es sei denn, Nixon zieht irgendwie den Kopf aus der Schlinge. So schätze ich sie nicht ein, aber hey, ich will nur gesagt haben: an mir wird es nicht liegen. Ich behaupte immer und immer wieder, dass ich die bessere Kämpferin bin, nur habe ich bisher nicht die Chance bekommen, es zu beweisen. Tja, mir ist es egal – wenn Jinny ihren Titel verteidigt, werde ich am Dienstag darauf für Nixon bereit sein. Und falls Nixon siegt, dann werde ich eben gegen Jinny mein Titelmatch einfordern. Ich bin auf alle Eventualitäten vorbereitet!“
JB: „Und du, Jusation, würdest du gegen Toni antreten wollen, sollte sie Champion werden?“
Jusation: „Ja, natürlich. Unsere Beziehung ist sehr besonders, finde ich. Wir sind die besten Freundinnen, Liebhaberinnen und gleichzeitig auch Rivalinnen. Eine Titeljagd von der einen gegen die andere würde uns nicht auseinander bringen. Nichts kann das. Nicht dieser Titel, nicht Jinny, nicht Nixon und auch sonst keiner!“
Toni drückt Jusation glücklich einen Kuss auf die Wange, lächelt JB kurz zu und verlässt gemeinsam mit ihr die Interviewzone. Borash schaut den beiden noch einen Moment lang hinterher, ehe es zurück in die Halle geht – denn: it's main event time!
Main Event - Special Enforcers TNH: The Siberian Express besiegt The Elite via Pin von Rusev an Omega nach einem Superkick (16:40) -Die TNH sorgten immer wieder für Verunsicherung bei PRIDE, was am Ende auch zur Niederlage führte
Der Siberian Express hat es tatsächlich geschafft!! The Elite ist besiegt, ausgerechnet mit einem Pinfall von Rusev über den Intercontinental Champion Kenny Omega! Was für eine Errungenschaft so kurz vor dem PPV für die Bulgarian Brute, doch seine Partner scheinen schon zu sehen, wem sie den Sieg großteils zu verdanken zu haben. Während Rusev nämlich noch in der Euphorie des Pinfalls an den Seilen reißt, lassen Orlov & Kozlov die TNH schon nicht mehr aus den Augen und die No.1 Contender auf die IWC Tag Team Championships tun es ihnen gleich. Trotzdem begeben sie sich jetzt zur Timekeeper´s Area, wo sie die 3 Titelgürtel fordern. Thumbtack Jack schlägt sich die Tag Team Gürtel über die Schultern, während End die Intercontinental Championship entgegennimmt. Mit den Gürteln steigen sie nun ins Seilgeviert und treten dort dem Siberian Express gegenüber. Der 3 vs 2 Staredown ist nicht weniger intensiv als alles andere, was wir heute schon gesehen haben, doch die TNH wollen offenbar nichts Böses. End überreicht Rusev sogar die Intercontinental Championship und nimmt dafür einen Tag Team Gürtel von Jack entgegen, mit denen sie nun dem Express gegenüberstehen. Ein Bild, mit dem wir uns nach All Hail anfreunden müssen? Es bleibt auf jeden Fall spannend bis Sonntag und darüber hinaus, doch jetzt geht es erstmal in eine finale Werbepause, bevor wir erfahren, ob der Main Event zwischen Finn Bálor & Seth Rollins am Sonntag in Philadelphia, Pennsylvania überhaupt stattfinden wird.
Als sich die Show bereits stark dem Ende neigt, spielt doch noch einmal das Theme von IWC World Heavyweight Champion Finn Bálor und tatsächlich betritt der Anführer des Netzwerks nochmal die Bühne – selbstredend unter ohrenbetäubend lauten Buhrufen, die Finn allerdings nicht mal im Ansatz aus der Ruhe bringen. Völlig gelassen schlendert Finn in seinem Anzug die Rampe hinab, die Hände in den Taschen haltend, lässt den Blick durch die Crowd schweifen und immer wieder zucken seine Mundwinkel leicht, wenn jemand ihm aus der ersten Reihe etwas besonders Unfältiges oder Beleidigendes entgegen schleudert. Seelenruhig wandert er am Ring vorbei, steuert aufs Timekeeper Area zu, wo ein besonders eiliger Mitarbeiter Finn sofort ein Mikrofon reicht und dabei beinahe stolpert, welches Finn auch mit einem Nicken entgegen nimmt, um anschließend über die Stahltreppe auf den Apron und durch die Seile in den Ring zu steigen. Geduldig wartet Finn darauf, dass die Heat langsam abklingt, ehe er das Mikrofon an die Lippen führt und zu sprechen beginnt.
Finn: „Wir alle wurden in den letzten Stunden Zeuge der Go Home Show vor All Hail, einem Pay-Per-View, der in vielerlei Hinsicht sehr interessant, vielleicht gar wegweisend für den einen oder anderen werden dürfte. Ja, auch für mich, denn meine Zukunft scheint plötzlich so ungewiss zu sein wie schon lange nicht mehr. Lange Zeit sah es danach aus, als hätte Seth Rollins sich sicher sein Titelmatch gegen mich ergaunert, es schien gar in Stein gemeißelt zu sein, doch wie ihr alle gemerkt habt, stehen die Zeichen momentan auf einen Ausfall unseres Goldjungen. Eine Tragödie... die er sich jedoch selbst zuzuschreiben hat, so ehrlich müssen wir uns selbst gegenüber ganz einfach sein. Für mich ist diese Tatsache allerdings mit zusätzlichem Arbeitsaufwand verbunden. Wie gehe ich vor, nun da ich davon ausgehen muss, dass Seth es nicht zu All Hail schaffen wird? Wie bereits angekündigt brauchen wir einen Gegner. Als World Champion stehe ich im Main Event und ein entsprechendes Match möchte ich niemandem vorenthalten, auch wenn ich daran zweifle, ob ihr es wirklich verdient habt. Normalerweise wäre dafür allerdings eine längere Vorbereitungszeit nötig gewesen, zumindest ein Auswahlverfahren, doch... diese Zeit fehlt uns jetzt eben. Bis All Hail, bis zu meiner erneuten Titelverteidigung sind es nur noch fünf Tage. Daher wird die ganze Sache wie folgt laufen:
Auf meiner Uhr ist es jetzt... 22:54 Uhr. Das heißt, Seth hat noch annähernd sechs Minuten Zeit, um hier aufzutauchen. Mit dem Beweis, dass er grünes Licht von unserem professionellen Ärzteteam erhalten hat, selbstverständlich. Ich habe ihn früher hier erwartet und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass wir ihn heute noch sehen werden, wie ich bereits erklärt habe, daher will ich euch in den verbleibenden Minuten dieser Explosion-Ausgabe erklären, wie genau es am Sonntag laufen wird. Jeder Wrestler, wirklich JEDER hat am Sonntag eine Chance, die er niemals wieder erhalten wird, denn als Ersatz werde ich eine Open Challenge aussprechen. Und für diese Open Challenge gibt es nur eine Regel: wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Richtig gehört. Nachdem die anderen Wrestler ihre Matches hinter sich gebracht haben, werde ich mich in die Arena begeben, in diesen Ring, und ich werde dort warten. Wer als Erster zu mir in den Ring steigt, wird ganz offiziell mein Herausforderer sein. Wer weiß, wer diese Chance nutzen wird? Einer unserer bereits amtierenden Champions vielleicht? Samoa Joe? Kenny Omega? Vielleicht auch jene, die sie gegebenfalls vorher beim PPV besiegt haben werden? Vielleicht ist es ein Neuling, der sein Debüt feiert und mit einem Upset Victory, wie es ihn niemals zuvor gegeben hat, im ersten Match World Heavyweight Champion werden will? Ich weiß es nicht. Ich kann vieles, aber nicht in die Zukunft sehen. Doch macht es nicht genau DAS so spannend, hm? Ich für meinen Teil bin sehr, sehr neugierig, wer sich am Ende trauen wird, mit Finn Bálor die Waffen zu kreuzen und um diesen wertvollsten Titel der Welt zu kämpfen. Aber noch...“
Finn wirft einen Blick auf seine Armbanduhr und kann sich ein hämisches Grinsen für einen kurzen Moment nicht verkneifen.
Finn: „Seth, die Zeit läuft... du hast nicht mehr allzu viele Sandkörnchen im oberen Teil des Stundenglases. Komm schon. Du hast hier wirklich viele Leute, die dich heute noch gern sehen würden. Natürlich nur, weil sie jeden anfeuern würden, der gegen mich antritt, aber das tut ja nichts zur Sache. Enttäusche deine Fans nicht, Seth! Wenn du heute hier bist, dann solltest du dich ein wenig sputen, denn dir bleiben jetzt nur noch... genau sechzig Sekunden.“
Mit süffisanter Miene lehnt Finn sich rücklings in die Seile, stur zur Stage starrend, wo auf dem darüber hängenden Titantron nun eine Digitaluhr eingeblendet wird, die die letzten Sekunden in rot leuchtenden Zahlen runterzählt. Laute „COME ON ROLLINS!“-Chants werden nun in der Arena laut, doch auch als nur noch dreißig Sekunden übrig sind, gibt es kein Lebenszeichen von Seth zu sehen, zu hören oder sonst wie wahrzunehmen. Finn verharrt nur in seiner Position, blinzelt nicht einmal, seine Gesichtsmuskulatur bleibt entspannt und doch steif, unbeweglich. Nun sind es nur noch zehn Sekunden und die Fans gehen voll mit. TEN! NINE! EIGHT! SEVEN! SIX! FIVE! FOUR! THREE! TWO! ONE! ...Und das war's! Seth ist nicht da! Schmunzelnd hebt Bálor das Mikrofon wieder an.
Finn: „Aus... und vorbei. Tja, Seth, schade... du hast gespielt und du hast verloren. Seht ihr, mit dem Spielen ist es wie mit dem echten Leben: wenn man es übertreibt, dann verbaut man sich alles. Manch einer hat nichts zu verlieren und riskiert alles, und das kann ich verstehen. Aber wer Glück hat und gewinnt, der sollte auch wissen, wann es Zeit ist, aufzuhören, wisst ihr? Den Bogen nicht zu überspannen. Manch einer geht ins Kasino, setzt sein letztes Geld auf die rote 19 und macht aus zehntausend Dollar beinahe eine halbe Million. Ein Grund zur Freude, zur Erleichterung, und wer weise ist, verlässt das Kasino und geht als reicher Mann. Aber es ist nicht immer so einfach, nicht für jeden. Dafür sind wir Menschen zu unterschiedlich. Nein. Denn wie es jene gibt, die aufhören, so gibt es auch manche, die setzen ihre dreihundertsiebzigtausend Dollar anschließend auf die schwarze 28. Und dann... haben sie genau gar nichts. Den goldenen Mittelweg zu gehen ist zumeist die beste Entscheidung in allen Lebenslagen, das wusste schon Aristoteles. Und Paracelsus sagte einst so weise: „Nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, das etwas kein Gift sei.“ So sehr sich die Menschheit auch weiter entwickelt und das oft bereits in kürzester Zeit, so gibt es doch gewisse Grundsätze, die die Zeiten überdauern. Maximen, nach denen man auch heute im Jahre 2016 noch leben kann. Und meiner Meinung nach auch sollte. Aber manch einer kriegt den Hals nicht voll. Manche Leute sind nie zufrieden mit dem, was sie haben. Manch einer muss immer seine Grenzen austesten und wenn man mit so einem Lebensstil nie mal eins auf die Finger gehauen bekommt, dann tut es umso mehr weh, wenn es dann mal ernst wird. Wenn der Nachbar von nebenan nie zu meckern beginnt, weil man ihm die Scheibe mit dem Football eingeworfen hat, wenn man von den Eltern nie Hausarrest bekommt, weil man sich minderjährig mal ein Bier gegönnt hat, dann geht man immer weiter und immer weiter. Und wenn dann jemand zurückschlägt, wird es hässlich. Seth, es wurde Zeit, dass jemand dir gezeigt hat, wo dein gottverdammter Platz ist, nämlich meilenweit unter mir, so weit, dass ich von hier auf dich herunterspucken könnte und würdest glauben, Gott persönlich hat dir seinen Rotz herab geschickt. Du bist nicht hier, also liegst du genau jetzt wohl noch in deinem warmen Krankenhausbett und siehst diese Show, daher lass meine Worte auf dich wirken, verinnerliche sie und vergiss sie niemals. Wer gegen Finn Bálor, gegen das Netzwerk spielt, der kann nur verlieren.“
Mit diesen Worten lässt Finn Bálor das Mikrofon fallen, zieht seine Sonnenbrille von den Haaren ins Gesicht und rollt sich aus dem Ring heraus, um die Arena zu verlassen. Auf der Stage wird er von Oliver Grey empfangen, der ihm milde zulächelt und nach draußen geleitet. Mit dieser Bombe endet die letzte IWC-Show vor All Hail!
+++IWC ALL HAIL THE DEMON KING MATCHCARD UPDATE+++
SAMOA JOE VS SHINSUKE NAKAMURA - XTREME CHAMPIONSHIP MATCH
ALEXANDER RUSEV VS KENNY OMEGA - INTERCONTINENTAL CHAMPIONSHIP MATCH
JINNY VS NIXON NEWELL - IWC WOMEN´S CHAMPIONSHIP MATCH
PRIDE VS TOTAL NONSTOP HEELS - IWC TAG TEAM CHAMPIONSHIP MATCH
LOS INGOBERNABLES VS THE HOUSE OF TRUTH – TRIOS TOURNAMENT FINALE
PENTAGON JR VS PRINCE PUMA - CERO MIEDO MATCH
THE WYATT FAMILY VS MIL MUERTES & THE DISCIPLES OF DEATH
EXPLOSION RETURNS TO BUFFALO, NEW YORK – und das mit einem Feuerwerk, welches die zu Beginn einer Show üblichen Feuerwerke noch weit übertrifft! Kein Wunder eigentlich, denn hinter uns liegt ein Pay-Per-View, über den man noch lange, sehr lange reden wird! All Hail The Demon King 2016 hat uns viele großartige Matches, unvergessliche Momente und den einen oder anderen Schocker geschenkt und heute geht es direkt genauso rasant weiter, denn in zehn Wochen wartet bereits Russian Roulette auf uns und was wir uns von der Show erhoffen können, wird sich in den nächsten Wochen nach und nach abzeichnen – an jedem Dienstag, und heute geht es los! Corey Graves und Mauro Ranallo begrüßen die über 16000 Fans im First Niagara Center und die Millionen von Zuschauern vor den heimischen Bildschirmen, lassen die Ereignisse des Großevents gestern kurz Revue passieren, doch viel Zeit bleibt ihnen dafür nicht, denn plötzlich beginnt das Theme von Tetsuya Naito zu spielen und die Gewinner des Trios Tournaments ziehen unter gemischten Reaktionen in die Arena ein! Viele können mit der Einstellung der Unregierbaren nicht viel anfangen, so viel ist sicher und dennoch sieht man immer mal wieder schwarze Caps mit dem typischen weißen „Los Ingobernables“-Schriftzug auf dem Kopf des einen oder anderen Fans. Wie man es auch dreht und wendet, diese Truppe macht von sich reden und das auf höchst polarisierende Art und Weise. Wie bald klar wird, ist die Truppe um Naito nicht nur in die Arena gekommen, um Eindruck zu schinden, sondern nicht zuletzt auch deshalb, um eine Nachricht loszuwerden, denn er lässt sich ein Mikrofon vom Timekeeper geben, ehe er mit seinen Männern in den Ring einzieht.
Naito: „Tranquilo, cabrones. Die heutige Sendung steht ganz im Zeichen von Los Ingobernables. Wir, die wir gesagt haben, wir würden das House of Truth besiegen – wir haben das House of Truth besiegt. In den Boden gestampft, vernichtet. Das letzte bisschen Existenzberechtigung ihrerseits zerstampft. Wir, die wir sagten, wir würden das Trios Tournament gewinnen, haben das Trios Tournament gewonnen. Nicht nur gewonnen, jede Runde dominiert, Sieg um Sieg geholt, aufgrund von Überlegenheit, die nie von der Hand zu weisen war. Und nun sind wir hier. Und die, die wir sagen, wir werden nach Russian Roulette IWC World Heavyweight Champion und IWC Tag Team Champions sein, werden Finn Bálor und PRIDE ausradieren. Dieses Business bietet Platz für viele Leute, die alle dasselbe tun, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie reden viel, wenn der Tag lang ist, sie steigen in den Ring und kämpfen und das mal mehr, mal weniger erfolgreich. Los Ingobernables hat in diesem Trott eigentlich keinen Platz, denn wir reden nicht nur, wir kündigen nicht nur unsere Taten an, wir handeln tatsächlich und das unterscheidet uns vom Einheitsbrei, von der großen Masse, die das Pro Wrestling beherrscht. Nicht mehr, nicht weniger – aber es ist etwas, das die Leute nicht gewohnt sind. Was die Leute kennen, sind jene, die lange hier stehen, lange reden und am Ende müssen sie feststellen, dass hinter diesen Worten nicht viel steht. Dass jemand sich nimmt, was er verdient, stößt manchen sauer auf. Das macht Los Ingobernables zum Gesprächsthema, obwohl es selbstverständlich sein sollte. Es sollte für jeden klar sein, dass er tun muss, was immer nötig ist, wenn er das erreichen will, was er sich zum Ziel gesetzt hat. Die Menschen setzen sich selber unnötigen Hürden und machen große Umwege. Wir sind schlicht und ergreifend direkt. Und genau deswegen begann am Sonntag, wie angekündigt, die Ära von Los Ingobernables, ein Zeitalter der Dominanz, eine Epoche des Erfolges, die sich den Menschen wie ein Brandstempel ins Gedächtnis setzen wird, um dort auf ewig zu verweilen.“
Die Worte Naitos scheinen einige Zweifler im Publikum zu überzeugen, denn nach dieser Ansprache überwiegen die Jubelrufe doch deutlich, wenngleich die Buhs nicht zu überhören sind. Naito scheint wenig Wert auf die Meinung der Fans zu legen, denn nach seiner Rede reicht er das Mikrofon gleich weiter an La Sombra.
Sombra. „Die Spitze der Tag Team Division ist einem ständigen Wandel unterzogen, sie ist geprägt von Unbeständigkeit, ihr fehlt eine dominante Macht, wie wir sie sind. PRIDE, Karl Anderson und Doc Gallows, noch dürft ihr euch als Sieger sehen, doch wähnt euch lieber nicht zu lange in Sicherheit und begeht nicht denselben Fehler wie so viele bessere Männer vor euch. Unterschätzt niemals die Stärke von Los Ingobernables. Haltet euch nicht für besser, als ihr wirklich seid. Sonst wird es für die so genannte Elite bald ein böses Erwachen geben...“
Ligero: „Die Immortal Wrestling Company mag gewissen Regeln und Richtlinien unterlegen und es herrscht Konsens darüber, dass jeder sich an diese zu halten hat, doch wir haben unseren Standpunkt klar gemacht. Wir holen uns, was wir wollen, wann wir wollen, an jedem Ort, den wir als passend erachten. Es gibt kein Team, welches uns gefährlich werden kann; im Trios Tournament gab es so eines schon nicht. Sibirian Express, House of Truth, Total Nonstop Heels, das sind alles nur leere Namen, ein bisschen Tinte auf einem sonst unbeschriebenen Blatt Papier und wie wenig diese Namen bedeuten, wird jeder spätestens dann verstehen, wenn wir uns diese Division zu eigen gemacht haben, WIR, Los Ingobernables. Es sind noch zwei Monate, doch ab Februar wird Titelgold wieder etwas bedeuten, es wird wieder einen Wert besitzen und mehr sein als nur eine dekorative Metallplatte auf einem Streifen Leder. Allein dadurch, dass es von Männern besessen werden wird, welche sich nicht den Normen fügen, die man für sie vorsieht. Von Männern, die sie selbst sind und sich nicht anpassen. Niemals. Adapt AND perish.“
Auch für die Worte von La Sombra und El Ligero gibt es einigen Beifall, doch eine ganz ander Person scheint herzlich wenig von der Ansprache der – laut eigener Aussage – künftigen Champions zu sein. Das ist Oliver Grey, der dort auf der Stage aufgetaucht ist und er hält ein Mikrofon in den Händen!
Grey: „Nun, ich denke, Naito, Ligero, Sombra, ihr habt euren Standpunkt klar gemacht, mehr als klar sogar, aber ich kann mich nicht daran erinnern, euch für den Beginn der Show eingeteilt zu haben. Genauer gesagt habe ich euch bisher überhaupt keine Redezeit zugewiesen. Wie kommt es also, dass ihr hier draußen seid und die Show highjackt, bevor sie richtig begonnen hat? Ihr wollt euch doch hoffentlich nicht schon unbeliebt machen, bevor euer Stern so richtig aufgegangen ist, oder etwa doch, meine Herren? Ein besonders guter Start ist das jedenfalls -“
Naito: „Tranquilo, puto.“
Grey hebt die Augenbrauen und wirkt eine Weile lang höchst überrascht über das, was Naito eben gesagt hat, ehe er die Arme verschränkt und einfach dort so stehen bleibt. Naito indes schenkt dem Underboss keine weitere Aufmerksamkeit – bis das Theme von Finn Bálor höchstpersönlich zu spielen beginnt und tatsächlich, der IWC World Heavyweight Champion erscheint auf der Stage, natürlich seinen Titelgürtel an der Hüfte tragend und ein Mikrofon in den Händen haltend. Er positioniert sich direkt neben Grey und spricht die Männer im Ring an.
Bálor: „Herzlichen Glückwunsch, meine Herren. El Ligero, La Sombra und natürlich du, Tetsuya Naito... ihr habt am Sonntag einen wirklich großen Sieg errungen und euch damit gewaltige Titelmatches gesichert. Für mich ist natürlich besonders das Match zwischen uns beiden von großer Wichtigkeit, Naito. Aber ich sollte euch noch zu etwas ganz anderem beglückwünschen und das ist eure Tollkühnheit. Um nicht zu sagen, für euren Aberwitz. Ihr seid weit gekommen, wirklich, das muss man euch lassen und ihr habt euch nie angepasst, ihr habt nie Wert auf die Regeln gelegt, ihr macht einfach, was ihr wollt und das finden viele Fans sicherlich sehr bewundernswert. Hey, ich will ehrlich sein, ich finde das selber beeindruckend, nicht jeder hätte den Mumm, seine Karriere so jede Woche aufs Spiel zu setzen. Aber auch wenn die Regeln euch nichts bedeuten, solltet ihr eines wissen: sie haben sich gerade gewaltig geändert. Ihr spielt jetzt in einer höheren Liga, insbesondere du, Naito, und das bedeutet, dass der Schwierigkeitsgrad für euch jetzt ein bisschen anzieht. Ihr könnt gern weiter hier durch die Gänge streifen, Mitarbeiter anspucken, Kollegen verprügeln, die Einrichtung demolieren und meine Show an euch reißen, wenn euch gerade langweilig ist, aber jetzt bin ich höchstpersönlich für euch zuständig und ich für meinen Teil werde euch frühpubertäre, rebellische Ader nicht einfach so gewähren lassen. Und nein, das ist keine Drohung, lediglich eine Ankündigung. Ihr sagtet ja selbst, ihr haltet nichts von Leuten, die viel reden und ihre Versprechen nicht halten, richtig? Nun steht jemand vor euch, der noch nie ein Versprechen gebrochen hat und ich schwöre euch, von euch scheißt mir ganz bestimmt keiner ungestraft auf die Türmatte. Denn seht ihr, es ist nicht lange her, da hat schon mal ein junger Mann versucht, sich mit Mächten anzulegen, die außerhalb seiner Reichweite lagen. Dieser Mann heißt Seth Rollins. Und was mit dem geschehen ist, wisst ihr sicherlich noch? Ja? Schön, dass wir das geklärt haben. Auf bald, Gentlemen.“
Bálor hat nun offenbar tatsächlich Naitos Interesse geweckt, denn er ist mittlerweile an La Sombra und El Ligero vorbei gegangen und starrt nun übers Top Rope in Finns Richtung, um sich mit ihm einen intensiven Staredown zu liefern. Grey stellt sich einen Schritt hinter Finn und flüstert ihm etwas ins Ohr, doch das scheint den Netzwerk-Leader nicht großartig zu stören, er starrt Naito einfach weiter an. Mit diesen spannungsgeladenen Szenen geht die Show in die erste Werbepause – up next: Sibiriain Express vs. Total Nonstop Heels! Stay tuned!
1st Match - IWC Tag Team Championship No.1 Contender's Match: The Siberian Express (w/Peter Orlov) besiegt die Total Nonstop Heels via Submission von Jack im Accolade von Rusev (14:35)
Der Siberian Express hat es geschafft! Der Siberian Express in der Form von Alexander Rusev & Vladimir Kozlov besiegen die Total Nonstop Heels und werden damit bei IWC New Year´s Revolution, der 152. Ausgabe von IWC Explosion, am 3. Januar 2017 auf die amtierenden IWC Tag Team Champions PRIDE treffen! Dementsprechend überschwänglich fällt auch der Jubel aus! Zwar hält sich Rusev nach seinem brutalen Match am Sonntag noch am Nacken und war auch im Match nur selten im Einsatz, bis zum Titelmatch sollte da aber längst wieder gut sein. Weit weniger gut steht es um die Total Nonstop Heels in Form von Tommy End & Thumbtack Jack, die nun schon die zweite schmerzhafte Niederlage in 3 Tagen einstecken mussten. Während Tommy End enttäuscht am Apron steht und die Arme über die Seile hängen lässt, sitzt Thumbtack Jack geschlagen in der Mitte des Rings und hält sich ebenfalls am Nacken, doch die Aufmerksamkeit wendet sich schnell zur Stage, denn dort hören wir nun eine Musik, von der wir dachten, dass sie nach Highway To Hell für immer verstummt sei, nämlich die von Warfare! Der Hunter King Cuerno und sein treuer Gefährte, der Vogel der 1000 Leben, Fenix, erscheinen nun auch auf der Stage und Cuerno trägt ein Mic bei sich, in welches er nun sprechen will, während End & Jack gespannt zuhören. Cuerno: Der Unterschied zwischen einem guten Jäger und einem Meister besteht darin, zu wissen, wann man zuschlagen muss. Ein guter Jäger schießt, wenn er seine Beute sieht, und trifft. Er weiß nicht, ob er sie wirklich erlegt, denn die Chance, dass sie zwar getroffen werden, aber weiterlaufen, ist groß. Ein Meister lauert seiner Beute auf, verfolgt sie über große Distanzen und schlägt erst dann zu, wenn er sich 100% sicher ist, dass er sie erlegen kann. Was sind jetzt wir, was ist King Cuerno? Bin ich ein guter Jäger, weil ich euch zwar getroffen, aber nicht erlegt habe? Nein, ich bin nicht mal das. Wir haben verloren. Das müssen wir uns eingestehen. Ihr wart das bessere Team, ihr seid besser mit den Begebenheiten zurechtgekommen, ihr habt gewonnen. Aber dieser eine Sieg ist nicht das Ende. Wir haben gewartet. Haben euch beobachtet. Gehofft, ihr würdet gewinnen, um zurückzukehren und gegen euch um die Titel anzutreten. Aber auch ihr seid gescheitert. Auch ihr habt verloren. Und mit euch haben auch wir verloren. Wir sind damit bestenfalls die Nr.4 im Ranking, wir…wollen wir das? Wollen wir die Nr.4 sein? Haben wir dafür verloren, dass ihr ebenfalls scheitert, dass ihr euch einfach so hinlegt? Nein. Wir haben etwas Besseres verdient und wenn ihr es nicht könnt, werden wir es uns eben selbst holen. Nur vorher…vorher wollen wir eine alte Rechnung begleichen. Tommy? Jack? Wir warten auf euch. Wir wollen euch und wir wollen diesen Sieg zurück. Wir wissen, was uns zusteht und wir wissen auch, wie wir uns das holen können. Fehlt nur noch der erste Schritt…und der lautet, erlegt die Total Nonstop Heels.
Nach diesen Worten legt King Cuerno das Mic langsam weg und liefern sich noch einen Staredown mit den TNH, die zwar geschlagen, aber nicht resignierend im Ring stehen, bis Warfare die Halle verlassen und ein kurzer Clip eingespielt wird.
Es ist ein wunderschöner Tag in der Stadt, die wir inzwischen bereits kennen. Seattle im US-Bundesstaat Washington ist es, das erkennen wir jetzt erstmals an der Space Needle hinter dem Auto, an welchem unser Freund Ethan lehnt. Er wirkt erschöpft, immer noch ungewaschen, aber wieder gesprächig.
„Brother Eeeeeethaaaannnnn! Brother Eeeeeethaaaannnnn! Aus Seattle, Washington, mit einem Gewicht von 240 Pfund…Ethan Flint! Gott, wie ich diesen Namen hasse, dabei hab ich mir diesen Namen selbst ausgedacht. Naja, immer noch besser als mein echter Name. Ich will mit diesen Leuten einfach nicht mehr assoziiert werden will mit ihnen nichts zu tun haben. Sie haben mich ja auch nie besucht, als ich im Krankenhaus war, haben mich nie unterstützt. Was sind das für Zustände, was ist das für ein Leben? Völlig allein zu sein in dieser finsteren Welt, ohne Plan und ohne Ziel…ist das der Sinn? Ist es das? Das große Leben, der Grund, warum ich hier bin? Das, was ich jetzt mache? Was ich seit 25 Jahren mache? Ich war immer allein, war immer auf mich selbst und sonst niemanden angewiesen…wen hätte ich auch gehabt? Meiner Familie war ich doch scheißegal. Nach Hause gekommen von der Schule, nichts zu essen gehabt, nur meinen kleinen Fernseher und Tekken. Ich hab Tekken geliebt, weil man Leute verprügeln, seinen Frust rauslassen konnte. Ich bin auch deswegen beim Wrestling. Wegen Tekken. Ich wollte immer gegen King kämpfen, das war mein Ziel. Dafür hab ich das gemacht. Ich wollte diesen fiktiven Helden schlagen, wollte sein wie er. Ein Held. Nur existieren Helden nicht, es gibt niemanden, der zu dir kommt und dich aus deinem Loch zieht. Man kann nur selbst dieser Held sein, der sich selbst rettet, die Frage ist aber, bin ich stark genug dafür? Kann ich das? Oder wäre es besser gewesen, wenn ich damals gestorben wäre?“
Plötzlich sinkt Ethan Flint zusammen, die Erschöpfung macht sich bemerkbar. An den Felgen des Autos lehnt er, zusammengesackt wie ein Sack Reis. Dort bleibt er nun liegen und kann etwas schlafen, während es für uns zurück in die Halle geht.
Dort herrscht kurz Stille, bis wir plötzlich die Stimme eines Mannes hören, der bei vielen Fans für Gänsehaut sorgt. Er ist die Stimme der Revolution und in der Neuzeit der „Advocate“ der Stars, Paul Heyman betritt die Halle! Paul: Ladies & Gentlemen, lassen Sie mich bitte den Mann begrüßen, der am Sonntag bei All Hail nicht zum ersten Mal bewiesen hat, die einzige, unbestrittene Zukunft der Immortal Wrestling Company zu sein! Und nicht nur der IWC, nein, auch der gesamten Wrestlingwelt, denn sein Stil ist mit nichts vergleichbar, was man auf dieser Welt finden kann! Man kann ihn quasi als Hybrid sehen, als Bindeglied zwischen MMA und Pro Wrestling, der Mann, der einfach alles kann und die Latte für jeden Wrestler, der nach ihm kommen will, beträchtlich höher legen wird. Ladies & Gentlemen, bitte begrüßen Sie mit mir DEEP WATERS MATTHEW RIDDLE!!!!!!!
Zu „Regulate“ von Warren G und lauten „Bro!“-Chants betritt Riddle nun die Halle und trägt natürlich ein breites Grinsen im Gesicht, bevor er die Fans mit Gesten auf dem Weg zum Ring nur noch weiter anheizt. Im Seilgeviert angekommen, lehnt sich Riddle jetzt gechillt in die Seile und genießt die Atmosphäre, während sich Paul Heyman ans Publikum wendet. Paul: Was für Ovationen für einen unglaublichen Mann, danke! Wirklich, von ganzem Herzen danke! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich bin, dass ihr das Talent und das Potential Matthew Riddles offenbar erkennt und ihn unterstützt, denn ich habe in meinen 30 Jahren im Business schon oft Fälle gesehen, in denen es „der Auserwählte“ am Ende zu genau gar nichts gebracht hat. Von den Fans abgelehnt, im Ring enttäuschend, seine eigenen Erwartungen nicht mehr erfüllend und bye bye war die Devise für so viele Männer und Frauen über die Jahre, aber Matt Riddle ist da anders! Matt Riddle hat die Unterstützung der Fans hier in Buffalo, NY! Matt Riddle hat im Ring alles, was er benötigt! Er kann jeden Gegner zu Boden bringen, er kann jeden Gegner ausknocken und, wie man am Beispiel Chris Hero am Sonntag erst gesehen hat, er kann jeden Gegner zum Abklopfen bringen! Und über sein Selbstbewusstsein müssen wir nicht sprechen, oder etwa doch? Matt Riddle nennt sich selbst Deep Waters, aber ich persönlich nenne ihn gerne den besten Wrestler auf Gottes grüner Erde, denn genau das ist er und nichts weniger! Es gibt NIEMANDEN, der Matt Riddle in irgendeiner Weise gefährlich werden könnte, er kann JEDEN Gegner besiegen und er weiß das! Nicht umsonst setzt er in jedem Match seine Karriere aufs Spiel, weiß ganz genau, dass es im Falle einer Niederlage vorbei ist. Aber Matthew Riddle braucht diesen Ansporn, er braucht dieses FEUER, dieses WISSEN, um alles abrufen zu können, was möglich ist. Es gab Chancen in der Vergangenheit, die er sich hat durch die Lappen gehen, die World Combat League, um ein Beispiel zu nennen. Und es ist nicht mal so, dass Brian Cage um so viel besser war als er, denn das war er nicht! Brian Cage war nicht besser als Matthew Riddle, sonst wäre er jetzt hier, aber das ist er nicht! Wo ist Brian Cage? Der große Finalist der World Combat League? Er ist nicht hier, sehr wohl aber Matthew Riddle, denn Matthew Riddle hat verstanden, dass man mit dem Kopf immer bei der Sache sein muss und hat das als Lernprozess genutzt, um zu der Maschine zu werden, die er heute ist. So ein Fehler wie damals würde ihm heute nie wieder passieren, heute würde er jeden Gegner besiegen, er wird nie wieder verlieren, so wahr mir Gott beistehe, Matthew Riddle wird der nächste IWC World Heavyweight Champion, wenn das so weitergeht! Und wenn wir erstmal so weit sind, wird er den Titel nie wieder abgeben, die 553 Tage von CM Punk werden schneller fallen, als man denkt und Matthew Riddle wird als der größte World Heavyweight Champion in die Geschichtsbücher eingehen! Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg und bis dahin wird Matthew Riddle einfach weiterhin jeden Gegner aus der Welt räumen, er wird jeden Gegner bezwingen, wie er Chris Hero vor 2 Tagen in die Knie gezwungen hat und am Ende wird er jedem Gegner die gleiche Frage stellen.
Paul Heyman hält Matt Riddle nun das Mic hin, damit der seine „Knock em out or tap em out, Bro?“ Frage stellen kann, so weit kommen wir aber gar nicht, denn da taucht plötzlich jemand auf der Stage auf! „Ein jeder Gegner, hm? Dann zeig mal was du kannst, Kid!“
Zur Überraschung der Fans ist es Eddie Kingston, der in den Wochen vor dem PPV mehrmals als Begleiter Chris Heros in Erscheinung getreten ist, der auf der Stage erscheint…und er wirkt nicht gerade happy. Eddie: Matt, ich hab dir jetzt lang genug zugehört und ganz ehrlich, langsam aber sicher hab ich doch genug von deiner Scheiße! Du hast jetzt einen Sieg, ein W über einen der besten Wrestler der ganzen Welt, aber hast du dir je das ganze Match angesehen? Hast du noch etwas anderes mitbekommen? Wenn ja, dann wüsstest du nämlich, dass Chris Hero sicher mal 80% des Matches gehört hat. Er… Matt: Bro… Eddie: Unterbrich mich nicht! Matt: Bro, chill. Es kommt nicht darauf an, wem wie viel des Matches gehört, es kommt darauf an, wer es gewinnt und ich habe nicht abgeklopft, Bro.
Die Fans jubeln Riddle zu, was Kingston nur noch wütender macht. Eddie: Ja ja, grins nur, aber dir wird schon noch vergehen. Wir 2, 1 gegen 1. Ich werde meinen Freund rächen und deiner Karriere ein jähes Ende bereiten, Freundchen. Matt: Zeig, was du kannst, Bro.
Matt Riddle scheint also nicht davor zurückzuschrecken, gleich jetzt gegen Eddie Kingston anzutreten und auch der scheint seine Absichten wahr werden zu lassen, es fehlt also nur noch ein Referee und das Match, gegen das sich Paul Heyman nicht wehrt, kann starten!
2nd Match - Career Threatening Match: Matthew Riddle besiegt Eddie Kingston via Pin nach dem Bro To Sleep (09:34)
Nach diesem Match machen wir einen großen Sprung, was die Location angeht, und zwar finden wir uns im edlen Thronsaal unseres Shoguns Kazuchika Okada wieder. Dieser sitzt stolz wie Oskar in seinem goldenen Thron und trägt dabei die teuersten Gewänder, der Anlass ist aber auch dementsprechend, immerhin hat Shinsuke Nakamura vor 2 Tagen die Xtreme Championship der IWC gewonnen! Der King of Strong Style leistet Okada auch im Saal Gesellschaft und sitzt in einem kleineren „Thron“ neben ihm, ebenfalls alles genießend, das sich gerade um ihn herum abspielt. Die leise, entspannende Hintergrundmusik, die jungen Damen, die mit Palmblättern für eine angenehme Atmosphäre sorgen, der Wasserfall hinter Okadas Thron, den beiden fehlt es wirklich an nichts. Mit geschlossenen Augen lehnen sich beide zurück und Nakamura bekommt gerade Gurkenscheiben auf die Augen gelegt, da beginnt der Shogun zu sprechen. Okada: Wie fühlt sich das an, Nakamura-san? Das Leben als wahrer König? Das hast du dir hart erarbeitet, endlich wie der wahre King of Strong Style leben zu können. sag mir, wie ist das für dich. Nakamura: Mhmmmmmm, einfach perfekt. Okada: In der Tat, das ist es. Perfekt wie dein Triumph über Samoa Joe vor 2 Tagen. Du hast deine Mission erfüllt, du hast deine Präfektur stolz gemacht, du hast den Shogun besänftigt. Nakamura: Aber Wade B… Okada: Shhhhhhhh, darüber denken wir jetzt nicht mehr nach. Du bist der Champion, das ist alles, was zählt.
Während Nakamura wohl noch nicht zu 100% abschalten kann, lehnt sich Okada nun zurück und scheint schon beinahe in einen Trance-artigen Zustand zu verfallen…wäre da nicht plötzlich ein Rauschen am Bildschirm über dem Tor. Langsam öffnet Okada die Augen und mit einer genervten Handbewegung fordert er eine seiner Damen dazu auf, die Verbindung herzustellen. Und die Stimmung fällt nur noch weiter, als Minoru Suzuki auf dem Bildschirm erscheint. Suzuki: Okada! Shogun, oh großer, großer Shogun, du! Jetzt hast du es tatsächlich geschafft, was? Du hast Nakamura zum Champion gemacht, du hast ein Zeichen gesetzt, du hast es mir wirklich gezeigt! Jetzt hast du etwas gegen mich in der Hand, ein Argument, das für dich spricht! Etwas, das du repräsentierst…aber nichts, was man dir nicht abnehmen könnte. So schnell, wie dieser Gürtel hier war, kann er auch wieder weg sein, merk dir das. Und was Nakamura kann, kann der Großmeister schon lang. Okada: Was willst du jetzt? So tun, als wäre das dein Verdienst? Weil Wade Barrett Samoa Joe vor dem Match angegriffen hat? Suzuki: Das hast jetzt du gesagt. Aber schön zu sehen, dass du offenbar auch so denkst. Immer gut, wenn man als Champion einen starken Mann im Rücken hat, der einen voll und ganz vertraut, was? Ahahahahahaha! Okada: Du hast nichts, was deine Wortwahl irgendwie rechtfertigen könnte. Suzuki: Muss ich mich rechtfertigen?? Muss ich erklären, was ich warum sage?? Ich bin der Großmeister, Okada, und was Nakamura kann, kann ich schon lange.
Nach diesem Satz wird das Bild plötzlich schwarz und Suzuki ist verschwunden, bevor Okada darauf eingehen kann. Während Nakamura besorgt zu seinem Shogun blickt, sieht man an dessen Gesicht eindeutig, dass sein Tag damit mehr als ruiniert ist. Zwar lehnt auch er sich zurück und lässt sich Gurkenscheiben auf die Augen liegen, aber entspannen wird er sich wohl nicht mehr können.
Jetzt geht es wieder in die Arena! Ranallo und Graves unterhalten sich kurz über die eben gesehenen Szenen, als plötzlich das Theme von Seth Rollins zu spielen beginnt und tatsächlich stapft der Architect mit einer Mordswut im Bauch die Rampe herunter! Unwirsch wischt er sich die langen schwarzen Haarsträhnen aus dem Gesicht, rollt sich in den Ring und verlangt laut nach einem Mikrofon, welches er schnell gereicht bekommt. Er reißt dem Mitarbeiter das Mikro aus der Hand und richtet sich an die Zuschauer und Kollegen im Backstage.
Rollins: „CUT THE FUCKING MUSIC. CUT THE MUSIC! Verdammt nochmal, ich hab die Schnauze voll von diesem Saftladen hier, der sich Wrestlingliga schimpft! Seit Finn Bálor und sein Komitee aus Vollidioten hier die Macht an sich gerissen haben, geht es in jeglicher Hinsicht drunter und drüber, ist das eigentlich mal jemandem aufgefallen? Und wieso muss ICH überhaupt derjenige sein, der die Stimme erhebt und für jene spricht, die nicht die Eier dafür haben? Bin ich CM Punk oder was? Das sind völlig unzumutbare Zustände! Es wird mit Mitteln gearbeitet, bei denen jede halbwegs brauchbare Behörde direkt hellhörig werden würde, würde sie Wind davon bekommen! In was für einem Betrieb wird denn den Angestellten gedroht, dass die eigene Familie Opfer einer Attacke wird? Und in was für einem Laden wird man denn als Arbeitnehmer so schwer verprügelt, dass man für Wochen ins Krankenhaus muss, so beinahe sogar noch die Gelegenheit verpasst, ein Match um die IWC World Heavyweight Championship zu bestreiten? Ja, ich habe es gesagt und ich sage es gern noch einmal, Finn Bálor und Oliver Grey haben sich fast in die Hosen geschissen vor Angst, dass ich Finn diesen elenden Titel abnehmen könnte und bei Gott, ich hätte es getan, aber es sollte ja nicht sein. Nicht etwa weil ich nicht gut genug gewesen wäre, aber weil ich systematisch zur Niederlage getrieben wurde und dass durch ekelhaft hinterfotzige Psychospielchen, Attacken gegen Leib und Leben und öffentliche Diffamierung! Ich habe dieses Titelmatch bestritten und ja, ich habe es verloren, aber im Grunde hat man mich um meine EHRLICHE Chance auf diesen Titel beschissen, so ist es und so wird es in die Annalen dieses Business eingehen, in die Historie der Immortal Wrestling Company! Ich, Seth Rollins, bin gebrandmarkt als Märtyrer, der sich opfern musste als Mann, an dem ein Exempel statuiert wurde, an dem man eine folgenschwere Machtdemonstration vollzogen hat und das nur, um den eigenen Anspruch auf Unantastbarkeit noch einmal ganz deutlich zu unterstreichen! Nur um das massive Ego der hier Verantwortlichen noch weiter zu pushen, wurde ich nicht einfach nur zurückgehalten, dieser neue Pfad meiner Karriere wurde bis in die Grundfesten erschüttert und von Beginn an manipuliert. Ich werde ohnehin kein neues Titelmatch erhalten, denn so viel Schneid und Rückgrat hat keiner da oben in der Netzwerkführung und am Allerwenigsten natürlich Finn Bálor und diese schmierige Ratte Oliver Grey, aber ich erkläre dem Netzwerk hiermit den Krieg und ich schwöre, dass ich weder ruhen noch rasten werde, bis das Netzwerk Geschichte ist und man in diesem Saftladen nicht länger um die Früchte seiner knochenharten Arbeit gebracht wird...“
Doch während Rollins sich mehr und mehr in Rage redet, bemerkt er gar nicht, dass jemand sich hinter ihm in den Ring geschlichen hat... nach einer Weile pfeffert Seth das Mikrofon wutentbrannt in die nächstbeste Ecke, dreht sich um, will bereits gehen – UND RANDY ORTON VERPASST IHM DEN RKO OUT OF NOWHERE! Das hat gesessen! Rollins geht zu Boden, rollt sich aus dem Ring heraus und fällt dort wie ein nasser Sack auf den kalten, harten Boden der Arena, wo er liegen bleibt. Orton starrt ihn vom Ring aus an, richtet sich langsam wieder auf und begibt sich dann in die Ringecke, in die Seth das Mikrofon geschmissen hat, um es aufzuheben. Rollins hält sich vor Schmerzen den Nacken und schafft es nicht, aufzustehen, doch er wird die Worte vernehmen, die Orton nun zu ihm spricht.
Orton: „Du hast wirklich Nerven, hier heraus zu kommen und darüber zu jammern, dass man dich um eine große Chance gebracht hat, Seth. Realitätsnähe war ja noch nie deine große Stärke. Aber wem erzähle ich das... wir zwei sind jedenfalls noch nicht fertig, mein Freund. Schau dich in nächster Zeit besser immer zweimal um, man weiß ja nie, wo die Gefahr als Nächstes lauert...“
Damit lässt Orton das Mikrofon fallen und verlässt den Ring, um über die Rampe in den Backstagebereich zu verschwinden. Mit zusammengebissenen Zähnen bleibt Rollins am Boden der Arena zurück... damit geht Explosion in eine weitere Werbepause!
Wir finden uns jetzt am Eingang der Arena wieder, wo gerade der Villain Marty Scurll aus einer Limousine ausgestiegen ist! Der Sieger des Global Cruiserweight Cups wirkt zwar angeschlagen, was ob des Matches am Sonntag niemanden verwundern sollte, aber im Anzug und mit Sonnenbrille kann er zumindest seine körperlichen Verletzungen gut verstecken. Trotzdem merkt man, dass er etwas schwer geht, als er durch die Tür in den Gang tritt und dort sofort von Jeremy Borash begrüßt wird. JB: Ladies & Gentlemen, bei mir jetzt der Sieger des Global Cruiserweight Cups, der „Villain“ Marty Scurll, d…
Marty Scurll lässt Jeremy aber nicht weiterreden, sondern nutzt seinen Regenschirm, um ihn elegant zu stoppen. Marty: Jeremy…ich bin gerade nicht in Stimmung. Danke, aber vielleicht ein andermal. JB: Aber Marty, die Fans… Marty: Die Fans wissen schon, mit wem sie es zu tun haben. Jeder, der den Namen Marty Scurll noch nicht kennt, darf sich gar nicht erst Fan nennen und mit diesen Menschen will ich mich nicht abgeben müssen. Also nochmal danke, Jeremy, aber es gibt nichts, worüber wir reden müssen.
Marty Scurll will gerade seine Kabine betreten, als ihn Borash nochmal aufhält. JB: Aber Jimmy Havoc… Marty: Bitte…
Dieser Name scheint Scurll ein Dorn im Auge zu sein und dem Villain zieht es alles zusammen, als er ihn hört. Marty: Spreche diesen Namen nie wieder aus. Jimmy Havoc wird nie wieder einen Fuß in die Immortal Wrestling Company setzen und sollte er es doch wagen, zurückzukommen, dann sollte jeder in diesem Gebäude beten, denn das werden Szenen, die hat noch keiner von euch je erlebt. Jimmy Havoc hat Marty Scurll nicht besiegt. Jimmy Havoc wird Marty Scurll nie besiegen! Jimmy Havoc hat nie existiert in des Villains Welt, ist das klar? JB: Sie können sich die Welt nicht so drehen, wie es Ihnen gefällt… Marty: Du wirst dich wundern, was ich alles kann, Jeremy. Auch du lebst nur in meiner Welt mit meiner ausdrücklichen Erlaubnis. Verspiele dieses Recht nicht.
Marty Scurll schaut Borash noch kurz mit einem eiskalten Blick an, bevor er die Tür öffnet und seine Kabine betritt. Er dreht das Licht auf, doch was er dort sieht, schockiert selbst den gelassensten Gentleman. Alles im Locker Room ist komplett verwüstet. Die Kästen sind aus den Wänden gerissen, das Waschbecken ist zertrümmert, der Flatscreen eingeschlagen. Alles liegt quer verstreut am Boden und in der Mitte des Raumes ist aus Socken eine Schrift gebildet. „Look up“. Marty zögert kurz, bis ihm plötzlich etwas auf die Nase tropft. Er blickt nach oben und sieht an der Decke des Raumes in roter Flüssigkeit „Mistake“ geschrieben. Mit offenem Mund blickt Scurll eine Weile nach oben, bis ihm wieder die Flüssigkeit ins Gesicht tropft. Jetzt brennen bei ihm alle Sicherungen durch. Schrill schreiend beginnt Scurll, die ohnehin schon verwüstete Kabine nur noch weiter zu zerstören und schlägt so u.a. mit einem Holzteil, das einmal zur Kommode gehörte, den Rest des Waschbeckens herab, bevor er mit eben jenem Teil unseren Kameramann aus dem Raum vertreibt, womit wir die Szenen leider nicht mehr verfolgen können. Eines ist aber klar, Jimmy Havoc ist in Marty Scurlls Kopf und seine Aktionen am Sonntag haben nicht gerade zur Konfliktbeseitigung beigetragen…
3rd Match - IWC Women's Championship No.1 Contender's Match: Jusation besiegt Toni Storm, Ivelisse & Mandy Leon via Pin an Leon nach einem Air Raid Crash von Storm (11:12) -Eigentlich stand Toni Storm kurz davor, das Match zu gewinnen, doch Jusation warf sie aus dem Ring und staubte den Sieg ab
Der Titantron zeigt uns jetzt eine ultra-nahe Aufnahme vom in neonfarben angestrichenen Gesicht von Jeff Hardy. Jeff blickt starr in die Kamera, als diese von ihm weg filmt und ein paar Meter weiter einen Sessel zeigt, in welchem Marty Martinez Platz genommen hat. The Moth knipst eine Taschenlampe in der ansonsten dunklen Umgebung an und lässt die direkt auf sein Gesicht scheinen. Dann beginnt er, zu sprechen: "Oh, was für Worte ich da letzte Woche hören musste, Roman. Du hast mich enttäuscht. Nicht nur, dass du vor mir weggelaufen bist, nicht nur, dass du trotz meienr Aufforderungen nicht zurückgekehrt bist, nein, jetzt sprichst du auch noch davon, dich gegen mich aufzulehnen. Ooooh, Roman. Lass dir gesagt sein, dass es ein Fehler war. Ein schwerer, schwerer Fehler. Weißt du, ich hatte bis zuletzt eigentlich vor, dich auf normalen Wege wieder zu mir zu holen. Und dich dann endgültig zu einem Teil meiner Armee zu machen. Aber jetzt, Roman.... jetzt muss ich dich tatsächlich bekämpfen, bevor du zu mir zurück kommst. Weißt du, du musst lernen, wie man sich mir gegenüber zu verhalten hat. Dir muss eine Lektion erteilt werden, die dieses ganze Rebellentum aus dir heraustreibt. Erst dann kann ich dich meiner Gefolgschaft hinzufügen. Das hast du dir selber eingebrockt, Roman. Und alles, was dir in naher Zukunft widerfahren wird, geschieht nur wegen dir. Nur wegen deiner dummen Entscheidung, vor mir zu fliehen und mir dann auch noch den Krieg zu erklären. Du willst meine Armee auslöschen, hast du gesagt. Dem Spuk ein Ende bereiten, ja? Weißt du, ich bin nicht der einzige, den diese Aussagen ziemlich verärgert haben. Und da ich dich erst besiegen muss, um dir dein Fehlverhalten klar zu machen.... habe ich mich dazu entschieden, einen meiner verärgerten Anhänger auf dich loszulassen. Nächste Woche, Roman, wird der Mann, den du einst als Jeff Hardy kanntest, meine Ehre verteidigen und dich besiegen. Und wenn du dabei Schmerzen hast, Roman, denk immer daran, dass du dir all das selbst zuzuschreiben hast. Du bist derjenige, der dafür verantwortlich ist."
Die Kamera zeigt nun wieder auf Jeff Hardy, welcher stumm in sie hineinblickt, bevor das Bild wieder komplett schwarz wird.
Zurück in der Halle hören wir jetzt eine Musik, die nichts Gutes erahnen lässt. Es ist die unseres ehemaligen Xtreme Champions Samoa Joe, der auch schon mit T-Shirt und einem sehr grimmigen Gesichtsausdruck zum Ring schreitet. Fans, die ihn an der Ramp belästigen, schlägt er beinahe nieder, bevor er sich im Seilgeviert ein Mic reichen lässt und schnell zur Sache kommt. Joe: Ich will nicht lange reden. Jeder hat gesehen, was am Sonntag passiert ist, jeder hat gesehen, dass ich um meinen Titel und meine Chance auf die World Heavyweight Championship betrogen wurde! Ich habe gesagt, ich werde denjenigen umbringen, der dafür sorgt, dass ich den Titel verliere und Wade Barrett, ich werde dich finden du ich werde dich töten! Du wirst nicht so glücklich davonkommen wie Tyson Kidd und du wirst dich auch nicht verstecken können. Jetzt läufst du vielleicht noch, aber wie lang geht das gut? Irgendwann läufst du direkt in meine Fänge und dann hat deine Stunde geschlagen, ein Lieber. Aber ich werde nicht allein kommen, nein. Ich werde mir zurückholen, was mir zusteht und ich werde bestimmt nicht lang warten, sondern fordere das heute Abend und ich werde das auch heute Abend bekommen! Man schlägt mir heute besser keinen Wunsch aus und mein Wunsch bist du, Shinsuke Nakamura. Shinsuke…wir kennen uns schon lang. Wir kennen uns, seit du als Jüngling damals aus Japan in die Staaten gekommen bist und seien wir uns ehrlich, ich hab dich zu dem gemacht, der du heute bist. Du hast mich im Ring gesehen, hast vom besten ROH World Champion gelernt und gingst als gemachter Mann zurück nach Japan. Ohne mich wärst du nie der King of Strong Style geworden, ich hab dich gemacht und ich werde dich auch wieder zerstören. Ich werde dich zerstören, wenn du nicht sofort rauskommst und mit mir für ein Re-Match in den Ring steigst, denn diesen Titel, wie du ihn jetzt hast, hast du so nicht verdient. Du hast dir diesen Titel erschummelt und wenn du glaubst, dass ich mir das so einfach gefallen lasse, dann muss ich dich leider enttäuschen. Und wenn ich dahinterkomme, dass du hinter Wade Barrett steckst, reiße ich dir sowieso den Kopf ab, also wieso kommst du nicht einfach heraus und wir klären das wie 2 Männer?
Samoa Joe wartet nun und da taucht der frischgebackene Xtreme Champion Shinsuke Nakamura auch tatsächlich auf, aber nicht live, sondern nur via Satellite, da er sich bei seinem Shogun in Japan befindet. Nak: Joe…du hast mich gemacht? Ohne dich gäbe es meinen King of Strong Style? das sind mutige Aussagen, aber die kann ich noch so stehen lassen. Was ich aber nicht einfach so stehen lassen werde ist die Behauptung, ich stünde hinter Wade Barrett. Ich habe Shogun Okada hinter mir. Ich habe jeden seiner Männer hinter mir. Ich bin der King of Strong Style, Baby! Wieso sollte ich etwas mit diesem Lackaffen zu tun haben? Das ist einfach nur lächerlich, denn ich wäre auf seine Hilfe nie angewiesen, ich hätte dich auch so besiegt… Joe: Ach ja? ACH JA?! Komm doch her und zeig mir das! K…
Weiter kommt Samoa Joe jedoch nicht mehr, da erklingt plötzlich genau die Musik seines neuen Todfeindes und Wade Barrett betritt die Stage. Nakamura logischerweise ist am Kochen und geht ein paar Runden durch den Ring, um sich abzureagieren und nicht einfach auf die Stage zu stürmen. Wade: Joe! Ich fürchte, ich habe schlechte Nachrichten für dich! Shinsuke Nakamura hatte damit wirklich nichts zu tun, das war rein mein Verdienst! Wieso sollte ich mich auch von jemandem herumkommandieren lassen? Joe: Weil du noch nie etwas alleine auf die Reihe bekommen hast? Wade: Well, ich habe es alleine geschafft, dass du die Xtreme Championship verlierst, das ist schon sehr viel Genugtuung für mich. Weißt du nämlich was, Joe? Ich wünsche mir alles Schlechte für dich. Ich habe dir bis heute nicht verziehen, dass du mir die Chance genommen hast, ein drittes Mal Xtreme Champion und ich bekam nie die Chance, mich dafür zu rächen. So lang hab ich auf diesen Moment gewartet, über 3 lange Monate, Joe. Jetzt hab ich dich endlich, wo ich dich haben will. Verwundet. Geschwächt. Nur noch dieser eine Stich und dein Run ist vorüber. Joe: Du willst mich? Huh? Sorry, aber noch sind wir nicht so weit. Noch nicht. Vorher bekomme ich Nakamura, meinen Gürtel und meine Chance auf die World Heavyweight Championship.
Wade Barrett will gerade antworten, kommt aber nicht mehr dazu, denn die Musik von Oliver Grey erklingt und der Ambassador der Immortal Wrestling Company erscheint ebenfalls auf der Stage. Oliver: Hold on a second! Joe, es tut mir wirklich von ganzem Herzen leid, dass ich dich enttäuschen muss, aber es wird heute kein Titelmatch geben… Joe: WAS?! Oliver: Shinsuke Nakamura ist leider in Tokyo, es geht sich einfach nie im Leben aus. Joe: WAS IST DAS FÜR EINE SCHEISSE?!?!?!? Wade: Hahahahahahahahahaha!!!!! Oliver: Calm down, Joe, komm runter. Ich habe nämlich, so ausweglos es erscheint, eine Lösung für das Problem! Und zwar habe ich mir vorhin die Matchcardplanung angesehen und mir ist aufgefallen, dass weder Shinsuke Nakamura, noch Kenny Omega ihren Titel für einen Shot auf die World Heavyweight Championship einlösen werden. Damit fehlt uns ein No.1 Contender auf Finn Bálors World Heavyweight Championship für das New Year´s Revolution Special am 3. Januar! Und da Alexander Rusev, Kennys Herausforderer, bereits im Tag Team Championship Match steht, bleibst theoretisch nur noch du übrig, Joe. Ich vergebe solche Preise jedoch nur ungern kampflos und werde das auch hier nicht machen, aber wenn ich mir das so ansehe, wie ihr 2 euch bekämpft, wieso machen wir nicht einfach ein No.1 Contender´s Match draus? Nächste Woche, Samoa Joe vs Wade Barrett, der Sieger trifft auf World Heavyweight Champion Finn Bálor bei IWC Explosion presents: New Year´s Revolution. Seid ihr dabei? Wade: Jederzeit und überall! Joe: Wenn der zusagt, bin ich auch dabei Bekomm ich wenigstens mal etwas für meine Taten. Wenn ihr sonst schon für nichts gut seid… Oliver: Das hab ich mal überhört. Joe: Ja…ist vielleicht besser so. Oliver: Also, bereitet euch gut vor, denn nächste Woche geht es um alles oder nicht, Männer!
Nach dieser Ankündigung erklingt wieder Oliver Greys Musik und der Ambassador der Immortal Wrestling Company verlässt die Stage wieder. Mit 2 aufgeladenen potentiellen Herausforderern auf den höchsten Titel der Liga geht IWC Explosion damit in eine weitere kurze Werbepause, bevor auch schon wieder ein Match auf dem Programm steht….
4th Match: Baron Corbin besiegt Jack Gallagher via Pin nach dem End of Days (00:28)
Nun geht es in die Interviewzone, wo Jeremy Borash sich wieder mal einen Champion an Bord geholt hat, um diesem einige Fragen zu stellen. Niemand geringeres als Jinny, unser IWC Women's Champion, die Queen of Knightsbridge, die bei All Hail Nixon Newell zu schlagen vermochte, stellt sich nun – wenn auch etwas widerwillig – den Fragen des Backstagereporters:
JB: „Jinny, es freut mich, dich heute hier begrüßen zu dürfen. Bei All Hail hast du einen knappen Sieg über Nix...“
Jinny: „Wie bitte, Jeremy? Einen knappen Sieg habe ich geholt, wolltest du das sagen? Ich glaube, das versuchen wir nochmal, JB, und dieses Mal sag es richtig, denn ich habe definitiv Besseres zu tun, als mich in diese Interviewzone zu stellen, klar?“
JB: „Sicher. Also, Jinny, am Sonntag hast du einen deutlichen, höchst dominanten Sieg üebr deine Herausforderin Nixon Newell holen können und damit stand natürlich direkt die Frage im Raum, wer als Nächstes ein Titelmatch und die damit verbundene Gelegenheit bekommt, dich herauszufordern. Doch vorerst würde ich gern einige Gedanken zu deinem Titelmatch bei All Hail hören...“
Jinny: „Meinst du wirklich, ich verschwende noch mehr Gedanken an dieses unwichtige Match und an diese noch viel unwichtigere Nixon Newell? Also bitte. Ich hab genau das getan, was ich gesagt habe. Ich habe Nixon Newell vernichtet und bewiesen, dass ich meilenweit über allen anderen Frauen in dieser Division stehe. Ich habe meinen Titel absolut mühelos verteidigt, weil ich Nixons Schwachstellen kenne und von Anfang an genau wusste, wo ich ansetzen muss. Und soll ich dir noch was sagen, JB? Ich kenne auch die Schwachstellen jeder anderen Frau hier in der IWC, seien sie physich oder psychisch. Denn davon haben sie alle wirklich mehr als genug, so viel kann ich dir verraten.“
JB: „Nun gut. Wie bereits erwähnt stellte sich nun die Frage, wer als nächste Frau ein Titelmatch gegen dich erhält, weshalb wir früher am Abend ein hochinteressantes Fatal 4-Way Match zwischen Jusation, Toni Storm, Ivelisse und Mandy León sehen durften. Der Ausgang dieses Matches...“
Jinny: „...War doch einfach zu köstlich, nicht wahr, Jeremy? Da bringt Ju ihre beste... nein, ihre FESTE Freundin um einen Sieg und um ein Match um die IWC Women's Championship, haha! Mal im Ernst, genau daran kann man doch erkennen, wie durcheinander die Women's Division ist, wenn man mal von mir absieht. Nixon Newell stand nicht mal in diesem Match. Bei Ivelisse sticht, abgesehen von ihrem massiven Kiefer, absolut nichts hervor, warum die in dieses Fatal 4-Way gesteckt wurde, entzieht sich für mich jeder Logik. Was hat Mandy León eigentlich erreicht, außer mit einer Eidechse zusammen zu sein, hm? Und dann haben wir noch unser Traumpärchen... also bitte, was erhofft Jusation sich eigentlich? Da hab ich sie schon bei Highway to Hell nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen und jetzt sticht sie ihrer eigenen Freundin in den Rücken, nur um es nochmal gegen mich versuchen zu können und am Ende wieder mal zu scheitern? War es das wirklich wert, Ju? Ich mein, ich weiß ja, dass ich um einiges wertvoller bin als das dumme Blondchen Toni, aber meinst du nicht, dass du das bereuen wirst? Vor einem Millionenpublikum noch einmal gedemütigt zu werden wird nochmal um einiges schlimmer sein, wenn du keine Partnerin mehr an deiner Seite ist, die dir die Tränen von den Bäckchen wischen und dich von Kopf bis Fuß entspannen kann!“
JB: „Du gehst also von einem erneuten Sieg gegen Jusation aus?“
Jinny: „Mal im Ernst, Jeremy, wer tut das denn bitte nicht? Ich werde momentan absolut null gefordert, in keiner Hinsicht, abgesehen von meinem Nervenkostüm vielleicht, denn ich finde es schon eine mächtige Zumutung, dass ich gegen solche Nullnummern antreten soll. Ich meine, ich habe ja nichts gegen die Vorstellung, diesen Titel bis ans Ende meiner Karriere zu tragen, weniger als das verdiene ich sowieso nicht, aber wenn die ganzen verfetteten Internetsmarks am Ende noch auf die fixe Idee kommen, dass ich nie eine vernünftige Gegnerin hatte und es so kein Wunder ist, dass ich so lange Champion war, dann stellen mir die Medienvertreter wieder so dämliche Fragen und das kann ich absolut nicht gebrauchen. Mir geht dieses Fußvolk sowieso schon genug auf den Zeiger.“
JB: „Denkst du denn, Toni wäre eine stärkere Gegnerin gewesen?“
Jinny: „Wohl kaum, aber ich muss mich einfach so über Jusations Dummheit amüsieren. Weißt du, jemand sagte mal: 'Wer nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen'. Und jetzt riskiert Ju so viel, nur um nochmal in den Staub geschmissen zu werden. Bitte, soll sie ruhig machen, ich finde nur, es wäre amüsant gewesen, auch nochmal ihre Freundin platt zu machen. Aber das wird dann wohl erstmal warten müssen. Schade eigentlich, aber was will man machen?“
JB: „Ich danke dir für deine Zeit und die ausführlichen Antworten, Jinny, einen schönen Tag noch.“
Jinny: „Von mir aus.“
Damit zieht die Queen of Knightsbridge von dannen und wird am Ende des Korridors schon von ihrem Freund Sebastian empfangen, dem sie einen dicken Kuss gibt, ehe die beiden gemeinsam backstage verschwinden. Zurück in die Arena!
Zurück in der Halle betritt jetzt die Rebellengruppe Vengeance angeführt von Drew Gulak die Halle. Der Begründer der Catch Point Philosophie, der gemeinsam mit Tony Nese & Trent Barreta auftritt, betritt auch gleich den Ring und fordert ein Mic, welches er auch bekommt. Drew: Ich bin nicht gerade der begnadetste Redner, aber jetzt gerade gibt es einfach etwas, das mir sehr am Herzen liegt und muss das einfach vor allen Leuten hier loswerden. Letzte Woche habt ihr uns attackiert. Ihr habt uns attackiert, obwohl wir auf einer Seite stehen und deshalb sag ich einfach, was ich will, Matt Taven, komm heraus und lass uns reden. Ich will, dass du zu mir in den Ring kommst und mir vor all den Leuten erklärst, was das letzte Woche war.
Lange muss Gulak auf seinen Freund/Rivalen auch nicht warten, da betritt Taven mit seinen Kollegen Chad Gable & Brad Maddox die Halle und die 3 machen sich auf den Weg zum Ring. Dort angekommen, stellen sie sich nun vor Vengeance auf, doch Tavens Körpersprache wirkt nicht so, als würde er etwas bereuen. Stattdessen zuckt er nur einmal mit den Schultern, bevor er sein Mic anhebt. Matt: So, hier bin ich, wo ist das Problem? Drew: Bist du dumm oder so? Matt: Ok, das muss ich mir nicht bieten lassen, i… Drew: Bleib hier. Und Mund zu für´s erste. Matt: Nein! Ich kann mir schon denken, warum ich hier bin. Du willst von mir wissen, warum ich dich angreifen hab lassen. Du willst meine Gründe hören und mir wahrscheinlich sagen, wie falsch ich doch liege, oder? Natürlich, und hier fängt das Problem schon an! Du stellst dich in den Mittelpunkt, obwohl wir beide auf einer Seite stehen, drängst du dich in den Mittelpunkt und tust so, als wärst du oberrelevant! So läuft es eigentlich schon meine ganze Karriere lang. Zuerst Truth Martini, dann Adam Cole, jetzt AJ Styles. Immer wurde ich bevormundet, nie durfte ich sagen und machen, was ich wollte und ich habe es satt! Ich habe es satt, dauernd im Schatten zu stehen, ich war Intercontinental Champion, verdammt! Ich habe nicht so viel für dieses Stable getan, habe The Empire, den Brand, am Leben gehalten, damit der ach so große Drew Gulak mir das Spotlight stehlen kann! Nein, sicher nicht. Ich habe es satt, im Schatten zu stehen. Mein Ziel ist Drew Galloway, ich will Rache an Galloway und dabei wirst du mir nicht im Weg stehen, hast du das verstanden? Drew: Danke, dass du meine Frage beantwortet hast, du bist nämlich in der Tat dumm wie die Nacht. Wir kämpfen für eine gemeinsame Sache, verdammt! Wir 2 haben ein Ziel, einen Feind und um den zu schlagen, müssen wir zusammenarbeiten! Noch ist Galloway nicht bezwungen, er ist angeschlagen, aber noch nicht geschlagen, aber uns fehlt nicht viel, Matt! Uns. Wir müssen das gemeinsam angehen, sonst schaffen wir das nicht! Matt: Ah, siehst du es jetzt ein? Jetzt kommst du plötzlich angekrochen, weil du siehst, dass es ohne mich nicht geht oder wie? Drew: Oh mein Gott Matt, komm endlich aus dieser verdammten Blase raus! Es geht hier nicht um dich, es geht um uns, es geht um unsere fucking Mission! „Es geht um uns….um uns…nicht um dich?“
Von der Stage hören wir nun eine raue Stimme zu uns sprechen und als sich die Kamera dreht, sehen wir auch schon Drew Galloway ganz langsam erscheinen. Der Schotte versteckt sich unter einem schwarzen Hoodie und der finsteren Kapuze, sein Begleiter TJ Perkins macht es im schwarzen Camo-Muster nicht anders. Gemeinsam stehen die beiden nun auf der Stage und Galloway spricht zu den beiden Trios, die sich im Ring gegenüberstehen. Galloway: Matt…wieso hörst du überhaupt auf das, was Drew Gulak dir sagt? Warum lässt du dich wieder von einem Fremdkörper beeinflussen? Wo ist der Fortschritt, den wir letzte Woche erlebt haben, wo ist deine neue Einstellung? Dass es um dich geht? Ist es nicht genau das, was du wolltest? Aufmerksamkeit auf dir? Dass man auf dich schaut, dass man dir zuhört? Und jetzt findest du dich hier wieder, wie du auf Drew Gulak hörst, auf den Mann, den du letzte Woche noch attackiert hattest. Du willst dich von den Fesseln befreien, bist aber viel zu geblendet und findest die Schlüssel nicht, du siehst nicht, was du tust! Du tappst im Dunkeln in der Hoffnung, etwas zu finden, suchst verzweifelt nach einem Weg, dein Glück zu finden, aber da du nie in dieser Situation warst, weißt du nicht, wie und besonnst dich wieder auf die Worte Drew Gulaks. Dabei weißt du ganz genau, was du willst, du weißt ganz genau, wo der Weg verläuft. Du musst einfach nur die Fesseln hinter dir lassen und die Erleuchtung zulassen. Matt, schau dich an, blicke dir tief in die Augen und du wirst sehen, was für dich der richtige Weg ist. Für dich, Matt, nicht für sie. Für niemanden sonst. Für dich. Rette dich vor dir selbst, Matt, wage den Absprung! Noch ist es nicht zu spät, Matt! Lasse dich retten, finde den Weg der Erleuchtung, folge mir und du wirst die Glückseligkeit finden!
Drew Galloway stellt sich nun mit ausgestreckten Armen auf der Stage hin und schließt die Augen, während Matt Taven im Ring tatsächlich nachzudenken scheint. Nach etwa einer halben Minute löst Galloway die Position wieder und führt erneut das Mic an seinen Mund. Drew: Wie lautet deine Antwort, Matt? Matt: Ich habe tatsächlich eine Antwort gefunden, Drew. Drew: Teile sie mit uns, Bruder! Empfange dein Glück, das Gefühl, das du hattest, als The Empire noch groß war. Die Zeiten, die wir gemeinsam erlebt haben, die Tiefen und die Höhen. Die Höhen…waren sie nicht wundervoll? War das Gefühl nicht einfach toll? Da wollen wir wieder hin, also nimm die Botschaft an und folge mir in eine bessere Zukunft! Matt: Danke, Drew, aber ich denke, der beste Weg für mich ist der Weg, den ich letzte Woche eingeschlagen habe. Für mich, aber ohne dich.
Diese Entscheidung scheint weder Drew Galloway, noch Drew Gulak zu gefallen. Beide wirken regelrecht sauer auf Taven, doch dieser verlässt mit seiner Gefolgschaft einfach den Ring und macht sich durch die Crowd aus dem Staub. Galloway und Vengeance schauen den Dreien noch eine Weile nach, bevor wir uns von ihnen verabschieden müssen und das Bild schwarz wird.
Man sieht nun Catrina im Backstage Bereich, die zielstrebig auf den Meditationsraum von Mil Muertes zugeht und dann eintritt. In dem rauchgeschwängerten Raum sieht sie zunächst die Maske der drei Disciples of Death aneinandergereiht am Boden liegen. Als sie dann näher tritt, sieht sie, dass die Masken zu Füßen von Mil Muertes liegen. Mil Muertes liegt da. Er ist tot! Sein eigener Dolch steckt mitten in seinem Herzen. Catrina scheint davon weder schockiert noch irgendwie berührt. Sie kniet sich nun neben Mil Muertes nieder und blickt ihm lange in die weit geöffneten Augen. Ihr Blick fällt dann auf einen Briefumschlag, den Muertes in der einen Hand hält. Sie nimmt diesen nun und öffnet ihn. In dem Umschlag ist ein Brief, den Mil Muertes vor seinem Ableben wohl mit seinem eigenen Blut geschrieben hat.
“Liebste Catrina, leider hatte ich recht. Matanza Cueto war der eine. Der eine, den ich nicht besiegen kann, der eine, der mein erneutes Ende ankündigen sollte. Ich habe die Disciples of Death aus ihrer Dienerschaft entlassen und anschließend eine Entscheidung getroffen. Wir beide wissen, dass ich bereits mehr als einmal dem Tod gegenüberstand. Wenn du dies liest werde ich dem Tod ein weiteres Mal gegenüberstehen. Doch diesmal wird es anders sein als die Male zuvor. Als du mich in diesem Körper als Kind aus den Trümmern gerettet hast, wusste ich, dass an deiner Seite dieser Kreislauf aus Leben und Tod enden wird. Wenn die dies liest dann endete mein 1.000 Leben und ich stehe zum 1.000 mal dem Tod gegenüber. Seit meiner Geburt war mir dies vorbestimmt; in einem fortlaufenden Kreislauf aus Leben und Tod sollte ich mein Dasein fristen. Dieser Kreislauf konnte durchbrochen werden, wenn mir im 1.000 Leben ein ebenbürtiger Gegner gegenübertritt und er mich besiegen würde. Mit dem Akzeptieren dieser Niederlage und dem gleichzeitig Selbstmord konnte ich dem Kreislauf entfliehen. Ob ich den Kreis auf Seiten des Todes oder des Lebens verlasse liegt an dir, Catrina. Du hast mich mehrmals ins Leben zurückgeholt und auch nach meinem 1.000 Tod kann ich als der wahre Mil Muertes, der Mann der wirklich tausend Tode hinter sich hat, zurückkehren. Ich werde dann nicht mehr der “Mensch” Pasqual Mendoza sein, sondern der wahre, der unsterbliche MIL MUERTES. Doch nimm dich in Acht. Du kennst die Prozedur und ich habe Vertrauen in dich. Doch möchte ich dich warnen. Geht es schief, wirst du wie so viele Sterbliche vor dir zum ersten und einzigen Mal den Tod schauen und wir beide werden uns ein letztes Mal wiedersehen, eher wir beide aufhören zu existieren.
In Liebe, Mil”
Catrina sieht nun das erste Mal berührt aus, berührt von den Worten des Mannes, der hier tot vor ihr liegt. Sie blickt nun ein weiteres Mal auf den Körper von Mil Muertes hinab und schließt dann seine immer noch weit geöffneten Augen. Sie erhebt sich nun immer noch den Brief in Händen und auf das Wort “Sterbliche” fixiert, ehe sie beim Verlassen des Raums ein Amulett hervorholt, auf dieses blickt und schließlich mit einem Lächeln den Raum verlässt und hinter sich abschließt.
Main Event: Randy Orton besiegt Chris Hero via Pinfall nach dem Punt Kick (17:08 Minuten)
+++IWC RUSSIAN ROULETTE MATCHCARD UPDATE+++
FINN BÁLOR VS TETSUYA NAITO - WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP MATCH
LOS INGOBERNABLES VS PRIDE - IWC TAG TEAM CHAMPIONSHIP MATCH
Cooles Opening Segment mit Omega und Rusev. Hero holt hier einen dringend benötigten Sieg, groß ist der aber eher nicht und Riddles Dominanz sagt alles. Suzuki / Joe / Wade gefällt mir sehr gut, es ist amüsant zu sehen, wie auf einmal jeder gegen jeden ist. Nixons Sieg gefällt, Jinnys Promo hinterher zum Totlachen, so gut die Frau. Jack Evans erinnert mich irgendwie immer so leicht an Jesse Pinkman, weiß auch nicht wieso. Sehr unterhaltsam. Gute Promo von Reigns. Richtig abgefucktes Segment mit Scurll und Havoc, macht richtig Bock aufs Match. Pumas Rückkehr war zu erwarten und schlägt auch voll ein. Das Segment mit Catrina und Dario war das bisher Beste der Storyline. Cooles Interview mit Toni und Ju. Cooles Main Event, kann man so machen, Outro sehr stark. Mächtige Go Home insgesamt, maximal dass Hero und Nixon vorm PPV zwei "Jobber" plattmachen ist etwas auffällig, aber Meckern auf hohem Niveau, fuck that.
Sehr starker Opener mit Los Ingobernables. Sibirian Express als #1 Contender gefallen mir sehr gut. Warfare-Return ist ebenfalls nice gemacht. Ethan Flint Vignette ist nice gemacht. Starkes Segment mit Riddle und Hero, die beiden gefallen mir zusammen einfach saugut. Mit Suzuki wird man weiterhin rechnen müssen. Rollins hochgradig aggressiv, Orton aber cleverer, schön gemacht. Der Psychoterror gegen Scurll geht weiter, das ist echt hart. Jusation gewinnt - wow! Sie hintergeht Toni! Hätte ich nie erwartet. Joes Promo ist einfach der Shit, der Typ ist brandgefährlich. Wenn jetzt schon Gallagher nach 28 Sekunden verliert, dann weiß man, dass Corbin 'n krasser Ficker ist. Sehr cooles Segment mit Jinny, wieder gewohnt bissig. Tavens Entscheidung gefällt mir irgendwie, muss ich sagen. Mil Muertes begeht Selbstmord, WTF?! Alter! Und Orton besiegt Hero. Der kann einem leid tun. Richtig gute After-PPV-Ausgabe.
Freut mich, wenn die Phase um den PPV so gut ankommt, hatte schon Angst, das Zeug liest überhaupt niemand mehr. Wäre echt schade, immerhin ist das gerade eine Zeit, auf die ich mich persönlich seit Monaten gefreut hab.
Judith hat mir die Worte größtenteils schon aus dem Mund genommen xD Allerdings muss ich sagen: die After-PPV-Ausgabe kam mir so stark vor wie keine andere dieser Art in einer langen Zeit. Die Storylines werden hier mit viel Hype neu begonnen oder fortgesetzt, das macht RICHTIG Bock auf mehr. Und so soll es sein!
IT´S TIME!!! IWC Explosion #148 live aus dem Richmond Coliseum der gleichnamigen Stadt im US-Bundesstaat Virginia startet mit dem klassischen Intro-Video, bevor ein Feuerwerk die altehrwürdigen Gemäuer erleuchtet und die Kamera durch die zahlreich erschienen Fans schwenkt. Und de Crowd ist Red Hot, uns erwartet also eine ganz heiße Stimmung hier für diese zweite Ausgabe nach IWC All Hail, welche uns schon geradewegs auf das nächste große IWC Explosion-Special, IWC New Year´s Revolution am 3. Januar, vorbereitet. Mauro Ranallo & Corey Graves, unser Kommentatorenduo für die heutige Show, sprechen auch schon in höchsten Tönen über diese Show, für die bereits ein IWC Tag Team Championship zwischen PRIDE und dem Siberian Express sowie eine Titelverteidigung für World Heavyweight Champion Finn Bálor festgesetzt ist. Den Gegner von Finn Bálor wird entweder Samoa Joe oder Wade Barrett stellen, das wird aber erst im heutigen Main Event ermittelt. Vorher wollen wir uns aber den restlichen Inhalten der heutigen Show zuwenden und hier ertönt jetzt auch schon eine Musik, die letzte Woche überraschend stumm blieb. Es ist die unseres sonst sehr redegewandten Intercontinental Champions Kenny Omega, der wieder mit Besen & Mic zum Ring kommt, wo er sich vor die Crowd stellt und mit typisch übertriebener Mimik zu reden beginnt. Kenny: OOOOHHHHHHH RICHMOOOOOND!!!!! WHAZZZZZUUUUUPPPPPPPP?! NEIN, WIRKLICH, was geht ab? Wirklich, was ist Richmond eigentlich? Ich muss ganz ehrlich sagen, ich kannte euch nicht. Ich kannte diese Stadt von alten WWF-Tapes, aber so gesehen? Hätte gut und gerne eine erfundene Stadt wie Bielefeld sein können, denn was hat Richmond groß vollbracht? Wofür kennt man euch? Habt ihr eine Sportmannschaft? Berühmte Persönlichkeiten? Einen Zoo mit fragwürdigen Machenschaften? Hach ja, wenn wir schon bei 2016 Popkultur sind, da können wir ja gleich etwas notieren. Und zwar Richmond, ihr könnt doch etwas! Ihr könnt euch doch etwas in eure Annalen schreiben und zwar, dass der Intercontinental Champion Kenny Omega an diesem 6. Dezember 2016 eure ansonsten so wertlose Stadt betreten und von Irrelevanz GEREINIGT hat! Ihr seid jetzt wieder sauber, eure Geschichtsbücher sind leergefegt und auf dem neuen Cover ist ein Gesicht abgebildet denn ihr gabt Kenny Omega die große Stage, hier in Richmond durfte Kenny Omega IWC Explosion eröffnen, Baybay! Ihr gabt mir die Bühne, die ich verdiene, denn nicht nur bin ich ganz klar der größte Intercontinental Champion des Jahres, ich war außerdem in der Fehde des Jahres und ich werde am Ende auch Wrestler des Jahres sein. Ja, klar, wer denn sonst?! Wer hatte denn sonst so ein Jahr wie Kenny Omega? Kommt schon, nennt mir Namen, sagt sie mir! Sprecht zu mir, Menschen aus Richmond, Virginia, nutzt eure Stimme, sprecht zu eurem Champion! O….oder könnt ihr das nicht? Ohhh, natürlich, stimmt, ihr habt ja keine Mics, die hab ja nur ich, eurer Intercontonental Champion und der größte Star des JAHRESSSSS!!!!!
Seid ehrlich, keiner ist auf meinem Level. Ich kam in diese Liga und habe AJ Styles besiegt. In meinem dritten PPV-Match wurde ich Intercontinental Champion, habe danach noch AJ Styles, DEN AJ STYLES, in einem Hell In A Cell Match besiegt und, um den Ganzen die Krone aufzusetzen, habe ich bei All Hail noch Rusev besiegt und werde 2016 als Intercontinental Champion abschließen! Wer kann das sonst von sich behaupten? AJ Styles war World Heavyweight Champion, er, Adam Cole & Finn Bálor waren Intercontinental Champion dieses Jahr und trotzdem war ich besser als sie alle. Trotzdem war 2016 MEIN Jahr, denn keiner war so souverän wie ich, keiner konnte auf diesem Level performen…wie ich. Mit meinem Titel könnte ich jetzt natürlich locker um die World Heavyweight Championship antreten und ich dürfte es auch, aber ich will nicht. Wozu auch? Unter mir ist die Intercontinental Championship der A-Title, ich habe die unrühmliche Geschichte dieses Titels gereinigt und ihn zu etwas gemacht, um das man kämpfen möchte! Die Leute wollen wieder Intercontinental Champion sein und ich bin derjenige, den es zu schlagen gilt. Ich halte diesen Titel mit Stolz, ich repräsentiere damit THE ELITE, die stärkste Kampfeinheit dieser Liga. Wir sind Champions, wir sind die größten Stars dieser Liga und das ist wahr, sonst würde ich jetzt nicht hier stehen. Ich bin ganz oben und dazu benötigte es keine World Heavyweight Championship, ich habe das als Intercontinental Champion erreicht, mit dem Titel, den ich gemacht habe.
Ich bin ganz oben, das ist die Spitze des Eisbergs für Kenny Omega. Man hat mir gesagt, ich würde nie hierher kommen, man hat mir gesagt, ich würde für immer so bleiben wie ihr Leute aus Richmond, Virginia, aber ich habe es allen gezeigt, ich habe mich zum besten Wrestler dieser Liga gemacht und nicht nur das, ich habe mich zum größten Intercontinental Champion aller Zeiten gemacht! Ja, ist so! Kommt schon, nennt mir einen größeren Champion, wen gibt’s da? Einen Bret Hart, Shawn Michaels oder Pat Patterson? Einen Triple H, der btw ein grauenhafter Champion war? Oder doch ein Shelton Benjamin, der in dieser Liga kein einziges Match gewinnen konnte? Die Intercontinental Championship hat eine große Geschichte, aber keiner davon ist auf meinem Level, keiner davon hatte ein All Time Great Year wie Kenny Omega´s 2016. Nennt mir einen, Leute aus Richmond, euch wird keiner einfallen! Ich bin besser als jeder von denen und ich würde sogar noch darüber hinausgehen. Ich würde sogar noch so weit gehen und sagen, dass ich selbst ein All Time Great bin. Der größte Champion aller Zeiten? Warum nicht? Was spricht dagegen? Was hatten die All Time Greats, was ich nicht hatte? Bruno hatte 1 Match pro Monat, wow! Wenn überhaupt! Ich kämpfe mehrmals pro Woche, überall im Land, verteidige meinen Titel gegen alle möglichen Gegner aus allen Territorien, wo steht das auf deiner Visitenkarte, Bruno, hm??? Oder Ric Flair, der 16-Time World Champion. Fantastisches Achievement, natürlich, aber 16 Time World Champion heißt auch, dass er den Titel 16 Mal wieder verloren hat.
Ich habe meinen Titel dagegen kein einziges Mal verloren. Ich habe AJ Styles besiegt, wurde Intercontinental Champion und bin das bis heute, ich lief nie Gefahr, meinen Titel zu verlieren, einfach weil ich The Greatest bin. Ich habe AJ Styles besiegt und wisst ihr, was AJ Styles erreicht hat? Er hat CM Punk besiegt, den größten World Heavyweight Champion der IWC-Geschichte. 553 Tage, eine unfassbare Marke…AJ Styles hat sie beendet. AJ Styles hat CM Punk mehr als einmal clean besiegt, damit ist er besser als der größte Champion unserer Liga Und ich bin besser als der, der den größten Champion unserer Liga besiegt hat. Allein das macht mich zu einem der größten Wrestler aller Zeiten, ich bin in der Elite, ich bin ganz oben! Ich habe AJ Styles 3 Mal besiegt, 2 Mal um den Titel, einmal bei meinem FUCKING DEBÜT IN DIESER COMPANY!!! Ich rede groß, aber ich halte mich auch daran, ihr könnt mir gerne Namen nennen, die mich schlagen können, aber ihr werdet sie nicht finden! Ric Flair hatte ein All Time Great 1989, aber mein 2016 steht dem in Nichts nach. Und 2017 wird daran nichts ändern. Es wird sogar noch größer werden. Ich weiß, ich habe gesagt, ich bin ganz oben, aber muss das gleichbedeutend mit Stillstand sein? Nein, es bedeutet nur, dass ich auf meinem Level bleibe, während Wrestler für Wrestler hinter mich zurückfällt. Sie alle wollen mich schlagen, sie alle wollen meinen Titel, aber keiner kann mit mir mithalten. Es kann nur einen GOAT geben, es kann nur einen Cleaner geben und das ist der Intercontinental Champion Kenny Omega.
Nach dieser mächtigen Ansprache legt Kenny Omega das Mic nieder und will gerade den Ring verlassen, als plötzlich Kaze Ni Nare erklingt und SZG auf der Stage erscheinen! Das Stable, bestehend aus Minoru Suzuki, Kota Ibushi, Go Shiozaki & El Desperado, macht sich langsam auf den Weg zum Ring und Suzuki legt noch einen Slow Clap drauf, bevor er das Seilgeviert betritt und sich Omegas Mic schnappt. Er schaut den Cleaner tief in die Augen, dann führt er das Mic an seinen Mund und beginnt zu sprechen. Suzuki: Der Größte aller Zeiten? Du? Kenny, es gab sehr viele große Wrestler auf dieser Welt. Lou Thesz, Antonio Inoki, Giant Baba, Terry Funk, Randy Savage, Jushin Thunder Liger. So viele Wrestler, die man den Größten aller Zeiten nennen kann, neben denen darfst man dich nicht einmal erwähnen. Auch die heutige Ära hat einen Großen, aber das bist nicht du, nein. Es kann nur mich geben. Es kann nur über den Großmeister gehen. Kenny Omega, du hast mich herausgefordert. Du hast meine Ehre beleidigt, dafür musst du büßen. Bei IWC Russian Roulette werde ich dir nicht nur deinen Gürtel abnehmen, ich werde auch meine Ehre wiederherstellen und deine Illusion ein für allemal zerstören.
Nach diesen mysteriösen Worten verlassen SZG den Ring wieder und lassen Kenny Omega mit seinem Gürtel dort zurück. Dieser scheint noch immer nicht so recht zu verstehen, was das gerade war, aber eine Sache dürfte sicher sein. Wir haben unser Intercontinental Championship Match für IWC Russian Roulette am 5. Februar gefunden und der Gegner des Cleaners wird niemand geringerer als der Großmeister Minoru Suzuki sein!
Zurück im Ring sehen wir jetzt bereits Baron Corbin im Ring, der wohl gleich ein Match bestreiten wird, doch bevor wir dazu kommen, betritt noch schnell Corey Graves den Ring, denn unser Color Commentator scheint noch eine Frage an Big Breakfast zu haben. Corey: Baron Corbin, vor Ihrem Match möchte ich Ihnen noch kurz eine Frage stellen. Warum machen Sie das jede Woche? Warum stellen Sie sich jede Woche mit kleineren Wrestlern von außerhalb in den Ring und fahren diese vergleichsweise leichten Siege ein? Baron: Ich hasse kleine Menschen. Ich verspeise sie zum Frühstück. Mir macht das Spaß, deshalb mach ich das. Corey: Aber wären Ihnen prestigeträchtigere Siege nicht lieber? Gegen Roman Reigns haben Sie ja gezeigt, dass… Baron: Du bist auch nicht der Größte, Colby.
Wenig begeistert verzieht sich Graves sofort wieder aus dem Ring und lässt Baron Corbin seine Arbeit erledigen, dessen Gegner jetzt auch schon zum Ring kommt und auf den Namen Ariya Daivari hört!
1st Match: Baron Corbin besiegt Ariya Daivari via Pin nach dem End of Days (00:29)
Wir sehen nun wieder die US-Westküstenmetropole Seattle in einem der Schwarz-Weiß-Videos, wie wir sie aus den letzten Wochen schon kennen. Es ist früher morgen, wohl gegen 6 Uhr, es ist noch relativ dunkel, man sieht gerade so, dass es am Horizont hell wird. Auf einem Streifen Wiese mitten auf einem Parkplatz sitzt Ethan Flint, gekleidet in ganze 3 Flannellhemden und mit einer umgedrehten Kappe. Er atmet warme Luft aus und wirbelt durch den Dampf, der dadurch entsteht, bevor er sich erhebt und mit leicht zusammengekniffenen Augen in Richtung Hauptstraße blickt, die bereits dicht befahren ist und viel Lärm macht.
„Was mach ich eigentlich hier? Warum bin ich nicht schon längst weg? Ich hasse diese Stadt doch, was hält mich also? Hier wird aus mir nie was werden, wie auch? Ich kenne alles, ich weiß, dass ich nirgends eine Chance habe. Ich habe ja schon alles versucht, wollte Fuß fassen, aber…wie? Ich weiß einfach nicht, wie. Ich kann hier einfach nicht werden, ich kann einfach nicht hier bleiben, ich…ich muss da raus. Ich muss raus aus diesem Zirkel, ich muss raus aus diesem Umfeld, ich kann diesen ganzen Scheiß einfach nicht mehr sehen! Ich muss weg, ich muss es endlich in die Hand nehmen, es wird Zeit, verdammt! Ich hab jetzt lang genug geredet, hab mir lang genug Szenarien ausgedacht, jetzt wird es Zeit, dass du dir Eier wachsen lässt, Ethan! Komm schon! Du hast diesen Traum, du hast das Ziel, du hast das Talent…ich kann das nicht. Ich…ich kann nicht, aber ich muss.
Ethan Flint verschränkt nun die Arme über dem Kopf und hockt sich hin, bevor er wieder aufsteht und einen tiefen Atemzug nimmt.
„Ich muss hier weg, ich hab keine andere Chance! Ich muss die IWC finden, ich muss diese Chance nutzen, ich…ich muss allen zeigen, dass ich der Beste bin.“
Nach diesem Satz klatscht sich Flint auf den Oberschenkel und macht sich auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle. Dort zündet er sich noch eine Zigarette an und wartet in der Kälte, bis der Bus kommt, den er erwartet hat. Er zertritt die Zigarette am Boden, nimmt sein Skateboard in die Hand und steigt ein…sein Ziel ist unbekannt.
Im hinteren Bereich der Arena sehen wir nun die Parejas von Tetsuya Naito, El Ligero und La Sombra, die gemeinsam durch die Korridore streifen. Sie ziehen, ohne auch nur einmal kurz aufzuschauen, an endlos vielen Türen vorbei, schenken den Leuten um sie herum keinerlei Beachtung, ehe sie in einen weniger belebten Korridor einziehen. Es wird deutlich ruhiger und auch etwas dunkler, bis sie schließlich vor einer Tür Halt machen, auf der deutlich geschrieben steht: „PRIDE – Karl Anderson, Doc Gallows – IWC Tag Team Champions“. Ligero streckt bereits die Hand aus...
???: „Nicht so schnell!“ ???: „Wer kann denn sich denn da...“ ???: „Nicht hinten anstellen?“
Ligero und Sombra weichen einen Schritt zurück und sehen sich plötzlich gleich drei Männern ausgesetzt, die ihnen wohlbekannt sein dürften: es sind Rusev, Peter Orlov und Vladimir Kozlov, der Siberian Express! Sie bauen sich bedrohlich vor Los Ingobernables auf, allen voran Rusev, der unübersehbar die Muskeln spielen lässt.
Rusev: „Meint ihr, nur weil ihr dieses dämliche Turnier gewonnen habt, steht ihr jetzt ganz vorne in der Schlange oder was? Vergesst das lieber ganz schnell wieder. Bevor ihr euer Match bekommt, sind wir erst einmal an der Reihe. Und kommt gar nicht erst auf die Idee, dagegen zu protestieren. Ihr habt hier nichts zu melden, kapiert?“
Sombra verschränkt unbeeindruckt die Arme vor der Brust, während Ligero die Nackenmuskeln knacken lässt. Keiner von beiden will sich zu einer Antwort herablassen, was ihre Gegenüber nur noch mehr auf die Palme bringt.
Kozlov: „Seid euch wohl zu fein, um zu antworten, was? Ihr Maskenheinis geht mir echt ganz gewaltig auf den Zeiger. Vielleicht muss man euch ja mal ein wenig Verstand reinprügeln? Vielleicht sind es ja auch wir, die das übernehmen müssen?“
Orlov: „Noch habt ihr die Chance, Ingos. Tretet einfach zur Seite, dann müssen wir euch nicht das Hirn durch die Schädeldecke auf den Boden schlagen. Ich finde, das klingt vernünftig... oder was meint ihr?“
???: „Tranquilo... CABRON.“
Verwirrt schauen die drei sich um, denn ihnen allen ist klar, dass das eben weder Ligero noch Sombra war, der sie eben als Arschloch beleidigt hat – Tetsuya Naito ist hinter dem Express aufgetaucht, mit einem Stuhl bewaffnet, den er Kozlov volles Mett über den Schädel zieht! Der Ukrainer geht sofort zu Boden und ehe Rusev und Orlov überhaupt vernünftig reagieren können, gehen Sombra, Ligero und Naito auf die beiden los wie ein Rudel ausgehungerter Wölfe! Trotz des kräftemäßigen Vorteils haben die beiden nicht den Hauch einer Chance, im Nu gehen sie beide zu Boden und müssen Tritte in die Rippen, in den Rücken und in den Bauch einstecken, werden zusätzlich noch von Naitos gnadenlosen Chair Strikes bedacht und wissen bald schon gar nicht mehr, wie ihnen geschieht. Das ganze Szenario geht gut dreißig Sekunden lang vonstatten, bis sich weder der am Kopf blutende Kozlov, noch Rusev oder Orlov auch nur im Geringsten rühren. Mehr oder weniger befriedigt schaut das Trio von Los Ingobernables auf ihre vernichteten Gegner, ehe sie von dannen ziehen – und Sombra kann es sich nicht verkneifen, im Vorübergehen zweimal mit der Faust an die Tür des Locker Rooms von PRIDE zu klopfen. Wenige Sekunden später sind sie auch schon verschwunden, doch die Kamera schwenkt noch einmal herum – auf Oliver Grey, der an die Wand gelehnt am anderen Ende des Korridors steht. Er starrt in die Richtung, in die Los Ingobernables eben verschwunden sind, dann stößt er sich von der Wand ab und verschwindet in die entgegen gesetzte Richtung, ohne eine Miene zu verziehen.
Zurück in der Halle sehen wir jetzt kurz die Crowd, die sofort beinahe geschlossen aufsteht und laut wird, denn eine Stimme füllt das Richmond Coliseum, die mittlerweile wirklich jeder Wrestlingfan kennen sollte. „Ladies & Gentlemen, mein Name ist Paul Heyman und ich bin der ADVOCATE des hottest prospect in der Welt des modernen Pro Wrestlings, das SPRACHROHR des Hybrid Wonders, Deep Waters, der Mann mit dem brutalsten Knockout in der Geschichte von The Ultimate Fighter und der beeindruckendsten Siegesserie in der Immortal Wrestling Company, Ladies & Gentlemen, bitte begrüßen Sie mit mir den NÄCHSTEN IWC WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPION MATTHEW RIDDLE!!!!!!!!
Zu „Regulate“ von Warren G und unter lauten Bro-Chants erscheint Deep Waters jetzt mit seinem Advocate Paul Heyman auf der Stage und genießt wie immer den beeindruckenden Zuspruch, der ihm entgegenschlägt, weshalb er mit einem breiten Grinsen zum Ring schreitet und sich dort neben sein Sprachrohr stellt, der immer noch das Mic hält. Paul: Und falls jemand von euch ihn heute zum ersten Mal sieht, dieser Mann, Matthew Riddle, kommt gerade vom größten Triumph seiner bisherigen Karriere bei All Hail gegen Chris Hero und konnte diesen letzte Woche gegen Eddie Kingston bestätigen! Matthew Riddle ist in der Form seines Lebens, er kann jeden Wrestler, egal wie groß, egal wie schwer, ausknocken oder zur Aufgabe bringen! Matt Riddle beherrscht jeden Style und wird von Woche zu Woche besser, er lernt von den Schwächen eines jeden Gegners und bessert seine so aus, während er sich merkt, wie und wo er seine Gegner anzugreifen hat! Matt Riddle beherrscht die Kunst, mit so wenig Aufwand so viel Schaden wie nur möglich auszurichten und jeden Gegner zu vernichten, der sich ihm in den Weg stellt! Matt Riddle interessiert es nicht, ob hier ein Jimmy Dream oder ein Braun Strowman im Ring steht, er vernichtet jeden einzelnen von euch und behält damit seine Karriere! Er lernt von jedem von euch, aber eben auch zum ultimativen Preis, denn Matt Riddle ist ein Mann seines Wortes und wird seine Karriere im Falle einer Niederlage sofort beenden! Wenn ihr also den Kopf Matt Riddles wollt, dann kommt heraus, schaut, ob ihr besser als Chris Hero oder Eddie Kingston seid und kommt in den Ring gegen einen zukünftigen World Heavyweight Champion! Wer weiß, wie oft es so eine Chance noch geben wird? Lasst euch das nicht entgehen! Schnappt euch seinen Kopf…oder lasst euren im Ring! Und ja, das ist genau, wonach es sich anhört. Die Matthew Riddle Invitational Open Challenge!
Weiter muss Paul Heyman auch gar nicht mehr reden, da hören wir schon eine Musik oder besser gesagt einen Kampfschrei, denn „I´M A MACHINE!“ kommt aus den Boxen und Brian Cage erscheint gemeinsam mit Johnny Mundo auf der Stage. Und die Machine wirkt richtig sauer, weshalb auch Johnny Mundo das Mic hält und nicht Cage. Johnny: Matthew Riddle Open Invitational, hm? Na, das klingt doch genau nach einer Einladung für Brian und mich. Immerhin haben wir letzte Woche nicht vergessen, du etwa, Matt? Was hast du dir überhaupt dabei gedacht? Oder ihr, denn viel davon wächst ja auf deinem Mist, Paul. Meint ihr, es ist eine gute Idee, scheiße über Brian Cage zu labern? Glaubt ihr ihr kommt damit einfach durch. weil Matt Riddle ist ja eh nicht von dieser Welt, der schwebt eh so weit über allen anderen? Dann lasst euch mal was gesagt sein! Ich weiß ja nicht, wie das Bildungsniveau in Philly ist, aber Maschinen sind längst nicht mehr an die Erde gebunden, du kannst also so hoch fliegen, wie du willst, Brian Cage wird dich finden und Brian Cage wird dich erledigen. Er hat dich schon einmal besiegt und er hat bestimmt kein Problem damit, es auch ein zweites Mal zu tun. Also worauf warten wir noch? Mach schon, Referee, läute das Match endlich an!
Nachdem Johnny Mundo mit Mic den Ring verlassen hat und eine kochende Machine dort mit einem sich aufwärmenden Matt Riddle alleine lässt, steigt auch Paul Heyman langsam von der Ringtreppe, gibt seinem Schützling noch ein paar Tipps mit und das obligatorische Career Threatening Match für diese Woche kann starten!
2nd Match - Career Threatening Match: Matt Riddle (w/Paul Heyman) besiegt Brian Cage (w/Johnny Mundo) via Bromission (08:44)
Nach einer Pause sind wir jetzt zurück in der Halle, in der es plötzlich rot wird, denn die Musik des „Villain“ Marty Scurll erklingt! Die Fans beginnen schon, laut zu buhen und chanten „Marty Squirrel“ aber niemand kommt. Wir warten und warten…aber es kommt kein Marty Scurll, bis die Musik stoppt. Anstelle des Woop Woop hören wir jetzt dafür plötzlich AFI und Jimmy Havoc erscheint auf der Stage, in voller Montur mit Mantel und Hockeymaske. Er wird natürlich von den Fans hier in Richmond hart gefeiert, das scheint ihm aber relativ egal zu sein. Er wendet sich nur denen zu, die ihn ausbuhen und zeigt ihnen den Mittelfinger, bevor er den Ring betritt und sich dort mit einem Mic ausstattet. Jimmy: Na, habt ihr jemand anderes erwartet? Ich muss ehrlich sagen, ich hatte auch nicht vor, heute schon hier vor die Menschen treten zu müssen, ich hatte aber auch nicht gedacht, dass es so einfach wäre, in Marty Scurlls Kopf einzudringen. Nicht nur habe ich ihn nämlich besiegt vor 9 Tagen bei All Hail, so habe ich es auch noch geschafft, dass er mich nach dem Match angegriffen hat und ich somit einen Rachegrund habe. Oh, und wie ich diese Chance nutze. Wie ich allgemein jede Chance nutze, meinen Gegnern auf jede erdenkliche Art und Weise Leid zuzufügen, aber Marty nahm das letzte Woche offenbar wirklich sehr persönlich und hat so viel Schaden in seiner Kabine angerichtet, dass er heute tatsächlich suspendiert ist. Ja, Marty Scurll dürfte heute gar nicht hier sein, selbst wenn ich es wollte und das ist ziemlich traurig, aber ich denke, ihn wird es kaum stören, die Nacht hinter schwedischen Gardinen wird ihm in der Hinsicht mal gereicht haben. Marty Scurll, der Villain, die überlegende Lebensform, gebrochen von einem Mann, der bis vor 1 ½ Jahren Kinokarten in Camden verkauft hat. Schon ne ordentliche Leistung, hm? Der Mann, dem gesagt wurde, er würde es außerhalb der Deathmatch-Szene nie zu etwas bringen…hat es doch zu etwas gebracht.
Ich muss schon sagen, es ist zum Teil Genugtuung. Marty Scurll, der immer so groß geredet hat, der seine Partner hintergangen hat, der gegen jede Regel der Kunst verstoßen hat…dass er jetzt überfordert ist. Er hält dem Druck nicht Stand, er hält es nicht aus, die Erwartungen, die er sich selbst auferlegt, zu erfüllen! Marty Scurll legt sich mit allen möglichen Gefahren an und weiß gar nicht, was ihm blüht, das erfährt er erst, wenn es zu spät ist. So geschehen ja bei All Hail. Marty dachte, er könne mich locker besiegen und ich habe ihm seine Grenzen gezeigt. Locker und easy. Ich musste noch nicht mal Neonröhren auspacken, das war einer der einfachsten Siege meiner Karriere, ein Wahnsinn! Der Villain war plötzlich ein kleines Kätzchen, das mit seinen zarten Pfötchen faucht und vom bösen Jimmy brutal bei lebendigem Leibe in viele Teile zerrissen wird. Und selbst, wenn er das nicht akzeptieren kann und sich als wahren Sieger sieht, ich bin derjenige, der ihn gepinnt hat und zwar 1…2…3. Und trotzdem soll das nicht umsonst gewesen sein. Es war zwar einfach, aber ich will trotzdem meine Belohnung und für mich ist das ein Match um die Xtreme Championship. Wieso, fragt ihr euch? Ganz einfach. Ich hatte schon einmal die Chance, Xtreme Champion zu werden und stand ganz kurz davor, aber mir wurde diese Chance geraubt. Ich kam nie mein faires Rückmatch, deshalb ist das jetzt meine Forderung und Oliver, ich weiß, dass du das hörst, also komm jetzt heraus und gib mir, was mir zusteht!
Lange muss Jimmy Havoc auch nicht warten, da erscheint der britische Ambassador auch schon im Anzug auf der Stage und reibt sich die Hände. Erwartungsvoll blickt Havoc zu ihm, als er ein Mic aus seiner Tasche zieht und an seinen Mund führt. Grey: Jimmy, ich kann deine Forderung verstehen, aber das geht leider nicht so einfach. Ich kann dir nicht einfach ein Re-Match von vor 14 Monaten geben, dafür hast du noch zu wenig geleistet, seit du wieder da bist. Jimmy: Was? Grey: Es… Jimmy: Was soll ich noch tun dafür? Ich habe gerade deinen Global Cruiserweight Cup Sieger besiegt! Er hat eine Chance auf die World Heavyweight Championship, sie man ihm nicht abnehmen kann und ich soll einfach mal gar nichts bekommen? Oliver, willst du so enden wie er?
Über diese Drohung kann Grey aber nur schmunzeln. Grey: Du glaubst, du machst mir noch Angst? Ich musste durch so viel schon gehen in meiner Zeit als Ambassador, da bist du gar nichts dagegen, auch wenn du das nicht einsehen wirst. Aber wir finden schon eine Lösung. Nächste Woche, Jimmy, nächste Woche erfährst du, wie es mit dir weitergehen wird. Jimmy: Nächste Woche…Aufschiebetaktik. Grey: Nein. Du bekommst deine Zukunft nächste Woche mitgeteilt, dafür stehe ich ein. Jimmy: Ich hoffe, du weißt, was du dir auferlegst, indem du dafür einstehst. Grey: Glaub mir, ich bin mir dem Umfang meiner Aktionen bewusst. Nächste Woche.
Nach dieser mehrfachen Ankündigung verlässt Oliver Grey wieder die Halle und lässt Jimmy Havoc im Ring zurück, bevor IWC Explosion in eine weitere kurze Pause geht.
Weiter geht’s nun wieder im Ring und alle hören jetzt besser ganz genau zu, denn das vielleicht vielversprechendste Tag Team der IWC, die selbsternannten nächsten IWC Tag Team Champions, „The Baddest Bitch in the Building“ Jack Evans und sein Partner PJ Black haben sich dort mittlerweile eingefunden und haben ein paar Worte zu sagen!
Evans: „Yo, ich hab mir die Show heute GANZ genau backstage angesehen, alles klar, und ich hab meinen Augen vorhin nicht getraut, Mann. Da haben diese komischen Vögel, Los... In-Go-Ber... naja, also diese Typen haben auf jeden Fall den Siberian Express auseinander genommen. In alle Einzelteile zerlegt! Hätte nicht gedacht, dass jemand das jemals schaffen würde, aber hey, wir haben's ja gesehen. Und wisst ihr eigentlich, was das bedeutet? Ein Team weniger heißt...? Einen Platz weiter nach oben für uns! Und das ganz ohne dass wir was dafür unternehmen mussten. Na wenn das nicht passend ist! Klar, wir könnten auch schon GANZ oben stehen, aber hey, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen oder so, richtig? Wir nehmen weiterhin jede Herausforderung der Tag Team Division an! Mögen sie auch noch so groß sein, mögen sie auch noch so stark sein, wir nehmen den Kampf an und wir werden gewinnen. Easy game, yo!“
Black: „Aber die Frage darf erlaubt sein – wo SIND denn die großen Teams, die großen Namen und die großen Typen, die hier irgendwo lauern, huh? Ich meine, man würde doch denken, dass sich ein paar Teams langsam Gedanken machen und ein Zeichen setzen wollen. Diese Gelegenheit, die wir den Leuten hier geben, ist verdammt groß. Jedes Team bekommt die Chance, sich mit einem Sieg über uns ins Gespräch um die IWC Tag Team Championship zu bringen und trotzdem müssen wir den Leuten wie blöd hinterher rennen! Was ist denn das bitte für eine lausige Konkurrenz? Also nochmal ganz langsam für alle, denen das jetzt zu schnell ging: wir erwarten euch hier im Ring! Los, traut euch schon, nutzt eure Chance! Kann doch nicht zu viel verlangt sein, dass -“
Und wie auf Bestellung bekommen Evans und Black die Gegner, die sie sich so sehr gewünscht haben – und was für welche! Das sind Bad Luck Fale und Tama Tonga! Fale hat ein Mikrofon in der Hand, doch er reicht es direkt weiter an Tonga, der die beiden Gestalten im Ring nur kurz mustert und dann meint: „Zeit, das hier zu beenden.“ Jack und PJ staunen nicht schlecht! Es ist soweit – sie kriegen ihr Match noch heute, hier und jetzt!
3rd Match: Jack Evans & PJ Black besiegen Bad Luck Fale & Tama Tonga via Pin von Black an Tonga nach dem 450 Splash (06:33)
Wir sehen jetzt eine ganz friedliche Umgebung. Eine weite, grüne Wiese, auf ihr ein großer, alter Apfelbaum. Im Hintergrund hören wir immer schon ein Mädchen lachen, doch wir sehen keinen Menschen. Alles, was wir sehen, ist dieser Apfelbaum, wenn auch leicht verschwommen. An einem seiner Äste sehen wir jetzt, als die Kamera heranzoomt, eine einfache Holzschaukel hängen, die sich vor und zurück bewegt. Auf ihr sitzt jedoch keiner, stattdessen hört man wieder nur das leise Lachen im Hintergrund. Plötzlich unterbricht das Bild kurz, es beginnt zu flimmern. Je mehr es flimmert, desto seltener sehen wir den Apfelbaum. Stattdessen sehen wir plötzlich das Innere einer ziemlich undichten Holzhütte. In dieser Holzhütte sitzt eine Frau, wir können sie als Rosemary identifizieren. Da das Bild sehr stark flimmert, sehen wir nur Frames, aber Rosemary ist nicht allein, Bram ist bei dir. Der Brite ist in ein schwarzes Hemd gekleidet und hat die Haare zu einem Zopf zusammengebunden, während sie eine verstörende Gesichtsbemalung und ein rot beschmiertes, weißes Kleid trägt. Er hält sie von hinten und küsst sie, als sie sich umdreht, bis es plötzlich einen Frame-Sprung gibt und der Stuhl leer ist. Wieder wird das Flimmern stärker, bis wir gar nichts mehr von den beiden sehen und es für uns zurück in die Halle geht…
Nach dieser allemal interessanten Vignette schalten wir zurück in den Ring, wo bereits zwei Personen zwischen den Seilen stehen, die sich Woche für Woche dem Hass der Zuschauer stellen müssen und heute ist das, wie man überdeutlich vernehmen kann, kein bisschen anders! Jinny, unser erster und bisher einziger IWC Women's Champion, hat sich gemeinsam mit ihrem kaum minder verachteten Lover Sebastian im Ring eingefunden und sie muss sich ordentlich anstrengen, um mit ihrer Stimme die Massen an Buhrufen zu übertönen.
Jinny: „Ja, ja, ihr Aasgeier habt eh nur darauf gewartet, dass ich mich endlich zeige, oder? Damit ihr auch mal wen habt, den ihr wirklich hassen könnt. Schön, hier bin ich – aber jetzt rede ich, also haltet endlich die Fresse! Dass ich hier bin, hat einen ganz einfachen Grund: ich wollte euch alle, die ihr euch wahrscheinlich auf Jusation und Toni öfter einen keult in Gedanken an das, was die beiden wohl immer nachts im Hotelzimmer treiben, nur daran erinnern, was mit eurem Liebling bei Russian Roulette passieren wird. So schlecht ist euer Gedächtnis ja auch wieder nicht, dass ihr Highway to Hell schon vergessen habt, oder? Ihr wisst sicherlich noch, wie ich dieses Gör in den Boden gestampft habe? Also was genau lässt euch denken, dass es bei Russian Roulette auch nur ansatzweise anders laufen wird – abgesehen von der Möglichkeit natürlich, dass Jusation noch schlimmer auf die Schnauze kriegt als letztes Mal? Ihr solltet euch keine Hoffnungen machen, die von Grund auf zum Scheitern verdammt sind. Wir werden keinen neuen Women's Champion bekommen und das wird sich auch einfach nicht ändern, bis ich mal eine Gegnerin bekomme, die ein Titelmatch auch wirklich wert ist!“
Doch Jusation hat jetzt genug gehört! Der #1 Contender auf Jinnys Titel betritt unter gemischten Reaktionen die Bühne – die Fans haben natürlich nicht vergessen, wie Ju eigentlich zu ihrer Titelchance gekommen ist, und nehmen ihr das zu Teilen durchaus noch übel.
Jusation: „Du willst einen Grund dafür hören, warum es dieses Mal anders laufen sollte, Bitch? Hier, schau dir meine freie Hand an, ich kann dir gleich fünf Gründe an ihr abzählen.. Erstens: ich habe aus meinen Fehlern im ersten Match gelernt und weiß jetzt ganz genau, wie du tickst und wie dein Stil im Ring einzuschätzen ist. Zweitens: ich bin nicht mehr das liebe Mädchen vom letzten Mal, das sich zurückhält, um niemanden verärgern zu müssen. Drittens: du bist nicht annähernd so gut, für wie du dich hältst, Jinny. Viertens: ich kann deine dämliche Fresse nicht mehr jede Woche im Ring sehen und schon gar nicht ertragen, dass so ein Pfeifendeckel wie du diesen Titel hält, und fünftens...“
Toni: „Fünftens: du bist ein hinterhältiges Biest, das ihre eigene Mutter verkaufen würde, um mal ein Match zu gewinnen!“
Ein Raunen geht durch die Crowd und Jusation wirft Toni Storm, die eben auf der Stage aufgetaucht ist, einen finsteren Blick zu, die diesen kaum weniger düster erwidert.
Jusation: „War ja klar, dass du jetzt auch noch deinen unqualifizierten Senf dazu geben und mir hier vor aller Leute Augen 'ne Szene machen musst. Mal im Ernst, was soll das jetzt? Hinterhältiges Biest nennst du mich? Übertreib halt noch mehr, meine Güte.“
Die junge Deutsche lässt ihre Noch-Freundin auf der Bühne stehen und geht in Jinnys Richtung, auf den Ring zu, doch Toni folgt ihr und verfasst auf dem Weg bereits ihre Antwort.
Toni: „Hey, warte gefälligst, ich bin noch nicht fertig mit dir! Natürlich nenne ich dich hinterhältiges Biest, bist du denn was anderes als das? Was fällt dir denn ein, mir in den Rücken zu fallen, nur um dieses blöde Titelmatch zu bekommen? Ich habe eigentlich gedacht, dass ich dir ein bisschen mehr bedeute als dieser doofe Titel, aber da habe ich mich offenbar gewaltig geirrt!“
Jinny und Sebastian sind mittlerweile mit verächtlichen Blicken an den Rand des Rings zurück gewichen, um möglichst viel Abstand zu den beiden Streithennen zu bewahren – es könnte kaum deutlicher sein, dass sie mit den beiden am Liebsten gar nicht im Ring stehen würden, doch ihnen das Feld zu überlassen kommt wohl auch nicht in Frage.
Jusation: „Oh man, jetzt ist aber echt mal gut. Kannst du dich bitte mal wie eine erwachsene Frau verhalten und die Dinge so sehen, wie sie sind? Das hier ist das echte Leben und jede ist auf sich gestellt, komm damit klar oder lass es bleiben, aber geh mir nicht auf den Keks mit deinem Mist!“
Toni: „Wie... wie kannst du so was nur sagen?! Ich dachte, du liebst mich! Und jetzt behauptest du, jede kämpft für sich? Was ist denn mit all der Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben? Wieso hast du mich so eingelullt, nur um mich jetzt so fallen zu lassen? Hast du überhaupt kein Rückgrat...?“
Jusation: „Halt doch endlich mal die Klappe! Hör mal, dieses Team, das du so gerne in uns beiden gesehen hast, war doch von Anfang an kein richtiges Team. Ich hab dich immer überstrahlt, von Anfang an! Ich hatte die großen Matches, die Titelchancen, ich hab für dich geredet und die Klappe aufgerissen, dich verteidigt, warum auch immer, ich stand immer im Mittelpunkt, von Anfang an! Ich war der Star dieses Teams. Du ziehst mich nur runter, du bremst mich aus! Das kann ich einfach nicht gebrauchen. Komm damit klar, Toni!“
Toni steht mit offenem Mund vor Jusation und scheint nicht fassen zu können, dass sie einfach so alles wegwirft.
Toni: „Das kannst du doch nicht ernst meinen, ich... wir beide... wir brauchen einander doch, ich...“
Jusation: „Ohh nein, das siehst du falsch, Baby. Völlig falsch. Du brauchst mich, ja. Um im Rampenlicht zu stehen, um relevant zu sein, aber ich brauche dich nicht! Ich habe dich nie gebraucht! Ich hab mit dir gespielt, nichts weiter, du hast mich ansonsten nie interessiert. Das war alles nur ein riesengroßer Spaß für mich. Und weißt du eigentlich, wie sehr ich dich mittlerweile in der Hand habe? Ich hab die komplette Macht über dich, ich kann mit dir tun, wonach mir der Sinn steht und du kannst rein gar nichts dagegen unternehmen. Ohne mich bist du NICHTS, Toni, begreif das endlich! Deine ganze Existenzberechtigung definiert sich einzig und allein über mich!“
Jetzt reicht's Toni. Wütend geht sie auf Jusation zu, will bereits zu einer wütenden Antwort ansetzen, doch Ju lässt Toni einfach stehen, geht auf Sebastian und Jinny zu, packt den jungen Mann am Kinn... und küsst ihn mitten auf den Mund!! Was ist denn jetzt los?! Jinny schreit vor Wut auf und während Ju mit einem zufriedenen, fiesen Grinsen den Ring verlässt, geht Toni auf die Knie und starrt einfach nur mit leerem Blick in die Ferne. Sie kann einfach nicht fassen, was da eben passiert ist und so geht es auch den Fans in der Arena! Auf der Stage bleibt Ju jedoch nochmal kurz stehen und spricht in ihr Mikrofon: „Hab ich doch gesagt.“ Damit verlässt sie die Arena und verschwindet im Backstage. Wutentbrannt schubst Jinny Sebastian in die Ringecke und beschimpft ihn, selbst ohne Mikrofon ist deutlich für alle zu hören, dass sie ihn fragt, warum er diese „Schlampe“ denn küsst und aufgrund ihrer Zorntirade gelingt es Sebastian nicht einmal, eine Antwort zu formulieren. Der Streit der beiden setzt sich fort, keiner der beiden beachtet die arme Toni Storm, die dort wie ein Häufchen Elend auf den Knien im Ring hockt und völlig weg zu sein scheint – und so scheint eine Werbeunterbrechung nötiger denn je.
Nun bekommen wir zum zweiten Mal an diesem Abend Tetsuya Naito, den Anführer von Los Ingobernables und neuen Contender auf die IWC World Heavyweight Championship von Finn Bálor, zu Gesicht, der, dieses Mal allerdings wieder ohne seine Parejas, backstage durch die Gänge streift, ohne wirklich was zu suchen, wie es scheint. Dennoch findet er nach einer Weile jemanden – unfreiwillig, wenn man so will, denn vor ihm steht plötzlich niemand geringeres als sein Gegner bei Russian Roulette, der Leader des Netzwerks, Finn Bálor! Die beiden starren sich eine Weile lang gegenseitig an, ohne etwas zu sagen, doch dann fasst Finn sich ein Herz.
Bálor: „Schau an, Tetsuya Naito. Ich dachte schon, du und deine... Freunde wärt längst verschwunden nach eurer kleinen Auseinandersetzung mit dem Siberian Express vorhin. Gut, dass ich mich geirrt habe, denn ich wollte dich noch einmal sprechen und es wäre gesünder für diese Konversation, wenn du mir nicht wieder mittendrin den Mund verbieten würdest. So weit klar?“
Naito antwortet nicht.
Bálor: „Ich bin nicht wirklich begeistert von euch, weißt du? Ich denke ohnehin, dass das kein Geheimnis oder allenfalls ein offenes Geheimnis ist, aber... ja, Naito, es ist einfach so. Ich mag nicht, was ihr tut und ich mag auch nicht, wie ihr es tut. Ihr und eure Attitüde, ihr sorgt immer wieder für Zündstoff unter euch und euren Kollegen und das bringt mich als Boss ein wenig in die Bredouille. Ihr habt drei sehr vielversprechende Männer ausgeschaltet und es ist schwer zu sagen, wann wir den Siberian Express wieder in den Shows sehen werden. Ich tue das eigentlich nicht, aber ich denke, bei dir muss ich eine Ausnahme machen, daher werde ich mich – nur einmal, für dich, hier und jetzt – wiederholen: der Welpenschutz ist für dich abgelaufen, ein für alle Mal. Ihr werdet in Zukunft nicht mehr durch meine Korridore stromern und euch benehmen wie die Axt im Walde. Ihr werdet nicht mein halbes Roster zusammen schlagen, weil euch jemand blöd angeguckt hat, und ihr werdet eins zu eins genau das tun, was ich euch sage. Haben wir uns so weit verstanden?“
Noch immer keine Reaktion.
Bálor: „Du weißt noch, was Seth zugestoßen ist, oder? Und wie lang er weg war? Es war ein Exempel, welches dringend statuiert werden musste, aber offenbar nicht ganz gereicht hat. Du bist nicht dumm, Naito, absolut nicht, daher meine ich es noch gut mit dir. Ich will dir mein Wohlwollen entgegen bringen. Wir werden einige entspannte und professionelle Wochen vor uns haben, wenn du deine rebellische Ader ruhen lassen kannst. Wir werden allerdings sehr, sehr anstrengende, mühselige und vor allem auch schmerzhafte Wochen erwarten müssen, wenn du dich mir weiterhin widersetzt und dann, das garantiere ich dir, wird Seths kleiner Abstecher ins Genesis Medical Center gegen das, was dich erwartet, ein Spaziergang im Park gewesen sein...“
Naito: „Was ihr mit Seth Rollins angestellt habt, ist für mich nicht weiter von Bedeutung, Cabron. Ich sage dir, warum: Seth Rollins ist nicht Tetsuya Naito. Seth Rollins ist allein. Ein einsamer Mensch ohne Freunde, ohne Ideale, ohne Überzeugung, nur getrieben von Gier und dem Verlangen nach Ruhm. Deine Worte gelten auch für dich selber, Finn – du wirst mit uns nicht so verfahren können wie mit deinen kleinen Schoßhündchen, die brav Sitz machen und Pfötchen geben, damit sie nicht zurück in den Zwinger müssen. Wir haben das Exil gelebt, wir wurden selbst zum Exil. Wir haben viel gesehen, viel erlebt, es gibt nichts mehr, was uns noch aus der Bahn werfen kann und wenn wir eines über die Zeit gelernt haben, dann, dass nicht denen Gutes widerfahren wird, die Gutes tun, sondern jenen, die sich nehmen, was ihnen rechtmäßig zusteht, ganz egal, was dabei aus dem Weg geräumt werden muss. Wenn wir wollen, dass jemand verschwindet, dann verschwindet er, aye? Wenn wir wollen, dass jemand den Mund hält, dann hält er den Mund. Bis wir ihm wieder erlauben, zu sprechen. Du bist Finn Bálor, ja? Leader des Netzwerks? IWC World Heavyweight Champion? Du könntest der Präsident dieses Landes sein und ich würde dir eine Ohrfeige verpassen, wenn mir danach wäre. Wenn ich will, mach ich mit dir, was mir gerade in den Sinn kommt, Amigo. Ich zieh dir die Hand durchs Gesicht, Cabron. Ich beleidige deine Familie, wenn ich Lust darauf habe, und wenn mir danach ist, dann spucke ich aufs Grab deiner Mutter. Worte sind die Sprache der Schwachen und jener Leute, die nicht willens sind, zu handeln, deswegen begebe ich mich auf dein Niveau, um es dir verständlich zu machen, Mann. Nur heute, ausnahmsweise. Und du wirst da stehen und nichts dagegen tun können. Nichts, das etwas ändern würde. Anzugträger...“
Finn runzelt die Stirn und lässt die Fingerknöchel so laut knacken, dass es als Echo von den Wänden des Korridors widerhallt. „Meine Mutter, Gott bewahre sie, ist nicht tot, 'Amigo'. Da gibt es kein Grab, auf das du spucken könntest.“
Doch Naito grinst nur für einen kurzen Augenblick und entgegnet: „Noch nicht, Jefe. Noch nicht.“ Mit diesen Worten wendet er sich zum Gehen und lässt Naito im Gang stehen. Finn dreht sich nicht zu Naito um; er bleibt mit unergründlicher Miene stehen, während die Schritte Naitos Stück für Stück leiser werden und schließlich verstummen...
4th Match: Roman Reigns besiegt Jeff Hardy via Pin nach dem Spear (8:26)
Nach dem Match lässt sich Reigns etwas feiern, bevor er sich ein Mikrofon schnappt. "MARTY! Das war nur der Anfang! Schick deine Soldaten, keep them comin´! Ich werde jeden ausschalten, bis ich dich in die Finger bekomme und alles, was du dir erbaut hast, zerstöre! Das verspreche ich dir!" Mit diesen Worten verlässt Roman das Geschehen und lässt Jeff Hardy im Ring zurück, der jetzt langsam wieder auf die Beine kommt. Auf dem Titantron erscheint plötzlich Marty Martinez und schüttelt betrübt den Kopf. "Du hast mich enttäuscht, meine Creature. Du hast den Job nicht erledigt. Du warst schwach. Schwach und hilflos. Ich dulde so etwas nicht, ich kann keine Schwächlinge in meiner Armee gebrauchen! Du brauchst einen Grund, und zwar einen sehr guten Grund, warum du weiterhin ein Teil meines Feldzugs bleiben solltest. Ich hoffe, du lieferst mir einen." Damit verschwindet The Moth vom Tron und Hardy verlässt mit versteinerter Miene den Ring.
Zurück aus der Werbepause und zurück in die Arena – gerade rechtzeitig, um Randy Ortons Ankunft live mitzuerleben, der sich just in diesem Moment in die Arena begibt und unter lautem Jubel die Rampe herunter geht! Berechnend und kühl mit der Geduld eines Jägers schaut er vage durch die Zuschauerreihen, ohne seinen Kopf zu bewegen, ehe er in den Ring steigt, sich ein Mikrofon schnappt und geduldig darauf wartet, dass die Zuschauerreaktionen abflauen – er will ja schließlich gehört werden.
Orton: „Es ist lange her, so verdammt lange. 46 Wochen... das ist beinahe ein komplettes Jahr. In Wien, am 19. Januar 2016, habe ich ein Match gegen Brian Cage verloren und tauchte fortan bis All Hail The Demon King unter, um die Früchte meiner Arbeit endlich zu ernten. Die Arbeit, die ich im Untergrund ausgeführt habe, verborgen vor den Augen neugieriger Zuschauer, abseits der lauten Fans, weg von den neidischen Kollegen. Ich habe immer ein Auge auf die Promotion gehabt und was soll ich sagen? Ein Randy Orton vergisst nicht so schnell. Ich habe die unzähligen Schmährufe nicht vergessen, ich habe nicht vergessen, wie oft mein Name als Beispiel jener angeführt wurde, die einst groß waren und nun keine Rolle mehr spielen. Totgesagte leben letztendlich aber eben doch länger, wie man sieht. Acht Monate lang dauerte meine Regentschaft als IWC World Heavyweight Champion, eine Marke für die Ewigkeit, ein historischer Run, an den man sich noch lange erinnern wird.
Aber reicht es mir, nur in Erinnerungen fort zu bestehen? Selbstverständlich nicht. Es läuft nicht immer alles rund, klar... oftmals schlägt man einen falschen Pfad ein, es geht abwärts mit der Karriere, man verliert immer und immer wieder seine Matches und damit fortwährend auch an Bedeutung für dieses Geschäft. Man ist einem enormen Druck ausgesetzt, ein Druck, dem nicht jeder standhalten kann. Er kann Kohle in Diamanten verwandeln – und Diamanten in bloßen Staub. Und wie oft habe ich gehört, es sei mit mir vorbei? Wie oft haben die Leute gesagt, Randy Orton is done? Es sind keine Worte, die mich zusätzlich motivieren, denn was man sich erzählt, interessiert mich nicht weiter. Und dennoch stehe ich jetzt hier und ich weiß, wer alles heute hier ist. Ich sehe die einstigen Zweifler unter euch Tausenden und ich genieße es, die Erkenntnis in euren Augen lesen zu können, die Erkenntnis, dass man seine Schadenfreude lieber zurückhalten sollte, bis die Dinge spruchreif sind... because Randy Orton is back and he's here to stay.“
Orton erntet einiges an Beifall für seine Worte, auch wenn sie nicht allzu positiv an die Zuschauer gerichtet waren, was Randy nicht weiter zur Kenntnis nimmt. Er wartet lediglich, bis sich der Beifall wieder legt und fährt dann fort.
Orton: „Am 27. November sollte es endlich so weit sein. All Hail The Demon King 2016... Finn Bálor, der amtierende IWC World Heavyweight Champion, spricht eine Open Challenge aus an jeden, der den Schneid hat, sich mit ihm im Ring zu messen. Im Main Event eines IWC-PPVs, und das um den höchsten Titel der Promotion. Ich hatte mir mein Ziel gesetzt. Ich war fest entschlossen, diese Arena nicht eher zu verlassen, bis ich diesen Titel, MEINEN Gürtel, wieder in die Höhe strecken konnte und ich schwöre, so wäre es auch gekommen, wäre da nicht diese schmierige Ratte namens Seth Rollins gewesen, die sich um ihren... nennen wir es in Ermangelung eines besseren Wortes mal 'Verdienst', ja. Eine Ratte, die sich um ihren Verdienst betrogen sah, und dafür, wie so oft, über Leichen ging. Seth, wir beide haben lange nichts miteinander zu tun gehabt und wäre es nach mir gegangen, hätte es dabei auch bleiben können. Die Umstände mögen unpassend gewesen sein, aber nichts davon ändert etwas an der Tatsache, dass du dich mit dem Falschen angelegt hast. Du hast mir deinen Curb Stomp verpasst, mich ausgeschaltet, um selber deine fast verlorene Chance doch noch zu ergreifen, nur am Ende zu scheitern wie der jämmerliche halbe Mann, der du eben nur bist. Du ergaunerst dir ein Match um den World Title, räumst alle Hürden aus dem Weg, kümmerst dich nicht darum, wen du vorher ausschalten musst, um deine Finger ans Gold zu bekommen und am Ende bist du zu unfähig, tatsächlich Champion zu werden... du bist nichts weiter als eine Schande, Seth, und nicht nur deswegen wirst du keine ruhige Minute mehr haben, bis wir miteinander fertig sind.“
Diese Worte lassen den angesprochenen Seth Rollins kurze Zeit später in der Arena erscheinen! Rollins bekommt einiges an Buhrufen ab, doch die interessieren ihn gerade herzlich wenig. Er bleibt mit seinem Mikrofon, wohl auch aus Sicherheitsgründen, auf der Stage stehen und spricht Orton direkt an.
Rollins: „Oh, buuhuu, Randy. Buu-fucking-huu. Ich hab dir deinen großen Moment versaut, ja? Na, wen interessiert's denn schon außer dich? Meinst du wirklich, du hättest Finn Bálor besiegt, wenn ich es schon nicht geschafft habe? Mach dich doch nicht lächerlich. Anfang des Jahres hast du gegen Brian Cage klar und deutlich verloren. Gegen Brian Cage. Ein Mann, der seit dem Finale der World Combat League in etwa so relevant war wie Oliver Greys Antischuppenshampoo. Mal im Ernst, wenn ich du gewesen wäre, hätte ich mich danach auch verpisst, das ist nämlich verdammt peinlich. Und jetzt? Jetzt hast du also angeblich über zehn Monate lang im Untergrund trainiert, ja? Weil du nicht die Eier hattest, dich zu zeigen und hier weiter zu machen, weil du genau wusstest, dass es für dich zu viel sein würde, weiter mit den Haien zu schwimmen? Für dich interessiert sich seit Ewigkeiten niemand mehr und das auch nicht ohne Grund. Du behauptest, ich habe dir eine Chance genommen, aber ich behaupte, ich habe Finn Bálor und den Fans in Philly zehn Minuten Langeweile erspart, denn länger hättest du garantiert nicht durchgehalten. Jetzt stehst du da und schaust mich an, als würdest du mich zerstören wollen, Randy, du mit deinem ernsten Schlangenblick – ist es das, Randy? Sinnst du auf Rache, hmm? Komm schon, guck nicht so blöd und sag was, du kannst es doch, wir haben es eben gehört. Meinst du, du kannst mich schlagen?“
Orton verschränkt einen Arm vor der Brust, ehe er antwortet. „Wenn sogar so ein Blindgänger wie Finn Bálor dich schlagen kann, dann werde ich mit dir ja wohl im Schlaf fertig.“
Rollins: „Ohh, na schau mal einer an. Große Worte von unserer kleinen Heulsuse! Soll das eine Herausforderung sein, Randy? Willst du, dass ich dich bei Russian Roulette vernichte und für weitere elf Monate zurück in die Versenkung schicke?“ Seths Miene wird plötzlich ernst und düster, die Stimme wechselt von Hohn und Spott zu einer drohenden Tonlage. „Oder soll ich dich lieber gleich von deinem Leid erlösen und deiner lahmenden Karriere den Gnadenschuss verpassen?“
Orton: „Ich will ein Match, Seth, ja – das hast du schon mal richtig erkannt. Aber ich werde weiß Gott nicht bis Russian Roulette warten. New Year's Revolution ist heute in vier Wochen. Wir werden das Jahr 2017 mit dem Wiederaufstieg von Randy Orton beginnen und was dann noch von dir übrig bleibt, kann seine Karriere von mir aus entweder neu beginnen oder sich zurück in die Vorote von Davenport verpissen.“
Rollins schüttelt vehement den Kopf. „Du willst dieses Match schon bei New Year's Revolution? Das kannst du dir direkt wieder abschminken, Orton. Ich will genügend Vorbereitungszeit. Du hattest elf Monate Zeit, dich auf dein erstes Match nach längerer Zeit einzustellen, für mich wären es nur läppisch fünf Wochen. Du kannst dieses Match gern bekommen, aber ganz bestimmt nicht vor Russian Roulette, kapiert?“
Ortons Mundwinkel zucken ganz kurz, ehe er das Mikrofon unbeeindruckt wieder an die Lippen führt. „Schon klar, du musst deine vernichtende Niederlage erst noch verarbeiten, Seth, aber ich fürchte, das war eben kein Vorschlag von mir, sondern eine Ankündigung. Ich werde dich zu nichts zwingen, Junge, aber ich garantiere dir, du wirst deine Meinung ändern... und das früher, als dir lieb ist.“
Orton wirft das Mikrofon zu Boden und verschränkt die Arme vor der Brust, lässt dabei die Muskeln ordentlich spielen und wendet den Blick nicht von Seth ab, der mit funkelndem Blick zurück starrt und sein Mikrofon fest umschlossen hält. Ob Orton seinen Worten Taten folgen lassen? Wir werden sehen – jetzt geht’s aber erstmal in den Backstagebereich.
Wieder im Backstagebereich darf Interviewer Jeremy Borash jetzt Tommy End und Thumbtack Jack, die Total Nonstop Heels, empfangen, welche bei All Hail nicht die IWC Tag Team Championship zu erringen vermochten – jetzt aber schon wieder ganz andere Sorgen haben.
JB: „Tommy, Jack, letzte Woche wurdet ihr von Warfare, dem Team bestehend aus King Cuerno und Fénix, konfrontiert und es sieht ganz danach aus, als wollten die beiden noch ein Match von euch fordern. Wie denkt ihr darüber?“
End: „Um ganz ehrlich zu sein, haben wir beide nicht den blassesten Schimmer, was die Aktion eigentlich sollte. Cuerno scheint zu denken, dass es da noch die eine oder andere Rechnung zu begleichen gibt, aber die beiden haben wir damals ganz klar besiegt. In meinen Augen gibt es da nichts weiter, das geklärt werden müsste.“
TJ: „Das ist allerhöchstens nochmal das letzte Aufbäumen vor dem großen Knall, schätze ich. Die wollen sich ins Gespräch bringen, weil sie realisieren, dass sie an Relevanz verloren haben. Cuerno hat es ja selber gesagt, die sind aktuell maximal die Nummer vier. Jetzt wollen sie uns, die sie schon lange besiegt haben, nochmal als Sprungbrett benutzen, um es in Richtung Titel zu schaffen, aber das können sie sich an den Hut stecken.“
JB: „Daraus schließe ich, dass ihr selber weiterhin eure Augen auf dem Titelgold habt...?“
TJ: „Selbstverständlich. Klar, durch das Trios Tournament ist alles ein bisschen durcheinander gewirbelt worden und meinetwegen sollen Los Ingobernables erst einmal ihre Titelchance bekommen, doch dicht dahinter warten wir bereits und wir werden unsere nächste Chance nutzen. Egal ob es Warfare sind, der Siberian Express, sollten die je zurückkehren, oder wer auch immer, wir werden sie alle besiegen.“
End: „Genau so sieht es aus. Wir machen da weiter, wo wir vor All Hail aufgehört haben. Unser Ziel ist PRIDE, die Tag Team Championship, die NOCH ihnen gehört und was drum herum geschieht, wird uns nicht davon abhalten, auch Warfare nicht.“
JB: „Haltet ihr es für möglich, dass die Total Nonstop Heels schon bei Age of Cage ihre nächste...“
Doch weiter kommt Borash nicht, denn plötzlich tritt King Cuerno aus den Schatten, genau in die Interviewzone und vor Tommy End und Thumbtack Jack, die den Neuankömmling misstrauisch beäugen! Borash weicht ein wenig zurück, die Parteien mustern sich kurz, ehe Cuerno zu sprechen beginnt.
Cuerno: „Ihr seid euch eurer Sache ja wirklich sehr sicher, nicht wahr? Falls ihr nicht verstanden habt, was wir wollen, werde ich es dir gern noch einmal erklären, Tommy. Und dir natürlich auch, Jack. Wir wollen dasselbe wie ihr. Wir haben denselben Weg vor uns. Auf dem Weg zur Tag Team Championship warten einige Hürden auf uns. Wir waren lange nicht da und deshalb ist es nur natürlich, dass ihr in der Rangordnung vor uns liegt... aber uns ist daran gelegen, das zu ändern, um ein für alle Mal zu bestimmen, wer wirklich das bessere Team ist. Wir wollen uns nicht an euch hochziehen oder euch als Sprungbrett missbrauchen; dafür taugt ihr ohnehin nicht. Ihr seid nicht mal im Ansatz so groß und relevant, wie ihr es zu sein glaubt. Just another tag team... ein kleiner Kieselstein auf dem Weg zum Gold, der uns Jäger nicht zum Straucheln bringen wird, aber drüber müssen wir eben trotzdem.“
End: „Schon verstanden. Ihr wollt also ein Match, damit ihr euren eigenen Anspruch auf die Tag Team Championship bald wieder realisieren könnt. Schön – wisst ihr was? Ihr sollt euer Match bekommen. Egal wo, egal wann, TJ und ich sind bereit. Auch wenn ich der Meinung bin, dass wir schon letztes Mal klar bewiesen haben, wer die Nase vorn hat.“
„Eine weise Entscheidung“, meint Cuerno und geht an den beiden vorbei, um hinter ihnen in den Schatten zu verschwinden. End und TJ schauen einander kurz an und zucken mit den Schultern – und damit geht’s zurück in die Arena. It's main event time!
Main Event - No.1 Contender's Match for the World Heavyweight Championship: Wade Barrett besiegt Samoa Joe via Pin nach dem Bullhammer (24:19) -Barrett attackierte schon zuvor mehrmals den Kopf Joes und beendete das Match mit dem vierten Bullhammer innerhalb weniger Minuten
+++IWC RUSSIAN ROULETTE MATCHCARD UPDATE+++
FINN BÁLOR VS TETSUYA NAITO - WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP MATCH
MINORU SUZUKI VS KENNY OMEGA - INTERCONTINENTAL CHAMPIONSHIP MATCH
LOS INGOBERNABLES VS PRIDE - IWC TAG TEAM CHAMPIONSHIP MATCH
Kürzere Ausgaben? Eigentlich sind so ziemlich alle Shows der letzten Wochen im Bereich um die 9000 Wörter anzusiedeln, da gab's kaum Abweichungen. Aber freut mich, dass es dir gefällt!
Viele deiner Shows haben in letzter Zeit 2 Postings. Und selbst von den "Ein Posting"-Shows kam mir die kürzer vor, was ich aber eher positiv als negativ sehe...
Naja, eigentlich wurden die Shows mit 2 Postings zuletzt wieder deutlich weniger. Das ist halt so ne blöde Marke ca bei 9500 Wörtern, wenn das Zeichenlimit erreicht ist. Aber wir versuchen eh, die Shows kürzer zu machen. Im Frühjahr/Sommer hatten wir ja noch regelmäßig Shows mit 11.000 Wörtern und mehr ^^
WIR SIND LIVE!!! Heute einmal vom anderen Ende der Welt, willkommen aus Perth in Australien zu einer neuen Ausgabe von IWC Explosion! 15.000 Fans aus Down Under sind eingetroffen, um das größte wöchentliche Wrestling-Spektakel der Welt zu sehen und sie sind fired up, wie der Schwenk mit der Kamera durch eine der beeindruckendsten Venues des Kontinents zeigt! Auch unser Kommentatorenduo Mauro Ranallo & Corey Graves, das uns zur Beinahe-Jubiläumsshow willkommen heißt, ist gut gelaunt, doch diese Laune wird schnell gedrückt, als die Musik von Wade Barrett erklingt. Der britische Gentleman, der im Main Event der Vorwoche Samoa Joe besiegen konnte, um so ins Main Event gegen World Heavyweight Champion Finn Bálor bei IWC Explosion presents: New Year´s Revolution einzuziehen, wirkt aber vom australischen Publikum ebenso wenig begeistert und macht sich mit finsterer Miene auf den Weg zum Ring, wo er seinen Umhang zur Seite wirft und ein Mic fordert, welches er auch bekommt. Wade: Meine Damen und Herren aus Australien, ich will, dass ihr einmal einen kurzen Moment in euch geht. Ich will, dass ihr einmal kurz darüber nachdenkt, ob ihr mich, Wade Barrett, jemals in dieser Position gesehen habt. Ob ihr jemals gedacht habt, dass ich eines Tages doch noch hier enden werde, potentiell ganz oben, nur noch diesen einen Schritt vom größten Gold entfernt. Wade Barrett – World Heavyweight Champion, schwirrte euch das je durch den Kopf? Ich denke nicht. Für euch war ich doch immer nur Wade Barrett, der Lückenfüller. Der, der immer dann aufkreuzte, wenn irgendwo ein Platz frei war, der sonst nie aus dem Schatten treten konnte, hab ich Recht? Hm, und doch bin ich einer von nur 2 Xtreme Champions, die diesen Titel mehr als einmal halten konnten. Und doch wäre ich beinahe der erste 3-Time Xtreme Champion der IWC geworden, wäre mir nicht ein gewisser Samoa Joe im Weg gestanden. Und ich wollte das Match, ich wollte immer Samoa Joe, denn ich wusste, dass ich besser bin, aber was bekam ich? Nichts. Gar nichts. Ich wurde quasi um einen Title Run betrogen, denn dass ich Samoa Joe schlagen kann, habe ich letzte Woche gezeigt, ich habe gezeigt, dass ich besser als einer eurer verdammten Titelträger bin! Und trotzdem habe ich nichts, und trotzdem bin ich kein Champion…aber viel fehlt nicht.
Ich habe Monate um dieses Match gekämpft, ich habe das Match bekommen und ich habe mein Wort gehalten. Wie immer, ich lüge nicht. Und ich lüge auch nicht, wenn ich sage, dass mein Ziel, der Grund, warum ich all das hier mache, die World Heavyweight Championship ist. Und dank guter Kontakte bekam ich, was ich wollte. Ich war vielleicht nie im ganz großen Spotlight, aber wenn es nötig war, war ich da und harte Arbeit wird im Netzwerk immer belohnt. Ich stehe jetzt ganz oben, nur noch einen Schritt von Finn Bálor entfernt. Ein Schritt und wenn ich diesen geschafft habe, was bin ich dann? Dann bin ich überlegen. Allen. Dann habe ich meinen beiden Xtreme Championship Reigns einen World Title Run hinzugefügt. Wer kann sonst noch auf so eine Bilanz blicken? Adam Cole? Ein Relikt aus der Vergangenheit. Ich dagegen bin die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft! Ich nutze meine Chancen, ich arbeite mir meinen Weg an die Spitze dieser Liga! Schritt für Schritt, langsam, aber effektiv. Es hatte schon einen Grund, warum ich Marty Scurll unter meine Fittiche nahm. Es hat schon einen Grund, warum er unter mir zum Sieger des Global Cruiserweight Cups wurde. Weil wir recht hatten und immer recht haben werden, weil wir überlegen sind! Weil wir das britische Empire repräsentieren, die Ahnen des größten Weltreichs der Geschichte sind!
Aber was muss ich euch das erzählen? Das wisst ihr doch selbst gut genug. Zumindest, dass wir die Ahnen eurer Vorfahren sind und dass wir euch überlegen sind, denn was ist Australien? Ihr wart doch nur eine Insel, auf die all die kamen, die im britischen Empire nicht mehr gebraucht wurden. Ihr wart eine Siedlung hinter dem Ende der Welt, Menschen, die wir nicht mehr brauchten! Und ihr wusstet das, ihr wolltet das ja so! Ihr seht euch ja immer noch als Teil von uns, ihr sprecht immer noch unsere Sprache, ihr betet immer noch unser Oberhaupt an! „God save the Queen“ singt ihr, „God save the Queen!“…bald könnt ihr euch umgewöhnen auf „God save Wade Barrett“, denn wenn ich Finn Bálor, dieser irischen Pest, die World Heavyweight Championship abgenommen habe, werde ich euer neuer König sein…
Weiter kommt Wade Barrett jedoch nicht mehr, da wird er plötzlich von der Musik unseres Leaders unterbrochen! Der World Heavyweight Champion Finn Bálor betritt im Anzug die Halle und oh boy, er scheint wenig begeistert von den Worten seines baldigen Gegners zu sein! Finn: Wie war das? Irische Pest? Die irische Pest Finn Bálor? Wade, ich kann verstehen, dass du auf einer Art Euphoriewelle schwimmen musst, aber behalte bitte im Kopf, wen du vor dir hast. Ich meine, du bist ein guter Mann, ich will dich nicht entsorgen müssen wie so manchen Gegner zuvor. Ich… Wade: Entsorgen? Ich werde dich entsorgen, wenn ich erst einmal World Heavyweight Champion bin und das Netzwerk übernehme! Finn: Du willst das Netzwerk übernehmen? Wade: Ich werde das Netzwerk übernehmen, denn was das Netzwerk braucht, ist ein starker Leader und nicht… Finn: Whoa, whoa, hier hören wir jetzt mal auf. Wade, du überschätzt dich, du überschätzt dich wirklich. Du glaubst doch nicht wirklich, dass du World Heavyweight Champion wirst, oder? Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich meinen Titel bei einer Folge von Explosion so leichtfertig aufs Spiel setze, oder? Wade: Du wirst keinen Rückzieher machen, ich… Finn: Nein, ich werde keinen Rückzieher machen! Versteh mich nicht falsch, es wird ein Titelmatch geben, aber du wirst nicht Champion werden. Das wird eher wie ein normaler Arbeitstag für mich werden. Ich steige in den Ring, erledige meine Arbeit, schlage dich locker und easy und gehe wieder, um mich auf eine wirkliche Herausforderung vorzubereiten, auf eine, die sich diese Chance wenigstens bei einem PPV erarbeiten konnte. Da… Wade: Oh, das PPV-Argument, natürlich! Weil ich nicht auf der Card war, die DU zusammenstellst! Wie erklärst du dir das denn, dass ich plötzlich trotzdem hier bin, wo ich bin? Du hast mich doch nur nie aufgestellt, weil du Angst hattest, weil du weißt, was ich kann und dass ich dich besiegen werde, wenn ich die Chance dazu bekomme! Finn: Ich hab Angst vor dir? Wade: Ja! Finn: Wie erklärst du mir dann, dass du in 3 Wochen ein Match gegen mich bestreiten wirst? Um den Titel? Wade: Weil es unausweichlich ist! Du kannst der größten Gefahr, die von dieser Liga ausgeht, nicht noch länger ein Match verweigern! Finn: Natürlich, das wird es sein, wie konnte ich das nur übersehen? Wade, denkst du wirklich, jemand wie ich würde aus Angst handeln? Denkst du wirklich, ich hätte Angst vor dir, wenn ich mich mit Brock Lesnar in den Ring stelle? Oder das Risiko eingehe, auf Samoa Joe zu treffen. Ok, Joe ist vielleicht doch nicht die ganz große Gefahr, immerhin hat er gegen dich verloren, aber… Wade: Aber? Finn, du hast ein ganz großes Problem. Du willst allen anderen einreden, dass sie sich überschätzen, dabei bist du derjenige, der sich am Allermeisten überschätzt. Hast du eigentlich einmal einen Blick auf deine Defenses geworfen? 3 Mal den Titel verteidigt seit Juni, davon glücklich gegen Brock Lesnar! Ohne Seth Rollins hättest du den Gürtel dort verloren, du hättest den Gürtel an Samoa Joe verloren und Finn, ich habe Samoa Joe besiegt. Ich habe das Monster bezwungen und ich werde auch den Demon King besiegen. Ich hatte Kämpfe im Untergrund von Preston, davon kannst du nicht einmal träumen, also kannst du mir ruhig glauben, dass ich deine Fantasie wieder zurück ins Land der Märchen verbannen kann. Du wirst dich noch wundern, was alles geht, Demon King.
Nach diesen verachtenden Worten legt Barrett das Mic nieder und verlässt den Ring. Je näher er Finn Bálor kommt, der auf der Stage steht, desto angespannter wird dieser, aber Wade wirft ihm nur einen Blick zu, bevor er die Halle verlässt und den World Heavyweight Champion bis in die Werbung alleine dort zurücklässt.
1st Match: The Empire (Matt Taven & Brad Maddox, w/Chad Gable) besiegen The South Pacific Power Trip (TK Cooper & Travis Banks, w/Dahlia Black) via Pin von Taven an Cooper nach dem Climax (05:12)
The Empire gelingt also der Sieg gegen die Local Heroes aus Neuseeland gleich nebenan, ein möglicherweise ganz wichtiger Sieg für das einst so starke Duo! Doch beim simplen Jubeln wollen es Matt Taven, Chad Gable & Brad Maddox nicht belassen, weshalb Taven nun ein Mic fordert. Matt: Wir können es immer noch! The Empire ist immer noch am Leben und wenn wir die Chance bekommen, sind wir nicht schlechter als vorher! Alles, was ihr seht, wird vom Netzwerk kontrolliert, aber wir zeigen, dass deren Realität nicht unbedingt unsere Realität sein muss. Drew Galloway, du lebst nochmal in deiner eigenen Realität. Für dich gibt es eine Gefahr, vor der du die Leute retten willst. Diese Gefahr sehen wir auch, aber du bist ein Teil davon, was genau siehst du also? Du siehst nur das, was du sehen willst und das ist deine Ideologie, aber unser Sieg hier widerspricht allem, was du je gesagt hast! Für dich sind wir Loser, für dich sind wir am unteren Ende und doch haben wir hier einen Sieg und du nicht. Du redest, wir handeln, also Drew, komm heraus, ich hab etwas für dich!
Matt Taven muss auch nicht lange warten, da erscheint der Sinister Scotsman auch schon auf der Stage unter einer schwarzen Kapuze. Drew: Was willst du?
Matt: Ich will das ein für allemal beenden. Diesen ganzen Schwachsinn, diese ganze Geschichte soll endlich geklärt werden. Ich will ein Match. Ein Match, aber nicht du gegen mich, nein. Du hast The Empire verraten, du hast uns geschadet, du hast und beleidigt, bist über uns drübergefahren und hast uns deine scheiß Ideologie vorgesetzt, die angeblich so gut ist, dass du laut deiner Weltansicht längst World Heavyweight Champion sein solltest! Aber du bist es nicht und weißt du auch, wieso? Seit du ausgetreten bist, bist du kein bisschen relevanter geworden, du stehst immer noch maximal auf einer Stufe mit uns und wirst auch nie über uns stehen, denn solange du so desillusioniert bist, wirst du weiter verlieren und die erste Niederlage wird es am 3. Januar gegen uns setzen. Du, TJP & Ethan Carter III oder sonst wer gegen uns. The Empire gegen Drew Galloway und seine Söldner. Lass uns das ein letztes Mal klären.
Drew Galloway kann über diese Worte aber nur schmunzeln. Drew: Ich bin kein bisschen relevanter geworden, sagst du? Und gleichzeitig bin ich desillusioniert? Matt, dir mag es nicht so auffallen, aber ich bin der einzige Grund, warum man dich noch im TV sieht. Ich trage The Empire selbst nach meinen Austritt noch, ihr solltet mir dankbar sein und stattdessen macht ihr hier so etwas. Aber gut, ich akzeptiere die Challenge. Vielleicht müsst ihr ja erst so richtig gedemütigt werden, bevor ihr merkt, wer euer Retter ist. Wir sehen uns am 3. Januar.
Nach diesen Worten verlässt Galloway unter seiner Kapuze wieder die Halle und lässt ein durchaus zufriedenes Empire im Ring zurück, bevor das Bild langsam ausblendet und der Bildschirm schwarz wird.
Wir sehen nun die Straßen einer Stadt bei Nacht, einzig beleuchtet durch die Laternen am Straßenrand und vereinzelt vorbeifahrenden Autos. Auf dem Gehsteig zwischen einem Straßenschild und einer Palme sehen wir Ethan Flint sitzen, seine Weste um die Hüfte gebunden und mit einer Flasche Wasser in der Hand. Er nimmt kurz einen Schluck, dann reibt er sich mit dem Handrücken über die Augen – macht sich Müdigkeit breit? „So lang…so lang…so lang war ich jetzt wach, so lang war ich unterwegs hierher nach Miami, in die Heimat der Immortal Wrestling Company auf der Suche nach den Büro, nach dem Trainingscenter. Tag ein, Tag aus war ich unterwegs, hab mich geschwunden, hab mein Geld verprasst und jetzt bin ich hier! Miami! Yes!! Haha, jetzt bin ich hier und…und die nicht. Die sind in Australien, in…in fucking Australien. Haha, ich…ich bin durchs ganze Land für was? Für nichts? Dafür, dass ich jetzt halt hier auf der Straße sitzen kann? Haha, das…das ist…das kann doch nur ein Scherz sein. So lang, so beschissen lang, ich hab so viel gesehen, es…es war schon ein Erlebnis, es war wirklich toll…es…“
Ethan sitzt auf der Bordsteinkante, ihm kommen fast die Tränen. Er weiß nicht, ob er lachen oder weinen soll und reibt sich nochmal die Augen, bevor er einen weiteren Schluck nimmt. „Ich hab mich so lang davor gefürchtet, hab mich so lang dagegen gewährt, jetzt habe ich es gemacht und…was jetzt?“
Flint verschlägt nun die Hände vor dem Gesicht und wirft die Wasserflasche weg, bis er merkt, dass er nicht allein ist. „Du auch?“
Erschrocken blickt Ethan nun hoch, wo eine andere Person steht. Ein kleiner Mann, keine 1,70m groß. Sein Kopf ist geschoren, nur ein weißblonder Haarstreifen ist übrig geblieben. Er trägt eine graue Weste, die Ärmel hochgekrempelt, der Reißverschluss offen, sodass man sieht, dass auch er trainiert ist. Ethan: Wer bist du? „Ich bin Darby, Darby Allin. Du bist also durchs ganze Land gereist für das hier?“ Ethan: Ja? Darby: Woher kommst du? Ethan: Seattle. Darby: Ah, du auch? Ethan: Wer bist du? Darby: Mir ging´s gleich wie dir. Ich hatte genug, viel sowieso nicht, also habe ich alles auf eine Karte gesetzt und bin hierher gezogen, in die fremde, weite Welt. Ethan: Und? Darby: Naja, sagen wir es so, ich bringe mich 2 Mal im Monat für 30 Dollar fast um. Ethan: Deathmatches? Darby: Nein. Gabe. Ethan: Oh. Darby: Ja, das Leben ist hart. Also, du willst in die IWC? Ethan: Wer nicht? Darby: …stimmt auch wieder. Du, wir kennen uns nicht, aber wir scheinen uns nicht unähnlich zu sein. Was, wenn wir es gemeinsam versuchen? Ethan: Was? Darby: Wir 2 in die IWC. Ich hab gehört, nächste Woche sind sie wieder hier für eine Woche, sie suchen Leute, die sie nach Europa mitnehmen können. Ethan: Ach ja? Darby: Ja! Das ist unsere Chance! Alleine kommen wir nicht weit, aber zusammen? Auch, wenn´s nur Kanonenfutter wird, aber für meinen Lebensunterhalt nehme ich das in Kauf.
Ethan schaut Allin kurz in die Augen, dann reicht er ihm die Hand und die beiden besiegen den Deal mit einem festen Handschlag. Ethan: Wenn das klappt, Mann, ich sag´s dir, ich kann dir gar nicht genug dankbar sein. Darby: Wir schaffen das schon, Mann. Wir haben es bis hierher geschafft, jetzt schaffen wir das auch noch. Ethan: Na klar.
Zum ersten Mal sehen wir Ethan Flint nun mit einem Lächeln im Gesicht auf der Bordsteinkante sitzen, auch Darby Allin wirkt glücklich. Nächste Woche wollen beide bei IWC Explosion #150 live aus Miami, Florida ihr Glück versuchen, nächste Woche geht es für beide Männer um alles.
Die Halle verdüstert sich, ein unheimliches Geräusch schallt aus den Lautsprechern in der Arena, ein recht kleiner Mann mit Maske und scharfem Blick betritt die Stage und das kann nur eines bedeuten: Jimmy Havoc ist angekommen! Er schreitet langsam die Rampe herab, rollt sich dann aber relativ zügig in den Ring und verschränkt die Hände hinter dem Rücken, richtet dabei das Gesicht zur Stage. Plötzlich hört man überall in der Halle deutlich seine Stimme, obwohl er kein Mikrofon bei sich hat – er muss eines in seiner Maske eingebaut haben, anders ist das eigentlich... kaum zu erklären.
Havoc: „Nun dann, Oliver... die sieben Tage sind vorbei. Und du sagtest schließlich, du stehst zu deinem Wort. Auch wenn ich dich meiner Meinung nach ausreichend gewarnt habe, dich darüber in Kenntnis gesetzt habe, wie es läuft, solltest du mich zappeln lassen. Ich bin hier, und ich will hier und jetzt deine Antwort hören. Sag mir, was mich erwartet. Es interessiert mich wirklich brennend.“
Und tatsächlich, es dauert nicht lange, bis sich Grey in der Arena blicken lässt. Er sieht schick aus wie eh und je, vornehm, elegant und leger zugleich, gleichermaßen autoritär wie gelassen.
Grey: „Und ich halte mein Wort, Jimmy, das habe ich dir zugestanden. Niemand, auch nicht du, soll sagen können, ich sei ein Lügner. Also, Jimmy, ich habe gut darüber nachgedacht und bin zu einem... relativ offensichtlichen und logischen Schluss gekommen. Dein Sieg über Scurll war eine große Leistung, eine beachtliche Leistung, aber um ganz sicher zu gehen, dass du auch wirklich der richtige Mann für diesen Job bist, wirst du heute Abend noch ein weiteres Match bestreiten – keine riesengroße Aufgabe, aber eine, die du nicht unterschätzen solltest. Gib alles, beweise, dass du es jederzeit in dir hast, und Nakamura gehört dir...“
Diese Worte Greys rufen nun allerdings Marty Scurll auf den Plan, der mit dieser Entscheidung – welch Wunder – ganz offenbar mal so gar nicht zufrieden ist! Er bleibt neben Grey auf der Stage stehen.
Scurll: „Das ist doch hoffentlich nicht dein Ernst, Oliver. Sind wir hier wieder in der Schule, wo nur eine kleine Zahl auf einem Blatt Papier ausschlaggebend für die Zukunft eines Menschen ist, nicht etwa die Leistung, die er eigentlich geliefert hat? Wir beide, und auch Jimmy dort drüben wissen ganz genau, wer der WAHRE Sieger dieses Matches war. Falls nicht, kleiner Tipp, Oliver: er steht gerade vor dir. Also überleg dir lieber noch einmal ganz, ganz genau, ob es wirklich das ist, was du willst...“
Havoc: „Ohhh nein, Marty, wir sind nicht mehr in der Schule, keine Angst. Wenn ich raten müsste – ja, dann würde ich vermuten, wir sind gerade entweder in einer Art Kindergarten – denn einerseits bettelst du wie ein kleines Gör darum, etwas zu bekommen, was du gar nicht verdient hast, du willst, dass man Leistungen anerkennt, die keine Leistungen sind. Oder aber... wir befinden uns in einem Gefängnis. Denn andererseits bettelst du geradezu danach, etwas in den Arsch geschoben zu bekommen. Nur dass es sich hier und heute um ein Titelmatch handelt. Wirklich niedlich, Marty, ehrlich, aber du hast den Mann gehört, also... schieb ab und überlass die Diskussion den Siegern und den Mächtigen.“
Grey verschränkt einen Arm und blickt Scurll, der Grey weiterhin fordernd anstarrt, nachdenklich an. „Das hier, Marty, ist nicht das land of make believe, okay? Du solltest einsehen, dass du verloren hast, und dich einfach damit abfinden. Ja, normalerweise wäre es so, aber... diese Fehde zwischen dir und Jimmy Havoc hat ihren Reiz für mich als Zuschauer und ich für meinen Teil habe ein gewisses Interesse daran, dass sie bestehen bleibt. Ohnehin hast du als Sieger des Global Cruiserweight Cup einen gewissen Status, nicht wahr? Also, ich mache dir einen Vorschlag, Marty... auch du wirst heute Abend einen Gegner bekommen, und solltest du in der Lage sein, ihn zu besiegen, dann wirst du ebenfalls dem Xtreme Championship Match hinzugefügt werden. Sei dir jedoch dessen bewusst, dass dein Gegner einige Nummern größer sein wird als der von Jimmy. Der Grund dafür sollte offensichtlich sein. Also, Marty, viel Erfolg und viel Glück – ich würde wagen, zu behaupten, du kannst es gebrauchen.“
Havocs Blick spricht Bände! Auch wenn er seine Maske trägt, ist es nicht zu übersehen, dass er diese Entscheidung keinesfalls gutheißen kann. Scurll zeigt sich zumindest etwas besänftigt, doch die Frage darf gestellt sein: kann Marty die Aufgabe, die Oliver Grey ihm hier gestellt hat, bestehen und sich in dieses Match schmummeln? Und wird Jimmy Havoc vielleicht sogar über sein eigenes Hindernis stolpern? Bald werden wir es herausfinden – but first up... Baron Corbin!
2nd Match: Baron Corbin besiegt Gurv Shira via Pin nach dem End of Days (00:52)
Weiter geht es auf dem Parkplatz hinter der Arena, denn hier taucht just in diesem Moment Seth Rollins auf, der aus seinem Taxt steigt. Mit dem kleinen Koffer in seiner Hand betritt er die Arena durch den Hintereingang und auch wenn es ihm körperlich gut zu gehen scheint, fehlt ihm irgendwie die übliche Lockerheit, diese Selbstzufriedenheit, die, wie kaum zu leugnen ist, nicht selten in Arroganz übergeht. Er wirkt ein wenig angespannt, als er durch die Korridore streift, hin und wieder schaut er sich gar über die Schulter, als erwarte er, dass jemand ihn anspricht – oder sogar attackiert? Kann das womöglich wirklich sein, eine Spur Paranoia im Kopf von Seth Rollins? Doch während Seth seinen Weg fortsetzt, scheinen sich seine Züge wieder etwas zu lockern. Er biegt um eine Ecke, betritt den Korridor, der zu seinem Locker Room führt und plötzlich passiert es – Seth stolpert, stürzt der Länge nach bäuchlings auf den Boden und rutscht ein Stück weit über den Boden, der Koffer fliegt ihm im hohen Bogen aus der Hand, kracht auf den Boden und etliche Kleidungsstücke verteilen sich quer durch den halben Gang. Das sah fies aus! Rollins bleibt einen Moment lang so liegen, blinzelt ein paar Mal, realisiert schließlich, was da eben passiert ist und rappelt sich fluchend wieder auf, packt den Koffer und schmeißt seine Klamotten kreuz und quer zurück in den Koffer. Doch als er dann den Blick wieder hebt, um seinen Weg zum Locker Room fortzusetzen, steht plötzlich jemand vor ihm, eine Person, dessen bloße Anwesenheit Rollins kurz zusammen zucken lässt, denn genau mit dieser Person scheint er von Anfang an gerechnet zu werden.
Orton: „Nanu... da ist dir aber ein blödes Missgeschick widerfahren, Seth. Ich hoffe doch, dir geht es gut? Ach, du musst mich nicht so anschauen, ich verstehe wirklich, wie du dich fühlst. Manchmal ist man einfach nicht bei der Sache. Manchmal beschäftigen die eigenen Gedanken einen so sehr, dass man für die Umgebung keine Augen mehr hat. Oft sind es die ganz gewöhnlichen, langweiligen Dinge des Alltags, die sich uns in den Kopf setzen und uns so sehr ablenken, aber manchmal sind es auch andere Sachen. Emotionen, die so stark sind, die so tief in uns verwurzelt sind, dass sie uns nachts kaum mehr schlafen lassen. Meistens... meistens ist es die Angst, die so was mit uns anstellt. Wir müssen dankbar für die Angst sein. Sie ist ein Millionen Jahre altes Warnsystem, das uns davor bewahrt, Dummheiten zu machen, uns in Gefahr zu begeben. Sie ist ein Urinstinkt, der uns oft in unangenehme Situationen bringt und oftmals nicht mal mehr rational ist, doch ohne sie wären wir aufgeschmissen. Und dennoch, wie es dasselbe mit allen anderen Dingen ist – zu viel Angst tut nicht gut... sie kann wie ein Gift wirken, das uns vereinnahmt und unser ganzes Leben bestimmt. Spätestens dann ist es an der Zeit, etwas gegen diese Furcht zu tun und sie nicht länger einfach als Charakterzug hinzunehmen. Weißt du, wie man eine Angst am Ehesten besiegen und aus dem eigenen Kopf verbannen kann, Seth? Indem man das Übel bei der Wurzel packt. Konfrontationstherapie nennt sich das. Nichts verspricht so große Heilungschancen wie die Entscheidung, sich seiner Angst zu stellen und sie zu bekämpfen. Und weißt du, was dein ganz großer Vorteil ist, Seth? Du weißt, was deine Angst verursacht und du kennst den Weg, die Angst zu bekämpfen. Du weißt, was dich quält und warum, du weißt, was du tun musst, um sie loszuwerden, sie zu besänftigen und wieder in den Schrank tief in deinem Geist einzusperren. Und das solltest du lieber in Bälde angehen... weißt du auch, warum? Wenn man vor der Angst selbst Angst verspürt, ist es manchmal schon zu spät... und wie sie sich die Dinge manchmal eben so entwickeln, kann es sein, dass die eigenen Ängste sich irgendwann als begründet erweisen. Es wäre wirklich eine verdammte Verschwendung, wenn es beim nächsten Mal nicht bei einem Sturz bleiben würde, oder? Wer weiß, was das Schicksal für dich bereit hält? Warte nicht zu lang. Nur ein gut gemeinter Tipp.“
Orton starrt den perplexen Rollins noch eine Weile lang an, ehe er sich in den dunklen Korridor begibt und dort langsam von den Schatten verschlungen wird. Nach einer Weile scheint Seth sich wieder zu fangen; er murmelt nur „Bah, so ein Blödsinn“ und begibt sich in seinen Locker Room. Kaum hat er die Tür hinter sich geschlossen, schalten wir in einen kurzen Werbeblock!
Wir befinden uns nun backstage in der Interview-Zone, wo die Stimme der IWC, Jeremy Borash, mal wieder mit einem ganz besonderen Gast auf uns wartet! JB: Ladies & Gentlemen, wir befinden uns in einem Jahr, in dem sowohl die Xtreme-, als auch die Intercontinental Champion einen großen Sprung in Sachen Prestige gemacht hat. Große Titelträger und fantastische Matches haben 2016 wirklich zu einem Breakout-Jahr für viele Wrestler gemacht, doch wie wir uns jetzt aufs Jahr 2017 zubewegen, wirkt es fast so, als wären beide Titel fest in japanischer Hand. Um seinen Leader nicht zu stören, hat Kazuchika Okada beinhart die Xtreme Championship für sich beansprucht und sein Shinsuke Nakamura konnte Samoa Joe bei All Hail tatsächlich entthronen…ist das für sie eine Art extra Ansporn gewesen, so schnell ebenfalls nach Gold zu greifen, Mr. Suzuki? Suzuki: Worauf wollen Sie hinaus? Ob ich wegen Kazuchika Okada nach der Intercontinental Championship greife? Ja! Das habe ich so aber auch schon mehr als nur einmal gesagt. Er fühlt sich jetzt wie der Größte, wie der König der Welt, ich aber werde ihm zeigen, dass das, was er kann, auch für mich kein Problem darstellt. JB: Sie gehen also fest davon aus, dass Sie Kenny Omega besiegen werden? Immerhin sprechen wir hier von dem Mann, der bei seinem Debüt AJ Styles besiegen konnte und auch danach noch 2 Mal der Sieger gegen ihn war. Suzuki: Na und? Was soll an Kenny Omega so besonders sein? Ich zweifle nicht an, dass er ein guter Wrestler ist, denn das ist er, sonst wäre er nicht da, wo er jetzt ist, aber ist er ein Großmeister? Ich denke nicht. Bin ich ein Großmeister? Ja und das hat auch seinen Grund. JB: Warum gehen sie nicht einfach auf Nakamuras Xtreme Championship los? Wäre das nicht eigentlich der viel logischere Schritt? Suzuki: Nein, denn ich denke weiter als Sie. Ich werde Intercontinental Champion werden. Shinsuke Nakamura wird Xtreme Champion bleiben. Was macht Okada? Nichts. Und er hat auch nichts. Das wird ihn wurmen und früher oder später stürzen. Wird er gegen Finn Bálor turnen? Oder gegen Nakamura? Ich weiß es nicht, aber es wird passieren, das ist für mich der springende Punkt. SZG dagegen wird weiterleben, mein Dojo bleibt bestehen und ich bleibe der Intercontinental Champion. JB: Sie haben es heute schon angesprochen, Sie bezeichnen sich her in der IWC als Großmeister. Was kann man hinter diesem Titel verstehen und allgemein hinter Ihrem System. Ist das einfach nur eine antiautoritäre Rebellentruppe oder wie kann man sich das vorstellen? Suzuki: Antiautoritär…ja, so kann man das durchaus sehen. Ich bin einfach kein Freund des Netzwerks, ich weigere mich, für diese Faschisten zu arbeiten, denn nichts anderes sind sie eigentlich. Sie haben einen Anführer und mehrere Männer, die ihm untergeordnet sind. Finn Bálor bedient sich dabei am natürlichen Wunsch der Männer nach Macht, nach Stärke. Im Netzwerk gibt er ihnen genau das, er gibt ihnen das Gefühl von Stärke, eine Bedeutung, einen Sinn. In der Gruppe wird man stärker, auch wenn man sonst ein Niemand ist, darauf baut er auf, aber gleichzeitig impft er allen sein Gedankengut ein, verbreitet seine Ideologie und stellt sich als der Gute dar. Wenn man sich das einmal verinnerlicht, diesen Populismus, um seine Gegner systematisch auszuschalten, dann versteht man, was ich hier mache. Finn Bálor erschafft Roboter, ich trainiere Individuen. Mein Ziel ist es nicht, Soldaten für mich zu machen, mein Ziel liegt darin, eine neue Generation an eigenständigen Stars zu erschaffen. Wenn das Netzwerk irgendwann nicht mehr ist, werden auch viele ihrer Leute nicht mehr sein, meine Schüler aber werden stark genug sein, diese Hürden zu nehmen und lebendig zu bleiben. Zu kämpfen. Diesen Geist will ich ihnen einimpfen, ihren Geist, ihre Persönlichkeit. Ich würde sagen, das unterscheidet mich am meisten vom Netzwerk. Ein Kota Ibushi könnte SZG jederzeit verlassen, r würde überleben. Nur was wäre Okada ohne das Netzwerk? Oder Matt Riddle? All diese Gems, die dort heranwachsen sind hauptsächlich dort, weil sie omnipräsent dargestellt werden. Alles wird vom Netzwerk ins Licht gerückt, wie es ihnen passt, doch wenn ich Intercontinental Champion bin, können sie mich nicht mehr aus dem Weg räumen, verstehst du? JB: Laut und deutlich. Suzuki: Danke, Jeremy. JB: Ganz meinerseits, Großmeister.
Suzuki verbeugt sich noch kurz vor Borash, bevor er die Interview Zone verlässt und einen baffen JB dort zurücklässt, bis IWC Explosion in eine kurze Pause geht.
Nun steht in der Halle das nächste Match an und „Suicidal“ Jimmy Havoc ist auch bereits im Ring, doch wer wird sein Gegner sein? Der Brite wartet gespannt im Seilgeviert, doch wirkt sehr überrascht, als die Musik von…Jack Evans erklingt?! Tatsächlich, der „Aerial Wizard“ Jack Evans wird der Gegner von Jimmy Havoc sein, den dieser besiegen muss, um ins Xtreme Championship Match bei Russian Roulette einzuziehen, doch bevor der Tag Team Partner von PJ Black zum Ring kommen kann, zückt er wie immer sein Mikrofon und wendet sich an die gut gelaunte australische Crowd. Jack: Ladies & Gentlemen, euer Warten hat ein Ende!!! Der Darewolf PJ Black und die Baddest Bitch In The Building sind hier und endlich kommt das Entertainment im Sports Entertainment wieder zum Vorschein! Endlich habt ihr einen Grund, euch von den Sitzen zu erheben, denn wer von euch will schon jemanden mit einem traurigen Bauch sehen, wenn er mich sehen kann?! Wer von euch will denn bitte selbsternannte finstere Gestalten sehen, wenn er Jack fucking Evans haben kann??? Wenn wir schon auf einem Kontinent sind, auf dem sich die Klospülung in die andere Richtung bewegt, können wir auch gleich die Show in eine andere Richtung bewegen, hab ich nicht Recht? Natürlich hab ich das. Wer wartet da jetzt eigentlich auf mich?
Evans & Black werfen nun einen genauen Blick zum Ring, als würden sie gegen die Sonne schauen. Jack: Siehst du etwas, Bruder? PJ: Ich sehe etwas Weißes, kann aber nicht sagen, was das ist. Jack: Wie sieht es aus, Bruder? PJ: Es hat eine schreckliche Frisur und ein nicht kinderfreundliches Tank Top. Jack: Was könnte das nur sein? PJ: Für mich sieht das aus wie ein Jackass! Jack: Wie mein Arsch? PJ: Nein, ein Jackass! Ein Wichser! Eine Cunt! Jack: Oh, sag das doch gleich! Ja, jetzt, wo du es sagst, sehe ich es auch!
Während die 2 auf der Ramp blödeln, scheint Jimmy Havoc im Ring keine Lust auf Späße zu haben. Er geht sauer umher, bis es ihm zu viel wird und er dem Ringsprecher das Mic entreißt. Jimmy: Habt ihr es dann bald? Ich bin nicht hier, um euch 2 Fotzen beim Labern zuzuhören, ich reiß dir gleich deine scheiß Birne vom Kopf, verstanden?
Jack Evans scheint diese Antwort durchaus zu gefallen. Jack: Chill, J… Jimmy: Nein, ich werde verdammt nochmal nicht chillen! Beweg endlich deinen scheiß Hintern zum Ring und lass uns das hinter uns bringen!
Evans & Black lachen ihr Gegenüber noch kurz aus, dann steigt der Aerial Wizard tatsächlich zu Havoc in den Ring und der Referee kann das Match anläuten!
3rd Match: Jimmy Havoc besiegt Jack Evans (w/PJ Black) via Pin nach dem Acid Rainmaker (07:54)
Wir finden uns wieder auf einer giftgrünen Wiese wieder, aus welcher ein prächtiger Apfelbaum zum strahlend blauen Himmel emporragt. Das Bild ist wieder leicht schief und verschwommen, im Hintergrund hören wir auch heute wieder ein mysteriöses Kinderlachen. Die Herkunft dieses bleibt uns aber auch heute verborge, denn sofort wechselt das Bild in eine Holzhütte. Hier wirkt es so, als würden wir aus einem versteckten Loch in einer Wand den Raum von schräg unten beobachten, dort steht jedoch nur ein leerer Stuhl. Der Stuhl whippt leicht, jedoch ohne Fremdeinwirkung, plötzlich taucht wieder Rosemary von rechts im Bild auf. Es wirkt, als würde sie vor etwas flüchten, wir hören jedoch nichts aus dem Raum, sondern hören nur eine seltsame Melodie, wie aus einem Kinderspiel, immer und immer wieder herunterlaufen. Nachdem sie auf der linken Seite aus dem Bild verschwunden ist, müssen wir einige Sekunden waren, bis plötzlich Bram ebenfalls rechts ins Bild tritt. Der Brite, der bei TNA in Hardcore-Matches Berühmtheit erlangte, trägt wieder ein schwarzes Hemd und starrt gerade nach vorne, bis er auf den Stuhl blickt. Er legt kurz eine Hand auf den whippenden Stuhl und stoppt ihn so, doch als er loslässt, fängt es schon wieder von vorne an. Bram schüttelt nur den Kopf und blickt wieder in Richtung Rosemary, bevor er sich plötzlich unserer Seite zuwendet, auf uns zugeht und die Hand über die Linse legt, womit das Bild schwarz wird und auch die seltsame Musik verstummt.
Zurück in der Halle erklingt jetzt die Musik der Total Nonstop Heels und die ehemaligen IWC Tag Team Champions Tommy End & Thumbtack Jack erscheinen in Ring Gear auf der Stage. Der Holländer End hat auch ein Mikrofon dabei und will gleich auf der Stage ein paar Worte sagen. Tommy: Warfare! Letzte Woche haben wir ausgemacht, dass es ein Match geben wird. Ihr gegen uns, wann immer ihr wollt. Jetzt fragen wir, wann wollt ihr das Match? Wann sollen wir da sein, wann sollen wir das klären? Mehr wollen wir jetzt gar nicht, gebt uns einfach einen Ort und ein Datum, damit wir wissen, wann wir geraucht werden.
Die Fans jubeln über Tommys Direktheit, doch mehr kann der Satanist gar nicht sagen, als plötzlich etwas auf dem Titantron erscheint. Es ist ein schwarzer Raum, in diesem Raum steigt Rauch auf und inmitten des Rauchs wird plötzlich King Cuerno erkennbar. Der Hunter atmet einmal langsam tief ein und aus, bevor er seinen Blick nach vorne richtet. Cuerno: Heute.
Sofort nach dieser Message verschwindet der Luchador wieder vom Titantron und der Fokus liegt wieder auf Tommy End. Dieser aber wirkt nicht gerade wenig verwirrt und wechselt mehrmals Blicke und einige Worte mit Jack aus, bevor die beiden die Stage ebenfalls wieder verlassen und wie wir in die Backstage-Area verschwinden.
Backstage sehen wir jetzt einen angepissten Jimmy Havoc nach seinem Match durch die Gänge ziehen. Dabei hätte der britische Deathmatch-Star gar keinen Grund dazu, immerhin konnte er sich vorhin erst mit seinem Sieg einen Platz im Xtreme Championship Match bei IWC Russian Roulette sichern! Doch die Späße von Jack Evans gingen ihm wohl ordentlich auf den Leim und es hilft seiner Stimmung auch kaum, dass Marty Scurll nun plötzlich lachend vor ihm auftaucht. Marty: Oooohhhh Jimmy Jimmy, du Cunt, oohhhh ahahahahahahaha! Jimmy: Auf der falschen Seite geschlafen oder was ist in dich gefahren? Marty: Ohhh, was ist das da in der Ferne, Jimmy? Was ist das da? Ist das ein Jackass? NEIN! Es ist Jimmy Hav…
Der Geduldsfaden Havocs ist jedoch sehr kurz, weshalb es ihm jetzt schon reicht und er Scurll einen ordentlichen Schubser verpasst. Jimmy: Noch so eine Bemerkung und ich schlag auch dir den Schädel ab wie Jack vorhin. Marty: Oh ja, weil ich natürlich mit dem Clown vergleichbar bin. Jimmy: Also das Ergebnis zwischen uns beiden und meinem Match vorhin war identisch. Marty: Es ist völlig egal, wer wen gepinnt hat. Ich habe den Ring auf 2 Beinen verlassen, du musstest gestützt werden, so sah es aus. Jimmy: Ich war der Sieger damals und ich war der Sieger heute, so sieht es aus, Punkt. Ich stehe im Xtreme Championship bei Russian Roulette, du nicht! Marty: Ohhh, das kommt schon noch, Du fühlst dich sehr sicher, fühlst dich als Sieger, aber du wirst Russian Roulette nicht als Champion verlassen. Jimmy: Schau du erstmal, dass du überhaupt dorthin kommst, auf dich wartet ja noch ein schönes Stück Arbeit. Marty: Mach dir darum mal keine Sorgen, ich werde meinen Job schon erledigen. Jimmy: Ja? So sicher klingst du nämlich nicht. Dieses Spotten, dieses Verschleiern der Realität, das klingt nach Angst, das sind die Taten eines u sicheren Mannes. Du hast gesehen, wer mein Gegner war, du weißt, du bekommst einen stärkeren Gegner und ich weiß, dass du es nie zugeben würdest, aber du weißt, dass du nicht so gut bist, wie du es gerne darstellst. Mach mir nach, dann reden wir weiter.
Jimmy Havoc geht anschließend an Marty Scurll, dessen Miene sich nun auch verfinstert, weiter und verschwindet aus dem Bild, während der Villain seinen Regenschirm nochmal stärker umgreift, bevor IWC Explosion in eine kurze Pause geht.
Backstage sehen wir nun Toni Storm, die ganz offensichtlich mit einer ungesunden Portion Wut im Bauch durch die Gänge streift und dabei ihren Kollegen und den Mitarbeitern keinerlei Beachtung schenkt – so kennt man sie eigentlich kaum, doch dies sind nun mal besondere Umstände. Zielstrebig kehrt sie in einen Gang ein, erblickt eine Tür am Ende des Korridors und hält genau darauf zu. Es ist ein Locker Room – der Locker Room von Jusation, wie zu erwarten war. Doch als Toni bereits ihre zur Faust geballten Hand hebt und sie an die Tür hämmern will, schwingt diese plötzlich nach innen auf und die junge Deutsche steht dort. Sie scheint nicht sonderlich überrascht zu sein, Toni vor sich stehen zu sehen, und verschränkt lediglich die Arme vor der Brust. Ihr Blick sagt bereits mehr als tausend Worte – es ist mehr als deutlich, dass sie sich gerade angenehmere Gesellschaft vorstellen könnte als ihre wütende Ex-Freundin.
Jusation: „Na super, war ja klar, dass du hier aufkreuzen würdest. Was willst du von mir? Hey, und mach's kurz, ich hab wirklich Besseres zu tun als ein sinnloses Streitgespräch mit dir zu führen.“
Toni: „Ist mir doch egal, was du so zu tun hast, du hörst mir jetzt einfach mal ein paar Minuten lang zu, hast du verstanden? Juli – VERDAMMT NOCHMAL! Wie kannst du mir so was antun? Wie kann sich jemand nur so sehr verändern? Wieso zeigst du mir plötzlich deine hässliche Seite? Warum konntest du nicht von Anfang an mit offenen Karten spielen und mir sagen, dass ich dir scheißegal bin? Wenn du nur diesen Titel willst, dann bitte, geh deiner Wege und lass dich nochmal von Jinny wegputzen, aber zieh mich da nicht mit rein, ich hab keine Nerven für so einen Unsinn! Du hast mir mit deiner scheiß Aktion verdammt weh getan, weißt du das eigentlich? Weißt du, wie viel ich wegen dir geheult hab? Ich wollte heute eigentlich erst gar nicht hier auftauchen, aber ich hab ja einen Job! Einen Job, bei dem ich mir nicht mal mehr sicher bin, wie sehr ich ihn eigentlich noch machen will, so wie du mir die Freude daran genommen hast! Nicht weil diese Women's Championship mir so viel bedeutet, sondern weil du meine Gefühle mit Füßen getreten hast! Ich hoffe echt, du bist stolz auf dich, ganz ehrlich!“
Jusation: „Wow, bist du dann endlich fertig? Ja, natürlich bin ich stolz auf mich. Ich hab getan, was ich tun musste. Die Zeit mit dir war ganz witzig, aber du warst am Ende nur noch Ballast und ich konnte nicht riskieren, dass du ein Titelmatch bekommst. Denn ganz ehrlich, wenn ich mich entscheiden muss zwischen so einer Liebschaft, wie ich sie mit dir hatte, oder diesem wunderschönen Titel, der längst meine Hüften zieren sollte, dann muss ich ja wohl nicht lange überlegen. Für ein bisschen mehr als wilden Spaß bist du halt einfach nicht zu gebrauchen, Toni. Ich mein, schau dich mal an, du machst hier eine Szene, als wäre wer weiß was passiert. Hast du denn gedacht, die Scheiße hält ewig oder was? Das hier ist immer noch Pro Wrestling und keine Schnulze von Rosamunde Pilcher, komm schon! Zeig dich doch mal von deiner realitätsnahen Seite und hör auf, mich hier voll zu heulen. Die Leute gucken schon wieder so dämlich, weil du den halben Backstagebereich zusammen schreist.“
Toni: „Du bist doch echt das... das ALLERLETZTE, Ju! Ich hoffe, Jinny macht dich so was von fertig, dass du nie mehr auch nur an ein Titelmatch denken kannst! Und wenn sie mit dir fertig ist, dann schnapp ich mir, was von dir übrig ist, du...“
Doch weiter kommt Toni nicht, denn just in diesem Moment betritt Sebastian den Gang und ob es Tonis deutlich erhobener Stimme oder nur dem Zufall geschuldet ist, erfahren wir bis auf Weiteres nicht, denn Ju lässt Toni einfach stehen und fällt Seb um den Hals, als wäre es das Normalste der Welt! Der schaut mehr als perplex drein – und noch mehr als ohnehin schon, als...
Jusation: „Ach Seb, endlich bist du da... endlich jemand hier, der normal ist... endlich jemand, der es wert ist, dass ich meine Zeit mit ihm verbringe! Und wie schön, dass du allein bist... diese dämliche Puderquaste Jinny braucht auch wirklich keiner. Und du am Allerwenigsten, mein Lieber. Im Gegensatz zu ihr kann ICH dir alle deine Wünsche erfüllen. Du musst sie mir nur sagen und ich werde dafür sorgen, dass du der glücklichste Mann der Welt sein wirst... EGAL was. Ich versprechs dir.“
Sebastian: „Also ganz ehrlich, ich hab mit Jinny eigentlich schon alles, was ich brauche. Wenn du so verzweifelst 'nen Mann suchst, probiers doch mal auf Tinder oder so, aber tu mir den Gefallen und lass mich bloß in Ruhe, ich hab echt keine Lust, dass Jinny mich so mit dir sieht, sie ist eh schon mad as f...“
Doch zu spät! Jusation kümmert sich gar nicht um das, was Sebastian da sagt, und küsst ihn mitten auf den Mund! Wutentbrannt packt Toni Jusation und zieht sie von Sebastian weg, woraufhin Jusation jedoch plötzlich Tonis Kopf packt und SIE auch direkt auf die Lippen küsst! Mit angewidertem Blick schubst Toni sie von sich und stürmt schließlich davon. Jusation grinst ihr kurz hinterher, dann verschwindet sie in die entgegen gesetzte Richtung – gerade noch rechtzeitig, denn direkt im Anschluss taucht plötzlich eine vor Wut kochende Jinny an Sebastians Seite auf, die ihm eine schallende Ohrfeige verpasst!
Jinny: „LANGSAM HAB ICH DIE SCHNAUZE VOLL! Was soll die Scheiße eigentlich? Kann man dich nicht mal zwei Minuten aus den Augen lassen, ohne dass du mit irgendeiner dämlichen Schlampe am rummachst?“
Sebastian: „Babe, jetzt hör doch mal wenigstens zu, ich wollte das doch überhaupt nicht. Sie hat mich einfach gepackt und...“
Jinny: „Ja, ja, spar dir das hohle Gewäsch. Los, komm mit! Wenn ich noch einmal sehe, dass du was mit einer anderen anstellst, dann singst du bald im Eunuchenchor, capiche?“
Wütend packt Jinny Seb am Ohr und zieht ihn, während dieser „aua, lass das doch sein!“ ruft, aus dem Sichtfeld der Kamera. Damit geht’s zurück in die Arena!
4th Match: Marty Scurll besiegt Seth Rollins via Pin nach einem Roll-Up -> advances to Russian Roulette (13:22) -Als Rollins das Match mit dem Curb Stomp beenden wollte, wurde die Ringglocke geläutet, sodass Scurll dem abgelenkten Rollins einen Low Blow verpassen konnte Damit steht Marty Scurll im Xtreme Championship Match bei Russian Roulette!
Was zum Teufel ist denn hier passiert – wieso wurde die Glocke so früh geläutet? Der Timekeeper will es nicht gewesen sein! Doch die Frage, die sich allen Zuschauern und Beobachtern just in diesem Moment stellt, wird kurz darauf auch schon beantwortet, denn Randy Orton steigt plötzlich aus dem Timekeeper Area über die Barrikade und hat ein äußerst zufriedenes Grinsen aufgelegt! Er hat Rollins um diesen Sieg gebracht! Während Marty Scurll samt Pelzmantel, Regenschirm und Sonnenbrille den Ring verlässt und höchst zufrieden mit „seiner“ Leistung im Backstagebereich verschwindet, schwindet das Schmunzeln auf Ortons Gesicht plötzlich und er rollt sich in den Ring, bleibt dort liegen, stützt sich nur hinter dem sich mühselig wieder aufrichtenden Rollins auf den Unterarmen ab. Seth schafft es kaum aus eigener Kraft auf die Füße, stolpert beinahe in die Seile, als er endlich wieder steht, dreht sich ahnungslos um UND KASSIERT DEN RKO! ROLLINS IS OUT! Randy bleibt auf einem Knie neben Seth sitzen, ehe er sich wieder flink aus dem Ring raus rollt und unter lauten Jubelrufen die Rampe hinauf geht. Früher am heutigen Tage gab es einen undeutlichen Wink mit dem Zaunpfahl von Randy an Seth, jetzt hat er den Pfahl quasi geschmissen! Was wird das für die beiden bedeuten? Wir dürfen gespannt sein... jetzt geht’s aber erstmal zurück in die Werbung!