HERE WE GO! Houston, Texas is on fire, denn IWC Explosion #141 ist hier heute live vor Ort und mit über 18000 Zuschauern ist das hier befindliche Toyota Center restlos ausverkauft! Die Fans machen gewaltige Stimmung, als das bunt lodernde Feuerwerk herunter gebrannt ist, und lassen so selbst den altbekannten Kommentatoren Corey Graves und Mauro Ranallo kaum Zeit und Raum für eine ruhige Ansprache.
Nach diesen ersten Bildern kehrt für einen kurzen Augenblick Ruhe in die Arena ein, doch dann beginnt das Theme von Seth Rollins zu spielen und schon steht das Center wieder Kopf – die Reaktionen fallen durchaus gemischt aus! Von Netzwerk-Gegnern zu -Befürwortern scheint alles dabei zu sein, keine Fraktion überwiegt wirklich, weshalb Rollins hier gleichermaßen Jubel und Buhrufe entgegen schallen. Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht schließt Rollins die Augen und streckt die Arme aus, als wolle er die Reaktionen der Fans allesamt in sich aufsaugen. Diese Geste erhöht den Geräuschpegel in der Arena nur noch mehr, was wohl genau das ist, was Rollins damit bezwecken wollte. Nun steigt der #1 Contender auf die IWC World Heavyweight Championship durch die Seile, lässt sich ein Mikrofon geben und geht damit einige Runden durch den Ring, lässt den Blick in aller Ruhe durch die Crowd schweifen, bis er schließlich mit einem Schmunzeln zu sprechen beginnt.
Seth: „In gewisser Hinsicht muss ich meine Meinung über manche Leute hier revidieren. Denn lange ging ich davon aus, dass die Verantwortlichen hier gewissermaßen schwer von Begriff sind. Doch wie sich herausstellen sollte, reicht ein gezielter Curb Stomp gegen Brock Lesnar in Verbindung mit einigen klaren Worten heutzutage offensichtlich doch noch aus, um allen, wirllich ALLEN hier klar zu machen, wer ein Match um die IWC World Heavyweight Championship verdient. Oliver Grey und Finn Bálor sind die Verantwortlichen der IWC. Die wirklich wichtigen Männer. Die, die man auf seiner Seite haben muss, wenn man es hier zu was machen will. Sollte man zumindest meinen. Aber ihr wisst genauso gut wie ich, dass ich dieses Titelmatch angeblich nicht bekommen habe, weil ich es verdiene, weil ich der rechtmäßige Herausforderer für Finn Bálor bin, sondern weil ich keine Herausforderung darstelle. Ja, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Und ich weiß genau, was ihr jetzt alle denkt. Grey und Bálor sind feige. Sie wählen den einfachen Weg, sie nehmen lieber Rollins als nochmal Lesnar, denn der ist kleiner, dünner, nicht mal annähernd so ein Monster, aber NEIN, weit gefehlt. Nein, Finn Bálor ist verdammt mutig, Ladies and Gentlemen, und ja, ich breche hier eine Lanzen für diesen Mann, der gleichermaßen Kollege, Vorgesetzter und Rivale für mich ist. Denn vergesst eines nicht! Auch wenn in den Geschichtsbüchern, die die Historie der IWC niederschreiben, für immer und ewig ein Sieg Finn Bálors über The Beast, The Conqueror, Brock Lesnar verzeichnet sein wird, so war es doch ICH, Seth Rollins, der dieses Monster nieder gestreckt hat. Ich habe mit einem einzigen Curb Stomp den Mann ausgeschaltet, der unseren amtierenden World Heavyweight Champion in der Luft ZERRISSEN hätte, der jetzt IWC World Heavyweight Champion wäre, wäre ich nicht gewesen! Ich stehe über dem Mann, der bereits so sagenhaft weit über Finn Bálor steht, und dass Finn mir trotz dieser Tatsache ein Match um seinen Titel zuspricht – das zeichnet keinen Feigling aus, sondern einen Mann mit Rückgrat, einen Mann mit Eiern, mit Mumm in den Knochen. Doch wisst ihr, wo das Problem bei der ganzen Sache liegt? Zwischen Mut und Dummheit liegt nur ein sehr, sehr schmaler Grat, der schon viele große Männer und Frauen ihren Kopf gekostet hat. Mit Finn wird es nicht anders sein. Ich habe eben bereits offen gelegt, wie weit ich über ihn stehe. Dieser Champion ist kein würdiger Champion und das sollte jedem klar sein... und für euch, meine Damen und Herren, möchte ich hoffen, dass die anderen Matches bei All Hail eine gewisse Dauer aufweisen können, denn – so ehrlich will ich sein – mehr als fünf Minuten könnt ihr von dem Main Event nicht erwarten. Länger wird dieser angemalte Trottel wohl kaum durchhalten, so leid es mir auch tut... es braucht, wie ihr wisst, nur einen Curb Stomp, und die Sache ist durch. Easy as pie.“
Und so, wie dieses gewagte Statement im Publikum einiges an Reaktionen hervorruft, lässt es auch Oliver Grey nicht kalt, der nun die Stage betritt, selbstverständlich mit einem Mikrofon in der Hand!
Grey: „Netter Sermon, Seth, ehrlich. Es ist schön zu sehen, dass sich trotz des unaufhaltsamen Wandels der Zeit einige Dinge niemals ändern werden. Zum Beispiel die Tatsache, dass selbst kleine Erfolge einen Seth Rollins sich sehr, sehr sicher fühlen lassen, als hättest du schon alles geschafft auf dem Weg dahin, wo du eigentlich noch hin willst. Du legst da wirklich eine recht interessante Wortwahl an den Tag, mein lieber Seth – 'easy' wird es für dich also, ja? Glaubst du das wirklich? Meine Güte, du armer Irrer, ich fürchte, du musst noch viel lernen. Gerade jetzt verwechselst du Wirkung und Ursache ganz erheblich! Denn hätte Finn Lesnar nicht schon bis an einen Punkt erschöpft, an dem Brock nicht mehr allzu viel Gegenwehr zu leisten vermochte, dann hättest du deinen hübschen Curb Stomp, auf den du unverständlicherweise so wahnsinnig stolz bist, nie und nimmer durchbringen können! Was du getan hast, war lediglich, ein kleines Tröpfchen Brandbeschleuniger in die bereits lodernde Flamme von Brock Lesnars historischer Niederlage zu schütten. Ein Tröpfchen, das es wahrscheinlich niemals gebraucht hätte. Finn war zum Zeitpunkt deines Erscheinens nicht mal am Rand einer Niederlage, also woher nimmst du dir das Recht, zu behaupten, du hast Brock Lesnar besiegt? Du hast Brock Lesnar nicht besiegt! Das war Finn Bálor, The Demon King, Leader des Netzwerks und du hast Finn unter einem großen Vorwand einen Dienst erwiesen, den Finn niemals hätte in Anspruch nehmen müssen. 'Verdient' hast du dir gar nichts – lediglich die Demütigung, die dir bei deiner Titelmatchniederlage gegen Finn demnächst zuteil werden wird.“
Für diese Worte hat Seth lange nur lautes und höhnisches Gelächter übrig; die Pro-Seth-Fraktion im Publikum hat mittlerweile laute „CURB STOMP CITY“-Chants angestimmt, die Rollins tatsächlich für einen Moment zum Schmunzeln bringen, ehe er sich seine Antwort zurecht legt.
Seth: „Jetzt halt mal für einen kurzen Moment die Luft an, Oliver, und überleg dir nochmal bitte ganz genau, was du eben gesagt hast, während du die letzten Minuten des Main Events von Highway to Hell Revue passieren lässt. Erinnere dich daran, wie das genau ablief. Von der Barrikade aus verpasste ich Lesnar erst mein Flying Knee, um ihn kurzzeitig auszuknocken. Innerhalb weniger Sekunden verfrachtete ich das Beast dann aufs Kommentatorenpult und gab ihn mit einem Curb Stomp schließlich den Rest. Diese ganze Aktion gab Finn genug Zeit, im Ring aufs Top Rope zu steigen und Lesnar erst den dritten Coup de Grâce zu geben, der ihn mit dem Rücken voran durch das brechende Pult schmetterte, ehe er ihn dann in den Ring zurück warf und es mit dem VIERTEN Coup de Grâce endlich beendete. Verstehst du es wirklich nicht, Oliver, oder verschließt nur die Augen vor der Wahrheit? Ich habe Brock nicht nur so weit gefügig gemacht, dass Finn es beenden konnte, ich habe mit einem einzigen Curb Stomp sogar geschafft, was selbst Finn nach zwei seiner Finisher und unzähligen anderen Moves nicht fertig gebracht hat, nämlich dieses Monster am Boden zu halten. Und da zweifelst du wirklich noch daran, dass ich Finn überlegen bin, Oliver? Vielleicht wirst du dir das Ganze nochmal ein wenig durch den Kopf gehen lassen, mein Freund, und zwar nachdem mein Curb Stomp durch den Kopf des amtierenden IWC World Heavyweight Champions gegangen ist. Das wird für ihn dann auch das Letzte für eine sehr, sehr lange Zeit gewesen sein. Was wohl passieren wird, wenn Finn den Titel verliert? Bricht euer Netzwerk dann in sich zusammen, wenn allen klar wird, dass Finn nichts weiter als eine an Fäden hängende Puppe war, gesteuert von dir, Oliver Grey? Eine Puppe, die mir nichts, dir nichts von Seth Rollins zu Staub zermahlen wurde? Wer wird dann die Führung übernehmen? Wirst du es sein? Werden deine Marionetten rebellieren und gegen dich aufbegehren? Fragen über Fragen, doch nur eine klare Antwort... werde ich Finn Bálor bei All Hail vernichten? Ohhh ja, das werde ich. Und es wird so was von EASY, Oliver.“
Grey: „Ich verstehe dich gut, Seth, du bist schlicht und ergreifend unterfordert. Dir werden keine großen Aufgaben gestellt. Du sehnst dich nach einer Herausforderung, die dir wirklich alles abverlangt! Und weißt du was? Ich glaube, ich habe da genau das Richtige für dich. Heute Abend wirst du es mit Johnny Mundo zu tun bekommen...“
Wieder verfällt Seth in lautes Lachen und erneut gehen laute „CURB STOMP CITY“-Chants durchs Toyota Center, doch keiner scheint dabei zu bemerken, dass Oliver ein süffisantes Grinsen aufgelegt hat.
Grey: „...Außerdem trittst du gleichzeitig gegen Taya an...“
Seth guckt nun etwas verdutzt, doch anschließend lacht er nur noch lauter und will schon antworten, wird aber von Lachkrämpfen geschüttelt. Er muss sich schon die Lachtränen aus den Augen wischen.
Seth: „Du bookst mich also in ein süßes, kleines Handicap Match, ja? Gegen diesen eitlen Pfau Johnny Mundo und seine Ringrat Taya? Das soll jetzt die große Herausforderung sein? Oliver, die einzige Herausforderung, die ich hier sehe, ist, dass ich mich anstrengen muss, meine gute Kinderstube nicht zu vergessen. Meine Eltern haben mir nämlich beigebracht, keine Frauen zu schlagen...“
Grey: „...Des Weiteren bekommst du es mit Brian Cage zu tun. Und jetzt schau nicht so – ist doch bestimmt EASY für dich, oder, Seth? Hmm?“
Totenstille in der Arena! Grey steckt das Mikrofon in seine Westentasche und verschwindet mit einem zufriedenen Grinsen im Backstagebereich. Mit einem sichtlich geschockten Seth, der noch immer im Ring steht, blenden die Kameras langsam ab und Explosion geht in die erste Werbepause des laufenden Abends!
1st Match – Trios Tournament Semi Final Match: Los Ingobernables besiegen The Elite via Pin von Naito an Omega nach dem Destino (10:39) -> ADVANCE TO THE FINALS -Vor dem Finish griff der Siberian Express plötzlich PRIDE an, was Kenny Omega dermaßen ablenkte, dass Naito ihn besiegen konnte
Doch damit nicht genug. Während PRIDE außerhalb des Rings abgefertigt liegen, umkreisen Peter Orlov, Alexander Rusev & Vladimir Kozlov nun im Ring Kenny Omega und scheinen ihren Frust auch an ihm auslassen zu wollen. Selbst der sonst so furchtlose Tetsuya Naito weicht sofort nach dem Cover zurück und überlässt Omega seinem Schicksal, das jetzt in den Händen des Siberian Express liegt. Orlov & Rusev halten den Intercontinental Champion, dem man die Panik im Gesicht ansieht, fest und Kozlov schreit ihm etwas auf Russisch ins Gesicht, doch anstatt ihn zu attackieren, dreht sich der Moscow Mauler plötzlich um und verpasst Tetsuya Naito einen Big Boot! Sofort lassen auch Orlov & Rusev ihr Opfer los und attackieren stattdessen El Ligero & La Sombra, die offenbar gar nicht damit gerechnet hatten! Zu dritt schlagen sie ihre Opfer schnell zu Boden, wobei Sombra & Ligero recht bald aus dem Ring verschwunden sind, Naito dagegen die volle Portion abbekommt. Nach einem harten Ground and Pound Beatdown durch Kozlov soll es jetzt den Accolade von Rusev geben, doch gerade, als er diesen ansetzen will, kommt Tyler Breeze heraus und macht den Save für seine Parejas!! Orlov geht nach einer Clothesline zu Boden…doch da ist auch schon der Stopp, denn wieder ist es Vladimir Kozlov, der sein Bein hebt und Tyler direkt in den Big Boot laufen lässt! Das Männermodel geht zu Boden, doch der Siberian Express hat noch nicht genug. Auf Anweisung von Rusev hebt Kozlov Breeze noch einmal hoch, sodass auch er dem Widerspenstigen einen Superkick verpassen kann. Nach diesem muss nun Breeze anstelle von Naito den Accolade einstecken und ist dabei völlig hilflos. Viele Sekunden steckt er im Submission-Finisher des Bulgaren, bevor ein wieder erstarkter Peter Orlov ihn auffordert, den Move zu unterbrechen, da er ein paar Worte an die Crowd richten möchte. Peter: Das ist genau, was man bekommt, wenn man denkt, man könne mit dem Siberian Express spielen! Los Ingobernables, ihr denkt, ihr könnt uns eliminieren? Ihr könnt uns einfach so aus dem Trios Tournament werfen? Well, viel Spaß noch, denn jetzt habt ihr eine Zielscheibe auf dem Rücken und das Geschoss, das euch verfolgt, hört auf den Namen Siberian Express! Ihr denkt vielleicht, wir sind eh nur eine von so vielen komödiantischen Gimmick-Gruppierungen, die mal kurz für 3 Wochen relevant sind, aber ihr habt doch alle keine Ahnung. Los Ingobernables werden am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, in die Spur des Express zu kommen, aber ihr seid damit nicht allein.
Peter Orlov schaut nun auf Tyler Breeze herab und packt ihn an der Gurgel, wo er ihn etwas zu sich zieht. Peter: Ist das der No.1 Contender auf die Intercontinental Championship? Ist das der Mann, der Kenny Omega am 27. November glaubhaft besiegen soll? Stichwort glaubhaft, denn Kenny…
Wieder dreht sich Orlov um, diesmal zu Kenny Omega, der immer noch in der Ecke kauert und offenbar sieht, was vom Siberian Express ausgeht. Peter: Ist das ein glaubwürdiger Champion? Ist das der Mann, der AJ Styles besiegt hat inside Hell In A Cell? In was für einem Universum leben wir eigentlich? Das ist kein starker Mann, das ist keine Gefahr, kein Träger eines Machtsymbols. Wer kann die Intercontinental Championship schon ernst nehmen, wenn sie von so einem gehalten wird? Wie wertvoll kann ein Gürtel schon sein, wenn er um die Hüften von Kenny Omega geschnallt ist? Diese Championship braucht einen würdigen Träger, einen wahren Helden einer großen Nation! Keinen Kenny Omega, keinen Tyler Breeze, nein, der No.1 Contender auf die Intercontinental Championship kann nur ein Mann sein und sein Name ist Alexander Rusev!! Alexander Rusev verkörpert alles, was ein moderner Superathlet verkörpern muss! Er ist breit, er ist kräftig und er kann einen jeden Wrestler besiegen! RUSEV CRUSH!!!
Die Bulgarian Brute stößt jetzt einen lauten Schrei aus, bevor er wieder Tyler Breeze, der sich immer noch kaum rühren kann, in den Accolade nimmt. Der Intercontinental Champion Kenny Omega betrachtet das Schauspiel weiter mit großen Augen aus der Ferne, während Peter Orlov mit dem Mikrofon auf ihn deutet und dabei lacht, bis die Musik des Siberian Express erklingt und IWC Explosion in den Backstage-Bereich schaltet.
Dort befinden wir uns in bekannten Gebieten, nämlich der Interview-Zone, wo Jeremy Borash auch schon mit seinem Gast auf uns wartet. JB: Ladies & Gentlemen, was für ein Start in die 141. Ausgabe von IWC Explosion! Trios Action wird hier großgeschrieben, so wird es im Main Event nicht nur zu einem 3 vs 1 Handicap Match kommen, wir haben auch bereits das erste von 2 Semi Final Matches des Trios Tournaments 2016 gesehen, in welchem am Ende 6 Männer ihren großen Traum bei All Hail am 27. November 2016 auskämpfen werden. Ein Mann, der ganz offensichtlich nicht auf der Card steht, ist einer, der bei Highway To Hell noch im Main Event stand, nämlich das „Beast Incarnate“ Brock Lesnar. Seit seiner durch Seth Rollins verursachten Niederlage wurde Brock nicht mehr gesehen, vielleicht können Sie uns da genauere Auskünfte geben, Paul Heyman? Paul: Brock Lesnar findet, es war eine Unverschämtheit von Finn Bálor, so ein Komplott zu inszenieren, nur um meinen Klienten, das Beast Incarnate BROCK LESNAR, zu schlagen. Unter fairen Bedingungen hätte Brock Lesnar dieses Match gewonnen und wäre World Heavyweight Champion, aber wieso soll er sich das gefallen lassen? Wieso soll er sich in so einem Umfeld weiter aufhalten? Bis auf weiteres wird Brock Lesnar nicht mehr in einen IWC-Ring steigen und ich denke, darüber will niemand mit ihm streiten, denn Brock Lesnar ist immer noch alles andere als gut aufgelegt. JB: Bedeutet das für Finn Bálor & Seth Rollins, dass sie save sind oder hat Brock Lesnar nur eine Galgenfrist verhängt? Paul: Was denkst du denn? Glaubst du wirklich, Brock Lesnar wird diese beiden einfach so handeln lassen? Brock hat mich gebeten, den beiden mitzuteilen, dass er kommen wird und sich rächen wird. Nicht nur an Seth Rollins, sondern auch an Finn Bálor. Brock Lesnar, und da stimme ich ihm voll und ganz zu, ist immer noch der Meinung, der rechtmäßige IWC World Heavyweight Champion zu sein und früher oder später wird er sich seinen Gürtel zurückholen. JB: Brock Lesnar vs Finn Bálor 2 wird also passieren, der Zeitpunkt eines Titelgewinns wäre aber frühestens Age of Cage, da bei Russian Roulette im Februar nächsten Jahres der Sieger der Trios Tournaments auf den World Heavyweight Champion treffen wird. Jetzt stellt sich nur die Frage, wird es Seth Rollins der Finn Bálor sein? Was ist Ihre Meinung dazu, wer wird All Hail als World Heavyweight Champion verlassen? Paul: Gibt es hier heute noch eine Frage, die mich auch nur ansatzweise interessieren könnte? Es ist mir völlig egal, wer das Match bei All Hail gewinnen wird. Brock Lesnar wird beide Männer in die Finger bekommen und Brock Lesnar wird beide Männer demütigen, denn Brock Lesnar ist das BEAST INCARNATE, EINE MASCHINE, WIE MAN SIE IN DIESER LIGA KEIN ZWEITES MAL FINDET!! ER IST DER SIEGER DER WORLD COMBAT LEAGUE UND WENN SETH ROLLINS & FINN BÁLOR DENKEN, SIE KOMMEN HIER UNGESCHOREN DAVON, DANN HABEN SIE SICH GETÄUSCHT! Brock Lesnar lässt sich Diebstahl nicht gefallen, er findet die Übeltäter, er ergreift sie und er saugt ihnen ihren Lebenswillen aus, bis nur noch die leere Schale vor ihm liegt und Justin Roberts ausrufen wird AND NEEEEEWWWW…!!! Ob jetzt gegen Finn Bálor oder Seth Rollins, könnte irrelevanter nicht sein. JB: Trotzdem scheinen Sie sich für die Zeit ohne Brock schon einen „Ersatz“ zu suchen. So wurden Sie in letzter Zeit öfter mit Matthew Riddle in Verbindung gebracht und scheinen Interesse am ehemaligen UFC-Fighter zu zeigen. Bahnt sich da eine neue unheilige Allianz an? Paul: Nunja, ich kann nicht abstreiten, dass Matt Riddle ein sehr interessantes Prospect ist. Wie du schon gesagt hast, er ist ein ehemaliger UFC-Fighter, wie Brock Lesnar auch, und im Jahr 2016 einer der am Schnellsten aufgestiegenen Stars überhaupt. Wer kann schon von sich behaupten, innerhalb weniger Monate zu einem der größten Geheimtipps heranzuwachsen in der größten Company der Welt und das mit gerade mal 1 ½ Jahren Ringerfahrung? Matt Riddle ist ein Genuss, zuzusehen und… „Komm zur Sache, Bro!“
Paul Heyman staunt nicht schlecht, als der angesprochene Blondschopf höchstpersönlich in der Zone auftaucht und den Advocate konfrontiert. Matt: Bro, du bist jetzt seit Wochen wie ein Stalker hinter mir her, fehlt eigentlich nur noch die Clownsmaske. Wenn du so scharf auf mich bist, warum sagst du es mir nicht einfach? Paul: Na gut? Matthew Riddle, hiermit biete ich dir an, dein Advocate zu werden. Ich werde dich überall vertreten und gemeinsam werden wir das gefürchtetste Duo, das die Immortal Wrestling Company je gesehen hat! Ich bringe dir Ruhm, Reichtum und Titelgold in Massen, von denen du nicht mal zu träumen gewagt hast. Also, was sagst du?
Deep Waters scheint nicht lange überlegen zu müssen. Matt: Wir haben einen Deal, Bro!
Paul Heyman scheint sehr erfreut über Riddles Entscheidung zu sein und gibt seinem neuen Klienten einen intensiven Händedruck + Kuss auf die Wange, worüber sich Deep Waters sehr zu freuen scheint. Wie ein verliebtes Schulmädchen schaut Heyman Riddle nun an. Paul: Ich mach dich zum größten Star, den diese Liga je gesehen hat! Matt: Alles klar, Bro!
Schelmisch lacht Heyman noch auf und reißt seinen Schützling gleich mit, bevor beide Männer das Bild und den etwas perplexen JB verlassen und es für uns zurück in die Halle geht.
2nd Match: Jimmy Havoc besiegt Chris Ridgeway via Pin nach dem Acid Rainmaker (06:21) -Während des Matches wollte Marty Scurll eingreifen, Havoc bekam ihn aber in die Finger und verpasste ihm den Acid Rainmaker
Havoc ist wieder da und er hat Scurll erwischt! The Villain liegt vor ihm mit schmerzendem Kopf am Boden, rollt sich leicht zur Seite weg, sodass Jimmy ihm nochmal richtig schön in die Seite tritt, und beginnt dann zu sprechen.
Jimmy: „Was glaubst du eigentlich, wer du bist, Marty Scurll? Meinst du, weil du ein unbedeutendes kleines Turnier gegen eine Reihe anderer Niemande gewonnen hast, bist du jetzt etwas Besseres? So weit über allen anderen, dass du über sie reden kannst, wie es dir gefällt? Jedes deiner Worte trieft vor Arroganz, obwohl du mir gegenüber nichts erreicht hast, was das berechtigen würde, oder irre ich mich da?“
Scurll rollt sich vor ihm auf den Bauch, will sich schon abstützen, um aufzustehen, doch Havoc stößt einen wütenden Schrei aus und tritt Scurll in den Rücken, immer und immer wieder, stampft ihn regelrecht in den Boden, bis Scurll sich nicht mehr rührt.
Jimmy: „BLEIB VERDAMMT NOCH MAL LIEGEN! Bleib im Schmutz liegen, wo du hin gehörst, Scurll. Jetzt hast du mal für ein paar Minuten Sendepause, Junge... jetzt hörst du MIR zu. Du wirst dir anhören, was ich zu sagen habe, verstehst du das? Du hattest viel Zeit, während ich verletzt war, sehr viel Zeit. Man möchte meinen, du hast sie gut genutzt und dich näher an die Spitze vorgekämpft. Jetzt stehst du Woche für Woche hier im Ring und brüstest dich mit den Erfolgen, die du erringen konntest. Aber meinst du, du wärst da, wo du jetzt bist, wenn ich da gewesen wäre, es zu verhindern? Hätte ein Marty Scurll den Global Cruiserweight Cup gewonnen, wenn Gentleman Wade Barrett stattdessen Jimmy Havoc hätte wählen können? Oder jemand anders hätte es getan. Wir wären vielleicht aufeinander getroffen, Marty, und ich hätte dir deinen Platz gezeigt, aber sei es, wie es sei, du hattest Glück, nichts als unverschämtes... GLÜCK!“
Das letzte Wort unterstreicht Havoc mit einem saftigen Kick in Scurlls Rippen, sodass dieser, der sich schon wieder aufrichten wollte, nun unterm Bottom Rope aus dem Ring rollt und mit einem dumpfen Klatschen auf den Boden der Arena aufschlägt.
„Du sollst doch liegen bleiben, Marty, niemand hört dir jetzt noch zu. Du hattest die Chance, viel zu sagen, viel zu tun und das hast du auch getan, nur hast du eine Sache mit vielen hier gemein – du weißt nicht, wann man wieder aufhören sollte. Die falschen Leute dazu zu bringen, dich zu hassen, kann ungut enden, verstehst du, Marty? Willst du denn, dass ich dich hasse? Du weißt, was mit den letzten passiert ist, die mich dazu gebracht haben, sie zu hassen, nicht wahr? Ich kann dafür sorgen, dass dir genau das Gleiche zustößt... du kennst mich hoffentlich besser, als deine arroganten Worte vermuten lassen, Marty, und wenn du es tust, dann weißt du, dass dieser Rainmaker nur die Spitze des Eisbergs ist. Was ich dir antun könnte, würde dich verändern, würde dich brechen... du wärst nie wieder derselbe Marty Scurll. Und verdammt, Marty, ich kann dich wirklich nicht leiden mit deiner beschissenen Art, aber noch ist es nicht zu spät...“
Marty steht mittlerweile wieder, hält sich noch immer den schmerzenden Kopf und die Rippen und schnappt sich seinen Regenschirm, den er mit hasserfülltem Blick in Havocs Richtung schultert, ehe er schließlich langsam die Rampe hinauf geht – rückwärts, um sich einen intensiven Staredown mit ihm zu liefern. Auf der Stage bleibt er schließlich stehen und die beiden starren einander weiter an, sodass Jimmy abermals das Mikrofon an die Lippen hebt.
„DAS ist die Rückkehr von Jimmy Havoc, mein Wiederaufstieg an die Spitze und weder du, Marty Scurll, noch sonst jemand wird mich dabei aufhalten. Was ihr damals gesehen habt, was ihr in den letzten Wochen gesehen habt, all das ist nichts, gar nichts im Vergleich zu dem, was euch noch erwartet. Nie wieder wird mein Name in Vergessenheit geraten, dafür werde ich sorgen... auch wenn du insgeheim darauf hoffst, dass ich dieses Match absagen und mich drücken werde, es wird passieren und es wird den Leuten ins Gedächtnis rufen, wer ich bin... und dass meine Zeit gerade erst begonnen hat.“
Damit lässt Havoc das Mikrofon fallen und die beiden erhalten ihren Staredown weiter aufrecht. Mit diesen Bildern schalten wir in den Backstagebereich...
Wir finden uns jetzt offenbar im Hotel der Wrestler in Houston, TX, wieder, denn Drew Galloway sitzt mit einem Glas Scotch am Fenster und genießt die Aussicht auf die Skyline der Metropole im Lone Star State. Doch genießt er es wirklich? Irgendwie wirkt er angespannt und blickt immer wieder auf sein Handydisplay, auf welchem wir jetzt den Namen „Stokely Hathaway“ sehen; bereit angerufen zu werden. Galloway scheint aber noch mit sich zu kämpfen und schaut immer wieder hin und her, bevor er einen großen Schluck aus seinem Glas nimmt und auf „Anrufen“ drückt. Er hält das Handy an sein Ohr und da kommt auch schon eine Antwort. Stoke: Ja? Drew: Äh, hallo, ist da Stokely Hathaway? Stoke: Der Eine und Einzige. Mit wem habe ich die Ehre? Drew: Mein Name ist Drew Galloway… Stoke: Woher hast du diese Nummer? Drew: Äh…von Ethan Carter III? Stoke: Ah, Ethan, der gute Bruder. Ein Ehrenmann und wirklich fantastischer Geschäftsmann…geht es um das Dream Team? Drew: Das… Stoke: Dream Team Enterprises besteht aus TJ Perkins, oder TJP, wie ihn seine Freunde nennen, und meiner Wenigkeit und bildet die innovative Zukunft des Pro Wrestlings. Unsere Mission ist es, Pro Wrestling wieder cool zu machen und gleichzeitig diesen Sport im bestmöglichen Licht erscheinen zu lassen. TJP ist dabei ein wahrer Eliteathlet, ein Ausnahmekönner, wie man sie nicht oft findet und… Drew: Ja, ich…ich verstehe schon. Stoke: Also, was kann ich für dich genau tun? Drew: Du hast es quasi schon angesprochen. Ethan hat mir TJP empfohlen und ich denke, er ist der richtige Mann für diesen Krieg. Stoke: Welchen Krieg? Drew: Wir wollen die Welt von ihren Parasiten reinigen und einen nach dem anderen ausschalten… Stoke: Dafür ist TJ genau der richtige Mann! Mit seinem Knee Bar bringt er einen innovativen Submission-Finisher ins Game, mit dem kaum einer rechnet und gegen den es auch kaum ein Rezept gibt. Einmal gefangen, gibt es kein Entkommen mehr! Drew: Na das klingt ja schon einmal sehr schön. Ich denke, wir haben einen Deal! Stoke: Perfekt! Ich kann es kaum erwarten, TJ davon zu erzählen. Das Dream Team erschließt wieder einen neuen Markt und zeigt, warum… Drew: Moment, ich denke, du hast da etwas falsch verstanden. Ich will kein Dream Team, ich will TJ. Nur TJ. Stoke: Aber TJ gibt es nur im Dream Team…?! Drew: Was soll das jetzt? Stoke: TJ und ich haben schon so viel zusammen erreicht, das werden wir auch in Zukunft so machen, ist doch selbstverständlich! Drew: Auf so einen Blödsinn hab ich keine Lust. In der IWC gibt es noch andere Fische, bye! Stoke: IWC? Whoa, whoa, whoa, hey, warte einen Moment! Drew: Was? Stoke: darüber lässt sich doch bestimmt reden, oder? Drew: Was sollen wir reden? Ich will TJ und sonst niemanden, Ende der Geschichte. Kein Dream Team, nur TJ! Stoke: Aber… Drew: Bye! Stoke: Warte! Na gut, kein Dream Team, nur TJP. TJ Perkins ganz allein in der IWC. Drew: Geht doch. Stoke: Wann brauchst du ihn? Drew: Schau, dass er nächste Woche anwesend ist. Stoke: Nächste Woche…lässt sich einrichten. Drew Galloway & TJ Perkins…ohne Stokely Hathaway…lässt sich einrichten. Drew: Sehr gut. Freut mich, dass wir Geschäfte machen konnten. Stoke: Ja, war wirklich…toll.
Nach diesem unangenehmen Ende für Hathaway legt Galloway auf und lehnt sich vor der Aussicht entspannt und sichtlich befreit zurück, während Stokely am anderen Ende niedergeschlagen zurückbleibt.
Wie es mit den beiden weitergeht, werden wir aber erst zu einem späteren Zeitpunkt erfahren, denn in der Halle hören wir nun den Schrei des Phönix und die Flammen schießen in die Höhe, was nur eines bedeuten kann: Der Shogun ist im Lande! Und da öffnet sich unter seiner Musik auch schon die Luke im Boden, aus welcher der mächtigste Mann des Puroresu in der Rainmaker-Pose emporsteigt und sowohl den Jubel der Fans, als auch den Geldregen sichtlich genießt. Doch der Shogun ist nicht alleine, vom Vorhang kommt nun der No.1 Contender auf die Xtreme Championship, Shinsuke Nakamura, auf die Stage und gemeinsam schreitet das fernöstliche Duo zum Seilgeviert, wo es jetzt zum Duell zwischen dem King of Strong Style und Minoru Suzukis Vertreter, Kota Ibushi, kommen soll. Im Ring angekommen, waren beide nun und Kota Ibushis Musik ertönt auch, doch noch bevor auf der Stage irgendetwas Relevantes passieren kann, wird der Shogun plötzlich hinterrücks niedergeschlagen! Als Nakamura das mitbekommt, will er sich sofort wehren, wird aber ebenfalls von einer mysteriösen Gestalt unter dem Kapuzenpullover niedergeschlagen! Doch diese Gestalt hat noch nicht genug, sondern nimmt Nakamura nochmal hoch und verpasst ihm einen Michinoku Driver! Doch wer ist es? Die Fans warten gespannt auf die Enthüllung und sind so gar nicht überrascht, als der Mann die Kapuze vom Kopf zieht und sich als Minoru Suzuki entpuppt!
Doch der Großmeister ist nicht allein, sondern wird schnell von Kota Ibushi, Go Shiozaki & El Desperado unterstützt. Zu viert treten sie Nakamura aus dem Ring, bevor Shiozaki Okada den Go Flasher verpasst & Ibushi mit dem Phoenix Splash nachlegt. Der Shogun ist am Boden, doch damit nicht genug. Aus dem Pullover zieht Suzuki nämlich plötzlich eine Spraydose hervor und richtet diese auf Okadas Brust. Er sprayt eine Weile vor sich hin, bis sich der Schriftzug „SZG“ zu erkennen gibt. Vor dem markierten Anführer des Puroresu hocken sich die Rebellen nun nieder und Suzuki streckt noch die Zunge grausig heraus, bevor das Bild schwarz wird und IWC Explosion in eine weitere Werbepause geht.
3rd Match: Wade Barrett besiegt Shelton Benjamin via Pin nach dem Bullhammer (03:45)
Man sieht nun Backstage in einem Raum Bray Wyatt in seinem Schaukelstuhl sitzen und gerade zu Braun Strowman und Luke Harper sprechen.
“Wir haben letzte Woche gewonnen. Wir konnten Erick rächen! Zunächst, denn da haben wir erneut versagt. Mil Muertes, war es der am Ende noch auf den Beinen war, während wir wehrlos und hilflos waren! Braun und du, Luke, wurdet ausgeschalten. Doch wir werden unsere Rache bekommen. Ein weiteres Mal The Wyatt Family vs. Mil Muertes & The Disciples of Death! Ein weiteres Mal werden wir siegen. Für Erick! Für die Rache!”
Bray Wyatt schickt dann die beiden weg, damit sie sich auf das Match vorbereiten. Er begleitet sie zur Tür und verschließt diese dann, ehe er sich wieder in seinen Stuhl setzt und sich dort erneut gedankenverloren die Schafsmaske, die ihm von Erick Rowan geblieben ist, betrachtet.
Plötzlich sieht man eine Hand auf Brays Schulter und es beugt sich nun Catrina zu seinem Ohr und flüstert ihm ins Ohr “Mil Muertes akzeptiert deine Herausforderung”. Als sich Bray umdreht ist Catrina wieder einmal ins Nichts verschwunden.
Backstage sehen wir jetzt den vorhin siegreichen Wade Barrett, begleitet von seinem Sklaven Zack Sabre Jr, durch die Gänge schreiten. Er wirkt relativ zufrieden mit dem Ablauf seines Arbeitstages, doch plötzlich scheint sich etwas vor ihm aufzutun, was ihn dazu bringt, erstaunt stehen zu bleiben. Als sich die Kamera leicht bewegt, erkennen wir auch den Grund, der Großmeister Minoru Suzuki blickt dem Brawler nämlich direkt in die Augen. Wade: Du…
Minoru Suzuki scheint nicht ganz zu verstehen und fragt mit einem simplen „Was?“ nach. Wade: Ich weiß, wer du bist. Ich habe gesehen, was du vorhin getan hast.
Da Barrett nicht mehr sagt, wird Suzuki schon ungeduldig und drückt das auch mit Handbewegungen aus. Suzuki: Schön, nur was bringt mir das. Wade: Wir haben ein gemeinsames Ziel, Suzuki… Suzuki: Wenn schon, dann Großmeister. Und was ist unser „gemeinsames Ziel“? Wade: Wir wollen beide Verderben für Shinsuke Nakamura. Ihr habt ihm schon gezeigt, wozu ihr in der Lage s… Suzuki: Seit wann interessiert dich Nakamura? War dein Ziel nicht immer Samoa Joe? Wade: Das schon, nur hat mir Nakamura den Spot weggenommen. Wenn ich also zu Samoa Joe will, muss Nakamura weg. Er muss beseitigt werden. Suzuki: Bist du sicher, dass du unsere Aktion vorhin gesehen hast? Nakamura IST weg, wir haben ihn ausgeschaltet. Wade: Du denkst, das wird ihn aufhalten? Das reicht für heute, aber in 7 Tagen merkt man nichts mehr davon, geschweige denn in 6 Wochen. Wir müssen Nakamura richtig aus dem Weg schaffen, sodass er nicht mehr in der Lage ist, anzutreten. Das würde mir den Weg zu Joe und damit zur Xtreme Championship ebnen und du würdest dem Shogun zeigen, welche Macht du besitzt. dass er tun kann, was er will, er kommt nicht an dich heran. Suzuki: Das weiß er auch jetzt schon, er will es nur nicht zugeben. Gib mir noch einen Grund, einen richtigen Grund, warum ich dir helfen soll. Wade: Wenn du mir hilfst und ich Xtreme Champion werde, wirst du mein erster Herausforderer.
Das scheint Suzuki tatsächlich neugierig zu machen. Der Großmeister überlegt kurz, dann trifft sein Augenmerk auf Zack Sabre Jr. Der Junge scheint es ihm angetan zu haben, sodass er plötzlich zustimmend nickt. Suzuki: Ich werde darüber nachdenken. Wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, werde ich es dich spüren lassen. Wade: Sehr gut, das hört man gern. Vielen Dank, Großmeister.
Barrett verneigt sich noch vor Suzuki, der das nicht erwidert, und verlässt daraufhin die Szene. Suzuki schaut ihm noch angeekelt nach, ist aber gleichzeitig fasziniert von Zack Sabre Jr, bevor zurück in die Halle geschalten wird.
Hier hören wir jetzt die Musik des Mannes, der mittlerweile mehr Spitznamen trägt als jeder andere Wrestler, der je einen IWC-Ring betreten hat, wir hören die Musik von Jack Evans! Der Aerial Wizard tanzt in seinen Street-Klamotten auf die Stage und zeigt uns ein paar seiner Moves, welche bei den Fans für viel Jubel sorgen, bevor er diese dazu auffordert, ruhig zu sein, da er gerne ein paar Worte an eine bestimmte Gruppe Menschen richten möchte. Jack: Eyyyyy yooooooo Houston!! Na, habt ihr mich vermisst? Natürlich habt ihr das, geht doch gar nicht anders. Der Tuesday Night Delight ist zurück in der Stadt und ist gleich wieder die Baddest Bitch around, davon könnt ihr euch gerne nach der Show selbst ein Bild machen, Ladies, aber ich bin nicht nur hier, um euch meine Moves zu zeigen. Natürlich schon auch, das kann ich nicht leugnen, aber hey, letzte Woche sind unschöne Szenen passiert und glaubt mir oder nicht, aber Jack Evans kann auch ernst sein. Ich komm dabei selbst fast zum Lachen, aber hey, bleiben wir mal für nen Moment ernst. Es gibt da 2 Schwänze namens Hunico & Camacho. Los Aviadores, wie sie sich nennen. Aber bevor sie in der IWC hoch fliegen, werden sie von Jack Evans auf den Boden der Realität zurückgeholt und der bedeutet: Ich habe euch in die IWC geholt! Ohne mich seid ihr gar nichts! Und wenn ich euch in diese Liga gebracht habe, kann ich euch auch wieder aus dieser Liga entfernen! Also kommt schon, wenn ihr Eier habt, stellt ihr euch mir und wir klären das wie Männer in einem Fist Fight!
Jack Evans schwingt nun die Fäuste vor sich und wartet auf seine Gegner, die sich das nicht zweimal sagen lassen. Fahrradfahrer Camacho und sein Partner Hunico erscheinen auf der Stage, doch so wirklich beeindruckt wirken sie nicht. Viel eher lachen sie einfach nur über Evans, der sich das nicht gefallen lassen will. Jack: Was ist das? Vorzeitige Tränen und ihr wisst nicht, wie ihr darauf reagieren sollt? Kommt her, ich geb euch einen Grund! Hunico: Junge, haha, hör auf, bitte! Mein Bruder und ich, wir können schon fast nicht mehr, wir fallen hier fast vom Rad! Du bist echt der Brüller, aber leider auch ein Idiot, dass die Hälfte reicht, also…
Camacho stellt nun das Bike ab und macht sich gemeinsam mit Hunico auf den Weg zum Ring, doch als die beiden Gangster schon am Apron angekommen sind, hören wir plötzlich eine Musik, die wir schon länger nicht mehr gehört haben. Es ist PJ Black! Der Darewolf PJ Black kommt in die Halle und läuft sofort an den Aviadores vorbei in den Ring, wo er sich schützend vor Jack Evans stellt! Der versteht die Situation nicht, aber PJ meint einfach nur, er soll keine Fragen stellen, woraufhin Evans die Situation akzeptiert und der Referee, der sicherheitshalber immer am Ring ist, den Gong zum folgenden Match läuten lässt!
4th Match: PJ Black & Jack Evans besiegen Los Aviadores via Pin von Black an Camacho nach dem 450 Splash (07:27)
Backstage sehen wir jetzt Jusation auf einer Kiste sitzen. Die junge Deutsche wirkt dabei jedoch nicht so lebensfroh wie sonst immer, sondern ist niedergeschlagen und blickt traurig gen Boden. Sie ignoriert alle Leute, die an ihr vorbegehen, bis plötzlich Toni Storm vor ihr auftaucht. Als sie Jusation dort sitzen sieht, verdreht sie die Augen, Mitgefühl sieht anders aus. Toni: Oh Mann, was ist denn mit dir?
Langsam blickt Jusation nun hoch, doch als sie sieht, wer zu ihr spricht, schnauft sie nur einmal und senkt dann wieder den Kopf. Toni: Julia, schau mich an. Hey!
Widerwillig hebt Jusation nun den Kopf. Jusation: Was? Toni: Was machst du hier? Jusation: Wonach sieht´s denn aus? Toni: Du weißt schon, dass es deine Schuld war, oder? Jusation: Meine Schuld, ja. Immer bin ich schuld, ist klar. Toni: Willst du das jetzt abstreiten? Hätten deine Hormone nicht durchgedreht, hätten wir nicht verloren! Jusation: Ach, meine Hormone?! Ich hab dich einfach gern und wollte dich motivieren, wirfst du mir das jetzt vor? Dass ich zu gut bin, dass ich dich unterstützen will? Toni: Zu gut? Juli, das war mein Match, da soll sich niemand einmischen! Jusation: Ja, ist schon gut, ich hab verstanden. Bin ich in Zukunft eben nicht mehr mit dir da draußen… Toni: Juli, schau mich an. So war das nicht gemeint. Ich freue mich über deine Unterstützung, aber bitte nicht so und nicht während dem Match. das lenkt mich einfach zu sehr ab, ich sehe dann nur noch dich und…wir müssen das einfach trennen, Juli. Es funktioniert so nicht. Jusation: Wieso nicht? Wenn ich dich so ablenke, wenn du selbst mich willst, warum nimmst du mich dann nicht? Wir sind noch jung, wir haben unser ganzes Leben noch vor uns. So eine Niederlage wird dich nicht umbringen. Toni: Das ist es, wir sind noch jung. Wir sind beide 20 Jahre alt, haben noch alles vor uns, aber vielleicht will ich nicht warten mit den Erfolgen, sondern sie schon jetzt feiern? Ich will mich ja auch mit dir gerne ausleben, aber Wrestling hat für mich einfach oberste Priorität gerade. Die Division wächst gerade so rasant, wenn ich hier nicht dran bleibe, falle ich zurück und was bringt es mir dann in Zukunft, wenn ich mich mit dir ausgelebt habe, was ich dann immer noch kann, wenn meine Karriere im Arsch ist. Verstehst du, was ich meine? Jusation: Wir haben da wohl echt 2 verschiedene Ansichten. Ich will einfach dich, Toni, ich will dich glücklich machen, dich siegen sehen. Nur ich weiß nicht, ob ich mich zurückhalten kann. Das ist einfach alles so neu, aber so perfekt, das will ich nicht aufgeben müssen wegen dir. Toni: Wir müssen das nicht aufgeben. Es tut mir leid, dass ich dich so angefahren bin, ich war nur sauer. Ist alles wieder gut? Jusation: Wird schon wieder.
Die beiden Mädels lächeln sich nun an, bis Toni plötzlich die Initiative ergreift und Jusation einen Kuss auf die Lippen drückt. Die Neuseeländerin kichert danach nur, bis auch die etwas überraschte Jusation einsteigt. Jusation: Okay, jetzt ist wirklich wieder alles gut haha!
Toni drückt Jusation daraufhin nochmal fest, bevor die 2 Wrestlerinnen das Bild verlassen und es für uns zurück in die Halle geht.
Der Titantron zeigt uns jetzt einen dunklen Raum, der von einer einzelnen Lampe erhellt wird. Marty Martinez tritt ins Bild und reibt sein Gesicht an der Lichtquelle, bevor hinter ihm auch noch Jeff Hardy auftaucht, der Facepaint in leuchtenden Neonfarben trägt. Marty genießt eine Weile das Licht, bevor er langsam beginnt, zu sprechen:
"Herrlich. So wundervoll. Das Paradies. Mein Paradies. Es ist meines. Und das Individuum, das früher einmal den Namen "Jeff Hardy" trug, es ist nun auch hier. Es fühlt die Schönheit der Nacht. Die wunderbaren Fänge der Angst. Erlöst von den menschlichen Qualen. Und mir und meinen Ziel dienend. Es hat sich lange gewehrt, beinahe genauso lange wie die Kreatur namens Bobby Lashley. Doch früher oder später erwischt es jeden. Jeden, den ich will. Jeden, den ich für nutzbar genug habe, um mir zu helfen. Und davon gibt es noch so einige Kreaturen, die nur auf den rechten Weg gebracht werden müssen. All diese Kreaturen stehen auf meiner persönlichen Liste und alle werden von dieser Liste abgehakt werden. Alle. Ohne Ausnahmen. Und stellt euch vor, ein Name von der Liste kann schon gestrichen werden. Ich habe letzte Woche angekündigt, dass die Liste abgearbeitet wird und ich meine persönliche Armee für den Kampf gegen die menschlichen Zwänge und indoktrinierten Gedanken zusammenstellen werde. Jeff Hardy war nur der Anfang. Nun haben wir einen weiteren Soldaten, der mir von Nutzen sein kann."
Mit diesen Worten schwenkt die Kamera von Marty weg und zeigt nun neben diesem eine großgewachsene Person, die gefesselt auf einem Stuhl sitzt und eine Tüte über dem Kopf hat. Marty lächelt in die Kamera, bevor er Jeff Hardy per Handzeichen eine Anweisung gibt. Jeff schnappt sich daraufhin einen undefinierbaren Gegenstand und baut sich vor dem Unbekannten auf, als das Bild plötzlich von der Leinwand verschwindet.
Zurück aus einer kurzen Pause ist es immer noch dunkel in der Halle, was sich auch eine Weile lang nicht ändern. Die Fans chanten seltsames Zeug, was aber schnell verstummt, als ich plötzlich ein Spotlight auf die Stage richtet und dort ein vermummter Mann mit Weihrauch steht. Man sieht sein Gesicht nicht, da es unter der Kapuze seines schwarzen Mantels verborgen ist, doch die Gestalt bewegt eine Box mit Weihrauch hin und her, sodass schnell die ganze Stage benebelt ist. Nach mehreren Schwüngen stoppt die Person plötzlich, stellt die Box ab und tritt zur Seite, wonach es wieder eine Weile ruhig wird, was aber schnell in lauten Jubel ausbricht, denn die Musik von Pentagon Jr ertönt und der finstere Luchador erscheint auf der Stage!! Der vermummte Mann gibt sich nun auch als Vampiro zu erkennen und noch auf der Stage fällt Pentagon vor ihm auf die Knie. Er erhebt sich erst wieder, als ihn Vampiro am Kinn packt und auf die Stirn küsst, woraufhin er seine Cero Miedo Geste in die Kamera zeigt und sich im Spotlight mit seinem Master auf den Weg zum Ring macht. Dort verbreitet Vampiro wieder seinen Weihrauch, während sich Pentagon zentral ins Spotlight stellt und die Fans dazu auffordert, still zu sein, was diese natürlich sofort machen. Pentagon: PUMA!!!! Du kleiner, respektloser Hurensohn, was fällt dir eigentlich ein, dich gegen meinen Master zu stellen? Was fällt dir eigentlich ein, dich gegen mich zu stellen? Gegen deinen Tag Team Partner? Wir waren Champions, haben uns geschworen, auf jede Herausforderung zuzugehen und jeden Gegner zu meister. Jeden zu besiegen, ohne Angst, ohne Furcht. Wir hatten es uns geschworen, Puma, und ich habe dir vertraut. Ich hatte Respekt vor dir, denn obwohl du ein Schüler dieser Ratte Konnan warst, warst du mir gegenüber immer ein ehrenvoller Mann. Hast dich nie schlecht über meinen Master geäußert, obwohl du ihn wahrscheinlich genauso wenig leiden konntest wie ich ihn. Ehre, Puma, das ist das Zauberwort. das ist die Quintessenz, nur scheinst du davon nicht viel zu besitzen. Was ist Ehre heutzutage noch wert in dieser schnelllebigen Welt. Wer besitzt sie denn überhaupt noch? Ehre ist eine Tugend, die von immer weniger Menschen gelebt wird, doch das macht sie nicht weniger wichtig, das macht sie nur noch wertvoller. Ehre ist ein Geschenk unserer Welt, etwas ganz besonderes. man findet nicht mehr viele Ehrenmänner, doch ich dachte, du wärst einer gewesen. Ich habe dich mit anderen Augen gesehen und ich habe mich in dir getäuscht.
Vor 14 Tagen ist aber nicht nur deine Ehre gestorben, Prince Puma. Vor 14 Tagen ist auch mein Respekt vor dir gestorben. Ich hatte wirklich Respekt vor dir, vor deiner Art, vor deiner Einstellung, vor deinen Künsten im Ring, aber jetzt? Alles, was ich von dir sah, was ich von dir kannte, war nichts als Fassade, alles war nur gespielt! Ehre ist nicht alles, was ausstirbt, mein Respekt vor Menschen gehört ebenfalls dazu. Menschen sind grausam, Menschen sind böse. Menschen sind nicht dafür gemacht, mit anderen Menschen zu kooperieren, sie zielen nur auf ihren eigenen Erfolg ab und würden dafür über Leichen gehen. Ich respektiere auf dieser Welt niemanden mehr. Ich respektiere dich nicht, Puma, ich respektiere Finn Bálor nicht, ich respektiere nicht mal meine eigene Mutter!! Ich würde über Leichen gehen, um zu bekommen, was ich will und was ich will, bist du, Prince Puma. Ich würde dich am Liebsten schon heute in die Finger bekommen, aber du versteckst dich ja vor mir, du ehrenlose Schlange. Hast dich zurückgezogen nach Boyle Heights, ins schäbigste Viertel von Los Angeles, genau dahin, wo du hingehörst. Wo dich keiner sehen kann, wo du weiter dein Schattendasein führen kannst in der Hoffnung, dass dich niemand findet…aber glaub mir, ich werde dich finden. Ich tauche ein in die Dunkelheit, denn ich habe keine Angst vor ihr. Ich empfange sie sogar, führe sie aus wie eine Dame, die schreckliche Finsternis, denn ich bin Pentagon Jr und CERO MIEDO!
Was mache ich jetzt aber bloß mit dir? Wirst du aus deinem Loch kommen mit deinem spirituellen Vater Konnan und dich mir und meinem Master stellen oder müssen wir dich holen kommen? Wie dem auch sei, für uns gibt es nur eine Art, das zu klären und das wird im Ring stattfinden. Wir werden bei All Hail aber kein normales Match bestreiten, denn ich werde dir die Bedeutung von Ehre, von Anstand, von RESPEKT am eigenen Leibe vorzeigen. Wir werden ein Match bestreiten, das zeigen wird, ob du noch ein Junge oder schon ein Mann bist, denn dieses Match kann man nur bestehen, wenn man keine Angst hat. Prince Puma, bei All Hail wird es ein Cero Miedo Match geben und du betest lieber, dass du mich intensiv genug studiert hast in unserer Zeit als Tag Team Partner, denn nur dann weißt du, wozu ich in der Lage bin. Cero Miedo.
Nach einer weiteren Geste erklingt die Musik von Pentagon Jr und der finstere Luchador verlässt gemeinsam mit seinem Master im Weihrauch den Ring. IWC Explosion dagegen geht in eine letzte Werbepause, bevor gleich der Main Event des heutigen Abends am Programm steht!
Main Event: Johnny Mundo, Brian Cage & Taya besiegen Seth Rollins via Pin von Mundo nach dem Starship Pain (13:55)
Das konnte ja nur schiefgehen! Seth Rollins hat dieses Handicap Match verloren – er hat sich zweifellos gut geschlagen, aber das war für ihn dann doch zu viel! Nach diesem Sieg greift sich ein durchaus zufrieden aussehender Johnny Mundo ein Mikrofon, um einige Worte an den bereits aus dem Ring „entkommenen“ Seth Rollins zu richten.
Mundo: „Na, hat da einer den Mund ein wenig zu voll genommen, hmm? War wohl doch nicht so easy, wie du meintest, hab ich recht? Und der Mann will #1 Contender sein! Prahlt damit, angeblich Brock Lesnar vernichtet zu haben! Behauptet wirklich, Finn Bálor, der IWC World Heavyweight Champion, sei keine Herausforderung für ihn! Ganz ehrlich, der Bengel ist nicht einmal halb so groß, wie er vorgibt zu sein, reißt hier die Fresse auf wie kein anderer und jetzt seht ihn euch an.
Finn, ich weiß ganz genau, dass du deine Augen und Ohren gerade hier at ringside hast, du bekommst mit, was hier abgegangen ist. Du willst wirklich, dass eine solche Lusche dein Herausforderer bei All Hail wird? Dieser Blindgänger soll eine Chance auf die World Heavyweight Championship bekommen? Tja, er hat hoch gepokert und dementsprechend hoch verloren! Diesen #1 Contender habe ich eben gepinnt – es wäre also nur fair, wenn ICH an seiner statt dieses Titelmatch bekäme, oder etwa nicht?!“
Tatsächlich müssen wir auch nicht lange warten, bis Finn Bálor höchstpersönlich den Weg nach draußen antritt! Zu seinem Theme betritt der Champion die Stage, natürlich mit einem Mikrofon in den Händen.
Finn: „Ihr habt Seth gedemütigt, ja. Aber die Sache ist doch im Grunde genau dieselbe wie die, die wir schon beim PPV gesehen haben. Cage und Taya haben dich ziemlich weit durch getragen. Du hast vielleicht den letzten Move gezeigt, aber du hast weiß Gott nicht die ganze Arbeit gemacht. Tut mir ja leid für dich, aber das reicht nun wirklich nicht, um ein Titelmatch zu rechtfertigen...“
???: „Vollkommen richtig – dieses Match steht nämlich mir zu.“
Finn dreht sich verdutzt um und muss feststellen, dass das House of Truth hinter ihm aufgetaucht ist! Jay Lethal hat das Mikrofon in den Händen, Gunner und Angélico flankieren ihn und auch Truth Martini ist dabei, natürlich sein Book of Truth in den Händen haltend.
Lethal: „Ihr drei steckt noch mitten im Trios Tournament, genau wie wir und wir alle wissen ganz genau, worauf wir da eigentlich hin arbeiten. Gerade eben wart ihr nichts weiter als Schachfiguren, ausgewählt, um ein Exempel zu statuieren. Mundo, wenn du dieses Titelmatch willst, dann nimm den gleichen Weg, den auch wir gehen und setze deinen Weg in diesem Turnier fort. Sei nur bitte nicht zu enttäuscht, wenn du am Ende scheiterst, denn vergiss bitte nicht, dass wir auch noch dabei sind... und ich habe nicht vor, mich von einem Anabolikamonster, einer Frau und... Johnny Mundo besiegen zu lassen.“
Mundo: „Also bitte, als ob jemand, der sich von Samoa Joe dermaßen vernichten lässt, mehr in der Frage um den World Title zu sagen hätte als ich, Johnny Mundo, der eben den #1 Contender besiegt hat. Du funktionierst nur, wenn du zwei Hampelmänner an deiner Seite hast, die dich aus der Scheiße ziehen und das hat man bei Highway to Hell gut gesehen, denn kaum wurden die Authors und deine Lakaien aus der Arena gebracht, hast du so dermaßen aufs Maul bekommen, dass man es sich nicht mehr ansehen konnte! Gib deinen Platz im Trios Tournament lieber auf – weder du noch die anderen Idioten werden ihre Chancen nutzen können, einen Titel zu gewinnen. Ihr seid Platzverschwendung, sonst nichts.“
Lethal: „Bitte? ICH funktioniere also nur im Team? Und wann, Johnny, hast du das letzte Mal überhaupt irgendwas relevantes erreicht, bevor du dich mit Cage und Taya zusammen getan hast? Du nutzt zwei Wrestler, die um Welten besser sind als du, um dich ins World Title Picture tragen zu lassen. Damit will ich jetzt nicht sagen, dass Cage und Taya besonders gut sind, du bist einfach nur so schlecht, dass man vom Ansehen deiner Matches Fußpilz bekommt...“
Mundo: „Meinst du, weil du gefühlt vorm Aussterben der Dinosaurier mal mit sehr viel Glück und gegen sehr viel schlechtere Gegner IWC World Heavyweight Champion geworden bist, kannst du es dir heraus nehmen, mir gegenüber so eine große Fresse zu haben? Wenn ihr es überhaupt so weit schafft, im Trios Tournament auf uns zu treffen, werden wir euch nach allen Regeln der Kunst zermalmen!“
Finn hat nun offensichtlich genug gehört, denn er streckt den Arm aus, um Lethal daran zu hindern, zu Mundo in den Ring zu steigen.
Finn: „Die Frage, ob ihr aufeinander treffen werdet, wird sich euch nicht stellen müssen, Johnny, mach dir da mal keine Sorgen. Ihr beide seid ins Halbfinale vorgerückt und wie es der Zufall so will, werdet ihr nächste Woche auch aufeinander treffen! Johnny Mundo, Brian Cage und Taya nehmen es mit dem House of Truth auf – das siegreiche Team rückt ins Finale vor! Und was Seth betrifft... der entwischt mir nicht, Johnny, egal, ob du ihn gepinnt haben magst oder nicht.“
Mit diesen Worten verschwindet Finn Bálor im Backstagebereich und das House of Truth verweilt auf halber Höhe der Rampe, um sich einen Staredown mit dem Team aus Johnny Mundo, Brian Cage und Taya einen Staredown zu liefern! Spätestens jetzt fällt auf, dass Seth Rollins längst nicht mehr da ist – wann ist er verschwunden? Doch diese Frage scheint sich niemandem der hier Beteiligten zu stellen... daher geht Explosion an dieser Stelle off Air!
+++IWC ALL HAIL THE DEMON KING MATCHCARD UPDATE+++
FINN BÁLOR VS SETH ROLLINS - IWC WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP MATCH
SAMOA JOE VS SHINSUKE NAKAMURA - XTREME CHAMPIONSHIP MATCH
JINNY VS NIXON NEWELL - IWC WOMEN´S CHAMPIONSHIP MATCH
PRIDE VS TOTAL NONSTOP HEELS - IWC TAG TEAM CHAMPIONSHIP MATCH
Schön, dass Los Ingobernables hier weiterkommen! Durch den Eingriff schwächt es die Champions auch nicht. Starker Auftritt des Sibirian Express hier. Heyman wie gewohnt stark am Mic... und fuck sakes, Riddle und Heyman sind echt ein Team, ich geh kaputt! Hammerhart! Witziges Gespräch zwischen Drew und Hathaway, TJP wird zweifellos eine Bereicherung werden. Wow, Suzuki-gun haben Okada und Nakamura plattgemacht :O Übel! Nettes kleines Segment mit Wyatts und Catrina. Faszinierendes Segment mit Barrett und Suzuki... hat mich irgendwie sehr angesprochen. Jack Evans ist einfach zu geil :D Schön, dass er hier den Sieg holt! Der Dialog zwischen Toni und Jusation ist echt süß. Marty und Jeff Hardy, das ist mal 'ne Kombo, damn. Geile Promo von Pentagón Jr., super Atmosphäre!
Insgesamt wieder 'ne echt starke Show, hat mich super unterhalten, ergebnis-, promo- und segmenttechnisch top.
Die heutige Ausgabe von IWC Explosion live aus Winnipeg, Canada, beginnt mit einem Rückblick-Video auf die Vorwoche, wo wir unter anderem den Main Event mit der Niederlage von Seth Rollins und der Ankündigung zum zweiten Trios Tournament Semi Final sehen, welches heute im Main Event stattfinden wird, bevor in der Halle das Feuerwerk gezündet wird und uns unsere Kommentatoren Mauro Ranallo & Corey Graves zur 142. Ausgabe von IWC Explosion begrüßen!! Die Halle in der kanadischen Provinz ist bis auf den letzten Platz gefüllt, das Publikum ist heiß, doch die Stimmung schlägt schnell um, als ohne Theme Song plötzlich Drew Galloway mit nassen Haaren, seinem schwarzen Mantel und einem Mikrofon auf der Stage erscheint und in gewohnt langsamer, ja fast schon provokanter Art zu sprechen beginnt. Drew: Ladies & Gentlemen, herzlich willkommen zu IWC Explosion, einer Show, die heute ganz offiziell in die Drew Galloway Show umbenannt wird. Mich muss ich nicht vorstellen, ihr kennt meinen Namen, denn ich bin derjenige, der es geschafft hat, aus diesem Loch zu kommen, ich bin derjenige, der es geschafft hat, sich von den Fesseln zu befreien und der das unmündige Volk der IWC belehren und bekehren will. Das Wort „belehren“ hat oft einen negativen Beigeschmack, man verbindet es nur selten mit guten Dingen, aber sagt mir, liebe Fans, wärt ihr lieber ein Leben lang unmündig und unterdrückt oder gerettet und frei? Das ist genau das, was ich mache, ich rette die IWC vor sich selbst und deshalb bin ich jetzt auch hier, deshalb eröffne ich die Show. Man muss das Problem an der Wurzel packen und man muss seine Prinzipien konsequent durchziehen. Ich habe meinen Ausstieg aus dem Empire konsequent durchgezogen, aus einer Gruppierung, die sich einem Ziel verschworen hatte, das man nicht erreichen kann und das sie nur weiter in die Irrelevanz ziehen wird, je länger sie daran festhalten. Der Name Matt Taven sagt keinem Menschen mehr etwas, weil er nicht loslassen kann, weil er sich weigert, gerettet zu werden und liebe Leute, seid nicht wie Matt Taven, seid wie Drew Galloway und lasst los!
Um mich zu verstehen, um meine Message fassen zu können, kommt mit auf eine Reise, lasst mich euch eine Geschichte erzählen über meine Vorgänger und Vorbilder. Die Unmündigkeit der Bevölkerung war immer eines der größten Probleme unserer Gesellschaft. Jahrtausendelang wurden Menschen von autoritären Kräften unterdrückt und kontrolliert, mit einem Scheinwissen gefüttert, hingehalten. Ihnen wurde gesagt, es gibt einen Gott, es gibt ein Leben nach diesem Leben und in diesem Leben werden sie für all das Leid belohnt, das sie hier durchstehen müssen. Kein Mensch hat das je hinterfragt, denn es kam ja vom König, vom Kaiser! Die autoritäre Kraft hatte das Wort über die Bauern und das über unendliche Zeitspannen! Wo wären wir heute, hätte es nie Aufklärer gegeben? Wo wären wir, hätte Immanuel Kant nie seine Werke veröffentlicht? Wäre die Bastille nie gestürmt worden? Wäre die neue Welt nie unabhängig geworden? Wo wären wir heute, frage ich euch? Was wärt ihr? Würdet ihr heute hier sitzen und hättet mit eurem eigenen Geld diese Karte gekauft? Oder würdet ihr auf dem Feld stehen, jetzt, spät abends und würdet niedrige Dienste für euren Herren verrichten? Sagt es mir. Und jetzt sagt mir noch mal ins Gesicht, dass ich Unrecht habe! Sagt mir noch mal, dass ich falsch liege! Die IWC wird kontrolliert von einem autoritären Regime und viel zu viele Menschen sind viel zu sehr darauf fokussiert, also lasst uns ausbrechen und lasst uns frei sein!
Ihr wisst ja, wie das ist. Man kann eine Mission nur schwer alleine durchziehen. Natürlich könnte ich auch alleine meinen Weg gehen, aber die Erfolgschancen sind durchaus geringer, wenn selbst Jesus seine Apostel brauchte. Das ist, was ich bin, der Messias der Immortal Wrestling Company und ich werde euch finden, treue Gefährten, und gemeinsam werden wir diesen Weg gehen, gemeinsam werden wir die Immortal Wrestling Company in eine bessere Zukunft führen. Leider wurde mein treuer Gefährte Ethan Carter III von diesem bestialischen Unmenschen Tommaso Ciampa schwer hingerichtet und wird uns deshalb noch ein paar Wochen fehlen, aber keine Sorge, ich werde meinen Weg nicht alleine antreten. Ich werde nicht ruhen und warten, bis Brother Ethan wieder bei mir ist, ich werde mein Gefolge erweitern und ich werde den Kampf fortführen! Deshalb habe ich meine Kontakte überall auf der Welt spielen lassen und habe tatsächlich einen mündigen Bürger inmitten dieser grausamen, gefangenen Matrix gefunden. Ich habe einen Gefährten gefunden, der mich in der Abwesenheit Ethans unterstützen wird und den ich heute euch, meinem Publikum, vorstellen will. Er ist einer der besten und talentiertesten Athleten auf diesem Planeten, ein Mann, der seit 18 Jahren im Ring steht und schon alles gesehen hat. Er war ganz oben, aber auch ganz unten, er hielt Titel in allen Promotions dieser Welt, war aber auch obdachlos. Er hat die Grausamkeit unserer Gesellschaft gesehen, aber auch die Freiheit, was es bedeutet, sich selbst und nur das zu sein. Meine Damen und Herren, heißt ihn willkommen, den befreiten, den belehrten TJ Perkins!!!!
Die Fans blicken jetzt gespannt zum Vorhang, aus welchem ebenfalls ohne Musik jetzt TJ Perkins hervortritt. Der Filipino trägt eine schwarze Weste mit Kapuze, die er über sein Gesicht gezogen hat, Drew Galloway wirkt begeistert. Drew: Seht ihn euch an, bitte, seht ihn euch an! Dieser Mann ist mündig, dieser Mann versteht unsere Welt und dieser Mann wird mit mir nun dieses Ziel verfolgen, die IWC vor sich selbst zu retten! Stellt euch das vor, dieser Mann ist 32 Jahre alt! Dieser Mann ist älter als ich und bekommt erst jetzt seine Chance! Ich war 24 Jahre alt, als ich meine Chance bekam, ich bin immer noch jünger als er und habe faktisch alles erreicht! Ich war ganz oben, aber auch ganz unten. TJ war zwar oben, aber nie ganz oben. Was glaubt ihr, wie hungrig ist dieser Mann? Wie sehr will er diese Chance, diesem Moment auskosten, einen Titel in der Immortal Wrestling Company zu gewinnen? Denn, wie sagt Finn Bálor immer? Jeder bekommt seine faire Chance! Jetzt nur meine Frage an euch, wo war die faire Chance für TJ Perkins? Für einen harten Arbeiter über 18 Jahre? Sie war nie da, TJ bekam nie, was ihm zusteht und alles, was ihm im Weg stand, waren unmündige Wrestler, die ferngesteuert von ihren autoritären Kräften alles tun, was diese ihnen befehlen! Davon hat TJ Perkins genug und deshalb wird er mit mir gegen die Kräfte kämpfen, um euch die Augen zu öffnen! Ich hoffe, ihr habt euch meine Worte lang genug durch den Kopf gehen lassen, denn jetzt frage ich euch, mein Volk, wollt ihr das Geschenk der Mündigkeit empfangen? Habe ich euch die Augen geöffnet, euch vor euch selbst gerettet? Kommt zu mir auf die Stage, kommt auf meine Seite, wenn ihr bereit seid, den Krieg zu führen und in eine goldene Zukunft zu stürmen!
Der Sinister Scotsman fällt nun auf der Stage auf die Knie, streckt den Kopf nach hinten und die Arme zur Seite, um potentielle neue Jünger zu empfangen, doch die Musik, die erklingt, ist wohl nicht die Musik, die er erwartet hatte, denn als Matt Taven gemeinsam mit Chad Gable auf der Stage erscheint, steht Galloway wieder auf und blickt empört zu seinem ehemaligen Partner, der ein Mic dabei hat. Matt: Du kannst dir vielleicht schon denken, dass ich nicht hier bin, weil ich mich von dir bekehren lassen will, aber ich habe mir deine Scheiße backstage mal angehört jetzt und Mann, was läuft eigentlich falsch bei dir? Wen willst du bekehren und womit? Du bist ein Teil des Netzwerks, damit ein Teil des Problems, du schießt scharf gegen Finn Bálor, obwohl du gleichzeitig seine Philosophien vertrittst, das macht alles keinen Sinn! Wenn du schon willst, dass die Leute ihre Augen öffnen, dann doch aber hoffentlich in der Hinsicht, dass sie sehen, was für eine verlogene Sau du bist! Drew: Oh Matt, warum kannst du die Wahrheit nicht sehen? Warum kannst du nicht sehen, dass ich im Recht bin und du im Unrecht? Du bist geblendet von den Ansichten des Empires, wirst zurückgehalten von den Idealen deiner verwesenden Gruppierung, dabei ist es noch nicht zu spät! Komm zu mir, werde mein Jünger und folge meinem Weg!
Drew Galloway streckt nun wieder die Arme zur Seite weg und will Taven empfangen, doch dieser ist weiterhin angeekelt vom Schotten und schüttelt nur den Kopf. Matt: Nein! Ich werde dir und deiner Ideologie bestimmt nicht beitreten, weil sie kompletter Schwachsinn ist! Inwiefern bist du jetzt überhaupt mächtiger als bei uns? Wer ist TJ eigentlich? Bei dir und EC3 hatte ich eigentlich einen großen Fisch ala AJ Styles erwartet, aber TJP? Wer kennt TJP? TJ ist ein Niemand, ein Bingo Hall Kind, das nicht für die große Stage gemacht ist! Er wird dir nicht mehr weiterhelfen können, als wir es im Empire getan hätten und ob deiner Worte wundert es mich wirklich, dass du das nicht sehen willst oder kannst! Du bist immer noch die selbe niedrige Form, die du immer warst und daran wird sich nie irgendwas ändern, Drew. Niemals.
Als Matt Taven seinen Satz fertig gesagt hat, mockt TJP plötzlich auf. Der Filipino konfrontiert Taven und will ihm offenbar auf die Pelle rücken. Matt: Oh, oh, so ist das, huh? Ihr wollt kämpfen? Das könnt ihr haben, wir können kämpfen, jetzt sofort!
Drew Galloway scheint über Tavens Entscheidung sehr glücklich zu sein und beruft TJP zu sich. Drew: Bruder TJ, ich bin stolz auf dich. Lass uns in den Kampf ziehen, lass uns diese verlorenen Seelen retten und lass uns siegreich sein.
Nachdem also ein Referee die beiden Teams zum Ring und in ihre jeweiligen Ecken beordert hat, lässt er auch schon den Gong läuten und der Opening Contest der heutigen Show kann starten!
1st Match: Drew Galloway & TJP besiegen Matt Taven & Chad Gable via Pin von Galloway an Gable nach dem Future Shock DDT (06:16)
Nach dem Match haben Drew Galloway & TJP aber noch nicht genug. Gerade TJ wirkt immer noch übertrieben sauer und tritt wie verrückt auf Chad Gable ein! Matt Taven will zwar den Save machen, aber Drew Galloway kann ihn abfangen und mit dem Future Shock DDT abfangen, während TJP den Knee Bar gegen Gable ansetzt!! Knee Bar von TJP, aber was ist das? Die Musik von Vengeance unterbricht den Beatdown und Drew Gulak, Tony Nese & Trent Barreta erscheinen auf der Stage! Gulak: Schön, was ihr da macht, wirklich schön! Habt eure Gegner besiegt, aber natürlich reicht euch das nicht aus, deshalb tretet ihr noch extra auf sie ein. Was für ein Zeichen von Klasse, ein Wahnsinn! Ich hoffe aber, ihr realisiert, dass wir immer noch in der Überzahl sind.
Gulak, Nese & Barreta marschieren jetzt zum Ring, aber noch bevor sie das Seilgeviert betreten können, verlassen Galloway & Perkins eben jenes und flüchten in die Crowd. Drew Gulak scheint nicht zufrieden mit dem Verhalten seiner Rivalen zu sein und ruft ihnen noch nach, doch Galloway & TJP interessiert das nicht mehr, sie machen sich aus dem Staub und IWC Explosion geht in eine erste Pause.
Backstage sehen wir jetzt gerade PJ Black im Locker Room, der sich ein Skript durchliest, als plötzlich Jack Evans den Raum betritt. Der Aerial Wizard scheint nicht gewusst zu haben, dass Black im Raum ist und wirkt auch dementsprechend angebunden, als er seinen „Retter“ aus der Vorwoche trifft. Als PJ auffällt, dass Evans in der Tür steht, schaut er zu ihm und zuckt nur mit den Schultern, während ihm ein leises „Hi“ auskommt. Jack wirkt weiterhin sehr vorsichtig und kommt nur langsam zum Reden; von seiner gewohnten Coolness ist nicht viel übrig. Jack: Was…was war das letzte Woche? PJ: Was meinst du? Jack: Dein Save, was war das? Warum hast du das gemacht? PJ: Warum nicht? Jack: Weil wir keine Freunde sind?
Jetzt muss PJ mal kurz durchatmen, bevor er seine Hände auf seine Knie stemmt und in Richtung Evans blickt. PJ: Ich weiß, dass wir keine Freunde sind. Ich weiß, dass wir Differenzen hatten. Und ich kann verstehen, dass du denkst, ich wäre sauer, weil du meinen Spitznamen geklaut hast und das war ich anfangs auch. Fakt ist aber auch, dass du mir zurück in die IWC verholfen hast. Ich war schon mal hier und konnte meine Chance nicht nutzen, wer weiß, ob ich je wieder zurückgekommen wäre, hättest du mich nicht gefragt? Jetzt bin ich hier, jetzt bin ich Teil des Rosters und auch, wenn deine Aktion damals ziemlich scheiße war, finde ich, muss ich dir das einfach zurückgeben. Das bin ich dir schuldig.
Jack Evans aber kann das nicht so recht glauben und wirkt mehr als skeptisch. Jack: Warte…du hilfst mir, den Typen, der dich verraten und ausgenutzt hat, der deinen Spitznamen geklaut und danach abgehauen ist? PJ: Schau, dadurch, dass du meinen Namen nutzt, sind mehr Leute auf mich aufmerksam geworden. Die wollten halt wissen, woher du diesen Namen hast, verstehst du? Ich meine, Darewolf klingt schon verdammt cool. Und ja, meine Merch-Verkäufe sind angestiegen, ich kann gut davon leben und das hab ich defacto dir zu verdanken. Deshalb will ich dir helfen. Jack: Aha… PJ: Du vertraust mir nicht, was? Jack: Mann, was erwartest du? PJ: Na gut, kann ich verstehen. Ich will nur, dass du eines weißt. Los Aviadores haben nicht ihren letzten Dreck geschissen. Die werden wiederkommen und diesmal werden sie aggressiver sein. Jetzt stell dir die Frage, was dir lieber ist. Du alleine gegen 2 heißblütige Latino-Schläger oder du und ich gegen 2 heißblütige Latino-Schläger?
Evans wirkt noch immer nicht voll überzeugt. Jack: Mann, ich weiß nicht, ich kann dir irgendwie nicht vertrauen…
Enttäuscht schüttelt Black mit dem Kopf. PJ: Das ist schade, a…
Weiter kommt der Darewolf jedoch nicht, denn plötzlich packt Jack Evans den überraschten Südafrikaner an der Hand. Jack: Aber ich will es trotzdem versuchen.
PJ braucht einen Moment, bis er das realisiert hat, dann kommt ihm ein Grinsen aus und die beiden umarmen sich. PJ: Na dann, packen wir es an! Jack: Ja, Mann!
PJ Black & Jack Evans haben sich also gesucht & gefunden, doch während die beiden ihre Freundschaft neu aufleben lassen, geht es für uns in eine ganz kurze Pause…
Der Titantron zeigt uns jetzt ein plötzlich einen dunklen, scheinbar verlassenen, Raum. Es stehen ein paar heruntergekommene Möbel herum, dann zeigt die Kamera einen leeren Schreibtisch, auf dem offensichtlich eine Person liegt. Auf einmal knipst besagte Person eine Schreibtischlampe an, die nur sehr knapp über dem Kopf der Person hängt. Zu erkennen ist nun das Gesicht von Marty Martinez, der sich im Licht der Lampe suhlt und in entspanntem Ton sagt:
"Er ist frei. 2 Wochen harte Arbeit und nun ist er frei. Alles für nichts und wieder nichts. Er hat noch Zeit gebraucht, aber er wollte sie sich nicht nehmen. Er ist verschwunden letzte Nacht. Jeff Hardy, meine Kreatur der Nacht, hat versagt. Er hätte dafür sorgen sollen, dass er bei uns bleibt. Für immer. Doch er hat es nicht geschafft. Er hat all das, was ich getan habe, was ich investiert habe, den Bach herunter gespült. Und nun liege ich hier, machtlos. Erschöpft. Entkräftet. Und wofür? Für gar nichts. Er ist entkommen, er hat sich meinen Fesseln entzogen und ist entkommen. So undankbar. Bei allem, was ich für ihn getan habe. Aber was bringt es, hinterher zu weinen? Was bringt es, dem Verlust nachzutrauern? Ich werde meine Arbeit fortsetzen müssen. Gar intensivieren müssen. Er ist nur einer in der Reihe derer, die sich gewehrt haben. Die meinen Befehlen nicht gehorchen wollten, sie missachteten. Und doch habe ich sie bis jetzt alle besiegen können, ihnen den Willen wegnehmen können. Und genau das wird auch bei ihm passieren. Er hat sich mir widersetzt und das dulde ich nicht. Je mehr Widerstand er leistet, desto gewaltsamer werde ich ihn mir vornehmen. Er ist genau wie alle anderen, die den törichten Glauben haben, sie könnten mir entfliehen. NIEMAND kann vor mir fliehen! Niemand kann meine Liste sabotieren, meinen Plan durchkreuzen! Auch er nicht! Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich ihn wieder habe und er endet wie all die anderen Gestalten, die nun unter mir dienen und meinen Befehlen Folge leisten. Meine Mission wird vollendet werden, früher oder später. Das Unvermeidliche hinauszuzögern ist eine dieser nervigen menschlichen Eigenschaften, die es zu bekämpfen gilt. Und ich werde sie weiterhin bekämpfen, bis kein Widerstand mehr vorhanden ist. Ich werde ihn wiederfinden! Ich werde ihn zur Rechenschaft ziehen und ihm zu dem machen, zu dem er von seiner Geburt an bestimmt war, zu sein! Zu meinem Untertan! Zu meinem Werkzeug auf meinem Weg an die Spitze!"
Mit diesen Worten schaltet Marty die Lampe wieder aus und das Bild verschwindet.
2nd Match: Nixon Newell besiegt Carmella via Pin nach dem Vulture Culture Destroyer (08:41)
Das war ein gutes Match von Nixon Newell und damit dürfte sie ihre Ambitionen auf die Women's Championship nochmal ganz klar unterstrichen haben! Doch der amtierende und bisher einzige Champion, Jinny höchstpersönlich, hat nach dieser Machtdemonstration offenbar selbst ein paar Worte zu sagen, denn sie betritt so schnell nach dem Läuten der Glocke zu ihrem Theme die Bühne, dass Nixon gar nicht richtig dazu kommt, ihren Triumph zu feiern.
Jinny: „Nicht schlecht, Nixon, wirklich nicht schlecht. Ja, ich habe mir dieses Match im Backstagebereich angesehen, weil ich mir sicher war, dass du verlieren würdest, aber zu meiner Überraschung hast du Carmella dann doch noch aus dem Weg räumen können. Wie ich schon sagte, keine schlechte Leistung, Nixon. Aber weißt du – 'nicht schlecht' zu sein reicht in der IWC nicht. Und vor allem reicht 'nicht schlecht' nicht gegen Jinny aus. Siehst du, du hast gerade einen Sieg eingefahren und diese Idioten jubeln dir zu, weil sie das für eine GANZ große Nummer halten, nur frag dich doch mal selbst: wer ist eigentlich Carmella? War das eben ihr erstes Match? Das glaube ich nämlich schon. Ich kann mich nicht daran erinnern, diese Möchtegernprinzessin hier schon einmal gesehen zu haben – wobei ich mich auch irren könnte, denn ich erinnere mich selten an die Gesichter von Verlierern.“
Carmella wirft Jinny einen bösen Blick zu, als sie sich at ringside wieder aufrappelt; auch Nixon wirkt nicht besonders begeistert von dem, was die Championesse ihr gegenüber da vom Stapel lässt. Doch sie ist noch nicht fertig.
Jinny: „Körperlich bin ich vielleicht nicht größer, als ihr es seid, aber mein Geist, mein Talent, meine Überlegenheit macht mich als Wrestlerin größer als euch alle zusammen. Du, Carmella, und du, Nixon, und alle anderen eurer Kolleginnen, ihr zusammen tragt die Women's Division, so heißt es. Frauen wie Toni Storm zudem, Frauen wie Sasha Banks. Und das stimmt sogar. Ihr tragt die Women's Division, denn ICH bin die Women's Division. Ich stehe auf dem Fundament, dass ihr krummbuckligen Bauernkinder mit 'harter Arbeit' gebildet habt, ich sitze auf einem Thron, gefertigt aus euren geschundenen Knochen. Ihr alle habt euch euren Aufstieg die Karriereleiter empor hart erarbeitet. Ihr alle habt euch einen abgebrochen bei dem Versuch, relevant zu werden. Ich hingegen? Ich bin allein durch die Tatsache, dass ich geboren wurde, besser als ihr. Die Frauen hier bilden eine Art Pyramide, wisst ihr? Wir haben die Versagerinnen wie Carmella, die wirklich niemals was in ihrem Leben erreichen werden, und darüber die Versagerinnen, die aber nicht ganz so erbärmlich sind, so wie dich, Nixon. Und die kompletten oberen dreizehn Stockwerke bestehen aus Jinny. Ich throne so weit über euch allen, dass ich wortwörtlich nach den Sternen greifen kann, während ihr auf Knien durch den Matsch schlurft und nicht einmal ungestraft davon träumen dürft, einmal so weit zu kommen wie ich.
Nixon, ein Sieg gegen eine deiner Kolleginnen, wenn sie nicht gerade Jinny heißt, beeindruckt mich nicht im Geringsten. Ein Sieg gegen Carmella in über acht Minuten bedeutet keineswegs, dass du gut bist, du bist lediglich nicht ganz so erbärmlich wie das Blondchen dort. Das ist nichts, womit man sich großartig brüsten kann. Unter den Blinden ist die Einäugige schließlich die Königin, Nixon... aber über der Königin gibt es noch einige höhere Positionen. Kaiserin zum Beispiel. Nur würde ich Kaiserin, thronend über einer Horde von Frauen, die so schlecht seid wie ihr, sein wollen? Weiß Gott nicht. Gott – ja, das entspricht meiner Selbst schon eher. Goddess Among Women, Jinny, das bin ich. Ich bin eure Göttin. Und ihr alle hier, ihr dürft nur hier sein, nicht nur hier in der IWC, ihr dürft sogar nur dieselbe Luft atmen wie ich, auf derselben Erde gehen wie ich, weil ich euch alle zu meiner Belustigung erschaffen habe. Gott hat alle Menschen vielleicht nach seinem Ebenbild erschaffen, aber anders als er bin ich nicht gnädig. Ihr seid so weit von meinem Ebenbild entfernt, wie es nur möglich ist. Euer aller Existenzberechtigung ist lediglich, mich mit eurer Unfähigkeit zu amüsieren. Ihr seid Missgestalten, eine Laune der Natur, oder sagen wir lieber, eine Laune ihrer Schöpferin, die man gemeinhin Jinny nennt. Aber wenn ich euch eure Existenz gestatte, wenn ich euch die Grundlage für euer erbärmliches Leben biete, wenn ich über euch alle herrsche, dann bin ich auch diejenige, die entscheidet, wann diese Existenz ihr jähes Ende findet. *schnipp* Just like that, girls. Jusation war die Erste, aber du, Nixon, wirst ihr bald folgen. Bis die IWC mir eine Frau schickt, die nicht im Schmutz kriecht wie ihr alle, werde ich dieses Business von euch allen befreien. Nennt mich Goddess Among Women, nennt mich Queen of Knightsbridge, nennt mich, wie ihr wollt, Hauptsache, ihr alle findet euren Platz... vor mir auf euren Knien, mit meinem Absatz im Gesicht.“
Nixon hat mittlerweile genug gehört und sich vom Timekeeper ein Mikrofon geben lassen, auf welches sie einige Male aufgebracht schlägt, ehe sie zu sprechen beginnt.
Nixon: „Meine Güte, du hast ja wieder mal alle in Tiefschlaf gequatscht, Jinny, herzlichen Glückwunsch auch. Jetzt lass mich dir mal ein paar Takte flüstern, Mädel! Dir ist es egal, wie man dich nennt? Wie wär's denn mit -“
Doch Jinny hört Nixon gar nicht mehr zu, sondern macht mitten auf der Stage kehrt und verschwindet unter ohrenbetäubenden Buhrufen ganz gemächlich zurück in den Backstagebereich! Sichtlich angesäuert pfeffert Nixon ihr Mikrofon in eine der Ringecken und rollt sich anschließend nach draußen, womit Explosion in eine kurze Werbepause geht – hier wird nochmal ordentlich die Werbetrommel für den anstehenden PPV All Hail gerührt!
Zurück aus einer kurzen Pause finden wir uns nun in einem argen Kontrast zur Halle wieder, denn wir befinden uns im Tempel des Shoguns Kazuchika Okada, genauergesagt im goldenen Thronsaal. In diesem Saal finden wir den Shogun jedoch nicht, diesen sehen wir erst, als wir uns ein Stockwerk tiefer begeben, in einen Dungeon unter dem Thron des Rainmakers. Hier erleuchtet nur eine Kerze in der Mitte des Raumes die alten, feuchten Gemäuer, um die Kerze sitzen Kazuchika Okada & der „King of Strong Style“ & No.1 Contender auf die Xtreme Championship, Shinsuke Nakamura. Beide wirken hochkonzentriert, bis der Shogun das Wort ergreift. Okada: Minoru Suzuki hat uns erwischt. Minoru Suzuki hat uns geschlagen. Minoru Suzuki hat uns gedemütigt. Dieser Mann schimpft sich Großmeister, dieser Mann schimpft sich in die Köpfe einiger der besten Wrestler unserer großen Nation. Nakamura Shinsuke, verrate mir, was du denkst. Nakamura: Unser Reich ist in einer Krise, Shogun. Unser Werk, unsere Kunst ist in Gefahr durch die bösen Machenschaften des Großmeisters. Aber nichts, was er versucht, keiner seiner Versuche wird mich auf dem Weg zum Titelgewinn beeinflussen. Ich bin dir das schuldig, ich habe mich mit meiner Niederlage gegen dich als nicht würdig erwiesen, da ist der Gewinn der Xtreme Championship das Mindeste, das ich für dich tun kann, werter Shogun, das verspreche ich hoch und heilig. Okada: Sehr gut, ich wusste schon, warum ich dich auserwählt habe. Minoru Suzuki hat einen schlafenden Riesen geweckt. Ich werde ihm alles nehmen, was er besitzt, ich werde ihm alles zurückzahlen und ich werde und wieder zur goldenen Armee machen, die wir immer bestimmt waren, zu sein.
Okada & Nakamura schauen sich noch in die Augen und sitzen weiterhin im Schneidersitz vor dem Feuer, doch wir müssen uns von ihnen verabschieden, denn zurück in Winnipeg geht es schon wieder weiter mit IWC Explosion!
In der Halle hören wir jetzt nämlich die Musik von Matthew Riddle und das bekannte Pfeifen löst bei den Fans Jubel & laute Bro-Chants aus, was Deep Waters, als er gemeinsam mit Paul Heyman auf die Stage kommt, ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. Heyman legt sofort seinen Arm um Riddle und deutet mit dem Arm über die Crowd, als würde er ihm sagen, das alles gehört jetzt dir. Riddle wirkt begeistert und setzt ein nur noch größeres Grinsen auf, bis sich die beiden auf den Weg zum Ring machen, wo sich Paul Heyman jetzt ein Mikrofon schnappt. Paul: Ladies & Gentlemen, mein Name ist Paul Heyman und ich bin der Advocate des heißesten Talents in der gesamten Welt des Pro Wrestlings, eines Mannes, der den Sprung von der UFC ins Pro Wrestling gewagt hat und zeigt, warum der echte Kampf immer noch besser ist als jede Gymnastik, die viel zu viele Wrestler heutzutage als „Wrestling“ verkaufen. Ladies & Gentlemen, begrüßen Sie mit mir die Zukunft dieser Company, „Deep Waters“ MATTHEW RIDDLE!!!!!!! Matthew Riddle ist alles, was Pro Wrestling im Jahr 2016 braucht! Er hat den Körper eines griechischen Gottes, die Haare eines germanischen Kriegsherren, den Kampfstil eines Samurai und, was am Wichtigsten ist, die beeindruckendste Siegesserie eines jeden Wrestlers in der Immortal Wrestling Company! Matthew Riddle bringt alles mit, was man braucht, um erfolgreich zu sein, doch im Vergleich zu anderen Talenten ruht er sich nicht auf den schnellen Erfolgen aus, nein. Er nimmt sich keine Auszeit nach einem Sieg wie Baron Corbin, er kämpft weiter. Er lässt keine Niederlagen zu, vorher beendet er seine Karriere, als mit Misserfolgen zu leben und genau das ist der Wille, das ist der Ehrgeiz, den man braucht, um es in der Immortal Wrestling Company zu etwas zu bringen! Matthew Riddle ist vielleicht nicht der größte Star des Jahres 2016, aber er wird der größte Star des Jahres 2017 werden, denn wenn erst einmal alle Augen auf ihm liegen, wird jeder erkennen, dass wir hier Geschichte sehen, dass wir einen neuen Kerry Von Erich, einen neuen Ric Flair vor uns sehen! Dieser Mann wird das Business von Grund auf verändern, d…
Weiter kommt Paul Heyman jedoch nicht mehr, denn da kommt auf einmal „Chris is awesome“ aus den Boxen und der Knockout Artist Chris Hero erscheint auf der Stage! Der frühere Xtreme Champion wird nicht gerade freundlich begrüßt, das scheint ihm aber relativ egal zu sein, denn er will wohl nur ein paar Worte an das Duo im Ring richten. Chris: Ein neuer Kerry Von Erich? Der größte Star des Jahres 2017? Die Zukunft dieses Sports? Paul, ich respektiere dich. Deine Arbeit in der ECW war fantastisch und mit ein Grund dafür, warum ich Wrestler wurde, du hast Brock Lesnar zu einem der größten Stars der letzten 15 Jahre gemacht und ich bin sicher, du bist ein sonst ein klasse Typ, aber was den da angeht, hast du völlig den Verstand verloren. Ich wiederhole mich nochmal, es tut mir leid, aber Matt Riddle ist nichts von all dem, was du hier sagst. Nicht nur, dass Matt Riddle nie in Sphären eines Kerry Von Erich vordringen wird, es ist auch unwahrscheinlich, dass er der größte Star des Jahres 2017 wird, wenn er gegen genau den am 27. November verlieren wird. Paul: Was? Chris: Ich sagte, es… Paul: Ich habe verstanden, was du gesagt hast, aber was? Chris, deine These kann so nie im Leben aufgehen, denn Matthew Riddle ist nicht in der Lage, zu verlieren. Chris: Ist er nicht? Paul: Ist er nicht. Chris: Das ist interessant, denn soweit ich mich erinnern kann, hat Matt Riddle in der Vergangenheit durchaus schon Matches verloren… Paul: Ja, in der Vergangenheit, aber was ist die Vergangenheit jetzt noch wert, Chris? Gerade du solltest das doch wissen, Chris, denn in der Vergangenheit hattest du mal einen ansprechenden Körperbau, in der Vergangenheit warst du mal ein passabler Wrestler, doch was ist davon noch übrig? Genau, Chris, gar nichts. Du bist ein Schatten deiner selbst, der seinen Zenit längst überschritten hat und glaubt, durch einen Gimmick-Wechsel könnte er seiner Karriere neuen Schwung verleihen, aber alles, woran man sich bei Chris Hero nach 2014 noch erinnern wird, ist, dass er ein Teil in der Legende des Matthew Riddle ist, einer der frühen Gegner, die er auf dem Weg zur World Heavyweight Championship bezwingen wird! Du bist nichts als ein Zwischenstopp, ein Scherz, ein Niemand! Chris: Ich bin ein Niemand? Paul: Ja, du… Chris: Was ist dann Matthew? Wer kennt Matthew Riddle schon? Fällt er irgendwem auf, beachtet ihn irgendjemand überhaupt? Nicht einmal alleine reden kann er, sonst wärst du jetzt nicht hier! Paul, wenn ich du wäre, würde ich aufpassen, was ich sage, denn Brock Lesnar ist nicht hier um sich zu retten und…
Jetzt scheint es Matthew Riddle aber zu reichen, denn Deep Waters, dessen Grinsen inzwischen verschwunden ist, entreißt Hero das Mic und blickt ihn so ernst wie wahrscheinlich noch nie zuvor an, bevor er das Mic an seinen Mund führt. Matt: Bro…ich muss nicht reden, um dich zu besiegen. Alles, was ich können muss, ist dich ausknocken und dass ich dazu in der Lage bin, hab ich schon oft genug gezeigt. Also hör auf, Scheiße über mich und Paul zu verbreiten und stell dich lieber den Fakten, dass du ein veraltetes Modell bist, das gegen die Zukunft antritt, Bro. Denn würde ich nicht wissen, wozu ich in der Lage bin, würde ich nicht in jedem Match meine Karriere aufs Spiel setzen im Sport, den ich liebe, wie leichtfertig wäre das? Ich mache das nur, weil ich genau weiß, dass ich jeden Wrestler besiegen kann, der sich mir in den Weg stellt und du bist da keine Ausnahme. Aber rede nur, zerreiß dir über mich das Maul, aber bei All Hail, werde ich dir das Maul zertrümmern und alles, was du für den Rest deines Lebens sagen wirst, ist Bro. Sind wir hier fertig?
Als Paul Heyman nickt, verlässt Matt Riddle durch die Seile den Ring gemeinsam mit seinem Advocate und lässt Hero dort zurück. Dieser wirkt sauer, gleichzeitig aber erstaunt über seinen Gegner und kann ihm nur hinterherschauen, wie Deep Waters die Stage hinaufmarschiert und IWC Explosion in eine weitere kurze Pause geht.
Es soll nun erneut zum Aufeinandertreffen von Mil Muertes und seinen Disciples mit der Wyatt Family kommen und nachdem es nun dunkel in der Halle wird kommt auch schon Bray Wyatt mit Luke Harper und Braun Strowman zum Ring. Langsam schreiten die drei nun zum Ring. Bevor sie selbigen betreten bleiben die drei stehen wortlos zeigt Wyatt seinen beiden Gefährten nun die Maske Erick Rowans und schickt die beiden dann in den Ring. Er selbst legt nun die Maske auf die Ringtreppe und betritt dann den Ring und blickt nun fokussiert in Richtung Entrance, dort erscheinen nun Mil Muertes und Catrina und gehen nun nebeneinander zum Ring, während sich hinter Muertes auf dem Weg zum Ring nacheinander Trece, Barrio Negro und El Siniestro de la Muerte materialisieren. Muertes und die Disciples of Death bauen sich nun vor Bray Wyatt, Luke Harper und Erick Rowan im Ring auf und Catrina ergreift das Wort. Sie bietet Wyatt an, er könne die Sache noch abblasen. Bray verfällt nun in ein wahnsinniges Gelächter und fuchtelt dann auf die Disciples zeigend mit der Hand herum. “They started this!”
3rd Match: Mil Muertes und The Disciples of Death besiegen Bray Wyatt, Luke Harper und Braun Strowman via Pinfall von El Siniestro de la Muerte nach dem Flatliner von Mil Muertes an Luke Harper (15:19)
Nach dem Match geht Catrina nun auf Bray Wyatt zu, verpasst ihm eine Ohrfeige und spricht dann langsam und eindringlich die Worte “Du hattest die Wahl!” zu ihm. Im selben Moment zückt wieder einmal El Siniestro de la Muerte den Dolch, doch Mil Muertes greift ihm an die Schulter und El Siniestro versteht. Er dreht sich nun um und händigt Mil den Dolch aus, der nun auf Wyatt zugeht und den Dolch ansetzt.
“Das würde ich mir gut überlegen!” spricht nun eine unbekannte Stimme zu Muertes, der sich nun umdreht und in die Richtung blickt, aus der die Aufforderung kam. Auch Catrina sieht nun in diese Richtung und ihrem Gesichtsausdruck nach scheint sie die Frau zu kennen.
“Du bist Black Lotus!”, meint sie nun zu der Frau, die nun langsam näher kommt. “Du warst in Darios Temple. Du warst auf der Suche nach jemanden!”.
“Ich bin es und ich bin es nicht. Du kennst mich unter diesem, Bray kennt mich unter anderem Namen, doch das ist nebensächlich. Ich habe gefunden, wen ich suchte!” Bei diesen Worten sieht man plötzlich Freude über’s Gesicht von Bray Wyatt huschen, was weder Mil, noch Catrina sehen, da sie immer noch Black Lotus anstarren.
“Warum mischt du dich hier ein? Was interessiert dich Wyatt?” fragt nun Catrina. “Oder wollteste du uns tatsächlich nur mitteilen, dass du gefunden hast, wen du finden wolltest? Denn Schätzchen, das interessiert mich ganz und gar nicht und ich denke auch Mil nicht, oder?” Sie blickt nun zu Mil, der nur verächtlich grinst. Und mit dem Dolch spielt. “Euch vielleicht?” auch die Disciples beginnen nun zu grinsen und den Kopf zu schütteln. “Also verzieh dich, Kleine”
“Nun ich denke es sollte euch interessieren!”, meint nun Black Lotus und im selben Moment kommt aus den Zuschauern heraus Matanza Cueto und attackiert die Disciples of Death und auch Mil Muertes. Im selben Moment packt Black Lotus nun zu und packt sich Catrina und hält sie dann in einem Würgegriff. “Nenn mich von nun an ABIGAIL!”, meint nun Black Lotus zu Catrina und packt sie dann und will sie nun aus dem Ring werfen. Doch noch ehe sie auf dem Boden aufkommt ist sie verschwunden. Black Lotus geht nun auf Bray Wyatt zu und reicht ihm nun die Hand und hilft ihm, der immer noch in der Ecke kauert in der er mit dem Messer bedroht wurde, auf die Beine. Die beiden umarmen sich dann wie alte Freunde, während sich Luke Harper, Braun Strowman und Matanza nun hinter den beiden postieren.
“Erick wurde gerächt”, meint nun Black Lotus und blickt auf die Zerstörung, die Matanza über Mil und seine 3 Gefährten brachte. Sie geht nun zur Maske von Rowan und gibt sie an Matanza, der sie nun in kleine Stücke reißt und dann auf seiner Handfläche Black Lotus präsentiert. Die lächelt nun und packt ein Feuerzeug und entzündet die Stücke. Als die Maske abgebrannt ist wirft er die Asche auf die am Boden liegenden Disciples. Im Anschluss daran verlässt die Wyatt Family die Arena.
Wir finden uns jetzt im Büro vom Ambassador der Immortal Wrestling Company, Oliver Grey, wieder, wo jener genervt in seinem Stuhl sitzt und bereits die Hände über dem Gesicht zusammenschlägt, denn er ist nicht alleine. In seinem Büro befinden sich nämlich noch Tyler Breeze & Rusev, die sich gerade wegen den Ereignissen der Vorwoche streiten. Tyler: ICH STEHE IMMER NOCH IM INTERCONTINENTAL CHAMPIONSHIP MATCH!! DU KANNST NICHT EINFACH SO ANKOMMEN UND BEHAUPTEN „OHOH, SCHAUT MICH AN, ICH BIN RUSSE, ICH BIN BÖSE, ICH HOL MIR DAS“ NEIN!!!! DU… Rusev: ICH BIN KEIN RUSSE, ICH BIN BULGARE! UND ICH WERDE DIR DEINEN RÜCKEN BRECHEN, WENN DU NOCH EINMAL IRGENDWAS IN MEINE RICHTUNG SAGST!!! Tyler: OOOOHHHH, JETZT HAB ICH ABER ANGST! Rusev: AAAARGH, ICH BN RUSEV, ICH BIN DER NO.1 CONTENDER, ICH WERDE DICH BRECHEN UND ICH WERDE KENNY OMEGA BRECHEN, DENN ICH BIN RUSEV UND RUSEV CRUUUUUSSSSHHHHH!!!!! Tyler: ICH… Grey: RUHE!!!!! ALLE BEIDE!!!!! Meine Güte, das ist ja wie im Kindergarten! Rusev, du bist nicht der No.1 Contender auf die Intercontinental Championship. Tyler: AHA! Grey: Du aber auch nicht, Tyler. Tyler: WAS?! Grey: Wer hat das jemals behauptet, hast du dir jemals meinen Segen dafür geholt? Wäre mir zumindest neu. Nein, noch gibt es gar keinen No.1 Contender auf die Intercontinental Championship, aber da ihr gerade da seid, machen wir ein Match aus für nächste Woche. Ihr 2 gegeneinander, der Gewinner trifft bei All Hail auf Kenny Omega. Was meint ihr?
Rusev & Breeze schauen sich jetzt schwer atmend an. Rusev: Wie ich gesagt habe, ich werde dir den Rücken brechen! Tyler: Wenn ich mit dir fertig bin, habe ich endlich jemanden, an den ich meine abgelaufenen Beauty-Produkte verscherbeln kann, du wirst sie brauchen. Grey: Schön, haben wir das auch geklärt. Ihr dürft jetzt gehen.
Die beiden angehenden Gegner liefern sich noch einen kurzen Staredown vor dem Schreibtisch des Ambassadors, bevor beide das Büro verlassen und sich Oliver Grey genervt in seinen Stuhl fallen lässt. Er atmet einmal lang aus und verschränkt wieder die Hände vor dem Gesicht, während er „Oh Gooooott“ sagt, dann dreht er sich einmal kurz mit seinem Stuhl…doch was er da erblickt, gefällt ihm nicht besonders gut, denn Seth Rollins steht hinter ihm im Büro. Oliver Greys Miene friert sofort ein, während Seth mit einem diabolischen Grinsen im Gesicht aus dem Schatten tritt. Grey: Wie bist du hier hinein gekommen? Seth: Das ist doch völlig irrelevant. Grey: Ist es nicht, wie bist du hier hinein gekommen?! Seth: Halt den Mund!
Seth verpasst Grey nun eine Ohrfeige, sodass er mit dem Kopf auf den Tisch prallt und drückt anschließend seinen Schädel auf die Platte. Seth: Findest du das lustig, was du letzte Woche mit mir gemacht hast? Findest du es super, mich mit 3 Männern in den Ring zu schicken? Grey: Genauer gesagt waren es 2 Männer und eine Frau… Seth: Ich wollte nicht so gemein zum alten Johnny sein, aber wie du meinst. Mein Punkt ist, ICH bin der No.1 Contender auf die World Heavyweight Championship, ICH bin ein Teil des Netzwerks, ICH b in genau das, was Finn Bálor immer wollte, warum werde ICH dann dafür bestraft? Warum, Oliver??? Grey: Ich…
Oliver Grey kann aber nicht mehr weiterreden, da zieht Seth Rollins ihm den Stuhl weg und der Brite fällt zu Boden. Noch bevor Grey irgendwas sagen kann, tritt Seth ihm in die Rippen und verpasst ihm anschließend einen Curb Stomp auf den Teppichboden! Seth: Fühlt sich schön an, was? Ganz angenehm, regelrecht flauschig. Wenn ich diesen Move an einem Brock Lesnar durch einen Tisch zeige, hat das doch nie einen Effekt, oder? Huh???
Rollins packt Grey nun an den Wangen und verpasst ihm noch eine Ohrfeige, die den Briten wieder zu Boden gehen lässt, worauf ein zweiter Curb Stomp folgt. Seth: Das war Nummer 2! Nur wie viele Gegner hatte ich letzte Woche, Oliver? Huh? Sag es mir, komm schon!
Oliver Grey aber kann schon nicht mehr antworten, woraufhin ein wütender Seth Rollins seinen Gegner nimmt und mit dem Kopf am Tisch platziert. Anschließend steigt Rollins auf den Bürostuhl, springt ab und verpasst ihm einen dritten Curb Stomp auf die Tischplatte! Seth: Ich hoffe, das reicht dir, Oliver. Ich sagte dir, mein Sieg gegen Seth wird easy going und ich habe dabei keine Sekunde lang übertrieben.
Nach dieser Ansprache lässt Seth Grey am Boden in seiner Blutlacke liegen und verlässt das Büro zufrieden, womit es für uns zurück in die Halle an die Ringside geht.
4th Match: Jimmy Havoc besiegt Chris Brookes via Pin nach dem Acid Rainmaker (04:56)
Nach diesem recht eindeutigen Matchverlauf will Jimmy Havoc offensichtlich nicht sofort den Ring verlassen. Stattdessen lässt er sich ein Mikrofon geben und starrt vom Ring aus in die Crowd, um schließlich zu ihnen und zu den Leuten im Backstagebereich zu sprechen.
Jimmy: „Abschaum, nichts weiter... eine Hürde, über die ich nicht mal springen muss, es reicht, drüber zu steigen... werde ich bis All Hail warten müssen, um endlich einen Gegner zu bekommen, den man als ernsthaft einstufen kann? Sofern man das von Marty Scurll denn sagen kann... das liegt im Auge des...“
Doch weiter kommt Havoc nicht, denn plötzlich betritt jemand hinter ihm den Ring! Havoc bemerkt den Angreifer zwar, doch nicht schnell genug, um ihn zu attackieren – und er bekommt einen schwarzen Regenschirm gegen die Schläfe geschlagen! Havoc geht zu Boden – natürlich, derjenige, der ihn dort attackiert, ist niemand geringeres als Marty Scurll! Wie besessen prügelt dieser nun mit dem Regenschirm auf dem vor ihm liegenden Havoc ein, der sich bereits aus dem Ring rollen will, doch Scurll lässt ihn nicht weit kommen. Er rollt sich ebenfalls unterm Bottom Rope nach draußen, stellt Havoc nach, packt entschlossen seinen Arm, als Havoc plötzlich herum wirbelt, Scurlls Handgelenk packt und ihn mit dem Acid Rainmaker ausschalten will, doch Scurll gelingt es, Havocs Hand zu packen, den Move in einen Hammerlock zu verwandeln und mit Havoc vor ihm, den Kopf voran haltend, in den nächsten Ringpfosten zu laufen! Wieder geht Jimmy zu Boden und jetzt blutet er am Kopf – kein Wunder nach diesem Aufprall!
Aber Scurll kommt gerade erst in Fahrt. Er packt wieder seinen Regenschirm und zielt mit der Spitze genau auf Havoc, der noch immer vor ihm liegt. Er drückt ihm die Spitze in die Kehle, würgt ihn damit; Jimmy zappelt schwach mit Armen und Beinen, schafft es aber nicht, sich großartig gegen die Folter durch Scurll zur Wehr zu setzen. Der schultert seinen Regenschirm nun wieder, so elegant, wie es während einer Attacke auf einen verhassten Feind eben möglich ist, und kniet sich vorm Ring hin, um unter der Plane nach etwas zu kramen. Einige Stühle zieht er heraus, doch schließlich findet er etwas besonderes – eine Liege auf Rollen. Die scheint er gesucht zu haben! Den sich nur schwach rührenden Havoc packt er kurzerhand am Arm, zieht ihn hoch und verpasst ihm mit einem der Stühle noch einen heftigen Kantenschlag in die Magengrube, ehe er Havoc unsanft auf die Liege verfrachtet, um ihn schließlich langsam aus der Arena zu rollen... die Menge tobt! Größtenteils sind die Reaktionen positiv, doch was genau hat er eigentlich vor?
Als es bereits danach aussieht, als sei das Segment vorbei, geht es plötzlich backstage, wo wir Jimmy Havoc und Marty Scurll im Backstagebereich sehen. Havoc wird noch immer auf der Liege durch die Gegend transportiert, doch nach einer Weile rutscht er mit dem Bein leicht herunter und schließlich kann er sich von der Liege lösen. Er fällt wie ein nasser Sack auf den Boden und das treibt Scurll glatt zur Weißglut! Mit einem lauten Brüllen packt er die Liege und wuchtet sie quer durch den Gang, ehe er Havoc vom Boden hochzieht und mit dem Gesicht gegen die Wand drückt! „Ich bin NICHT dein Opfer, du Hurensohn“, knurrt Scurll ihm ins Ohr, zieht Havocs Kopf zurück und donnert ihn nochmal voll gegen die Wand, woraufhin die Platzwunde an der Schläfe wieder arg zu bluten beginnt. Scurll schaut schwer atmend dabei zu, wie Havoc langsam an der Wand herunter und zu Boden rutscht, dann sieht er sich wild nach etwas um, irgendetwas schweres am Besten... und dann fällt sein Blick auf eine Leiter. Nicht besonders hoch, doch robust, stabil – und schwer. Er packt sie, zieht sie von der Wand und stellt sie mitten im Korridor auf. Einige Personen im Hintergrund machen sich lieber schnell vom Acker, ehe Scurll Havoc packt und ihn erst mit dem Kopf gegen die Leiter krachen lässt, ehe er Havoc Kopf durch zwei Sprossen der Leiter zieht und ihn dort hängen lässt. Havoc wehrt sich nicht großartig dagegen, dafür fehlt ihm schlicht und ergreifend auch die Kraft.
Scurll scheint sich langsam wieder zu beruhigen, doch dann schnappt er sich einen der Stühle, die er vom Ring aus mitgebracht hat, und wiegt ihn bedächtig in den Händen. „Was für ein perverses Vergnügen du doch darauf beziehst, deine Opfer hilflos vor dir zu haben, unfähig, sich zu wehren“, knurrt Scurll und wendet den Blick wieder Havoc zu, der sich seitdem nicht gerührt hat. „Du ekelhafter kleiner Wichser... zieh deine kranke Scheiße ruhig weiter mit denen durch, die das mit sich machen lassen, aber merk dir eins... mit mir funktioniert das nicht.“ Er geht auf Havoc zu, packt ihn am blutverschmierten Kinn. „MIT MIR NICHT, HAST DU VERSTANDEN, HAVOC?“, brüllt er, dann holt er aus und knallt ihm den Stuhl voll vor den Kopf! Havocs Augen rollen in den Höhlen nach oben, er rutscht mit dem Kopf aus der Leiter und fällt bewusstlos zu Boden! Das war's mit Havoc! Niemand könnte jetzt noch erwarten, dass Havoc irgendetwas gegen seinen Landsmann auszurichten vermag und Scurll weiß das genau. Er lässt den Stuhl einfach aus der Hand fallen und packt den stark blutenden Havoc am Arm. Er schleift ihn quer durch den Korridor, liest die Beschriftungen der Türen, an denen er vorüberzieht, bis er vor einer dicken Tür schließlich Halt macht – der Tür des Boiler Rooms. Er öffnet die Tür, zieht Havoc hoch und befördert seinen bewusstlosen Körper mit Schwung gegen den Heizkessel, den er mit lautem Scheppern trifft, ehe er davor zu Boden geht und liegen bleibt. Verächtlich spuckt Scurll auf den Boden, genau vor seinen geschlagenen Feind, ehe er erschöpft den Boiler Room verlässt und die Tür ins Schloss fallen lässt. Scurll geht seiner Wege und die Kamera hält noch eine Weile lang auf die verschlossene Tür, hinter der nichts zu hören ist, ehe das Bild langsam abblendet...
Backstage begrüßen wir nun Jeremy Borash in der Interview-Zone und sein Gast heute ist kein normaler Wrestler, sondern ein Champion. JB: Ladies & Gentlemen, was für eine Show dürfen wir hier heute wieder sehen? Jimmy Havoc & Marty Scurll treiben ihre Fehde ins Extreme, hier dürfen wir uns bei All Hail wohl auf ein ganz besonderes Match freuen, aber der Champion der Extreme, Samoa Joe, wird mit Shinsuke Nakamura wohl nicht viel weniger zeigen wollen… Joe: Weniger? Warum sollte ich weniger zeigen als diese 2 Midgets da? Stehen sie in einem Titelmatch? Sind sie Champions? Nein, sind sie nicht und genau deshalb werden sie auch nicht besser abliefern als ich, Punkt. JB: Naja, Marty Scurll ist Sieger des Global Cruiserweight Cups… Joe: Des was? Jeremy, was interessiert mich so ein Mini-Turnier? Was hat es ihm gebracht? was zählt, ist, in den entscheidenden Momenten da zu sein und die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu schnappen, in meinem Fall die Xtreme Championship. das ist ein Machtsymbol, das zeigt, was ich bin, Jeremy. Und der Fakt, dass ich diesen Gürtel 2 Mal gewinnen konnte, beweist nur umso mehr, dass niemand in dieser Division an mich herankommt. JB: In den letzten Wochen sind Sie in den Fokus der Fehde zwischen dem Shogun Kazuchika Okada & dem Großmeister Minoru Suzuki geraten, da Shinsuke Nakamura bei All Hail um Ihren Titel antreten wird. Da der Fokus dabei aber weniger auf den Wrestlern und mehr auf den Drahtziehern liegt, finden Sie nicht, dass Ihnen diese Fehde mehr schadet als sonst was? Joe: Inwiefern schadet mir diese Fehde? JB: Na, sie sind kaum im TV zu sehen, genauso wie Shinsuke und… Joe: Und was? Muss ich mich noch beweisen, muss ich noch mein Gesicht in die Kamera halten und Grimassen schneiden, damit irgendwer auf dich aufmerksam wird? Nein, alles, was ich tun muss, ist, diesen Gürtel in die Luft zu strecken und jeder weiß, was ihn erwartet. Ob diese Fehde Shinsuke schadet? Möglich? Aber so passiert es mit jedem meiner Gegner, denn er kann noch so gut sein, im Ring mit mir findet sein Erfolgslauf ein jähes Ende. JB: Joe, seit Ihrem Comeback haben sie wirklich einen beeindruckenden Lauf hingelegt. Siege über Apollo Crews und Jay Lethal sind nicht gerade einfach zu erringen, aber Sie haben beides innerhalb von Wochen erreicht. Eine mehr oder weniger große Hilfe waren Ihnen dabei die Authors of Pain, die wir jetzt aber seit Highway To Hell nicht mehr gesehen haben. Wohin sind sie verschwunden und meinen Sie nicht, dass es vielleicht keine schlechte Idee wäre, sie gegen die beiden japanischen Fraktionen und eventuell auch Wade Barrett zurückzuholen? Joe: Willst du andeuten, ich komme nicht allein zurecht? Jeremy, Akam & Rezar waren mir eine große Hilfe, aber ich kann auf mich selbst aufpassen. Vielleicht bringe ich sie demnächst zurück, es kann nie schaden, 2 Männer in diesen Ausmaßen an seiner Seite zu haben, aber ich persönlich habe meine 2 wichtigsten Waffen schon an mir und das sind diese 2 Babies hier *hält seine Fäuste in die Cam*. Shinsuke Nakamura nennt sich King of Strong Style? Du weißt nicht, was SoCal Style ist, Boy. JB: Und nach dem Sieg über Nakamura werden Sie um die World Heavyweight Championship antreten? Joe: So sieht´s aus. Mit diesem Sieg habe ich in dieser Division alles erreicht, ich habe jeden geschlagen, habe diesen Titel in 2 Runs mehrfach verteidigt…was bleibt mir noch? Es wird Zeit, weiterzuziehen, neue Herausforderungen zu suchen und der Welt zu zeigen, dass Samoa Joe wahrhaftig der größte und am meisten unterschätzte Wrestler des 21. Jahrhunderts ist. JB: Vielen Dank für das Interview, Joe.
Samoa Joe aber bedankt sich nicht mal mehr bei Jeremy Borash, sondern verlässt einfach die Interview Zone, in welcher die Stimme der IWC allein zurückbleibt, während es für uns zurück in die Halle geht.
Zurück in der Halle hören wir jetzt eine gewohnte Musik, die seit 1 ½ Jahren ständig in Verbindung mit Buhrufen steht, nämlich die unserer IWC Tag Team Champions Karl Anderson & Doc Gallows, bekannt als PRIDE! Die Mitglieder der Elite machen sich mit dem Gold um die Hüften auf den Weg zum Ring, doch sie wirken nicht gerade zufrieden, wie man es 3 Wochen nach dem Erreichen ihres großen Zieles erwarten würde, sondern eher schlecht gelaunt. Und weil es gerade passt, hat „Machine Gun“ Karl Anderson auch ein Mic dabei, um seinem Unmut Ausdruck zu verleihen. Karl: Wo…wo soll ich anfangen? Wo soll ich anfangen, mich über den Siberian Express aufzuregen? Erlauben die sich doch tatsächlich, in unser Match einzugreifen und uns um das Finale des Trios Tournaments zu bringen. Ich meine, könnt ihr das fassen? Wo kommen wir denn da hin? Wir haben uns diesen Spot mit unserem Wrestling hart erarbeitet und dann kommt der Express, der in Runde 1 ausgeschieden ist, und wirft UNS quasi raus? Ein fair agierendes, hart arbeitendes Tag Team? Wozu, was war der Sinn dahinter? Wofür war das? Um eine Message an Kenny zu senden, dass er einem von euch ein Titelmatch gibt? Wie stellt ihr euch das vor? Dass Kenny jetzt einfach sagt „Hihi, du wirfst mich aus dem Tournament, deshalb bekommst du ein Titelmatch“? Ist es so? Stellt ihr euch das so v…nein, so desillusioniert könnt ihr doch gar nicht sein! So desillusioniert kann niemand sein! Wenn ihr uns 3 rauswirft, wartet bestimmt kein Titelmatch einfach so auf euch, dafür hattet ihr Los Ingobernables, nur hätten wir die geschlagen und ihr hättet eure Message nach dem Match senden können! Wie es jeder vernünftige Wrestler macht! Aber ihr, nein, ihr kommt natürlich einfach so rein und stört UNS, kostet UNS das Match und verlangt dann von UNS, dass wir nichts tun, sondern wollt von Kenny, dass er euch ein Titelmatch gibt?
Ist das die Welt, in der ihr lebt? Seid ihr von dort gekommen in eurem fiktiven Zug, in eurem „Siberian Express“? Well, es tut mir leid, diese Illusion brechen zu müssen, aber das ist nicht, wie es bei uns ablaufen wird! Ihr habt euch mit The Elite angelegt und ihr bekommt bestimmt kein Match um die Intercontinental Championship, geschweige denn um unsere IWC Tag Team Championships. Trotzdem wollen wir euch, wir wollen euch und wir werden euch bekommen! Siberian Express, wenn ihr auch nur irgendwelche kleinen Eier in der Hose habt, kommt ihr jetzt heraus und stellt euch uns wie die Männer, die ihr immer vorgebt, zu sein. Lasst uns das jetzt klären, aber lasst euch ai8ch gesagt sein, dass euer Abenteuer IWC nach einem weiteren Misserfolg einen schnellen und schmerzhaften Tod sterben wird. Also, wir warten!
Karl Anderson legt nun das Mic weg und richtet sich gemeinsam mit Doc Gallows in Richtung Stage aus, doch was dort erscheint, passt den beiden offenbar nicht. Der Tron färbt sich nämlich schwarz und die weißen Buchstaben „TNH“ erscheinen, auf welche Tommy End & Thumbtack Jack mit schwarz-weißer Gesichtsbemalung auf der Stage erscheinen. Während sich Jack auf die Stage stellt und mit fiesem Gesichtsausdruck in die Zuschauer blickt, hockt sich Tommy vor ihn und holt ein Mic raus, in welches er nun zu sprechen beginnt. Tommy: Karl…Doc…ich sehe, ihr seid etwas gestresst im Moment, deshalb lasst mich euch eine kleine Geschichte erzählen. Die Geschichte handelt von einem jungen Mann. Er kam aus einem fernen Land in ein abgeschiedenes Tal, konnte die Sprache nur gebrochen und hatte kaum Geld, um durch den Winter zu kommen. Zwar wurde er im Tal aufgenommen und ihm wurde ein trockenes Bett und eine warme Mahlzeit geboten, dafür wurde er aufgrund seiner schmächtigen Statur und seiner Sprache auch gehänselt und von den Herren des Tals geschlagen. Trotzdem blieb der Mann im Dorf und verrichtete Dienste, um durch den harten, kalten Winter zu kommen. Die Attacken wurden schnell weniger und die Leute begannen, mit ihm zu reden, ihm zu vertrauen. Sie erzählten ihm Geschichten, die kaum einer wissen durfte, schnell ersetzte er regelrecht den Beichtstuhl. Der Mann erfuhr viele Dinge, auf die die Bewohner nicht stolz waren. Doch genau das war von Anfang an sein Ziel und von Erzählung zu Erzählung vollendete er sein Puzzle. Mit Hilfe der Informationen kam er an die wichtigsten Männer des Tals…und ermordete sie kaltblütig. Er trug ihre verkohlten Köpfe auf Fackeln durch das Tal und wurde ihr neuer König. Wisst ihr, warum ich euch das erzähle? Ihr wirkt sehr bequem, ihr fühlt euch wohl, ihr fühlt euch sicher in eurer Rolle. Für euch ist es selbstverständlich, dass ihr die Nr.1 seid, das war immer das, als was ihr euch selbst gesehen habt. Doch was, wenn diese Sicherheit plötzlich durchbrochen wird? Was, wenn jemand kommt, der weiß, wie er mit euch umgehen muss, um euch zu stürzen und zu vernichten. Der Siberian Express kann für euch gerade unwichtiger nicht sein, bei All Hail werdet ihr nämlich euren König kennenlernen. Tommy End, der König der Finsternis.
Nach diesen Worten erhebt sich Tommy End wieder und verlässt mit Thumbtack Jack die Halle. Karl Anderson & Doc Gallows dagegen sind kreidebleich im Gesicht und hatten wohl tatsächlich nicht mit SO etwas gerechnet. Wird der Weg zu All Hail steiniger als gedacht? Das finden wir demnächst heraus, jetzt gibt es aber erstmal eine letzte Werbepause, bevor wir die zweiten Finalisten des Trios Tournaments im heutigen Main Event ermitteln werden!
Main Event – Trios Tournament Semi Final Match: The House of Truth besiegt Johnny Mundo, Brian Cage & Taya via Pin von Lethal an Taya nach der Lethal Injection (18:23)
Das House of Truth hat es also geschafft, das Trio rund um Jay Lethal, Angelico & Gunner steht im Finale des Trios Tournaments 2016!! Der Jubel ist sofort überschwänglich, als auch Manager Truth Martini in den Ring stürmt und seinen Finalisten um den Hals fällt. Zu viert feiern sie den Triumph wie einen Sieg im Finale, doch dass es das noch nicht war, wir spätestens jetzt klar, denn die Musik von Los Ingobernables unterbricht die Siegesfeier und die 3 Gegner des H.o.T. bei All Hail am 27. November betreten die Stage. In Masken und Gewänder gekleidet liefern sie sich einen Staredown mit dem House, die furios wirken und es kaum erwarten können, womit IWC Explosion für heute off air geht…
...doch Explosion ist doch noch nicht ganz vorbei. Wir sehen eine letzte Szene, die außerhalb des Stadions gedreht wurde. Ein grünes Schild mit der Aufschrift „DAVENPORT, IA – City Limits“ gibt Aufschluss über den Ort – wer auch immer diese Szene filmt, er befindet sich nicht einmal im selben Land wie der Austragungsort der heutigen Explosion. Im Schein des Sonnenuntergangs fährt ein schwarzer SUV mit getönten Scheiben und hellsilbernen Felgen langsam durch den Außenbezirk der Stadt, wo unzählige, malerische Einfamilienhäusern samt ihrer idyllischen Grundstücke stehen. Hier und da sitzt ein Hausbesitzer auf seiner Veranda, manch einer wässert seinen Vorgarten – es könnte kaum schöner sein. Nach einer Weile hält der SUV vor einer Bushaltestelle an. Niemand sitzt dort, doch zwei Männer steigen vom Fahrersitz und Beifahrersitz aus. Sie sind groß, muskulös, tragen Anzüge, unübersehbare Headsets und Sonnenbrillen mit genauso schwarz getönten Gläsern wie die des Autos, in dem sie hier in Davenport angekommen sind. Einer von ihnen bleibt mit verschränkten Armen ans Auto gelehnt dort stehen, wo er ausgestiegen ist, der andere zieht ein altmodisches Klapphandy aus seiner Jacketttasche und drückt die Nummer des Kurzwahlspeichers. Er hält sich das Telefon ans Ohr, doch bis jemand ran geht, vergeht etwas Zeit.
„Ja. ...Nein, keine besonderen Vorkommnisse. ...Wir sind richtig, die Adresse stimmt, die Beschreibung war unmissverständlich. ...Sicher und wohlbehalten. Status unverändert...“
Der andere Mann löst die Arme aus ihrer Verschränkung und geht um das Auto, zu seinem Kollegen, der ihm einen kurzen Blick zuwirft. Der Beifahrer nickt, woraufhin der Fahrer die linke Hintertür öffnet und sofort zur Seite tritt. Wer nun aussteigt, wird nicht gezeigt. Die Schritte der Person sind langsam, bedächtig, fast lautlos auf dem Bürgersteig. Man sieht nur Teile eines schwarzen Trenchcoats – es wird sich also am Ehesten um einen Mann handeln, den wir hier sehen. Er bleibt auf dem Bürgersteig stehen und beobachtet nun, wie auf einem der Grundstücke eine Frau aus ihrem Auto steigt, um sich schließlich in ihr Haus zu begeben. Sie schließt die Tür hinter sich und die Person im Trenchcoat beginnt, in ihrer Tasche nach etwas zu wühlen. Sie zieht schließlich ein Foto daraus hervor – und nun sehen wir, dass die Hand bemalt zu sein scheint. Sie ist dunkelrot, schwarze Streifen ziehen sich entlang der Finger. Auf dem Foto, das die Kamera nun einfängt, ist eine Person zu erkennen – die Frau, die eben in ihr Haus verschwunden ist. Nun spricht eine seltsam vertraute Stimme:
„Auge um Auge und die ganze Welt wird blind sein. Aber das ist in Ordnung. Mein wahres Auge... trage ich schließlich auf dem Rücken.“
Dann scheint plötzlich die Nacht herein zu brechen und die Straße versinkt in völliger Dunkelheit. Mit diesen Worten endet Explosion #142 aus Winnipeg, Edmonton, Canada – und Davenport, Iowa gleichermaßen...
+++IWC ALL HAIL THE DEMON KING MATCHCARD UPDATE+++
FINN BÁLOR VS SETH ROLLINS - IWC WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP MATCH
SAMOA JOE VS SHINSUKE NAKAMURA - XTREME CHAMPIONSHIP MATCH
JINNY VS NIXON NEWELL - IWC WOMEN´S CHAMPIONSHIP MATCH
PRIDE VS TOTAL NONSTOP HEELS - IWC TAG TEAM CHAMPIONSHIP MATCH
LOS INGOBERNABLES VS THE HOUSE OF TRUTH – TRIOS TOURNAMENT FINALE
Bestes Intro seit langem, beste Storyline aktuell. Easy. PJ / Evans war gut, Moth-Segment wie immer, Okada / Nakamura kurz, aber zweckgemäß. Heyman / Riddle vs. Hero wieder ein Highlight der Show, hypt ordentlich. Black Lotus als Abigail ist richtig awesome, geile Idee. Segment um Grey halb lustig, halb dramatisch, so oder so brutal und gut. Interview mit Joe war gut, Tag Team Angle schön fortgesetzt, Main Event gefällt, starke Show wie zumeist, in welcher die "kleinen" Storylines wieder mal geglänzt haben.
Das Bradley Center in Milwaukee, Wisconsin ist auf 18800 Plätzen restlos ausverkauft – und warum? Weil IWC Explosion wieder mal in der Stadt ist! Die 143. Ausgabe des dienstäglichen Dauerbrenners beginnt wie gewohnt mit einem spektakulären Feuerwerk und dem dazu gehörigen, obligatorischen lauten Jubel der enthusiastischen Fans, ehe die Zuschauer vom Kommentatorenteam, bestehend aus Mauro Ranallo und Corey Graves, begrüßt werden. Und die Show bietet den Fans schon in den Anfangssekunden mehr als genug Anlass dazu, den Jubel gar nicht erst herunter zu schrauben, denn richtig eröffnet wird sie von niemand geringerem als dem #1 Contender auf die IWC World Heavyweight Championship, Seth Rollins! Heute ziert jedoch kein selbstsicheres Grinsen sein bärtiges Gesicht, die Lockerheit, um nicht zu sagen, die Arroganz vergangener Tage sucht man heute vergeblich. Er hat die Hände so fest zu Fäusten geballt, dass die Adern an ihnen deutlich hervortreten, die Körperspannung des Allrounders aus Davenport ist ihm selbst aus weiter Ferne ganz deutlich anzusehen. Offensichtlich mit einer Menge Wut im Bauch schreitet Rollins zielstrebig um den Ring herum, geradewegs auf's Timekeeper Area zu, wo er sich ein Mikrofon schnappt und sich anschließend unterm Bottom Rope in den Ring rollt. Er verliert keine Zeit mit seiner Ansprache.
Seth: „CUT THE MUSIC! CUT THE DAMN MUSIC! Hier laufen einige Dinge gerade in eine verdammt falsche Richtung. Eigentlich läuft hier ALLES falsch! Finn Bálor, Leader des Netzwerks, NOCH IWC World Heavyweight Champion, du kannst den Versuchungen des Lebens nicht widerstehen, das ist jedem hier schon lange bewusst und Gott, ich selbst weiß nur zu gut, wie zuckersüß lang erwartete Rache schmecken kann, aber mir serviert man seine Gerichte lieber nicht zu kalt. Ich habe ganz genau mitbekommen, was letzte Woche vorgefallen ist. Dieser schwarze Cadillac. IN MEINER HEIMATSTADT, Finn, in meiner gottverdammten Heimatstadt, Davenport. In Iowa. Wo ich wohne. Wo nicht zuletzt auch meine Familie wohnt. Was hat ein schwarzer Cadillac, ein Firmenfahrzeug der Immortal Wrestling Company, voll beladen mit Security und nicht zuletzt mit FINN BÁLOR in meiner Heimatstadt verloren, wenn Explosion in Winnipeg, Manitoba, Canada abgehalten wird, ganze 1300 Kilometer entfernt? IN EINEM ANDEREN LAND, in Kanada, verflucht?! Warum haben wir Finn nicht im ausverkauften MTS Centre in Winnipeg gesehen, frage ich mich? Wem wird diese seltsam bemalte Hand wohl gehört haben? Wem wird sein innerer Dämon geflüstert haben, sich mal die Familie seines Feindes ein wenig näher anzusehen – MEINE VERDAMMTE FAMILIE, FINN BÁLOR! WAS HAST DU MIT MEINER MUTTER GEMACHT? WAS IST MIT MEINEM VATER? Wieso habe ich sieben Tage lang nicht von ihnen gehört, wieso konnte ich sie nicht erreichen? Was zum Teufel hattest du an einem Dienstagabend in Davenport, Iowa, IN MEINEM WOHNVIERTEL zu suchen, verdammte Scheiße? Mir sagt man öfters mal nach, ich sei mir meiner Fähigkeiten zu sicher, dass ich arrogant sei und glaube, unbesiegbar zu sein, aber Junge, dir steigt deine Macht gerade offenbar ganz gewaltig zu Kopf, so sehr, dass du glaubst, meiner Familie etwas antun zu können und ungeschoren davon zu kommen. Ich werde hier nicht lange warten, Finn, und wenn es sein muss, halte ich den Betrieb der Show die kompletten zwei Stunden über auf, es ist mir scheißegal, was du dazu zu sagen hast, du hast jetzt genau sechzig Sekunden, deinen feigen Arsch hier in die Arena zu schleppen und bei Gott, ich schwöre dir, wenn du deine hässliche Visage hier nicht zeigst, wenn du nicht hier runter zu mir in den Ring kommst, DANN KOMME ICH ZU DIR und wir sehen uns mal ganz genau an, ob der Demon King der geballten Wut von Seth Fucking Rollins gewachsen ist!!“
Doch das wird ganz offensichtlich nicht nötig sein, denn Finn Bálor lässt nicht einmal zehn Sekunden auf sein Erscheinen warten. Kaum beginnt sein Theme zu spielen und die Scheinwerfer auf die Bühne zu richten, beginnt Seth, wie ein ausgehungertes Raubtier in seinem Käfig zwischen den Seilen auf und ab zu gehen, den Blick dabei nicht von dem Mann abwendend, den er eben heraus gerufen hat.
Finn: „Seth, um Himmels Willen, hör schon auf, hier rumzuschreien wie so ein Irrer. Was fällt dir denn ein, Explosion zu highjacken, während die Show noch gar nicht richtig begonnen hat? Was bitte soll ich denn gemacht haben? Was soll ich mit deiner Familie zu tun haben? Seth, deine Mutter, dein Vater und wer sonst noch alles zu deiner Sippschaft gehört ist mir so was von egal, ich habe bis zum heutigen Tag keinen einzigen Gedanken an sie verschwendet. Bist du wirklich so dämlich, dass du allen Ernstes glaubst, ich fahre 1300 Kilometer über die I-04 runter, von Winnipeg nach Davenport, nur um deiner geliebten Mami einen Schrecken einzujagen? Glaubst du allen Ernstes, dass ich, Finn Bálor, für solche Mätzchen Zeit hätte? Oder willst du nur meine Aufmerksamkeit? Wenn es das ist, dann lass dir gesagt sein, Seth, du hast sie bekommen. Alle Augen sind auf dich gerichtet, mein Lieber. Wieder einmal. Also was genau willst du jetzt? Eine Stipulation für dieses Titelmatch, das du dir ergaunert hast? Oder willst du mehr Geld? Was wirst du als Nächstes von mir verlangen, Seth, sag es mir schon, damit ich mich wieder den wichtigen Dingen widmen kann, die mein Job mit sich bringt...“
Seth: „Was ich als Nächstes von dir verlange, Finn Bálor, ist, dass du sofort, ohne weiteres Palaber, zu mir in den Ring kommst. Komm die Rampe herunter, steig durch die Seile und tritt mir entgegen. Schau mir in die Augen, wohlwissend, dass du in meiner Schlagweite bist, und dann lüg mir noch einmal so frech ins Gesicht.“
Finn zögert eine Weile lang und funkelt Seth wütend an, dann jedoch tut er wie geheißen und schreitet langsam von der Stage herunter, geradewegs auf den Ring zu, wo Seth sich bemüht, wenigstens mal ruhig auf der Stelle stehen zu bleiben. Finn lässt sich für seinen Entrance etwas Zeit, geht über die Stahltreppe, den Apron ein wenig entlang und steigt erst dann durch die Ropes, ehe er Seth direkt entgegen tritt und ihm tief in die Augen sieht. Die beiden trennen nun nicht mal mehr zwei Meter.
Finn: „Da bin ich, Seth, ich stehe direkt vor dir, aber wozu sollte ich lügen? Streng dein Köpfchen mal ein bisschen an. Woche für Woche zwingst du mich dazu, dir meine kostbare Zeit zu opfern und einem weiteren deiner absurden Hirngespinste Gehör zu schenken, sei es nun auf diesen Titel bezogen, dessen goldener Gürtel meine Hüften ziert, oder auf deine Familie, die mir noch viel mehr am Arsch vorbei geht als du es bereits tust. Selbst wenn ich die Freizeit hätte, mal eben an einem schwer beschäftigten Dienstagabend quer von Kanada durch die Staaten zu fahren, nach Iowa, meinst du ehrlich, dass ich nichts Besseres zu tun hätte als eben das? Junge, ich hab dich so dermaßen in meiner Hand, wenn ich will, dass deiner Mami was passiert, dann brauche ich nur einen Anruf zu tätigen und du hast die längste Zeit zwei Elternteile gehabt. Wenn ich will, dass Seth 'Fucking' Rollins zur Halbwaise wird, dann habe ich dafür mehr als nur einen Puppenfaden in der Hand, die ich ziehen könnte, um dafür zu sorgen, dass meine Visionen Realität werden. Wenn ich will, dass Seth Rollins seinen Job verliert, dann sitzt er ab morgen auf der Straße, wenn ich will, dass er meine verdammten Klos putzt, dann putzt er meine Klos. Deine Eltern, niemand, der mit dir zu tun hat, wäre es mir wert, persönlich zu ihm zu reisen. Selbst du persönlich bist mir meine Zeit eigentlich nicht wert. Einzig und allein aus dem Grund, dass du hier den Betrieb komplett aufhältst, bin ich hier draußen und antworte dir auf dein sinnentleertes Gelaber. Können wir diese Sache also endlich hinter uns bringen und die Show weiterführen wie geplant? Willst du deine Mami vielleicht mal anrufen? Glaub mir, sie wird dir antworten. Es geht ihr prima. Ehrlich.“
Rollins schäumt sichtlich vor Wut. Würde er seine Hand noch fester zur Faust ballen, liefe er Gefahr, den Haltegriff seines Mikrofons bersten zu lassen wie ein rohes Ei. Doch letzten Endes führt er es wieder an seine Lippen, um seinem verhassten Gegenüber zu antworten.
Seth: „Finn Bálor, deine ganze Karriere, dein Leben, deine Position, dein Alltagsgeschäft, alles, was dich ausmacht, basiert einzig und allein darauf, dass du lügst, betrügst, einschüchterst, erpresst, bestichst und dich wie der aalglatte Schmierlappen, der du bist, aus jeder gefährliche Situation heraus zu manövrieren vermagst. Dazu kommt eine schon fast ungesunde Portion Glück, die du selber offenbar nicht genug zu schätzen weißt und deine Verdienste tatsächlich auf deine nicht existenten Fähigkeiten als Leader und Wrestler schiebst. Das letzte Mal kam das Glück in Form von mir, Finn. Ohne mich wärst du schon längst nicht mehr da, wo du bist. Den ersten großen Schritt auf der Leiter nach unten hättest du längst hinterher. Jetzt bescheißt ihr mich, wo es nur geht, ihr macht euch über mich lustig und ihr wollt mich brechen, weil ich das eingefordert habe, was mir verdammt nochmal rechtmäßig zusteht, nämlich dieses gottverdammte Titelmatch. Offensichtlich seid ihr der Meinung, dass ihr jetzt, wo ihr mir dieses gewährt habt, mit mir machen könnt, was euch gerade in den Kram passt, aber was ihr auf eure Angestellten, eure geschäftlichen Konkurrenten und alle anderen Maden anwenden könnt, all das geht mit Seth Rollins nicht ohne Weiteres. Letzte Woche habe ich deinem Vorsteher Oliver Grey gezeigt, was passiert, wenn man mich verarscht. Habe ich dem Hurensohn eigentlich wenigstens die Schädeldecke gebrochen? Es soll sich ja schließlich lohnen, dass ich sein beschissenes Büro zerlegt habe. Finn, du stehst nur zwei Schritte von mir entfernt. Es wäre mir ein Leichtes, dir am eigenen Leib zu demonstrieren, was mit denen passiert, die es sich mit mir verscherzen. Drei Curb Stomps durch das Kommentatorenpult, vielleicht kommst du dann ja wieder zur Vernunft?“
Plötzlich tritt Finn an Seth heran, die Stirn des Iren berührt die seines Herausforderers beinahe, was diesen schlagartig verstummen lässt. Die beiden liefern sich einen Staredown von solcher Intensität, das man die dicke Luft quasi mit einem Messer in Blöcke schneiden könnte.
Finn: „Was du Oliver angetan hast, habe ich nicht vergessen, Seth. Und du hast mit deinen Worten sogar irgendwie recht... mir schmeckt Rache gut. Ich bin, im Gegensatz zu dir, durchaus in der Lage, mir hin und wieder ein wenig davon erlauben zu können. Und dass du nicht einmal ansatzweise auf meinem Level bist, hast du durch deinen Auftritt eben gerade mal wieder höchst eindrucksvoll unter Beweis gestellt... wie ein wild gewordener Elefant im Porzellanladen. Der ach so coole Seth Rollins hat eben doch die eine oder andere weiche Stelle, nicht wahr? Du hast auch eine gewisse Achillesferse, ein Kryptonit... deine geliebte Familie, drüben in Davenport. Ich weiß ja jetzt, wie viel dir daran liegt, dass sie ihr Leben ungestört weiterführen können, Seth, und ich verstehe das, wirklich. Du wirst dich sicher freuen zu hören, dass es ihnen allen gut geht. Deiner Mama, deinem Papa, ihnen allen. Aber ob es auch dabei bleibt, liegt nicht in meiner Hand, Seth, sondern allein in deiner. Oliver ist zum Beispiel jemand, den ich sehr schätze und dass es ihm jetzt so schlecht geht, ist deine Schuld... ich schätze so etwas nicht, Seth, kein bisschen. Und so sehr du dich hier auch aufspielen magst, so sehr du irrtümlicherweise glaubst, mich niederringen zu können, ich habe immer noch die Zügel in der Hand. Tu uns allen – dir selbst, mir und deinen Liebsten – einen Gefallen und gib mir keinen Grund, ihnen etwas anzutun. Du hast schon genug Unheil über dich gebracht, Seth... dank deiner vorlauten Schnauze muss ich deine Hülle bei All Hail brechen, meinen Titel gegen dich verteidigen... es wäre nicht schön, wenn ich deinen Lebenswillen auch noch brechen müsste... du wirst Oliver und meinen anderen Angestellten in Zukunft also in deinem eigenen Interesse kein Haar mehr krümmen – oder aber die Konsequenzen über dich ergehen lassen müssen.“
Seth lässt sein Mikrofon fallen und tritt nun noch näher an Finn heran, der das Mikrofon ebenfalls achtlos beiseite wirft. Seth drückt seine Stirn an die des Champions, fletscht die Zähne, seine Unterarme zittern vor Wut. Finn kneift die Augen ein wenig zusammen, erwidert den Staredown, ohne zurück zu schrecken, ehe er seinen Arm ausstreckt und Seth gegen die Brust drückt, um ihn von sich zu schieben. Mit dieser Armlänge Abstand starren die beiden einander noch eine Weile lang an und Seth spricht Worte zu Finn, die im Lärm der Fans untergehen, welche der Leader allerdings nicht mit einer Antwort bedenkt. Nach einer Weile löst er sich von dem funkelnden Blick Rollins', tritt durch die Seile und verlässt den Ring, um schließlich den Weg zurück zur Stage anzutreten. Rollins lässt ihn nicht aus den Augen, bis Finn schließlich im Backstage verschwindet – und damit geht die Show in die erste Werbepause...
1st Match: Total Nonstop Heels besiegen The Gatekeepers via Pin von End an McMassive nach einer Spinebuster/Lariat Combo (03:29)
Nach dem Match jubeln die Total Nonstop Heels kurz über ihren Sieg, Tommy End aber scheint ein paar Worte ans Publikum richten zu wollen, weshalb er ein Mikrofon fordert. Tommy: Letzte Woche haben wir hier an dieser Stelle eine kleine Geschichte erzählt. Eine Geschichte von einem jungen Mann, der aus einem fernen Land kam, um seine neue Heimat von innen zu übernehmen, um alle mächtigen Leute auszuschalten und der neue König zu werden. Ihr hattet jetzt eine Woche, um darüber zu spekulieren. Warum hat er das erzählt, was könnte er damit meinen, welchen Sinn und Zweck erfüllt sie? Natürlich sagt ihr jetzt, er meint sich selbst, denn er kommt auch aus einem fernen Land und wird jetzt versuchen, die von ganz oben gesteuerten Tag Team Champions zu entthronen, aber ich muss euch leider enttäuschen, das war nicht meine Absicht, das war nicht der Sinn dieser Geschichte. Ihr wisst ja, woher ich komme, es ist gar nicht so fern, das schöne Amsterdam. Ihr wisst, wo ich herkomme und ich bin schon viel zu lang hier, als dass ich noch jemanden überraschen könnte…hab ich Recht? Oder gibt es doch noch Kapitel, die unerschlossen sind? Abschnitte meines Lebens, die ihr nicht kennt? Wo ich vor der IWC war? Was ich durchgemacht, erlebt habe? Ich muss kein König mehr werden, ich bin bereits ein König. Ich habe Gebiete erschlossen, die weit über eurem Horizont liegen, Orte, von denen ihr nicht träumen wollt. Ich habe Dinge gesehen, die wollt ihr nicht gesehen haben, aber ich habe sie bezwungen und glaubt mir, wer das erschließen kann, der kann alles erschließen. Ich hoffe, ihr wisst, worauf ihr euch einlässt, PRIDE. Warfare haben uns unterschätzt, Warfare sind gefallen. Was spricht dagegen, dass es euch genauso ergehen wird? Erhört uns. Fürchtet uns. Stellt euch eurer Angst und erliegt ihr.
Tommy End legt jetzt das Mikrofon zu Boden und blickt in die Fans, da werden diese plötzlich laut. Nicht aber wegen dem König der Satanisten, sondern wegen den IWC Tag Team Champions Karl Anderson & Doc Gallows, die in schwarzen Hoodies über die Absperrung zum Ring kommen! Da die Total Nonstop Heels diesen versuchten Angriff rechtzeitig sehen und sich umdrehen, bremsen PRIDE jedoch ab und bleiben kurz stehen, immer den Blickkontakt zu den Herausforderern haltend, bevor Machine Gun seinem Partner auf die Brust klopft und beide am Ring entlang bis zur Stage gehen. Dort liefern sie sich noch einen Staredown mit ihren baldigen Gegnern, bevor die Champions wortlos die Halle verlassen und Tommy End & Thumbtack Jack im Ring zurücklassen.
Auch für uns geht es jetzt in den Backstage-Bereich, wo wir den Xtreme Champion Samoa Joe vorfinden, der gerade auf sein Handy schaut. Joe wirkt hochkonzentriert, doch irgendetwas von außerhalb scheint ihm trotzdem aufzufallen. Als er kurz den Kopf hebt, sieht er Wade Barrett, der ihn aus kurzer Distanz genau ansieht. Genervt schüttelt er den Kopf. Joe: Was? Wade: Samoa Joe…Xtreme Champion…Xtreme…mir gefällt das, mir gefällt das wirklich gut! Joe: Dass ich Xtreme Champion bin? Wade: Nein, eher der Gürtel über deiner Schulter, das würde so gut an mir aussehen, am ersten 3-Time Xtreme Champion der IWC-Geschichte. Hach ja… Joe: Du hattest deine Chance, dir ein Match zu verdienen und du hast verloren. Pech gehabt, mehr als schauen ist nicht drin. Und selbst das könntest du lassen… Wade: Ich weiß es ja selbst und ich habe mich auch damit abgefunden, aber Joe, noch ist nicht aller Tage Abend, ich habe nämlich einen Plan. Du willst Xtreme Champion bleiben und nachher zur World Heavyweight Championship weiterziehen, indem du den Gürtel einlöst, ist das wahr? Joe: Wundert mich, dass das ausgerechnet bei dir noch nicht ganz angekommen ist. Wade: Ja, wie auch immer, lass mich dir erklären, was ich habe. Ich verhelfe dir zu einem Sieg gegen Shinsuke Nakamura, damit ich bei New Year´s Revolution Xtreme Champion werden kann. Joe: Nein, danke. Wade: Nein? Joe: Ich brauche deine Hilfe nicht, Wade. Ich kann das Match auch alleine gewinnen, Nakamura ist jetzt nicht gerade jemand, den ich als große Bedrohung sehen würde. Wade: Das ist schade, wirklich. Muss ich wohl gegen Nakamura antreten dann, SZG werden sich schon um dich kümmern. Joe: Willst du mir drohen? Wade: Ich will nicht nur, es wird so kommen, Joe, und du hast es dir so ausgesucht. Joe: Hast du vergessen, dass ich nicht allein bin? Wenn du deine dummen Japaner auf mich hetzt, bekommt ihr es mit den Authors of Pain zu tun. Wade: Mit wem? Joe: Oh, glaub mir, du wirst wissen, wer sie sind, denn 2 deiner Clowns werden nachher mit ihnen im Ring stehen. Dann werden wir ja sehen, mit wem ich mich sicherer fühlen kann, obwohl…eigentlich steht das gar nicht zur Debatte.
Barrett schaut Joe noch wütend an, dann verlässt der Xtreme Champion das Bild und lässt den britischen Bare Knuckle Fighter zurück, womit es für uns zurück an die Ringside zu Mauro Ranallo & Corey Graves geht.
Hier hören wir jetzt einen altbekannten Theme Song in der Halle, nämlich „Chris Is Awesome“ von Viro The Virus und das kann nur eines bedeuten, der Knockout Artist ist in the house! Unter gemischten Reaktionen erscheint Chris Hero mit einer eleganten Drehung und erhobenem Ellbogen in der Halle, scheint sich die Anteilnahme der Fans anders vorgestellt zu haben und macht mit einer Geste klar, dass er sie nicht braucht, was für laute Buhrufe aus den Reihen sorgt. Chris Hero aber scheinen die Gans inzwischen relativ egal zu sein, er klatscht auch nicht mehr mit den Kindern an der Ringside ab, sondern geht geradewegs zur Timekeeper´s Area, schnappt sich aggressiv ein Mic und bewegt sich dann in den Ring. Chris: Letzte Woche standen uns Matt Riddle & ich in diesem Ring hier gegenüber. Matt natürlich in Begleitung von Paul Heyman, aber ob man es glaubt oder nicht, aber er kann tatsächlich selbst reden und Boy, er hat Schüsse abgefeuert. Natürlich muss ich zugeben, ich hab mich auch nicht gerade zurückgehalten, trotzdem war das, was Matt da abgelassen hat, nicht übel für jemanden wie ihn. Ist er wohl kein typisch statischer Heyman-Guy, der ohne sein Sprachrohr nichts ist, was? Ja, am Mic ist er selbstbewusst, aber was macht er im Ring? Was macht er gegen gestandene Gegner im Seilgeviert? Ist er hier immer noch so selbstbewusst? Wenn er seine Karriere aufs Spiel setzt, aber einmal kein James Ellsworth auf ihn wartet? Oder Colin Delaney? Matthew, ich mache dir ein Angebot. Wir machen einen Deal. Ich werde heute eine Open Challenge aussprechen. Ich spreche eine Open Challenge aus und jeder kann sie beantworten! Ich bin offen für jeden von euch! Ich spreche eine Open Challenge aus, aber im Gegenzug will ich von dir, Matt Riddle, dass du nächste Woche in den Ring steigst und zwar gegen einen Gegner, den ich mir für dich aussuche. Die Zeiten, wo du gegen Aufwärmgegner antrittst, sind vorüber. Das ist nicht die UFC, Kid, das ist die IWC, hier zählen Siege und Niederlagen, nur kann man leicht Siege sammeln, wenn man nur gegen Mark Andrews oder Noam Dar antritt. Nächste Woche suche ich mir deinen Gegner aus, dann sehen wir ja, was du kannst und ob es überhaupt zu unserem Match kommen wird. Kann ja sein, dass ich dich schon vorher aus der Liga knocke, hahahaha! Jetzt aber genug der Scherze, zeigt mir, was ihr aufbringen könnt!
Chris Hero muss auch nicht lange warten, da hören wir schon eine Musik und es ist keine geringere als die des „Big Dogs“ Roman Reigns, der zum ersten Mal seit seiner Niederlage gegen Baron Corbin vor einem Monat wieder in den Ring steigen wird. Kann er sich mit einem Sieg zurück in die Spur bringen oder knockt ihn Chris Hero nur noch tiefer in die Krise? Das erfahren wir nur jetzt, live bei IWC Explosion!
2nd Match – Chris Hero Open Challenge: Roman Reigns besiegt Chris Hero via Pin nach dem Spear (08:34)
Roman lässt sich gerade für seinen Sieg feiern, als plötzlich auf dem Titantron ein Schriftzug autftaucht. Buchstabe für Buchstabe wird enthüllt und schlussendlich ist zu lesen:
R E T U R N T O M E
Roman blickt auf den Schriftzug, schüttelt anschließend den Kopf und verschwindet dann hektisch Richtung Backstage Bereich. Im Ring bleibt Chris Hero dagegen schmerzverzerrt liegen und hält sich am Bauch und an den Rippen fest, bis wir eine Stimme hören, die für lauten Jubel beim Publikum sorgt. „Ladies & Gentlemen, mein Name ist Paul Heyman und ich bin der Advocate der heißesten Zukunftsaktie, die diese Liga je hatte, ich bin der Repräsentant eines früheren Ultimate Fighters und des Mannes mit einer der längsten Siegesserien in der IWC! Laadies & Gentlemen, bitte begrüßen Sie mit mir DEEEEEEEEEP WAAAAATEEEEEERSSSS MATTHEEEEEEWWWWW RIIDDDLLLEEEEEEEEEEE!!!!!!!!!!“
Unter lauten „Bro!“-Chants erscheint Riddle jetzt auch tatsächlich mit seinem Advocate Paul Heyman auf der Stage und scheint die Reaktionen des Publikums sehr zu genießen. Auch Paul Heyman lacht, bei ihm hat es aber andere Gründe und diese betreffen offenbar Chris Hero. Paul: Ladies & Gentlemen, ignorieren Sie dieses Häufchen Elend im Ring und wenden Sie ihre Blicke auf die Stage, denn nur hier sehen Sie die uneingeschränkte Zukunft der IWC, einen zukünftigen IWC World Heavyweight Champion in Matthew Riddle! Sie wollten immer schon einmal sagen „Ich war dabei“, als ein historisches Ereignis geschah? Hier sind Sie genau richtig! Und nicht nur sind wir dabei, wie in Matthew Riddle ein Stern an den Nachthimmel schießt, der bald alles überstrahlen wird, wir waren auch dabei, als sich Chris Hero, der erste Aufbaugegner von Matthew Riddle, live und in Person bei IWC Explosion #143 blamiert hat! Denn Chris, auch du wirst in den Geschichtsbüchern stehen, das ist ja das Schöne an der ganzen Sache! Du wirst der erste PPV-Gegner von Matthew Riddle in einem Singles Match sein, du wirst für immer der erste Name auf einer illustren Liste sein! Ist das nicht schön? Nur werden wir dafür wohl ein Bild von 2011 nehmen müssen, denn das? Chris, so wirst du ja wohl nicht in Erinnerung bleiben wollen, oder? Du hast gerade gegen Roman Reigns verloren. Roman Reigns. Gegen den Mann, der gegen Baron Corbin verloren hat. Baron Corbin hat in seiner gesamten IWC-Karriere 4 Matches bestritten. Roman Reigns hat gegen ihn verloren. Gegen den ehemaligen Football-Spieler. Roman war selbst ehemaliger Football-Spieler und du hast gegen ihn verloren, der 18-Year Veteran in diesem Business! Du bist eine Schande für diesen Sport, siehst du das nicht? Du blamierst uns alle mit deinen Taten, du blamierst diejenigen, die hart arbeiten, um als Wrestler Geld zu verdienen. Du blamierst Matt Riddle, Chris. Niemand blamiert Matt Riddle. Du… Chris: Ich blamiere Matt Riddle?
Zur Überraschung von Paul Heyman ergreift Chris Hero trotz Schmerzen nochmal das Wort und wendet sich an das Duo auf der Stage. Chris: Paul, du hast damit gar nicht mal so unrecht! Ich werde Matthew Riddle blamieren, ich werde ihn bloßstellen, indem ich ihn bei All Hail aus seinen Shorts knocken werde. Aus seinen Schuhen kann man bei ihm ja schwer sagen… Paul: Chris, hörst du dir eigentlich selbst zu? Du… Chris: Ich höre mich selbst ausgezeichnet und glaub mir, ich bin kein Mark Andrews, lass dir das gesagt sein. Ich bin nicht ohne Grund der Knockout Artist und früher oder später wird Matt das schon zu spüren bekommen. Paul: Natürlich wird er das, natürlich! Hahaha, oh ja.
Paul Heyman dreht sich nun schon um und will mit Matthew Riddle gerade die Halle verlassen, da stürmt Chris Hero plötzlich aus dem Ring und in Rekordtempo die Stage hinauf, um Matthew Riddle einen Rolling Elbow zu verpassen!! Hero trifft ihn tatsächlich, Riddle geht zu Boden und Paul Heyman kann nicht fassen, was er da gerade sieht! Mit weit aufgerissenen Augen schaut er Hero an, der hm aber nur breit grinsend zuwinkt, bevor er unter seiner Musik die Halle verlässt und Heyman nach Riddle schaut, der offenbar tatsächlich ausgeknockt auf der Stage liegt…
Wir machen nun aber einen Sprung in die Backstage-Area, genauer gesagt in die Interview-Zone, wo die Stimme der IWC, Jeremy Borash, bereits auf uns wartet. JB: Ladies & Gentlemen, das Geschehen um die IWC Women´s Championship ist wieder brandheiß, wie wir es erwarten durften. Die allererste Titelträgerin Jinny lässt keine Chance aus, gegen jede mögliche Kontrahentin zu schießen, sie selbst aber wirkte letzte Woche nicht gerade aufnahmefähig. Nixon Newell, was hattest du letzte Woche im Sinn, was wolltest du Jinny sagen, bevor sie einfach die Halle verlassen hat? Nixon: Was ich ihr sagen wollte? Ganz einfach. Jinny meint, sie ist unantastbar? Alles prallt einfach an ihr ab? Wie wäre es dann, wenn sie ihren Worten auch tatsächlich mal Taten folgen lässt? Ich habe jetzt seit Highway To Hell 2 Matches gewonnen, wie viele hat Jinny? Oh, ja, stimmt. Und sowieso, Highway To Hell? Gegen wen hat sie da ihren Titel gewonnen? Jusation ist nicht mal eine richtige Wrestlerin, so eine große Kunst ist es nicht, sie zu schlagen… JB: Wenn es keine so große Kunst ist, wie kommt es dann, dass du im Semifinale des Gold Rush Tournaments gegen sie verloren hast? Nixon: Ich habe nicht gegen sie verloren. Sasha Banks wurde gepinnt, nicht ich. Ich habe immer noch einen blitzsauberen Record gegen Jusation; sowieso, kann eine andere IWC-Wrestlerin einen 8-2 Record vorweisen? Selbst Jinny hat nur 7-2, ich habe einen besseren Record als die IWC Women´s Championesse, deshalb steht für mich außer Frage, wer am Ende jetzt wirklich der No.1 Contender ist. JB: Das stand meines Wissens nach sowieso nie zur Diskussion… Nixon: Jeremy, lässt du mich bitte ausreden? Mein Punkt ist, Jinny hat vielleicht das Geld und die Typen und die Klamotten von Gucci und was weiß ich, aber was bringt ihr das alles, wenn sie mit diesem einen Welsh Girl im Ring steht, das ihr härter in den Arsch treten kann als jede andere Gegnerin? Jinny weiß, dass ich diejenige bin, die sie bei Trust gepinnt hat, sie weiß, dass sie mich noch nie besiegen konnte, ich sie aber schon. Das ist in ihrem Kopf und deshalb versucht sie, in meinen Kopf zu kommen, aber Jeremy, das wird ihr nicht gelingen. Jinny wird sehen, wie ich weiter gewinne. Sie hat es letzte Woche gegen Carmella gesehen und sie wird es auch bis All Hail weiter sehen, nur wird sie in einen Ring steigen? Nein, weil sie sich nicht blamieren will. Jinny ist nicht so gut, außer der großen Klappe ist da nicht viel. Sie hat vielleicht Jusation besiegt, aber sie hat ihre Gruppe damals nicht gewonnen, sondern war punktegleich mit 2 anderen Wrestlerinnen und war auch sonst weit weniger souverän als ich es war. Jetzt sind die Augen vielleicht noch auf sie gerichtet, aber bald wird sich das für die ganze Welt ändern, wenn ich diese Bitch in die Schranken weise und die IWC Women´s Championship gewinne! JB: Dafür, dass Jinny nicht in deinem Kopf ist, sprichst du aber sehr viel von ihr, viel mehr als über deine eigentliche Championship und was dich so erwarten könnte… Nixon: Du weißt genau, wie ich das meine. Jinny zerfrisst es, dass sie das alles weiß und dass ich ihre einzige Gegnerin bin. Sasha Banks? Geschlagen von Jusation. Ivelisse? Geschlagen von Jinny und mir. Toni Storm & Jusation? Muss man nicht kommentieren. Ich bin ihre einzige verfügbare Gegnerin, ich bin aber auch genau die, die sie schlagen kann und das weiß Jinny. Ich mag vielleicht wie ein unschuldiges Mädchen vom Land aussehen, aber Jeremy, ich kann austeilen und einstecken wie sonst was. Die Worte von Jinny? Die kommen zu mir nicht durch. Groß reden, aber nichts dahinter, so war es immer schon und am 27. November steht endlich eine mit ihr im Ring, die ihr das alles zurückzahlen kann, von der das alles abprallt, die es faustdick hinter den Ohren hat. Die Fans da draußen werden gar nicht glauben, was sie da sehen, denn ihr wisst vielleicht, dass ich explosiv bin, aber so? Haha, macht euch auf was gefasst!
Jinny macht noch ein paar Shadow Boxer Bewegungen vor Jeremy, bevor sie mit ihm abklatscht und die Interview Zone verlässt, was wir ihr direkt nachmachen und zurück in die Halle schalten.
Nach diesen interessanten Antworten beehrt uns The Villain, Marty Scurll, wieder einmal mit seiner Anwesenheit! Wie gewohnt im Pelzmantel, den Regenschirm geschultert, die getönte Sonnenbrille tief im Gesicht, zieht er zu seinem Theme in den Ring ein und erntet dabei lautstarke Reaktionen vom Publikum, die gemischter kaum sein könnten. Doch Scurll wäre nicht Scurll, würde er sich großartig darum scheren, was die Zuschauer hier in Milwaukee von ihm hielten – oder irgendwo sonst. Stattdessen lässt er sich ein Mikrofon reichen und beginnt, zu sprechen.
Scurll: „Woche für Woche das selbe leere Geschwätz. All eyes on Jimmy Havoc? Ich denke nicht, dass das nötig ist. Diejenigen, die sich tatsächlich für dich interessieren – und das sind nicht gerade viele – lässt du ziemlich lange warten, Jim... man hört viel von dir, aber sieht umso weniger. Sich quer durch die Undercard zu prügeln ist nichts, worauf man stolz sein sollte, wenn man vor hat, den Gewinner des Global Cruiserweight Cup zu schlagen. Doch wenn wir ehrlich sind, ist dieser Sieg nicht das, was Marty Scurll ausmacht. Seit einer gefühlten Ewigkeit warten wir nun schon auf den „echten“ Jimmy Havoc, aber wo ist er? Bisher habe ich nicht das Gefühl, mit diesem Herren zu tun gehabt zu haben. Aber dafür, Jim, hast du letzte Woche den echten Marty Scurll zu spüren bekommen. Die eigene Medizin kosten zu müssen ist recht unangenehm, oder? Du als Deathmatchwrestler hast viel Erfahrung damit, deine Gegner quer durch die gesamte Halle zu prügeln, aber wenn man den Spieß mal umdreht, bleibt von deiner Fassade kaum noch was übrig... was eigentlich deine Meisterdisziplin sein sollte, erweist sich als weiterer Punkt, den du nie wirklich beherrscht hast. Habe ich nicht mit dir gespielt, Jimmy Havoc, habe ich dich nicht nach Belieben verprügelt, getreten, durch die Gegend geworfen, um nicht zu sagen, misshandelt? Und ganz ehrlich? Viel Mühe hat es mich nicht gekostet, dich als den Schwätzer zu entlarven, der du bist. Wenn auch nur ein bisschen was hinter den großen Worten stehen würde, die man immer wieder von dir zu hören bekommt, dann hättest du dich wenigstens ein wenig zur Wehr gesetzt, aber da war nichts, gar nichts. Ist es das, was wir vom großen Jimmy Havoc bei All Hail zu sehen bekommen werden? Falls ja, dann darf wohl niemand auf ein besonders spannendes Match erwarten. Gebt mir drei Minuten mit diesem Pinscher und ich erinnere euch alle daran, warum manche Leute lieber nicht nochmal in den Ring steigen sollten, wenn sie erstmal eine Weile lang weg vom Fenster waren...“
Doch als Marty grinsend den Arm mit dem Mikrofon sinken lässt und den Regenschirm auf seiner Schulter ein wenig zurecht rückt, zuckt er plötzlich zusammen. Er schüttelt kurz den Kopf und fährt sich dann mit dem Finger über die Nase; als er feststellt, dass sein Finger blutrot verschmiert ist, starrt der Brite verblüfft nach oben. Einige Tropfen landen direkt neben ihm, benetzen den Boden des Rings, einige weitere treffen seinen Pelzmantel. Marty starrt weiter zur Decke, um den Ursprung dieses Tropfens zu entdecken, doch im nächsten Moment verdunkelt die Arena sich plötzlich. Eine schaurige Musik beginnt zu spielen, untermalt von einem finsteren, durchdringenden Chor. Erst nach einiger Zeit scheint fahles Licht eines der Scheinwerfer auf die Stage, denn aus dem Nebel, der dort plötzlich aufgetaucht ist, treten nach einer Weile drei Gestalten hervor, allesamt dunkel gekleidet und nicht zu erkennen. Als sie an den Rand der Stage treten, wird deutlich, dass sie große Masken tragen, die ihre Köpfe komplett umschließen – Gasmasken, die bei starker Luftverschmutzung eingesetzt werden, oder um Kontamination zu verhindern. Langsam erhellt sich die Arena wieder ein ganz kleines Bisschen, weit genug, um Scurll im Ring erkennbar zu machen, der nun die blutbefleckte Sonnenbrille in die Haare gesteckt hat und sich einen Staredown mit den seltsamen Gestalten auf der Stage liefert. Eine Weile lang geschieht nichts, dann jedoch hebt die Person ganz links den rechten Arm und deutet mit dem Zeigefinger nach oben. Die Gestalt in der Mitte tut es seinem Begleiter gleich, ehe auch der Maskierte ganz rechts nachzieht. Als sie alle nach oben deuten, wird schnell klar, warum: der Titantron hinter ihnen, der quasi „über“ ihnen angebracht ist, beginnt plötzlich, heftig zu flackern. Grelles Licht geht von ihm aus, sodass selbst Scurll die Augen ein wenig zusammenkneifen muss. Die schaurige Musik spielt weiter, während sich langsam schwarze Punkte auf dem Titantron bilden, oben und unten bilden sie nach und nach dasselbe Muster – ein Wort. Zweimal steht dort nun „DIE“. Die Maskenmänner senken ihre Arme und starren nur noch weiter in Scurlls Richtung, während weitere schwarze Punkte zwischen diesen Wörtern nun noch ein drittes, längeres Wort bilden – doch nicht etwa HAVOC.
DIE MARTY DIE
Finsternis. Die Lichter fallen aus. Ein Raunen geht durch die Zuschauermengen. Man hört im Ring keine Schritte, keine verdächtigen Geräusche.
Nach einer Weile werden die Scheinwerfer wieder eingeschaltet. Scurll steht noch immer im Ring – allein. Den Regenschirm hat er in der Hand, doch der Arm hängt nun einfach von seinem Körper. Noch immer mit vielen Blutspritzern auf der Kleidung starrt er in Richtung der Stage, wo die Maskenmänner mittlerweile verschwunden sind. Von dem seltsamen Nebel fehlt jede Spur. Kein Blut tropft mehr von der Decke, doch die Spritzer sind noch immer da, auf dem Ringboden um den Engländer herum, der keine große Reaktion zeigt, sondern weiter auf den Titantron steht, auf dem noch bis eben diese drei Wörter standen. Langsam schalten die Kameras ab...
3rd Match: Authors of Pain (w/Samoa Joe) besiegen Go Shiozaki & El Desperado (w/Wade Barrett) via Pin von Akam an Desperado nach einem Double Chokeslam (05:13)
Nach dem Match kommt Samoa Joe in den Ring und klatscht mit den Authors ab, die Dienst nach Vorschrift erfüllt haben, doch ein Mann will sich damit nicht zufriedengeben. Wade Barrett nämlich schleicht sich plötzlich von hinten in den Ring und will den Bullhammer gegen Rezar zeigen…doch der Ellbogen gegen den Kopf zeigt absolut keine Wirkung! Der hünenhafte Albaner dreht sich zwar um, doch auch ein zweiter Bullhammer-Versuch zeigt keine Effektivität. Völlig entgeistert blickt Barrett auf sich und seinen Ellbogen, bevor er schlagartig den Ring verlässt. Samoa Joe kommt nur ein müdes Lächeln aus, Barrett dagegen versteht die Welt nicht mehr und verlässt regelrecht fluchtartig mit seinen SZG-Kollegen die Halle, bevor es auch für uns in die Backstage-Area geht…
Die Kameras schalten nun in ein Hotelzimmer, vermutlich irgendwo in Milwaukee, Wisconsin. Es dauert nur einen Moment, bis die Tür geöffnet wird und eine junge Frau, offenbar müde und ziemlich missgelaunt, in den Raum geschlurft kommt. Sie macht sich nicht mal mehr die Mühe, die Tür richtig zu schließen, sondern lässt sie einfach ins Schloss fallen, dann zieht sie ihre Jacke aus und hängt sie unsorgfältig an den Kleiderhaken, ehe sie in die winzige Einbauküche schleicht und die Tür des Kühlschranks öffnet. Sie starrt einfach nur wie in Trance in das Innere des Kühlschranks, ehe sie sich eine Flasche Eistee schnappt. Während sie offenbar noch darüber sinniert, was sie denn essen könnte, bemerkt sie gar nicht, wie sich hinter ihr eine junge, blonde Frau nähert – und das nicht einmal besonders leise. Zu müde, zu erschöpft und zu entnervt scheint Jusation zu sein.
Toni: „Wolltest du mich eigentlich auch begrüßen oder nur überlegen, wie du möglichst leise deinen Frust in dich hinein fressen kannst, Ju?“ Jusation fährt erschrocken herum. „Ach Toni. Du schon hier? Ich dachte, ich sehe dich erst in zwei Stunden wieder. Die Show läuft doch noch, wolltest du nicht...?“ Toni: „Ich dachte mir, an einem Tag wie heute wäre es töricht, dich allein zu lassen, nur um gegen irgendeine Frau anzutreten, die mir nicht halb so wichtig ist wie du.“
Jusation lässt aber weiter die Schultern hängen, woraufhin Toni ihr die Flasche mit dem kalten Eistee aus der Hand nimmt und sie für sie öffnet. Jusation wirft Toni einen halbwegs dankbaren Blick zu und trinkt auf einen Zug fast die halbe Flasche aus, stellt sie beiseite und wischt sich ungeniert mit dem Unterarm den Mund ab. Selbst das Zuschrauben muss die Australierin noch für ihre Freundin übernehmen. Da Ju weiterhin eisern schweigt, legt Toni einfach beschwichtigend die Hand in ihren Rücken und geleitet sie zum Bett, wo Ju sich schließlich seufzend auf die Kante sinken lässt. Toni setzt sich neben sie und krault ihr den Rücken.
Toni: „Und jetzt erzähl mir mal, was mit dir los ist, so kenne ich dich doch gar nicht. Langsam machst du mir echt Sorgen mit deiner Art. Du lässt dich richtig gehen... Ich dachte, wir hatten das letzte Woche geklärt. Oder sollte ich mich da etwa irren?“ Jusation: „Zu dem Zeitpunkt schon, ja, aber weißt du, ich hab mir deine Worte nochmal arg durch den Kopf gehen lassen und du hattest einfach so recht. Ich hab dir das ganze Match vermasselt, weil ich so egoistisch war und mir einen Kuss von dir stehlen wollte. Damit hätte ich aber auch noch bis zum Ende des Matches warten können... oder sollen. Es tut mir einfach so leid.“ Toni: „Ju, jetzt reiß dich doch mal zusammen! Dann hab ich eben wegen des Kusses verloren, na und? Das war doch nur ein unwichtiges kleines Match. So was passiert. Davon geht mir die Welt nicht unter! Lieber genieße ich weiter deine Küsse, als dass ich es bereue, dich hinten angestellt zu haben.“
Da Jusation weiterhin nicht wirklich zu reden wollen scheint, geht Toni nun arg in die Offensive und drückt Jusation einfach rücklings aufs Bett, um sich schließlich halb auf sie zu legen und liebevoll zu küssen. Die Deutsche scheint das ziemlich zu überraschen, doch nach anfänglichem Zögern gibt sie sich dem Ganzen voll hin und küsst ihre Freundin sehr, sehr leidenschaftlich. Dennoch scheint Toni etwas zu stören, denn sie lässt kurz von Jusation ab, um nach der Bettdecke zu greifen, die sie anschließend über sich und ihre Gespielin wirft.
TonI: „Du frierst echt arg. Ist es so kalt draußen?“ Jusation: „Ja, heute ist es schlimm.“
Lächelnd nimmt Toni Jusation in die Arme und drückt sie feste an sich, was diese sehr zu genießen scheint. So liegen sie eine ganze Weile lang einfach nur da und genießen ihre ungestörte Zweisamkeit. Doch bei Kuscheln will Toni es nicht belassen. Sie fasst Ju an die Hüfte, um ihr Oberteil zu packen und es ihr auszuziehen. Schneller als die junge Deutsche gucken kann fliegt ihr Top quer durchs Hotelzimmer und landet auf dem Boden, sodass sie sich die Bettdecke noch weiter übers Kinn zieht. Toni hingegen hat kaum Verständnis für Jusations plötzliche Schüchternheit. Sie starrt ihr auf den Oberkörper und packt einfach mal ordentlich zu, was Ju zurückzucken lässt.
Toni: „Warum denn so zaghaft?“ Jusation: „Ach, ich weiß auch nicht...“
Toni grinst, drückt Ju auf den Rücken und setzt sich kurzerhand auf sie, um sich auch ihres Oberteils zu entledigen, woraufhin sie sich an ihre Freundin drückt und ihr einen langen Kuss gibt. Ju zögert zuerst, erwidert den Kuss dann jedoch leidenschaftlich und wandert an Tonis Körper ein wenig weiter nach unten, zumindest lassen die Bewegungen unter der Bettdecke das vermuten. Die Australierin zuckt kurz zusammen, dann packt Ju Toni und rollt sie von sich runter, sodass sie seitlich nebeneinander liegen und einander wieder küssen können. Dann jedoch verschwindet Jusations Kopf unter der Decke und Toni bleibt nichts anderes übrig, als ihr dabei zuzusehen – und vor allem zu erfühlen – und schnell wird klar, dass, was auch immer Ju tun mag, der Blondine gut gefällt. Es dauert nicht lange, bis sie schwerer atmet und den Kopf ihrer Gespielin sanft berührt.
Toni: „Das... machst du wirklich gut, Ju.“ Jusation taucht unter der Decke auf, grinst und wischt sich erneut mit dem Handrücken über den Mund. Jusation: „Hab ich gemerkt.“ Jusation vergräbt sich wieder unter der Decke und Toni zuckt arg zusammen. Toni: „Nimm ruhig die Finger dazu!“
Man hört ein ersticktes Kichern unter der Decke, dann schließt Storm die Augen und scheint das, was mit ihr gemacht wird, sehr zu genießen, so sehr, dass sie sich nach einer Weile fahrig in die Haare fasst. Sie stöhnt nach und nach immer lauter, bis sie schließlich kurz einen erstickten Laut von sich gibt und die Augen fest zusammenkneift; ihr Körper gibt einen ordentlichen Ruck, dann kommt Toni zur Ruhe. Ju taucht unter der Decke auf und gibt ihrer Geliebten einen weiteren liebevollen Kuss, ehe sie sich wieder an sie schmiegt.
Toni: „Eigentlich bist du doch diejenige von uns, die ein... puh... ein wenig Entspannung braucht.“ Jusation: „Das Eine schließt das Andere doch nicht etwa aus, oder? Aber jetzt komm, ich will dich so richtig sehen.“
Man sieht nur noch, wie Jusation Tonis Unterwäsche aus dem Bett wirft, dann gleitet die Kamera aus dem Zimmer heraus; zwar sieht man noch, wie die Bettdecke zurück geschlagen wird und das Kichern der beiden jungen Damen ist auch deutlich zu vernehmen, doch die wirklich interessanten Details bleiben den Zuschauern (leider?) verwehrt. Damit schalten wir zurück ins Bradley Center!
Zurück in der Halle steht jetzt das vierte Match des Abends an, nämlich das No.1 Contender´s Match zwischen Tyler Breeze von Los Ingobernables und Alexander Rusev vom Siberian Express, dessen Sieger bei IWC All Hail The Demon King am 27. November auf den Intercontinental Champion Kenny Omega treffen wird! Als Erstes betritt auch Tyler Breeze in Jeans und Tanktop ohne seine Kollegen die Halle, kommt aber nicht weit, denn gerade, als der blonde Griesgram die Ringside erreicht, kommt plötzlich der Siberian Express geschlossen von hinten an und überfallen das ehemalige Model! Zu dritt stürzen sie sich auf ihr Opfer und schlagen ihn zu Boden, wo sie noch weiter auf ihn eintreten. Als sich Breeze nicht mehr wehren kann, heben die 3 ihn hoch und Vladimir Kozlov drückt ihn hart gegen das Apron, bevor Rusev ihn endgültig mit einem Superkick erlegt. Anschließend lassen die 3 Osteuropäer ihr Opfer außerhalb des Rings liegen und betreten den Ring, wo Peter Orlov der „Bulgarian Brute“ Rusev ein Mic reicht. Rusev: Mein Name ist Alexander Rusev. Ich komme aus Bulgarien im wunderschönen Südosten von Europa! Der Südosten von Europa war einst auch die Heimat eines anderen sehr erfolgreichen Feldherrn namens Alexander. Das gemeine Volk kennt ihn unter dem Namen „Alexander der Große“ und glaubt mir, das war er auch. Ein Feldherr ungeahnter Stärke, der seine Gegner auf bis dahin ungeahnte Arten niedermetzeln ließ und ein Weltreich erschuf, an das man sich bis heute, tausende Jahre danach, noch gut erinnern kann. Alexander der Große ließ dabei keine Gelegenheit aus, er erkannte seine Chance und er schlug beinhart und erbarmungslos zu. Wie Alexander der Große habe auch ich heute gehandelt. Oliver Grey meinte, ich soll um mein Recht kämpfen? Genau das habe ich getan. Warum soll ich warten, bis ein Referee den Gong läutet? Rusev kommt und Rusev erobert, RUSEV CRUSH! Peter: Ihr habt es gehört, Alexander der Große hat gesprochen und auch er wird am 27. November ein Weltreich besitzen, nämlich die ganze Welt, die dem Intercontinental Champion zu Füßen liegen wird! Rusev ist Bulgarien längst nicht mehr genug, wie uns allgemein; wir wollen die Welt erobern und wir haben alle Tools, wir haben die Skills, um unser Ziel auch zu erreichen. Wir machen und wir holen uns, was uns zusteht und in diesem Fall ist das das Intercontinental Championship Match. Hey, Los Ingos, ihr wart selbst schuld! Ihr habt uns unseren Plan A genommen? Setzen wir eben Plan B um.
Jetzt scheint die IWC-Führung genug gehört zu haben. Peter Orlov will gerade weiterreden, da erklingt plötzlich die Musik von Raquel Diaz und die Co-Managerin von IWC Explosion betritt im Anzug und mit einem Mikrofon die Halle. Raquel: EXCUSE ME?! Jungs, wenn hier jemand Matches festlegt, dann sind wir das. Und da Oliver derzeit leider verletzt ausfällt, muss das wohl wieder ich erledigen. Du willst dein Intercontinental Championship Match, ohne dafür zu kämpfen? Du glaubst, so eine Attacke reicht dafür? Rusev: Natürlich tut es das, ich bin Alexander der Große und Rusev CRUSH!!! Raquel: Süß, aber ich denke, d…
Schon stoppt Raquel jedoch wieder, denn Peter Orlov & Vladimir Kozlov verlassen den Ring, schnappen sich Tyler Breeze, der immer noch vor dem Ring liegt und rollen ihn in den Ring zu Rusev, der sofort den Accolade ansetzt. Unter Buhrufen schreit sich der Bulgare die Seele aus dem Leib, während Raquel Diaz interessiert zusieht. Raquel: Auf der anderen Seite suchen wir immer die bestmöglichen Gegner und du weißt, wie wir zum Thema Brutalität stehen. Rusev, du hast das Match! Viel Glück bei All Hail!
Als Raquel Diaz die magischen Worte spricht, lässt Alexander Rusev sofort los und lässt sich von Peter Orlov & Vladimir Kozlov feiern. Dem Publikum scheint die Entscheidung zwar nicht zu gefallen, aber Diaz hat gesprochen, Kenny Omega vs Alexander Rusev steht und für uns gibt es erstmal eine kurze Werbepause, um den Schock zu verdauen…
4th Match: Pentagon Jr (w/Vampiro) besiegt Mark Andrews via Submission nach dem Cross Armbreaker (01:01)
Pentagon Jr hat also sein nächstes Opfer gefunden, Mark Andrews hält es im Cross Armbreaker ebenfalls nicht aus und muss sich innerhalb von 61 Sekunden geschlagen geben! Doch damit hat Pentagon wohl noch nicht genug, denn anstatt seinen Arm vom Schiedsrichter in die Luft strecken zu lassen, schubst er diesen einfach weg, um unter Beobachtung von Vampiro nochmal auf Mark Andrews loszugehen. Er schlägt dem Briten mehrmals ins Gesicht, bevor er einen Arm packt und sich mit dem Arm in der Hand auf Andrews´ Rücken setzt. Anstatt ihm ihn aber sofort zu brechen, fordert Pentagon vom Referee ein Mic, welchem ihm dieser in seiner Angst auch sofort an den Mund hält. Pentagon: PUMA!!! Komm heraus, zeig dich! Du kannst dich nicht länger verstecken! Wenn dir das Leben und die Gesundheit deiner Kollegen etwas wert ist, dann kommst du aus deinem Versteck und stellst dich mir gegenüber! Ich habe keine Angst, ihm etwas anzutun, ich kenne dieses Gefühl nicht! Also, Puma, entscheide dich!
Prince Puma verfolgt die Szenerie derweil von einem Röhrenfernseher in Boyle Heights vor einem brennenden Fass und wirkt sauer, doch Konnan legt seine Hand auf seine Schulter und schüttelt nur den Kopf. Konnan: Lass dich von ihm nicht aus der Ruhe bringen. Du bekommst ihn schon noch, aber jetzt lass ihn erstmal zappeln. Er wird seine Tricks ausspielen, seine Karten offenlegen, dagegen weiß er aber nicht, was du kannst, mein Junge. Lass ihn nur, wir sind m Vorteil.
Puma schaut Konnan einmal an, dann dreht er sich vom Fernseher weg. Dort zieht Pentagon jetzt den Arm zurück und bricht ihn so, was zu einem markerschütternden Schrei von Andrews führt. Während sich Puma auf die eigene Faust beißt und sich diese Szenen nicht ansehen kann, beobachtet Konnan die Szenen ganz genau und konzentriert, bis es für uns zurück nach Milwaukee in Wisconsin geht.
Backstage sehen wir jetzt Wade Barrett durch die Gänge ziehen. Der Brite ist schon ganz elegant gekleidet und zieht einen Trolley hinterher, was vermuten lässt, dass er schon auf dem Weg aus der Halle ist, als er plötzlich von Minoru Suzuki aufgehalten wird. Der japanische Großmeister wirkt nicht gerade erfreut und stellt sich dem Bare Knuckle Fighter in den Weg, der schon weiß, was auf ihn zukommt und die Augen überdreht. Wade: Los, sag es. Minoru: Du warst eine Schande für mich und SZG. Das war nicht Teil unserer Abmachung! Du hast meine Männer missbraucht und sie in einen Kampf ohne Perspektive geschickt. Das ist nicht, wie es gemacht werden sollte. Wade: Was heißt da „Kampf ohne Perspektive“? Ich dachte, du bildest richtige Kämpfer aus, nicht solche Karate-Pussys, die nur in bestimmten Situationen funktionieren! Minoru: Meine Wrestler erfahren ein spezielles Training… Wade: Ja, ein Bullshit-Training! Kein Wunder, dass ich noch nie etwas von einer SZG-Erfolgsstory gehört habe. Minoru: Und du kannst es besser? Sag mir, wo sind Zack Sabre Jr´s Siege? Wade: Zack Sabre Jr ist nicht dazu da, zu gewinnen. Er ist mein Punching Ball, mein Besitz. Für eine andere Rolle ist er nicht geeignet, er ist ein Versager, eine Null. Minoru: Siehst du, das ist der Unterschied zwischen uns. Du gibst Wrestlern keine Chance. Du benutzt sie, um für dich einen Vorteil zu schaffen und wenn sie versagen, werden sie bestraft. Das ist eine Farce, eine Katastrophe. Ich lade dich jederzeit zu mir im Camp ein, dann siehst du, wie man wahre Krieger erzieht. Wade: Ich bin die Farce? Eher deine Kämpfer. Die könnte selbst Zack Sabre Jr besiegen. Minoru: Ach ja? Das können wir gerne ausprobieren. Nächste Woche? Zack Sabre Jr vs Kota Ibushi? Wade: Wenn, dann gegen einen der Männer, die heute verloren haben. Minoru: Die Regeln bestimme immer noch ich. Wade: Leck mich.
Nach diesen wenig schmeichelhaften Worten zieht Barrett mit seinem Trolley an Suzuki vorbei zum Parkplatz weiter und lässt den Großmeister sauer zurück, doch als wäre das noch nicht genug, läutet nun auch sein Handy. Wohl um etwas runterzukommen, lauscht Suzuki noch kurz zu den Klängen von „Kaze Ni Nare“, bevor er abhebt und der Shogun Kazuchika Okada am anderen Ende lauert. Okada: Minoru! Hab gehört, deine neueste Zusammenarbeit läuft super, hm? Hast dir ja einen schönen Fachmann an die Seite gestellt, haha! Du, ich wollte dir nur sagen, ich fand das heute wirklich sehr amüsant, was mit Shiozaki & Desperado-san abgelaufen ist und dass ich und meine Männer das nächste Woche aus der ersten Reihe sehen wollen. Ist einfach zu gut! Na dann, wir sehen uns, Großmeister!
Nach diesen Worten legt Okada auch schon wieder auf, doch Minoru Suzuki scheint nicht noch aufgestachelter dadurch zu sein, viel eher murmelt er ein paar Worte in sich. Suzuki: Er kommt also, sehr gut. Alles läuft nach Plan.
Nach diesen Worten steckt Suzuki das Handy wieder ein und verlässt ebenfalls die Szene, womit es für uns in eine kurze Pause geht.
Angeführt von Black Lotus kommt die Wyatt Family in die Halle. Direkt hinter ihr Matanza Cueto und Bray Wyatt, mit etwas Abstand dahinter Braun Strowman und Luke Harper. Die Fünf postieren sich nun im Ring und Bray Wyatt beginnt zu sprechen:
“Letzte Woche erfuhr Erick Rowan Gerechtigkeit! Er wurde gerächt von einem lange verlorenen und nun wieder in Family zurückgekehrten Bruder Matanza! Wieder und wieder sprach ich von Sister Abigail und einige hielten mich schon verrückt, doch hier steht sie leibhaftig vor euch. Sie ermöglichte uns diese Rache an Muertes und seinen Schergen! Doch wir sind noch nicht fertig mit ihnen! Erick mag gerächt worden sein, doch unglücklicherweise hat Matanza gefallen daran gefunden Mil Muertes und seine Disciples abzufertigen und genau das ist es was geschehen erneut geschehen wird.”
Nun spricht auch Black Lotus: “Ich sah die Verwirrung in den Augen von Catrina und ich genoss es, dass sie die an alledem so nah dran war nichts aber auch gar nichts merkte, was sich hinter ihrem Rücken zusammen braute, das ENDE von MIL MUERTES und seinen DISCIPLES OF DEATH. Matanza ist hungrig nach mehr und die ursprüngliche Wyatt Familie ist endlich wieder komplett. Gemeinsam werden Matanza, Bray und Ich euch bezwingen, gemeinsam mit unseren loyalen Anhängern Luke und Braun.”
“November 27th, Wir erwarten euch!”, beendet nun Bray Wyatt die Ansprache, ehe Black Lotus, Bray Wyatt, Matanza, Luke Harper und Braun Strowman den Ring wieder verlassen.
Main Event - Trios Tournament Finale Showcase Match: Tetsuya Naito vs Jay Lethal endet in einem No Contest, nachdem ein Brawl zwischen den Trios ausbricht (16:37)
Auch nach dem Gong hören die beiden Fraktionen nicht auf, zu kämpfen. Mehrere Referees können Los Ingobernables & das House of Truth nicht stoppen, deren Brawl auch nicht mehr in der Sendezeit endet, denn noch mit allen 6 Männern und mehreren aufgebrachten Offiziellen geht IWC Explosion live aus dem Bradley Center in Milwaukee, Wisconsin auch schon off air…
+++IWC ALL HAIL THE DEMON KING MATCHCARD UPDATE+++
FINN BÁLOR VS SETH ROLLINS - IWC WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP MATCH
SAMOA JOE VS SHINSUKE NAKAMURA - XTREME CHAMPIONSHIP MATCH
ALEXANDER RUSEV VS KENNY OMEGA - INTERCONTINENTAL CHAMPIONSHIP MATCH
JINNY VS NIXON NEWELL - IWC WOMEN´S CHAMPIONSHIP MATCH
PRIDE VS TOTAL NONSTOP HEELS - IWC TAG TEAM CHAMPIONSHIP MATCH
LOS INGOBERNABLES VS THE HOUSE OF TRUTH – TRIOS TOURNAMENT FINALE
Es ist Dienstagabend – Zeit für eine weitere Ausgabe von IWC Explosion! Wir senden live aus der bis auf den letzten Platz ausverkauften Allstate Arena in Chicago, Illinois, wo über 18000 Fans die Rückkehr der Immortal Wrestling Company bereits lautstark feiern. Das obligatorische Feuerwerk brennt in den grellsten denkbaren Farben und äußerst geräuschvoll herunter, ehe unser wohlbekanntes Kommentatorenteam, bestehend aus Mauro Ranallo und Corey Graves, die Zuschauer daheim vor den Bildschirmen willkommen heißt. Die Frage, was die heutige Show wohl für die Fans bereit halten mag, wird schnell beantwortet, denn kurz nach der Ansprache Ranallos beginnt Jinnys Theme zu spielen und die gerade erst wieder zur Ruhe gekommenen Fans treten gleich wieder einen unheimlich lauten Tumult los, ein Buhkonzert, wie man es selbst bei der Queen of Knightsbridge eher selten zu hören bekommt. Die junge Frau lässt sich davon jedoch so gar nicht aus der Ruhe bringen, denn sie bleibt am vorderen Ende der Stage plötzlich stehen und dreht sich süffisant lächelnd um, um jemanden aus dem Backstagebereich zu sich winken – das ist Sebastian, ihr fester Freund! Die beiden tauschen einen sehr innigen Kuss auf der Bühne aus, welcher die lauten Buhrufe der Fans nur noch weiter nach vorne peitscht, doch Sebastian und Jinny strecken schließlich gleichzeitig, sich noch immer küssend, die Mittelfinger in Richtung der Fans aus – das muss wohl wirklich wahre Liebe sein. Nach dieser rüden Geste begibt sich das Paar zwischen die Seile, wo Jinny sich ein Mikrofon geben lässt, doch als sie bereits zu einer aufgebrachten und höchstwahrscheinlich äußerst vulgären Antwort ansetzen will, hält Sebastian plötzlich sanft ihre Hand fest und zieht das Mikrofon aus ihrer Hand. Jinny schaut ihn erst verdutzt an, dann zeigt sie jedoch den Anflug eines Lächelns und lässt ihren Mann reden.
Sebastian: „Ohh, da seid ihr fetten Wohlstandsmaden aber ziemlich angefressen, was? Könnt wohl den Anblick einer echten Beziehung nicht ertragen, weil es genau das ist, was ihr niemals bekommen werdet, ist es das? Na ja, gut, wir sind ja hier in den Vereinigten Staaten von Amerika, jemanden zu finden, der nicht ekelerregend übergewichtig ist, grenzt schon an ein kleines Wunder. Und in Chicago sind sie zudem auch noch hässlich, wie die Nacht schwarz ist...“
Sebastians Ernsthaftigkeit schwindet für einen Moment, als sich ein Grinsen auf sein Gesicht schleicht, zweifellos getränkt von innerer Freude über die erbosten Reaktionen der Chicagoer Fans. Er lässt die Crowd ein wenig abkühlen, ehe er fortfährt.
Sebastian: „Seht ihr, eine Frau wie Jinny hat es nicht leicht im Leben. So wunderschön und talentiert zu sein sorgt früher oder später immer dafür, dass die Neider einen umkreisen wie ein Rudel ausgehungerter Wölfe. Jinny gewinnt als die beste Wrestlerin der IWC – nein, als beste Wrestlerin der Welt die IWC Women's Championship und plötzlich taucht ein ganzer Schwarm Frauen auf, die meinen, Jinny habe diesen Titel nicht verdient. Jinny hat diesen Titel nicht verdient? Ja wer, wenn denn nicht sie, frage ich? Hat sie nicht das Gold Rush Tournament gewonnen und das fair and square, hmm? Hat sie nicht alle anderen Frauen der Immortal Wrestling Company in ihre Schranken gewiesen? Und dennoch meint hier jede halbstarke junge Dame, ihren unqualifizierten Senf abgeben zu müssen. Jede hier meint, meine Jinny beleidigen zu müssen, aus Frust über ihre eigene Unfähigkeit, weil sie selbst schlicht und ergreifend nicht gut genug gewesen sind. Es wird darüber gejammert, wie arrogant Jinny doch sei, aber wer, wenn denn nicht Jinny kann sich so ein enormes Selbstvertrauen erlauben, frage ich? Eine Jusation, deren größter Erfolg der Sieg über einen zweitklassigen Popsänger und drittklassigen Kämpfer ist etwa? Wohl kaum! Oder etwa Toni Storm, dieses Mauerblümchen, welches sich hinter ihrer festen Freundin versteckt, weil sie selbst nicht den Schneid hat, ihre eigene Meinung kundzutun? Ja, hab ich mir gedacht. Und Nixon Newell, du bist doch die Allerletzte, die irgendetwas gegen Jinny sagen sollte! Bis heute feierst du dich für einen Sieg in einem Women's Tag Team Match, den du nie errungen hättest, hätte deine australische Freundin nicht die ganze Drecksarbeit für dich gemacht und das gegen Jinnys deutlich schlechtere Partnerin. Du kannst von dieser wunderbaren Frau an meiner Seite halten, was du willst, doch für jeden Erfolg, den sie hier erzielt, ist SIE verantwortlich und SIE ganz allein! Die Tatsache, dass eine Luftpumpe wie du als Herausforderin auf einen Titel auserkoren wird, ist eine Zumutung und nichts weiter.“
Jinny kichert und schlingt ihre Arme um Sebastians Hals, um ihm einen weiteren leidenschaftlichen Kuss zu verpassen, was abermals lautstarke und nicht gerade positive Zuschauerreaktionen hervorruft, doch das kleine Intermezzo wird durch das Einsetzen von Nixon Newells Theme jäh unterbrochen! Die blutjunge Waliserin begibt sich, offenbar sehr geladen, in die Arena und hat bereits auf der Stage ein Mikrofon in der Hand. Laute „NIXON'S GONNA KILL YOU!“-Chants brechen plötzlich los, die Nixon wohl normalerweise zum Grinsen bringen würden – doch heute nicht.
Nixon: „Ach, halt doch die Klappe, du Blindgänger. Ist dir das nicht eigentlich selber ein bisschen peinlich, Mann? Ich meine, du hast da deine Freundin neben dir stehen, die IWC Women's Champion wurde, Jusation besiegen konnte und in aller Munde ist, weil sie an der Spitze dieser Women's Division steht, und trotzdem musst du ihr Sprachrohr sein? Du als jemand, der im Vergleich zu seiner Frau noch nicht einmal nennenswerte sportliche Erfolge gefeiert hat, sondern nur mal kurzzeitig in aller Munde war, weil er in seinem Friseursalon ein Bild von Kim Jong-un aufgehängt hat? Warum eigentlich, Seb? Warum kann dieses Großmaul plötzlich nicht mehr für sich selber sprechen? Ist Jinny jetzt schon dermaßen liebestrunken, dass sie des Pöbelns müde ist oder wolltest du dich einfach mal selber ins Zentrum der Aufmerksamkeit drängen, weil sich sonst kein Schwein für dich interessieren würde? Du behauptest also, ich sei keine würdige Herausforderin, ja? Warte erstmal ab, bis dein Zuckerstück vor mir im Staub liegt und mir die Stiefel küsst, dann garantiere ich dir, dass ihr die längste Zeit zusammen gewesen sein werdet – nicht dass ich Interesse an einem Schmierlappen wie dir hätte, aber du gehst ja nicht nach inneren Werten oder solchen Sachen. Du hängst dich einfach nur an jene, die so etwas wie Relevanz aufweisen, damit man auch dir mal ein bisschen Beachtung schenkt. Und wenn Jinny ihren Titel direkt wieder an mich abtreten muss, wird sie dir bestimmt nicht mehr gut genug sein... sorry, not sorry.“
Jinny wird rasend vor Wut und steckt bereits ein Bein durch die Seile auf den Apron, um hoch zu Nixon zu eilen und ihr eine zu verpassen, doch Sebastian packt sie mit sanfter Gewalt am Handgelenk, lächelt sie an und schüttelt sachte den Kopf, um sie schließlich wieder langsam in den Ring zurück zu ziehen. Jinnys Zorn verpufft scheinbar nur sehr langsam, doch sie fügt sich dem Willen ihres Lebensgefährten und überlässt ihm erneut das Wort.
Sebastian: „Bitte, tust du gerade ernsthaft so, als könnte ich Interesse an dir bekommen? Du könntest zehnmalige Championesse sein und ich würde dich nicht mit dem Arsch angucken. An dir ist doch nichts besonderes. Kein Talent, kein Charakter, kein gutes Aussehen, keine inneren Werte, kein Charisma, keine Cleverness, keine Klasse. Nur eine verdammte große Klappe – was ich persönlich nicht nachvollziehen kann, denn mit so wenigen Vorzügen, wie du sie besitzt, sollte man vielleicht lieber gar nichts sagen. Ja, Nixon, ich bin der Meinung, dass du keine würdige Herausforderin bist, aber sieh es von der positiven Seite – es gibt ja auch sonst keine hier. Ob jetzt du gegen Jinny antrittst, oder ob es Toni Storm ist, oder Jusation oder wer da hinten auch sonst noch rumkreucht und fleucht, es macht letztendlich keinen Unterschied. Vielleicht wäre es am Ende ja wirklich Toni geworden – aber die war wahrscheinlich zu beschäftigt mit ihrem Urlaub im Land des senkrechten Lächelns.“
Nixon will bereits zurückschießen, als plötzlich das Theme von Toni Storm spielt und nun gesellen sie und Jusation sich ebenfalls zu Nixon. Jusation hält ihre Arme verschränkt und überlässt bis auf weiteres ihrer Freundin das Reden.
Toni: „Was ich mache, kann dir so was von egal sein, Sebastian – du solltest dich lieber glücklich schätzen, dass ich nicht da war, um Jinny herauszufordern. Aber meine Zeit wird noch kommen, also freu dich nicht zu früh! Ich werde Jinny schon zu Fall bringen und dann wirst du dir nochmal ganz genau überlegen müssen, um dein Weg wirklich der Richtige ist.“
Nixon: „Hey, was soll das denn heißen? Du wirst Jinny zu Fall bringen? Na das kannst du gerne tun, aber dann bist du immer noch nicht Champion. Den Titel nehme ich ihr nämlich vorher ab, Schwester!“
Toni: „Hey, warum denn so aggressiv, Nixon? Ich hab doch nichts gegen dich, ich hab lediglich Jinny etwas sagen wollen und...“
Nixon: „Ich bin nicht blöd, Toni, ich kann ganz gut zwischen den Zeilen lesen. Sebastian sollte also lieber froh sein, dass du nicht die Herausforderin bist? Warum? Weil ich keine ernstzunehmende Gegnerin bin oder warum? Meinst du echt, du bist so gut, dass du Jinny problemlos in den Boden stampfen würdest? Meinst du, ich würde es nicht packen oder was?“
Jusation: „Sag mal, was regst du dich denn gerade so auf? Du bist doch überhaupt nicht unsere Gegnerin, sondern Jinny. Wir wollen keinen Ärger mit dir, es ist nur so, dass wir auch einige Worte loswerden müssen...“
Nun kommt von Jinny ein durchdringendes Lachen. Sebastian schaut sich verwundert zu ihr um, woraufhin ihm Jinny ohne zu fragen oder zu zögern das Mikrofon aus der Hand nimmt.
Jinny: „Ihr seid einfach zu köstlich. Unfassbar, dass das dort meine Konkurrenz sein soll, dieser aufgeschreckte Hühnerhaufen da unten! Die demontieren sich ja selber nach allen Regeln der Kunst! Nixon, mal ganz im Ernst: warum sollte ich meine Zeit damit verschwenden, persönlich mit dir zu reden, wenn aus deinem Mund sowieso bloß so ein Schwachsinn kommt? Ihr streitet euch jetzt allen Ernstes darum, wer von euch die geeignetere Gegnerin für mich wäre, obwohl ihr mich alle eigentlich abgrundtief hasst und einen gemeinsamen Feind in mir habt. Wisst ihr was? Ich tue euch den Gefallen und löse euer kleines Dilemma für euch. Ihr seid alle gleich scheiße! Und wenn ihr danach endlich Ruhe gebt, mache ich euch von mir aus auch gerne eine nach der anderen zur Schnecke. Sobald ich mich um Nixon gekümmert habe, Toni, werde ich dich in den Boden stampfen und... oh nein, Ju hat ja schon versagt, die fällt also erstmal weg. Aber irgendein Aasgeier wird sich schon zeigen. So ist es ja immer. Und hey, Nixon, wenn du wirklich beweisen willst, dass du besser bist, dann halte wenigstens länger gegen mich durch als dieses dämliche Blondchen dort, wenn sie an der Reihe ist, in Ordnung? Sonst wäre ich wirklich mächtig enttäuscht. Und du sicherlich auch.“
Nixon stemmt sich zwischen Jusation und Toni durch, geht die Rampe herunter und direkt auf den Ring zu, um von dort auf den Apron zu steigen. Sie klettert durch die Seile, schubst Sebastian zur Seite und schaut Jinny direkt in die Augen.
Nixon: „Jetzt hör mir mal ganz genau zu, du Stück. Das hier ist eine Sache zwischen DIR und MIR, klar? ICH bin deine Gegnerin. Nicht Toni, nicht Jusation, ICH! Und ICH werde dich besiegen, ICH werde dir diesen Titel abnehmen und dir endlich dein überhebliches Maul stopfen. Hast du das endlich verstanden?“
???: „Nun, das sehe ich ein wenig anders, Mädels.“
Alle vier Frauen plus Sebastian drehen sich verdutzt zur Stage um, wo plötzlich Raquel Diaz aufgetaucht ist, ein wenig abwesend mit einer Haarsträhne spielend und lässig ihren Kaugummi kauend, doch all das nicht ohne ihre natürliche Autorität zu verlieren.
Raquel: „Ich glaube, es gibt hier einige Unstimmigkeiten darüber, wer denn hier die eigentliche Chefin im Ring ist. Zumindest Toni und Jusation sind sich darüber einig, dass es da einigen Nachholbedarf gibt. Nixon, du bist doch so gut, was Tag Team Matches angeht, oder? Und Jinny, deine Disziplin ist das ja bekanntlich eher nicht...“
Nixon: „Oh nein. Oh nein. Ich weiß ganz genau, was das werden soll, aber NEIN...“
Raquel: „...Daher legen wir mal für den Opener des heutigen Abends ein nettes kleines Tag Team Match fest. Toni und Jusation, ihr beide bildet natürlich das eine Team und Jinny... Nixon...“
Jinny zieht eine Miene, als fiele sie glatt vom Glauben ab; Nixon indes vergräbt ihr Gesicht in den Händen, sie kann es offenbar einfach nicht fassen. Sebastian steht einfach nur ungläubig da.
Raquel: „Na ja, ich denke, mehr muss ich nicht sagen. Hopp, hopp, Mädels, wir haben nicht den ganzen Abend Zeit!“
Mit diesen Worten verschwindet der Underboss wieder im Backstagebereich. Toni und Jusation werfen sich einige kurze Blicke zu, nicken gleichzeitig und gehen entschlossen auf den Ring zu. Nixon und Jinny hingegen scheinen einander nicht einmal ansehen zu wollen... Das kann ja was werden!
1st Match: Toni Storm & Jusation besiegen Jinny & Nixon Newell (w/Sebastian) via Pin von Storm an Jinny nach einem Roll-Up (07:19)
Jinny kann es einfach nicht fassen! Toni und Jusation haben die beiden Progatonisten des Titelmatches von All Hail wirklich geschlagen! Sofort ziehen die beiden sich aus dem Ring zurück, rennen die Rampe hoch und feiern ihren großen Sieg mit einem innigen Kuss auf der Stage, was Jinny nahezu zur Weißglut treibt. Mit geballten Fäusten tritt sie an die Seile heran und starrt den beiden hinterher; Jusation streckt Jinny die Zunge heraus, ehe die beiden backstage verschwinden. Nixon hingegen verweilt noch in ihrer Ringecke und starrt Jinny mit verschränkten Armen an, bis diese sich endlich zu ihr umdreht. Die Crowd wird nun relativ leise, weshalb man die beiden Frauen auch ohne Mikrofone ganz gut verstehen kann, jedenfalls vor den Bildschirmen zuhause.
Jinny: „Was starrst du mich so selten dämlich an, Nixon? Wir haben gerade verloren! Nur weil du nicht zur Stelle warst, um mir zu helfen!“
Nixon: „Wir haben verloren? Ehrlich? Also wenn ich mir das so ansehe, kommt es mir eher so vor, als hast du verloren. Gegen Toni Storm. Eine Frau, die du schlicht und ergreifend nicht ernst nimmst, also was willst du eigentlich von mir? Du bist genauso austauschbar wie jede andere Wrestlerin und ich schwöre dir, du wirst diesen Titel schneller wieder verlieren, als du...“
Jinny: „Jetzt hör mir mal ganz genau zu, du verblödetes Stück Dreck! Du findest es wohl sehr sehr lustig, dass ich wegen dir jetzt einen Fleck in meiner Matchhistorie hab, aber weißt du was? Diese Niederlage ist vollkommen wertlos. Bedeutungslos. Genau wertlos und bedeutungslos wie du es bist, Nixon Newell! Geh mir besser nicht auf den Zeiger, ansonsten schaffst du es nicht mehr bis All Hail, hast du kapiert?“
Nixon will schon wieder antworten, doch Sebastian hat allmählich genug gesehen und drängt sich nun zwischen die beiden Streithennen. Nachdem er einen gewissen Abstand zwischen den beiden Frauen hergestellt hat, wendet er sich Jinny zu, die er beruhigend an die Schultern fasst und auf sie einredet, um sie zu besänftigen. Nach einer Weile scheint Jinny sich tatsächlich ein wenig zu beruhigen, auch wenn sie nach wie vor einen sehr giftigen Blick aufgesetzt hat. Sebastian gibt ihr einen Kuss, dann dreht er sich zu Nixon um... UND DIE VERPASST IHM EINEN UPPERCUT! Sebastian geht glatt zu Boden! Nach nur einem Treffer – unglaublich! Mit selbstzufriedener Miene rollt Nixon sich unterm Bottom Rope nach draußen und verlässt schließlich unter lauten Jubelrufen die Arena. Eine wütende Jinny ruft ihr noch ein grollendes „FUCKING BITCH!“ hinterher, welches Nixon aber (über?)hört, sodass sie sich lieber um ihren Schatz kümmert – und mit diesen Bildern geht Explosion in die erste Werbepause des Abends, die jetzt auch bitter nötig sein dürfte.
Nach der Werbeunterbrechung wird in den Backstagebereich geschaltet. Wir sehen Toni Storm und Jusation ziemlich glücklich aussehend durch die Korridore streifen, ehe die Kamera die Richtung wechselt und in einen anderen Gang wandert. Kurz darauf sehen wir bereits Seth Rollins, der aus einer der Türen kommt und den Gang entlang geht. Er hat sein Smartphone in der Hand und tippt darauf herum, ehe er es sich ans Ohr hält. Vor der Tür seines Locker Rooms hält er inne und starrt an die Decke.
„Mum? Ich bin es, Seth. Ist bei dir alles in Ordnung? Ja? Gut, das... das freut mich zu hören. Nein, also, nicht wirklich, sagen wir es so... es gab einige Missverständnisse und ich hatte Grund zur Sorge, dass euch da drüben in Davenport was geschehen könnte. Mach dir bitte keine Gedanken, es ist nichts, worüber du besorgt sein müsstest. Man hat mich nur hinters Licht geführt. Ein dämlicher Trick. Du weißt ja, wie mein Job ist, Komplikationen gibt es immer...“
Seth betritt den Locker Room und schnappt sich seine Stiefel, die er sich mit nur einer Hand langsam anzieht.
„Ansonsten ist alles in Ordnung, ja. Es ist schade, dass ihr an dem Sonntag keine Zeit habt, ich hätte euch zu gerne live und vor Ort präsentiert, wie ich World Heavyweight Champion werde. Aber schaut euch wenigstens den Pay-Per-View an, ja? Ich verspreche euch, ihr bekommt auch was für euer Geld. Ich komme bald mal wieder nach Iowa, aber nicht ohne diesen Titel.“
„Darauf würde ich nicht wetten.“
Wie von der Tarantel gestochen dreht Rollins sich um – und sieht sich Finn Bálor gegenüber, der plötzlich hinter ihm aufgetaucht ist! Seth kann nicht so schnell reagieren – er kassiert einen saftigen Tritt zwischen die Beine, die Tränen schießen ihm in die Augen und Seth geht vor ihm in die Knie, sinkt zu Boden. Finn starrt mit kaltem Blick auf ihn herab und tritt ihm schließlich hart seitlich gegen den Kopf, woraufhin Seth zur Seite wegsackt.
Finn: „Siehst du, Seth? Ist doch alles gut, oder nicht? Deiner wertlosen Familie geht es gut. Keinem ist was geschehen. Sie sind alle wohlauf... und natürlich werden sie sich All Hail von zuhause aus ansehen. Weißt du, du solltest nicht zu enttäuscht sein, dass sie nicht live vor Ort sein können. Sie hätten am Ende nur weinen müssen... denn schlimmer als den eigenen Sohn verlieren zu sehen, ist doch im Grunde nur, ihn zu verlieren...“
Finn geht neben Seth in die Knie, packt ihn an den langen, schwarzen Haaren und zieht seinen Kopf hoch, um ihm mit seinem kalten Blick direkt in die glasigen Augen zu sehen.
Finn: „Ach, Seth. So weit übers Ziel hinaus geschossen... so viel gewollt... so wenig erreicht. Wie weit oben du dich doch sahst. So weit über allen anderen. Wie großartig du dich fandest, wie du dich als Bezwinger von Brock Lesnar selbst gefeiert hast... und jetzt, da du deine Grenzen aufgezeigt bekommen hast, wirkt alles nicht mehr so wirklich groß, oder? Alles scheint so nichtig, so wertlos... so irrelevant. Zu jeder Karriere gehört eine gesunde Mischung aus starken Fähigkeiten, den richtigen Beziehungen und einer Prise Glück... und bei dir, Seth, bei dir stimmt die Mischung nicht so ganz. Du hattest viel Glück bis hierhin, sehr viel Glück sogar. Aber man muss dir eins lassen: du nutzt deine Gelegenheiten gut. Edge wäre sicherlich stolz auf dich, irgendwie... problematisch wird es nur, wenn auch dein Glück dich plötzlich verlässt. So wie jetzt zum Beispiel. Ja, Seth, was machst du dann? Dann siehst du doch irgendwie alt aus, oder? Seth, du kannst nicht IWC World Heavyweight Champion werden, ganz einfach aus dem Grund, weil ich es bin. Du bist nicht der bessere Kämpfer von uns beiden. Du bist nicht der größere Mann. Trotzdem hast du viel Selbstvertrauen... mehr, als gesund für dich wäre. Aber ich als dein Boss stehe in der Pflicht, dich auf den rechten Weg zurück zu führen... wenn das nicht der Weckruf ist, den du brauchst, dann kann selbst ich dir nicht mehr helfen... du widerwärtiges Stück Dreck am Bodensatz der Gesellschaft, Seth Rollins.“
Seth, der sich mittlerweile aus eigener Kraft auf die Unterarme gestützt hat, um sich langsam aufzurichten, sieht nicht kommen, was ihm nun blüht. Doch Finn geht einige Schritte zurück, rennt dann auf Seth zu – UND VERPASST IHM DEN CURB STOMP AUF DEN BODEN DES LOCKER ROOMS! Seth Rollins frisst seinen eigenen Finishing Move und bleibt regungslos liegen! Nun geht hinter Finn die Tür auf und wir sehen, wie Oliver Grey sich zu den beiden dazu gesellt. Er trägt eine Halskrause und wirkt ein wenig weniger gefasst als sonst, doch davon abgesehen ist es eins zu eins der Oliver Grey, wie wir ihn kennen. Finn schaut ihn mit unergründlicher Miene an, während Grey langsam näher an Seth heran tritt. Mit hasserfülltem Blick, wie man ihn selten von dem sonst so gesammelten Oliver Grey sieht, starrt er auf Seth herab, ehe er sich plötzlich seine Halskrause vom Kopf reißt und auf den Körper des bewusstlosen Rollins spuckt! Mit verächtlichem Gesichtsausdruck lässt er seinen Blick auf ihm ruhen, ehe Finn ihm mit dem Anflug eines Schmunzelns im Vorbeigehen auf die Schulter klopft und die Tür des Locker Rooms öffnet, um diesen schließlich zu verlassen. Grey starrt Seth noch eine Weile länger an, ehe er Bálor schließlich folgt – und die Kameras blenden langsam ab...
Zurück in der Halle hören wir jetzt die besonderen Klänge von „Kaze Ni Nare“ und Minoru Suzuki kommt gemeinsam mit seinem Gefolge, bestehend aus Kota Ibushi, Go Shiozaki & El Desperado zum Ring. Der Großmeister wirkt dabei alles andere als erfreut und befiehlt Go auch ziemlich harsch, ihm das Tuch, das er über dem Kopf trägt, abzunehmen, bevor er sich ein Mic reichen lässt und sich vor seiner Truppe an die Fans richtet. Suzuki: Letzte Woche haben wir es beschlossen, heute wird es geschehen. Wade Barrett, du hast den Namen SZG´s in den Dreck gezogen, du hast meine Männer in einen aussichtslosen Kampf ohne Plan geschickt und hast bewiesen, kein Feldherr zu sein. Du hast unsere Ehre beschmutzt, hast meine Kämpfer schwach aussehen lassen…schwach wie Zack Sabre Jr. Was ist überhaupt los mit dir, Wade Barrett? Geht es dir nur darum, dich selbst geil zu fühlen? Dir selbst das Gefühl zu geben, jemand zu sein? Das kannst du gerne im Untergrund von Preston oder Manchester machen, in diesen hässlichen Städten findet sich bestimmt noch ein Platz für dich, aber hier? Wade Barrett, du hast mit Zack Sabre Jr einen der besten technischen Wrestler auf der ganzen Welt unter deiner Kontrolle, jeder andere Manager, jeder andere Meister würde um so einen Jungen kämpfen und du hältst ihn wie einen Hund gefangen, beleidigst ihn, verfütterst ihn in Schlachten, die er nicht gewinnen kann und demütigst ihn dann erneut. Wade, du bist eine Schande für diesen Titel, du bist eine Schande für Zack Sabre Jr, du bist eine Schande für die Immortal Wrestling Company, also komm heraus, schick Zack Sabre Jr mit Kota Ibushi in den Ring und du wirst sehen, was du für einen verdammt großen Fehler machst!
Suzuki wartet nun kurz, doch offenbar kommt vom britischen Brawler keine Antwort, weshalb der Großmeister wieder das Wort ergreift. Suzuki: Ich sehe schon, du kommst nicht, du kommst nicht und ich kenne auch den Grund dafür. Und zwar ist der Grund nicht etwa, dass Zack Sabre Jr verlieren könnte, das ist ja genau, was du willst, nein. Der Grund ist, dass du weißt, dass Zack eine großartige Performance abliefern wird, die alles, was du jemals über ihn gesagt hast, als Lüge enttarnen wird. Zack würde dich entblößen und früher oder später wird er das auch, denn du kannst ihn nicht ewig verstecken, du kannst ihn nicht ewig an der Leine lassen. Irgendwann wirst du ihn kämpfen lassen müssen und dann werden alle sehen, was wirklich in Zack Sabre Jr steckt. Dann werden andere Meister auf ihn aufmerksam, sie werden ihn abwerben und dann stehst du ganz alleine da, Wade. Davor hast du Angst, weil du zwar eine große Nummer bist, wenn du jemanden hast, den du demütigen kannst, aber nicht, wenn du ganz alleine und nackt bist. Deshalb kommst du n…
Weiter kommt der Großmeister jedoch nicht mehr, da hören wir plötzlich die Münze fallen und die Crowd eruptieren, das Feuers schießt aus der Stage, der Shogun ist da! Zwischen den 2 Feuersäulen, die in den Nachthimmel schießen, öffnet sich eine Luke und in der Rainmaker-Pose fährt der Shogun langsam hoch, wieder ohne seinen Mentor Gedo. Im Geldregen blickt er noch kurz nach oben, bevor er seine Gewänder nimmt und sich auf den Weg zum Ring macht, wo er sich unter dem lauten Jubel der Fans vor einen erzürnten Großmeister stellt und noch einmal die Rainmaker-Pose anreißt, was Suzuki nur noch mehr auf die Palme bringt. Suzuki: Was suchst du jetzt hier? ICH HATTE NICHT NACH DIR GEFRAGT!!! Okada: Man muss nicht nach mir fragen, um mich zu bekommen. Ich bin Shogun Okada Kauchika, Suzuki-san und ich verbitte mir eine derartige Tonlage. Suzuki: Du tust was? Du verbittest dir d…was? Okada: Du hast mich schon verstanden.
Suzuki kommt jetzt erstmal ein ungläubiges Schmunzeln aus. Suzuki: Du bist mutig, Okada, wirklich. Ein mutiges Kind. Stellt sich dem Großmeister entgegen, ohne ihm auch nur ein bisschen Respekt entgegenzubringen. Okada: Wieso solle ich dir Respekt entgegenbringen? Das sollte eher deine Aufgabe sein… Suzuki: Meine Aufgabe? Okada, ich habe mich nicht abgesetzt und mein eigenes Dojo gegründet, um dir Respekt entgegenzubringen. Schon dein Vorgänger war unfähig, ich bin der einzig wahre Großmeister, ich bin der, auf d… Okada: Das ist ein Titel, den du dir selbst gegeben hast, aber wie mächtig bist du wirklich? Was kannst du eigentlich? Du kannst nicht einmal Wade Barrett dazu bringen, herauszukommen! Und das kommt nicht daher, dass er Angst hat, das kommt daher, dass du völlig irrelevant bist! Suzuki: Irrelevant? Trotzdem bist du jetzt mit mir im Ring, oh großer Shogun. Okada: Meine Anwesenheit hat eigentlich einen anderen Grund und zwar wird Shinsuke Nakamura gleich ein Match bestreiten, welches ich aus der ersten Reihe sehen möchte. Suzuki: Nakamura vs Ibushi, bringen wir es hinter uns? Okada: Nein, für deine Männer hab ich keine Verwendung. Shinsuke wird gegen jemanden in den Ring steigen, den ich für ihn bestimmt habe. Aber Suzuki-san, du darfst dir das Match gerne mit mir aus der ersten Reihe ansehen!
Okada schaut Suzuki ganz tief in die Augen, zumindest so gut es geht, denn dieser kneift sie ganz fest zusammen und wirkt sehr wütend, bis er plötzlich Kota Ibushi vor sich auf die Knie zwingt und ihm mehrmals auf die Brust tritt. Kazuchika Okada wirkt sehr verwirrt über diesen plötzlichen Wutanfall und zieht Suzuki von Ibushi weg, doch der Großmeister nimmt Okada plötzlich in den Clinch, flüstert ihm etwas auf Japanisch zu und schubst Okada wieder weg, bevor er mit seinen Kollegen den Ring und damit auch die Halle verlässt. Okada, immer noch etwas perplex, lässt sich anschließend von Security-Helfern zu seinem Platz begleiten, während der „King of Strong Style“ und No.1 Contender auf die Xtreme Championship, Shinsuke Nakamura, zum Ring kommt, wo er jetzt gleich sein Match bestreiten wird.
2nd Match: Shinsuke Nakamura besiegt Wesley Blake via Pin nach dem Kinshasa (04:46)
Backstage befinden wir uns nun in der Interview-Zone mit Jeremy Borash, der heute einen Gast bei sich hat, dem in letzter Zeit nicht gerade normale Dinge widerfahren sind, es dürfte also interessant werden. JB: Ladies & Gentlemen, auch die 144. Ausgabe von IWC Explosion legt gleich los wie die Feuerwehr, mit fantastischer Women´s Action im Opener und einer schönen Brise Strong Style soeben von Shinsuke Nakamura! Die Feuerwehr wäre aber besonders für einen anderen Herren vielleicht gar nicht so verkehrt im Moment, denn Marty Scurll hatte letzte Woche ein durchaus erschreckendes Erlebnis. Die Marty Die erschien auf dem Titantron, dazu tropfte Blut von der Hallendecke, an die Gestalten muss ich Sie wohl nicht erinnern…was hat es damit auf sich, Marty? Marty: Liegt das nicht auf der Hand, Jeremy? Das ist wieder eines dieser Spielchen von Jimmy Havoc, der mir zeigen will, wer er wirklich ist. Der von mir sowohl verbal, als auch physisch in die Knie gezwungen wurde und jetzt deshalb versucht, den letzten Ausweg über die Psyche zu suchen. Er will in meinen Kopf, aber Jeremy, da gibt es ein Problem. Du kannst nicht in etwas eindringen, das du nicht erfassen kannst und Jimmy Havoc kann den Villain nicht erfassen. Ich sage nicht, dass er dumm ist, auf gar keinen Fall, aber er ist kein Villain, er kann den Villain nicht erfassen und er kann bestimmt nicht zu mir durchdringen. JB: Vor Wochen gab es einen heftigen Brawl zwischen Ihnen und Jimmy Havoc, der damit endete, dass Sie Jimmy Havoc in einen Boiler Room einsperrten. Denken Sie nicht, dass das möglicherweise der entscheidende Moment war, dass das das war, das Jimmy benötigte, um wieder zu dem zu werden, der er einst war? Immerhin kennen wir Jimmy Havoc, wir haben in der Vergangenheit gesehen, was er kann, w… Marty: Jeremy, ich bitte dich. Natürlich ist Jimmy Havoc ein gefährlicher Mann, natürlich traut er sich Dinge zu, die kein anderer macht, aber du scheinst zu vergessen, wen du vor dir hast. Den Villain. Mich, Marty Scurll, der in einer höheren Bewusstseinsebene lebt als du oder jeder andere hier im Publikum! Jeder andere Worker! Du magst Jimmy Havoc vielleicht als sehr gefährlichen Mann sehen, der halbe Locker Room mag vielleicht vor ihm in Angst und Schrecken verfallen, aber nicht ich, nicht der Villain. Ich bin mir nämlich den Ausmaßen bewusst, ich realisiere, wie weit Jimmy Havoc gehen kann. Und er kann sehr weit gehen, denn er hat nichts zu verlieren. Er kann nicht weiter sinken, als er ohnehin schon gesunken ist, deshalb versucht er einfach alles, um zu mir durchzudringen. Er wird mich verletzen wollen, er wird mich verängstigen wollen, er wird mich brechen wollen, aber niemand kann mich brechen, niemand kann den Villain bezwingen, denn der Villain überragt jeden, der Villain ist euch überlegen und der Villain ist Jimmy Havoc immer einen Schritt voraus. Was habe ICH zu verlieren? Ich habe einen garantierten Shot auf die IWC World Heavyweight Championship. Ich bin jedem Gegner in allen Belangen voraus. Ich kann Jimmy Havoc umbringen und müsste keine Konsequenzen befürchten, denn sollte Finn Bálor mich suspendieren wollen, löse ich meine Chance ein und besiege ihn um die World Heavyweight Championship. Ich kann tun und lassen, was ich will und das wird Jimmy Havoc am eigenen Leib zu spüren bekommen. JB: Marty, ihr beide sprecht jetzt schon seit Wochen davon, bald eure „wahren“ Gesichter auszupacken. Dürfte ich einmal nachfragen, warum ihr diese Gesichter nicht immer zeigt? Marty: Jeremy, es geht hier nicht um das, was ich immer bin, es geht um das, was ich sein kann. Sie denken, ich bin nur eindimensional, bestenfalls zweidimensional? Nein, ich kann mich in jede Richtung ausbreiten, ich bin weit gefächert und wenn Jimmy Havoc die Finsternis beschwören will, dann bekommt er die Finsternis auch…
Wie aufs Stichwort wird es plötzlich dunkel in der Interview-Zone, die Lichter im Backstage-Bereich fallen aus! Man hört kurz Lärm, als würde jemand etwas verschieben, man hört Leute durcheinanderreden. Plötzlich geht das Licht wieder an, provisorisch mit einem einzigen Scheinwerfer, der mit einem Notstromaggregat betrieben wird. Marty Scurll blickt direkt in den Scheinwerfer, weshalb er sich umdreht, dort aber kurz zusammenzuckt. Als sich auch Jeremy Borash umdreht, wird schnell klar, warum. Die Wände sind beschmiert…oder eher nicht geschmiert, etwas tritt aus ihnen aus! Eine rote Flüssigkeit kommt aus den Wänden und formt 3 Worte. Die. Marty. Die. Jeremy Borash flüchtet sofort panisch aus der Zone und selbst Marty Scurll wirkt unsicher, vorsichtig. Hat es Jimmy Havoc geschafft, unter die Haut des Villains zu dringen?
Zurück in der Halle hören wir jetzt die Musik von Kenny Omega und der Intercontinental Champion erscheint ohne seine Gefährten von PRIDE auf der Stage. In typischer Cleaner-Manier macht sich Omega in komödiantischer Manier auf den Weg zum Ring, wo er sofort auf ernst umschaltet und sich ein Mic reichen lässt. Kenny: Ich werde versuchen, mich kurz zu halten. Ich war in den letzten Wochen nicht oft da. Ich weiß das und das hatte auch einen guten Grund. Und zwar habe ich mich einfach einmal zurückgelehnt und zugesehen, wie sich die Sache von allein entwickelt. Ich habe alles mal beobachtet und es war schon recht unterhaltsam, die Geschichte rund um Tyler Breeze & Alexander Rusev. Um Los Ingobernables & den Siberian Express. Natürlich wäre ich gerne auf Tyler Breeze getroffen, einfach um Los Ingobernables, wenn sie schon im Finale des Trios Tournaments stehen, ins Tal der Tränen zu stürzen, aber am Ende war er einfach nicht gut genug. Am Ende ist er wohl der Weak Link, aber ich will jetzt keine Zweifel innerhalb der Ingos anrühren, ich meine, wofür haltet ihr mich eigentlich, nein. Ich will nur sagen, am Ende war Rusev wohl einfach die bessere Wahl. Der bessere Wrestler als Gegner für den besten Wrestler, das ist wohl diese Win-Win Situation, von der alle sprechen. Rusev vs Kenny Omega, Rusev…wer ist Rusev eigentlich, wer ist dieser „Alexander der Große“, wie er sich letzte Woche nannte? Was wissen wir von ihm? Er ist Bulgare, er hat eine blonde, russische Ehefrau, deren Namen man nicht rückwärts aussprechen sollte, er gehört zum Siberian Express, aber sonst? Wer ist Alexander Rusev, wer ist der No.1 Contender auf die Intercontinenntal Championship?
Dieser Frage bin ich nachgegangen und ich habe nun exklusiv für euch einige interessante Fakten über Alexander Rusev zusammengetragen! Also haltet euch fest und genießt die Show. Alexander Rusev, geboren am 25. Dezember 1985 in Plovdiv, Bulgarien, Finishing Move ist der Accolade, er war vor seiner Karriere Kraftdreikämpfer und der Nachname seiner Ehefrau ist unbekannt. Sein Spitzname backstage lautet Tong Po….AHA, da wachen einige von euch plötzlich auf, was? Jaa, ich kenn euch doch, ihr…
Weiter kommt Kenny Omega jedoch nicht, denn da unterbricht ihn auch schon die Musik von Rusev und The Bulgarian Brute kommt gemeinsam mit dem Siberian Express in Form von Vladimir Kozlov und Peter Orlov zum Ring. Letzterer ergreift auch sofort das Mic, um sich an den Intercontinental Champion zu wenden. Peter: Hey, Ruhe, sofort! Du willst Alexander den Großen kennenlernen? Warum fragst du ihn dann nicht selbst? Hier ist er, du kannst ihm alles fragen! Er beißt nicht…zumindest meistens. Also? Kenny: Zuerst einmal ist es unhöflich, jemanden während eines Monologs zu unterbrechen. Ich weiß nicht, wie das bei euch in Bulgarien ist, aber hier macht man das nicht. Und sonst würde ich mal sagen, komm in den Ring, ich würde dich gerne anständig begrüßen!
Rusev & Orlov kreuzen kurz Blicke, dann stampft der Bulgare breit zum Ring. Im Seilgeviert angekommen, schaut er Omega kurz an, wirft dann einen Blick auf den Gürtel und streckt dem Cleaner jetzt erst die Hand entgegen, was dieser mit einem festen Händedruck erwidert. Kenny: Geht doch. Also, Rusev, erzähle mir etwas von dir. was macht dich aus? Rusev: Mein Name ist Alexander Rusev und man nennt mich nicht umsonst The Bulgarian Brute. Ich breche gerne meine Gegner und werde mit dir keine Ausnahme machen. Kenny: Aha, okay. Sag mal, warum habt ihr es ausgerechnet auf die Intercontinental Championship abgesehen? Rusev: Ich…
Peter Orlov aber hält Rusev plötzlich zurück und meint, er solle nichts mehr sagen, das übernehme lieber Orlov selbst. Peter: Schau, unser ursprüngliches Ziel und auch überhaupt der Grund, warum wir in die IWC gekommen sind, war das Trios Tournament. Alles, was wir wollten, war dieser Preis, dieser Triple Shot bei All Hail…nur haben sich Los Ingobernables uns in den Weg gestellt… Kenny: Und deshalb habt ihr ihnen gegen uns zum Sieg verholfen? Peter: Wenn schon nicht wir gewinnen, dann das Team, das uns besiegt hat. Und wir hatten 2 neue Gedanken. Erstens, Tyler Breeze aus dem Title Picture nehmen und zweitens, selbst diesen Spot einnehmen. Beides ist uns gelungen. Warum einen Versuch in einem Tournament starten, wenn man den direkten Weg zum Titel auch wählen kann? Es muss nicht der World Title sein, für den Anfang reicht die Intercontinental Championship vollkommen. Wir werden schon noch bekommen, was wir wollen, dafür werden wir schon sorgen.
Plötzlich lässt Orlov das Mic fallen und bedrohlich kreisen die 3 Kenny Omega ein. Dieser kann zwar noch „Was habt ihr vor?“ fragen, dann schlägt ihm Rusev jedoch das Mic aus der Hand und beginnt wild zu schnaufen. Gerade, als die 3 Kenny Omega so weit haben, dass er nicht mehr entkommen kann, erscheinen jedoch PRIDE auf der Stage und stürmen zum Ring…kommen aber nicht so weit, denn da sind plötzlich die Total Nonstop Heels!!! Tommy End & Thumbtack Jack springen über die Absperrung und reißen Karl Anderson & Doc Gallows im Lauf zu Boden, wo sie wie wilde Tiere auf ihre Gegner einschlagen! Im Ring erlegt der Siberian Express derweil Kenny Omega mit einem brutalen 3 on 1 Assault, der unter anderem mehrere Big Boots von Vladimir Kozlov gegen den Champion sieht, der von Rusev immer wieder auf die Beine gehoben wird. Abschließend setzt noch Rusev selbst den Accolade an, bis die Bulgarian Brute von Peter Orlov gestoppt wird. Rusev versteht nicht ganz, wieso, wird dann aber von Orlov aufs Apron hingewiesen, wo Tommy End & Thumbtack Jack mit den Tag Team Gürteln stehen. Die beiden schauen zuerst auf das Gold und dann auf den Express, der sich in Form von Rusev & Kozlov nun einen Staredown mit den No.1 Contendern liefert, während sich Peter Orlov das Intercontinental Championship Gold schnappt und über die Schulter wirft. Die Herausforderer auf die Gürtel der Elite hinterlassen also eine kräftige Duftmarke, womit IWC Explosion in eine kurze Werbepause geht.
Zurück aus der Werbepause bleiben wir gleich im, inzwischen wieder geräumten, Ring, wo wir jetzt wieder eine altbekannte Stimme hören, die die Stimmung in der Arena schlagartig aufzuheizen beginnt. „Ladies & Gentlemen, mein Name ist Paul Heyman und ich bin der Advocate der heißesten Zukunftsaktie, die die Immortal Wrestling Company zu bieten hat. Sein Name wird bald auf allen Postern und Plakatwänden zu sehen sein, er wird die erste Person im Intro der Show sein, er ist ein zukünftiger IWC World Heavyweight Champion, Ladies & Gentlemen, bitte begrüßen Sie mit mir Matthew Riddle!“
Unter lauten „Bro!“-Chants erscheint jetzt der Blondschopf mit seinem Manager Paul Heyman auf der Stage und trägt ein breites Lächeln auf den Kippen, bevor sich die beiden auf den Weg zum Ring machen, wo wieder Paul Heyman das Wort ergreift. Paul: Und Ladies & Gentlemen, auf den Wunsch von Matt Riddle werdet ihr jetzt gleich Zeuge eines Matches seiner Wenigkeit, also bitte, haltet euch fest, denn was ihr jetzt gleich sehen werdet, ist historisch! Ihr seht hier das zukünftige Gesicht der IWC, während es wächst, ihr seht, wie er lernt, wie er quasi während des Matches besser wird und Ladies & Gentlemen, betrachtet ihn ganz genau, denn wer weiß, wie lange ihr das noch erleben dürft? Wer weiß, wie lange ein normal sterblicher Matt Riddle noch live sehen darf, denn wenn er erst einmal sein gesamtes Können ausspielt, wenn seine Popularität erst einmal in Fahrt kommt, dann werden ihn alle sehen wollen, dann werden die Ticketpreise in die Höhe schießen, dann wird Matthew Riddle im Alleingang dafür sorgen, dass jeder in der IWC bis an sein Lebensende ausgesorgt hat, denn er ist DER Draw, er ist das Gesicht der Company und niemand wird ihm das Wasser reichen können! Hogan? Rock? Austin? Nein, Matthew Riddle wird als größter Star in die Geschichte dieses Sports eingehen und heute dürft ihr beim Making-of ganz exklusiv dabei sein! Also, Chris Hero? Wen hast du für Matthew Riddle, für Deep Waters auserwählt?
Lang müssen Heyman & Riddle auch nicht warten, da kommt schon „Chris is awesome“ aus den Boxen und der Knockout Artist erscheint auf der Stage. Chris: Ja, Paul, wieder einmal bescheiden wie sonst was, hm? ja gut, was will man aber auch erwarten von jemandem, der immer im Spotlight stand? Der von Anfang an in der größten Wrestlingliga der Welt war, nie die dreckigen Schulsportanlagen oder schäbigen Hinterhöfe kennengelernt hat. Ja, Matt, die harte Schule, durch die so viele andere mussten, die blieb dir verwehrt. Das wirklich harte Wrestling, das Leben am Existenzminimum, das kanntest du nie, das musstest du auch nie kennen, immerhin wurde dir immer alles in den Arsch gesteckt! Ich hasse Menschen wie dich, Matt, und dein heutiger Gegner teilt meine Ansichten. Hier ist jemand, der auch nie seine Chance bekam, der bis heute im Dreck arbeiten muss für 50 Dollar pro Nacht. Ein alter Weggefährte von mir, ein guter Freund, der diese Chance heute mehr als verdient hat. Eddie Kingston ist dir ein Begriff?
Als dieser Name fällt, jubelt die Crowd plötzlich auf, es scheinen doch einige den früheren CZW- & Chikara-Star zu kennen. Und der Jubel wird nur noch lauter, als der War King auch tatsächlich auf der Stage erscheint und sich für sein Match mit Matthew Riddle bereit macht. First Time Ever, Matt Riddle vs Eddie Kingston, live bei IWC Explosion!
3rd Match - Career Threatening Match: Matthew Riddle besiegt Eddie Kingston via Submission im Cross Armbreaker (09:23)
Matthew Riddle hat es also wirklich geschafft, er schlägt den King of Diamonds und kann seine noch junge Karriere damit auch nach Chris Heros Challenge noch fortsetzen! Diesem scheint das aber nicht zu passen, deshalb kommt er hinter Riddle in den Ring und schlägt den Youngster mit dem Rolling Elbow nieder! Gemeinsam mit Eddie Kingston, der wieder auf den Beinen ist, treten die beiden nun auf Deep Waters ein, während Paul Heyman draußen verzweifelt um Hilfe schreit. Es komm aber niemand, weshalb Hero Riddle noch einmal mit kräftiger Mithilfe von Kingston den Rolling Elbow verpassen kann, bevor er ihn packt und ihm den Gotch-Style Piledriver verpasst. Die Fans buhen Hero & Kingston laut aus, doch das ignoriert der Knockout Artist einfach und schnappt sich stattdessen ein Mic, mit welchem er sich direkt an Matt Riddle wendet. Chris: Du denkst, du bist schon ein ganz Großer? Du denkst, du kannst mit jedem herumspringen, wie du willst und auf uns alle herabblicken? Du denkst, du kannst 2 Legenden wie uns so respektlos behandeln??? Respekt muss man sich erarbeiten, Kid! Das ist ein langer Prozess, der viel Blut, Schweiß & Tränen benötigt und glaub mir, du bist noch lange nicht so weit.
Nach diesen Worten lässt Hero das Mic fallen und verlässt gemeinsam mit Eddie Kingston den Ring, womit es für uns zurück in die Backstage-Area geht…
Dort ist eine bestimmte Person immer noch sehr aufgewühlt, nämlich eine, mit der man sich nicht anlegen will. Der Großmeister Minoru Suzuki wütet hier durch die Gänge und wirft immer wieder Sachen auf den Boden, die er so vorfindet, bis er wohl den Raum findet, den er gesucht hat, nämlich Wade Barretts Locker Room. Einfach ohne Kommentar tritt Suzuki die Tür ein und findet den Brawler drinnen auch schnell vor, der mit diesem „Überfall“ offenbar nicht gerechnet hat. Ohne Begleitung seiner SZG-Kollegen überrumpelt der Großmeister den Briten aber trotzdem relativ schnell mit einem Takedown into Hammerlock und will ihm offenbar mit einer Lampe den Schädel einschlagen, da greift plötzlich jemand anderes nach der Lampe und entreißt sie Suzuki! Sofort richtet sich dieser erzürnt auf, doch als er sich umdreht, wird seine eben noch so wilde Atmung sofort ruhig, denn er blickt Zack Sabre Jr direkt in die Augen. Der Brite strahlt eine stoische Ruhe aus und lässt die Lampe fallen, doch diese interessiert Suzuki nicht mehr. Der Großmeister blickt dem Technical Wizard einfach nur in die Augen; auch, als er sich an ihm vorbei in Richtung Tür bewegt. Der Kontakt reißt erst ab, als Minoru Suzuki an der zerstörten Tür vorbei hinter der Wand verschwindet, wonach sich Zack sofort um Wade Barrett kümmert, bevor es für uns zurück in die Halle geht.
Hier sehen wir noch die letzten Momente der Vengeance-Entrance, wo alle 3 in ihren Kimonos zum Ring kommen, bevor sich der Anführer der Gruppe, Drew Gulak auch schon ein Mic schnappt. Drew: Wo ist Drew Galloway? Wo bist du, oh du großer Anführer der Rebellen! Der Retter der IWC, wo ist er? Verschwunden, zurückgezogen seit 2 Wochen, gemeinsam mit TJ Perkins, nachdem sie gesehen haben, dass wir in der Überzahl sind. Nachdem sie gesehen haben, dass sie machtlos sind gegen uns, gegen Vengeance. Sie haben gesehen, dass sie zwar einen Einzelnen ausschalten können, aber nie die ganze Gruppe, dass sie uns verwunden, aber nicht töten können. Der Galloway will die IWC vor sich selbst retten, nur wo ist dieser Wille jetzt? Er ist gebrochen, geschlagen. Er ist verschwunden, damit haben wir gewonnen. Wir stehen jetzt am Gipfel, wir sind Vengeance und wir…
Weiter kommt Gulak aber nicht, da unterbricht auch schon die Musik von The Empire und die Reste der einst so starken Gruppierung, bestehend aus Matt Taven, Chad Gable & Brad Maddox, erscheint auf der Stage, wobei Taven ein Mic in den Händen hält. Matt: Was? Ist das dein Ernst jetzt? Du glaubst, das war´s? Du glaubst, weil sich Galloway 2 Wochen lang nicht blicken lässt, hat er aufgegeben? Drew, realisierst du eigentlich, was hier los ist? Weißt du überhaupt noch, worum es hier geht? Dein Ziel war ursprünglich EC3, weil er Johnny Gargano verletzt hat, hast du das vergessen? Was ist daraus geworden? Was ist aus euren Prinzipien geworden? Was ist aus dem Krieg geworden? Drew Galloway war unser Ziel, wir haben mit ihm eine Rechnung offen und werden diese Rechnung begleichen. Wir werden ihm zurückzahlen, was er uns angetan hat, nur brauchen wir dafür auch euch. Wir müssen zusammenhalten, den gemeinsamen Feind in die Knie zwingen, nur so können wir diese Schlacht gewinnen! Drew, wir brauchen euch bei 100%, wir brauchen eure Unterstützung, damit wir siegreich aus diesem Krieg gehen können.
Taven streckt Gulak nun die Hand entgegen, doch dieser schnupft einmal zur Seite weg, bevor er wieder das Wort ergreift. Drew: EC3 war unser Main Target, du hast schon Recht, aber Drew Galloway hat sich ebenfalls ins Zentrum gespielt, als er sich mit ihm verbündete. Jetzt aber ist er weg, er war nicht mehr zu sehen und zuletzt auch nur noch in Unterzahl. Was hält Galloway an diesem Krieg? Warum soll er es weiter versuchen, wenn er nicht gewinnen kann? Wir haben gegen ihn gewonnen, aber auch er ist kein Verlierer, immerhin hat er sich von euch befreit. Ihr seid hier die wahren Verlierer, sonst würdet ihr nicht immer noch so an ihm oder dem Empire-Namen hängen. Eine Sache würde euch aber nicht schaden und ich hoffe, ihr nehmt euch das zu Herzen: Schließt damit ab. Zieht weiter. Lasst los oder ihr werdet für immer in diesem Gefängnis eurer selbst stecken bleiben. Matt: Wir hängen am Empire-Namen? Ja, das tun wir! Wir hängen dran, aber wisst ihr auch, warum? Weil das ist, was wir sind. Wir sind The Empire, so wie ihr Vengeance seid! Diese Gruppierung hat so einen großen Namen, so eine Bedeutung für uns, dass wir sie bestimmt nicht aufgeben werden, nur weil du das von uns verlangst. Drew: Ihr seid nicht The Empire. Adam Cole war The Empire, AJ Styles & die Young Bucks mit Abstrichen noch, aber ihr? Ihr seid ein schlechter Scherz, mehr nicht. Drew Galloway hatte schon Recht m…
Das will sich Matt Taven jetzt nicht mehr gefallen lassen. Noch bevor Gulak seinen Satz fertig ausgesprochen hat, schlägt der frühere Intercontinental Champion ihm das Mic aus der Hand, worauf Gulak zuerst nur mit einem starren Blick und weit offenen Augen reagiert. Als Taven ihm aber noch eine Ohrfeige verpasst, brennen dem Leader von Vengeance die Sicherungen durch. Er stürzt sich auf Taven und ringt ihn zu Boden, sofort ziehen die Kollegen nach. Tony Nese geht auf Chad Gable los und der Brawl der ehemaligen Tag Team Partner Brad Maddox & Trent Barreta verlagert sich sogar aus dem Ring! Als auch Nese & Gable den Ring verlassen, will im Ring Taven einen Superkick zeigen, doch Gulak kann im letzten Moment ausweichen und das Bein ergreifen. Der Knee Bar geht aber nicht durch, denn Taven kämpft sich schnell genug in die Seile, die er als Springboard nutzt, um mit einer Rolle über Gulak in den Ring zurückzukehren. Als sich Gulak umdreht, will Taven ihn packen und den Climax zeigen, doch Drew kann sich gerade so noch mit Hilfe der Seile aus dem Ring retten, wo er jetzt schnell mit seinen Kollegen die Flucht ergreift. The Empire bleibt damit zwar vorerst siegreich am Ring zurück, für Vengeance wird die Sache aber noch nicht gegessen sein…
4th Match: Baron Corbin besiegt Johnny Knockout via Pin nach dem End of Days (00:11)
In der Interview Zone steht nun Jeremy Borash bereit und begrüßt seinen Gast, Roman Reigns: JB: Roman, ich werde gar nicht lange drumherum reden, sondern es direkt ansprechen. Was hatten die Geschehnisse von letzter Woche zu bedeuten? Kannst du uns das irgendwie erklären? Reigns: JB.... es gibt Dinge, wovon so wenig Leute wie möglich etwas wissen sollten. Und das hier ist eines davon. JB: Okay.... ähm, kannst du uns trotzdem vielleicht irgendeine Information geben? Irgendetwas? Reigns: Nur so viel: Jemand will, dass ich zu ihm zurückkomme. Und ich weiß nicht, wie lange ich mich ihm noch widersetzen kann.
Mit diesen Worten verlässt Roman das Interview Set zügig und lässt einen ratlosen Borash stehen. Die Kamera filmt daraufhin die Räumlichkeiten neben dem Set und zeigt, wie um eine Ecke herum eine Hand zum Vorschein kommt, aber schnell wieder verschwindet.
Wir befinden uns jetzt in einem finsteren Raum, nur erhellt durch ein paar runde Lichtquellen, die aber in einem mysteriösen Rauch fast untergehen. Der Rauch erfüllt den ganzen Raum, inmitten sitzt eine Person. Pentagon Jr meditiert dort im Schneidersitz am Boden auf einem alten Perserteppich. Der frühere IWC Tag Team Champion hat die Augen geschlossen und atmet ganz ruhig, bis er sie plötzlich öffnet. Pentagon: Meister! Warum antwortet uns Prince Puma nicht?
Aus dem Rauch tritt nun Vampiro hervor, eingehüllt in weiße Gewänder, mit einer grauen Gesichtsbemalung. Er bewegt sich langsam vor Pentagon hin und her, die Hände trägt er dabei in den Gewändern verschlungen. Vampiro: Weil er keine Antworten weiß, Pentagon. Puma hat schnell agiert, in Panik, weil er noch nicht versteht. Er hat sich von den Gelüsten Konnans verleiten lassen und wird für seine Dummheit büßen. Pentagon: Warum suchen wir ihn nicht heim, Meister? Vampiro: Das wäre doch nur verschwendete Energie, mein Schüler. Sie werden kommen, das weiß ich. Konnan ist viel zu stolz dafür, er würde es nicht ertragen können, vor mir zu flüchten. Sie denken, auf der Flucht sind sie sicher, aber sie zögern ihr Ende nur hinaus. Eigentlich mag man von Konnan mehr erwarten, man mag glauben, dass er mich kennt, aber man wird immer wieder eines Besseren belehrt. Das ist eine wichtige Lektion, Pentagon. Man lernt nie aus im Leben. Das wissen wir beide schon lange und bald werden es auch Konnan & Prince Puma erfahren. Pentagon: Danke, Meister.
Während Pentagon erleuchtet nach vorne blickt, verschwindet Vampiro wieder im Rauch hinter ihm. Als Pentagon den aufgewirbelten Rauch seines Meisters in die Nase bekommt, nimmt er einen tiefen Zug, bevor er wieder die Augen schließt und seine Meditation fortsetzt…
Man sieht nun Catrina im Backstage-Bereich, die hier auf Black Lotus trifft. Lotus fragt nur kurz angebunden ob das Match steht, was Catrina ebenso kurz angebunden bejaht. Dann ziehen die beiden auch schon ihrer Wege. So scheint es zunächst, doch Catrina stoppt dann Lotus doch noch. “Erklär’ mir doch noch eins: Warum hast du eine Allianz mit Matanza geschlossen, statt ihn den Mörder deiner Familie zu töten? Du hast so lange nach ihm gesucht um ihn nun zu verschonen, ihm sogar zu helfen? Ich hielt dich für klüger und zielstrebiger. Hast wohl erkannt, dass du ihm nicht gewachsen bist.”
Black Lotus reagiert darauf zunächst nicht, ehe sie dann Catrina anlächelt.
“Du denkst du weißt alles, oder Catrina? Du denkst du hast mich durchschaut, kennst meine Pläne und kannst mich einschätzen. Doch man sieht, du kannst es nicht. Wie jeder bist du auf die Geschichte von der armen Waise, die mit Hilfe ihres berühmten Mentors den Mord an ihren Eltern rächen will hereingefallen. Doch zumindest du sollst die wahre Geschichte kennen, damit du die Tragweite der Verbindung zwischen mir, Matanza und Bray einschätzen kannst. Hör die meine Geschichte an und sie ein, dass es eine Verbindung in meinem Team in meiner Familie gibt, die keine schwarze Magie oder Stein-Macht der Welt aufwiegen kann.
Es begann alles in einem Waisenhaus, denn der Punkt, dass ich eine Vollwaise bin und dass ich Matanza suchte, sind der wahre Kern meiner Geschichte. Ich kam nach dem Tod meiner Eltern in ein Waisenhaus, ich hatte ja auch sonst keine Familie mehr zu der ich hätte kommen, ich war allein einsam, verängstigt ob der Umstände des Todes meiner Eltern - ich sah mit an, wie sie getötet wurde - und verlassen in dieser Welt. Doch im Waisenhaus änderte sich das. Nein, ich wurde nicht gut aufgenommen und hatte sofort eine Schar an Freunden um mich. Und nein, es gab dort auch nicht die achso tolle Gemeinschaft, die man mir an meinem ersten Tag dort weismachen wollte, doch es gab dort einen Jungen, der anders war als die anderen. Er war seltsam und doch war er der einzige dort, der freundlich zu mir war. Dank ihm überlebte ich den Alltag in diesem Waisenhaus, der katastrophal war, besonders für ein 14 jähriges Mädchen unter lauter Jungs und obwohl er 2 Jahre jünger war, war er es, der mich vor bestimmten Typen warnte und mir half mich zu verteidigen. Bray war fast sein ganzes Leben dort und kannte dort alles und jeden. Und so verbrachten wir gemeinsam die nächsten Jahre dort und wurden einander so eng verbunden wie Bruder und Schwester und Bray sollte einer der wenigen sein, denen ich meinen echten Namen “Abigail” verriet. Alle anderen kannten mich lediglich als Black Lotus, ein Name, der mir von denen, die mich nach dem Tod meiner Eltern fanden gegeben wurde. Angelehnt an mein schwarzes Haar und die Blüte einer Lotusblume, die ich im Haar trug - doch ich schweife ab.
Ein Jahr nach mir kam wieder ein Neuer ins Waisenhaus. Ein Halbwaise. Mörder seiner eigenen Mutter, für dunkle Rituale missbraucht von seinem Vater. Er sollte in dem Heim seinen Frieden finden und neue Bindungen aufbauen. Das Trauma, welches ihm in der eigenen Familie zugefügt wurde, verarbeiten. Es war ein 16 Jähriger, Matanza Cueto. Zu Beginn gelang ihm das auch, er war groß, er war stark, die Maske die er zu dieser Zeit bereits trug machte ihn geheimnisvoll und er wurde schnell zu einem der Beliebtesten im Heim. Ein Anführer-Typ . Zu dieser Zeit beobachteten Bray und ich ihn nur aus der Ferne. Wir zogen es vor unter uns zu bleiben, wie es Bray - bevor er mich kennenlernte - jahrelang getan hatte.
Doch es kam ein Tag da änderte sich alles, der Tag an dem einer der Betreuerinnen des Heims “heraus rutschte” warum Matanza hier war. Ab diesem Tag wurde das Heim für ihn zur Hölle auf Erden. Niemand wollte mit einem besessen Freak, der seine Mutter ermordete etwas zu tun haben. Niemand aus mir. Ich hatte Mitleid mit Matanza Cueto. Ich selbst kam als gebrochene Seele in dieses Heim, doch dank Bray überstand ich das. Ich wollte das was mir Bray gab an Matanza zurückgeben. Bray wollte das zunächst nicht, er wollte mich beschützen, denn trotz des Altersunterschied hielt er sich für meinen Beschützer und er fürchtete darum, mit dem älteren Matanza nicht mithalten zu können. Nunja. Long Story short. Wir nahmen Matanza ins unser Duo, das damit zum Trio wurde auf und verlebten gemeinsam schöne 3 Monate im Heim. Die schönste unserer gesamten Zeit dort. Doch dann verließ uns Matanza. Ein Mitglieder seiner Familie hatte sich beim Heim gemeldet - vermutlich Dario - und wollte ihn da raus holen. So wurde meiner neu gefunden Familie ein Mitglied entrissen. Der Abschied fiel beiden Seiten schwer, doch wir wussten auch, wie wichtig ihm seine “echte” Familie war. Er hatte für seinen Bruder sogar gemordet und so liesen wir ihn schweren Herzens und bestärkten ihn darin nicht auf uns zurückzuschauen.
Später dann als wir alt genug waren verließen auch wir das Waisenhaus und während Bray eine Karriere als Wrestler begann trainierte ich diverse andere Kampfkünste um mich auf den Tag der Rache vorzubereiten. Ich schwor mir den Mörder meiner Eltern zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.
Der Rest dürfte dir bekannt sein, Catrina. Ich fand den Mörder meiner Eltern, ich belog ihn und benutzte ihn und in einem Moment an dem er dachte ich würde nie hinter sein Geheimnis kommen und an seiner statt einen unschuldigen töten, tötete ich ihn, den Mörder meiner Eltern. El Dragon Azteca. Ich hatte den Mörder meiner Eltern gefunden zu einem Zeitpunkt, wo ich längst jmd. anderen suchte. Ich hatte eine Spur gefunden von Matanza und ich wollte sehen, wie es ihm ergangen ist in den vielen Jahren, die seit unserer Zeit in dem Waisenhaus vergangen war. So erhielt ich beides. Ich erhielt einen meiner “Brüder” zurück und ich hatte Rache genommen an einem Mörder! Auch mit Bray hatte ich in der Zwischenzeit Kontakt. Ich gab Wissen an ihn weiter und beriet ihn, als er Gefährten um sich scharte.
Und jetzt stehen wir hier an dem Punkt, an dem zum ersten Mal meine Familie wieder komplett ist. Komplett und mit einer Aufgabe. Mil Muertes und The Disciples of Death in die Hölle zu schicken.”
Catrina steht nur mit offenem Mund da als Black Lotus ihre Geschichte beendet und nun weitergeht.
Main Event: Tetsuya Naito (w/Los Ingobernables) besiegt Tama Tonga (w/Bad Luck Fale) via Pin nach dem Destino (14:22)
Tetsuya Naito gewinnt also das Match, zum Feiern ist ihm aber nicht zumute. Viel eher fordert Un Ingobernable ein Mic, welches er auch schnell bekommt. Naito: Sieg über Sieg über Sieg. Etwas anderes als Sieg ist bald ein Fremdwort für uns, für Los Ingobernables. Mit unserer Philosophie haben wir uns selbst den Weg an die Spitze geebnet, wir haben einen neuen Stil eingeführt, den einzig wahren Stil, mit dem man noch problemlos alles gewinnen kann, was man sich wünscht. Heute war es nur Tama Tonga, aber bei All Hail wird das House of Truth fallen und bei Russian Roulette wird es Finn Bálor treffen. Finn Bálor, dein Run war gut, 7 Monate darf sich nicht jeder World Heavyweight Champion nennen, aber alles hat ein Ende und für deines werde ich höchstpersönlich sorgen. Du denkst, mein Hell In A Cell Match mit Adam Cole war alles, was ich kann? Nein, es war nur ein erster Versuch, eine Kostprobe, wenn man so will. Und meine Parejas? El Ligero & La Sombra werden das Netzwerk-Konstrukt unter dem PRIDE-Gimmick schneller zu Fall bringen, als Kenny Omega n diese Company kam. Es ist ja süß von den Total Nonstop Heels und dem Siberian Express, wie sie glauben, ihre Bemühungen würden etwas ausmachen können, aber wer auch immer bei Russian Roulette die Titel halten wird, sie werden fallen und wir werden emporragen.
Zu Tetsuya Naito gesellen sich nun auch El Ligero & La Sombra und gemeinsam jubeln sie im Ring, doch ihre abschließende Party wird noch einmal jäh gestört und zwar von niemand geringerem als Jay Lethal! Der Repräsentant des House of Truth wirkt amüsiert von der Rede Naitos und scheint ebenfalls noch ein paar Worte vorbereitet zu haben. Jay: Naito…du fühlst dich schon sehr sicher, was? Bereitest schon alles für Russian Roulette vor, dabei wird keiner von euch diese Matches bekommen, denn die Sieger des Trios Tournaments, die werden wir sein! Haha, aber natürlich habt ihr diese große Klappe nur jetzt, natürlich sagst du diese Sachen nur, wenn ihr unter euch seid! was machst du aber, wenn plötzlich noch andere im Ring sind? Andere wie wir 3? Oder wie Chris Jericho? Ja, du hast richtig gehört. Auf Anforderung von Raquel Diaz wird es nämlich nächste Woche ein Highlight Reel mit dem House of Truth und Los Ingobernables geben! Hahaha, das wird absolut großartig, findest du nicht auch?
Während Jay Lethal wortwörtlich vor Freude auf der Stage springt, behalten Los Ingobernables ihre stoische Ruhe und beobachten den ehemaligen World Heavyweight Champion einfach nur. Mit dieser Ankündigung und 4 der 6 Trios Tournament Finalisten in der Halle geht IWC Explosion #144 aus der All State Arena in Chicago, Illinois off air…
+++IWC ALL HAIL THE DEMON KING MATCHCARD UPDATE+++
FINN BÁLOR VS SETH ROLLINS - IWC WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP MATCH
SAMOA JOE VS SHINSUKE NAKAMURA - XTREME CHAMPIONSHIP MATCH
ALEXANDER RUSEV VS KENNY OMEGA - INTERCONTINENTAL CHAMPIONSHIP MATCH
JINNY VS NIXON NEWELL - IWC WOMEN´S CHAMPIONSHIP MATCH
PRIDE VS TOTAL NONSTOP HEELS - IWC TAG TEAM CHAMPIONSHIP MATCH
LOS INGOBERNABLES VS THE HOUSE OF TRUTH – TRIOS TOURNAMENT FINALE
144: TNH-Sieg ist wichtig und war zu erwarten, die kleine Promo von End hat gut dazu gepasst, finde ich. Barrett stellt sich hier als Gefahr hin, mit der man rechnen muss, etwas subtil, aber dennoch nett. Hero stark, dass er hier verliert ist überraschend, aber sei's drum. Heyman danach stark wie immer. Riddle wirkt hier so klar überlegen, es ist schon fast traurig. Nixon wortstark, gefällt gut. Sieg der Authors war zu erwarten und passt. Sibirian Express + Raquel Diaz ist 'ne lustige Kombination. Pentagóns Sieg: zweckgemäß. Minoru gefällt mir in seiner Rolle als Großmeister nach wie vor gut. Main Event geht klar.
145: Okada verzieht als Shogun einfach keine Miene, das ist gleichermaßen beeindruckend wie cool. Nakamuras Sieg ist obvious. Scurll-Interview gefällt mir besser als alle anderen Interviews der letzten Zeit, nicht nur wegen des düsteren Endes. Sibirain Express rult, da muss man nicht mehr sagen. Ganz nett, wie sich das mit der Tag Team Title-Fehde schneidet. Heyman und Riddle sind 'ne geile Kombo, macht aktuell richtig Spaß. ZSJ stoppt Suzuki, wow. Das war cool. Undercardfehde-Segment wieder mal stark. Corbins Sieg passt. Reigns' Interview lässt Fragen offen, aber das soll natürlich so... Pentagóns Backstagesegment geht in Ordnung. Starke Rede von Black Lotus, eines der besten Segmente der Fehde bislang. Naito regiert. Sein Stable ist mächtig. Aufs Highlight Reel darf man sich freuen.
Starke Episoden. #144 ist ausgeglichener als #145, die stärkere Highlights hat, dafür aber auch ein paar kleine, weniger mächtige Segmente. Finde beides sehr gut.
INDIANAPOLIS IS ON FIRE! All Hail ist wieder eine Woche näher gerückt und die weit über zehntausend Fans in der Arena sorgen für bombastische Stimmung, die auch nach dem Erlöschen des Feuerwerks nicht im Geringsten abzuebben scheint. Das bewährte Kommentatorenteam aus Corey Graves und Mauro Ranallo hat Mühe, gegen den lauten Jubel der Zuschauer anzureden – doch sie kommen ohnehin nicht dazu, viel zu sagen, denn direkt nach der knappen Begrüßung beginnt das Theme des Mannes der Stunde zu spielen. Finn Bálor, Leader des Netzwerks und IWC World Heavyweight Champion, ist auf der Bühne erschienen und erntet nunmehr eher negative denn positive Reaktionen von den energetischen Fans in der Arena, zweifellos aufgrund dessen, was letzte Woche mit Seth Rollins geschehen ist. Der Strippenzieher lässt sich davon jedoch absolut nicht aus der Ruhe bringen. Er begibt sich betont lässig die Rampe herunter, auf den Ring zu, den er über die Stahltreppe und den Apron betritt. Langsam zieht er die Seile auseinander, durch die er steigt, lässt sich ein Mikrofon reichen und sieht sich erstmal ausgiebig in der lautstarken Crowd um, bevor er zu reden beginnt.
Finn: „In den letzten sieben Tagen habe ich mannigfaltige Reaktionen zu meiner Aktion in der letzten Woche erhalten. Wenige davon waren positiv oder gar verständnisvoll, so ehrlich will und muss ich sein – nicht, dass mich das sonderlich überraschen würde, ich habe ohnehin schon seit einer Ewigkeit das Gefühl, dass hier nur degenerierten Vollidioten zuschauen. Doch sei es, wie es sei, immer und immer wieder habe ich E-Mails und Briefe bekommen, in denen mir gesagt wurde, ich solle es doch anerkennen, dass nicht jeder tut, was ich sage. Dass es so etwas wie Rebellen oder gar Revoluzzer gibt. Mir hat sich daraufhin eine Frage gestellt, eine nicht ganz unwichtige Frage, möchte ich meinen. Beschäftigt Finn Bálor in seiner Immortal Wrestling Company etwa den einen oder anderen Lachs? Ich glaube nicht. Und damit sollte geklärt sein, warum ich es nicht gerne sehe, wenn jemand versucht, gegen den Strom zu schwimmen.
Denn jenen, die es noch immer nicht mitbekommen oder verstanden haben, soll gesagt sein: ICH bin der Strom. ICH bin das Netzwerk. Ich bin der Motor, der Treibstoff, das Herz und die Seele, alles zugleich. Ohne mich gibt es keine Immortal Wrestling Company mehr. Ich erwarte nicht, dass jeder mir hier uneingeschränkt zustimmt oder mir gar in den Arsch kriecht, aber ich erwarte Respekt von denen, die das große Privileg haben, für mich arbeiten und ihre Träume auf der größten Wrestlingbühne der Welt verwirklichen zu dürfen. Ich erwarte Dankbarkeit, ich erwarte Bescheidenheit. Ich erwarte so etwas wie ein Gefühl für... Verhältnismäßigkeit. Dass man nicht übers Ziel hinaus schießt, so groß die Diskrepanz zwischen meinen Vorstellungen und Idealen und denen eines Angestellten auch sein mag. Und wie man es auch dreht und wendet, Seth Rollins lässt all diese Punkte, die ich nicht nur sehr, sehr schätze, sondern auch für eine Grundbedingung in dieser Company halte, vermissen. Und das nicht erst, seit er nach seiner Attacke gegen Brock Lesnar – die im Übrigen völlig unnötig war, wie ich noch einmal anmerken möchte – versucht, mich, den amtierenden IWC World Heavyweight Champion, aus der Reserve zu locken, da ich besitze, was er will – diesen Titel hier. Dieses Gold, für das wir alle so verdammt hart gearbeitet haben.“
Wir hören laute „SETH IS GONNA KILL YOU!“-Chants aus dem Publikum, die selbst den heute so kühlen und reservierten Finn Bálor kurz ein Schmunzeln entlocken, ehe er fortfährt.
Finn: „Soso, Seth wird mich also töten, ja? Witzig, dass ihr das sagt, denn letzten Dienstag lag SEIN Leben unter MEINER Schuhsohle. Ich hätte ihn zerstampfen können wie die schmutzige, widerwärtige, schmierige Kakerlake, die er ja eigentlich auch ist, aber das habe ich nicht getan. Es war eine Lektion in Sachen Schmerz, in Sachen Demut. Da Seth es ja für so eine gute Idee hält, die Leute von ihrer eigenen Medizin kosten zu lassen, habe ich genau dasselbe mit ihm gemacht und ihn spüren lassen, wie es ist, wenn man mit seinen eigenen Waffen geschlagen wird. Das hat schon was von Inception, nicht wahr? Aber ja, es war nichts weiter als ein Exempel. Ich habe kein Interesse daran, jemanden zu töten und auch nicht daran, jemandes Karriere zu beenden. Nicht nach so etwas. Aber es widerstrebt mir, einfach in meinem Ledersessel sitzen zu bleiben und tatenlos mit anzusehen, wie mein Freund Oliver Grey angegriffen und schwer verletzt wird. Seht ihr, obwohl ich die meiste Zeit meines Lebens über ein Einzelgänger war und so immer gut funktioniert habe, habe ich nun Angestellte, die die Geschicke des Netzwerkes für mich mit leiten und natürlich auch das Tagesgeschäft in der Immortal Wrestling Company übernehmen, zumindest teilweise. Ich habe Personal. Man könnte Oliver Grey dazu zählen, doch das tue ich nicht. Er ist mein Freund, nicht einfach nur ein weiterer Angestellter. Und so viel Schlechtes man mir auch nachsagen will – wenn jemand meine Freunde angreift, dann ist Schluss. Das wollte ich Seth Rollins lediglich vermitteln. Der Junge ist zu weit gegangen. Und ohhh ja, ich weiß, wie sehr ihr es liebt, wenn sich jemand wie er gegen das böse, böse System erhebt, doch ihr bemüht euch ja auch nicht im Geringsten, euch in meine Lage zu versetzen. Genau deswegen interessiert es mich einen Dreck, was ihr dazu zu sagen habt.“
Tatsächlich buhen die Fans Finn Bálor in einer Größenordnung aus, wie man sie selten in dieser Promotion gehört hat, doch die Heat lässt Finn völlig kalt. Geduldig wartet er, bis sich der Sturm der Entrüstung ein wenig gelegt hat, dann spricht er weiter.
Finn: „Ihr seid so was von einfach zu provozieren, es ist gleichermaßen köstlich wie traurig. Manchmal frage ich mich, warum ich mir kein Geschäft gesucht hab, in dem ich nicht jeden Tag mit Idioten zu tun habe – dann ist mir aber wieder mein Gehalt eingefallen. Aber was bedeutet das nun für uns alle? Was bedeutet die aktuelle Situation für All Hail? Dass Seth Rollins es bis dahin schafft, ist kaum anzunehmen. Er hat jetzt noch genau zwölf Tage Zeit und aktuell erholt er sich in einem Krankenhaus in Davenport von seinen Verletzungen. Genau wie mein geschätzter Freund und Kollege Oliver liegt Seth nun seinem Bettchen und trägt diese Halskrause, die sein Genick vor noch mehr Schaden bewahrt. Er hat eine leichte Gehirnerschütterung erlitten und litt kurzzeitig unter retrograder Amnesie. Wenn die Ärzte ihm nächste Woche kein grünes Licht geben, dann werde ich, so leid es mir auch tut, meinen Titel nicht verteidigen...“
Laute Protestrufe schallen Finn nun entgegen, was diesen aber nur noch mehr zum Grinsen bringt. Erneut wartet er darauf, dass alles ruhig wird.
Finn: „Wie ich schon sagte, einfach zu provozieren, einfach zu durchschauen. Wie sieht das eigentlich aus, wenn ihr zum Ohrenarzt geht? Wenn der Arzt euch die Lampe ins Ohr hält, geht das Licht dann einfach durch den Kopf und kommt zum anderen Ohr wieder raus? Natürlich werde ich meinen Titel verteidigen. Vielleicht in einer Open Challenge... ja, das wäre doch was. Eine gute Gelegenheit, um die Mitglieder meiner Company zu belohnen, die sich im Gegensatz zu manch anderem so benehmen, wie man es von einem zivilisierten Menschen erwartet. Eine One Night Only Chance. Und Seth wird nichts tun können, als vom Krankenhaus aus zuzusehen... es sei denn natürlich, er schafft es noch rechtzeitig, aber glaubt jemand ehrlich daran? Nun dann, meine werten... Zuschauer, ich habe bekanntlich eine Show zu führen, also bitte ich euch um Verständnis dafür, dass ich euch nicht noch weitere kostbare Minuten meiner Lebenszeit in den Rachen stopfen möchte. Ich wünsche euch dennoch viel Spaß!“
Mit diesen Worten verschwindet Finn Bálor aus dem Ring und tritt unter ohrenbetäubendem Lärm den Rückweg ins Backstage ein. Während Graves und Ranallo sich nun angeregt über die verschiedenen möglichen Szenarien bei All Hail austauschen, geht Explosion in die erste Werbepause des laufenden Abends.
1st Match: Baron Corbin besiegt Tripp Cassidy via Pin nach dem End of Days (00:24)
Backstage befinden wir uns jetzt in der Interview-Zone, wo auch schon everybody´s darling Jeremy Borash mit seinem Gast auf uns wartet. JB: Ladies & Gentlemen, bei mir zu Gast ist heute ein Mann, der das Jahr 2016 nach einigen schweren Schlägen noch versöhnlich ausklingen lassen will, sich dafür aber eine der schwerstmöglichen Hürden ausgesucht hat. Die Rede ist von Chris Hero und Chris, Ihre Challenges sind ja nicht gerade so verlaufen, wie Sie sich das erhofft hatten. Zuerst Ihre Niederlage gegen Roman Reigns, dann der Sieg von Matthew Riddle gegen Eddie Kingston, den Sie persönlich auserwählt hatten, ist das nicht belastend so kurz vor dem PPV? Chris: Natürlich ist das belastend, natürlich geht mir das nahe, wenn ich so viel versuche, um diesen Jungen zu brechen, so viele Tricks anwende und absolut nichts davon aufgeht. Natürlich fängt man da nachzudenken an und wer weiß, vielleicht ist die einzige Lösung wirklich rohe Gewalt, vielleicht muss man dem Jungen Respekt wirklich einprügeln, wenn er sonst schon nicht sehen will, wen er vor sich hat. JB: Sie halten also weiter an Ihrem Ziel fest, Matt Riddle in 12 Tagen auszuknocken? Chris: Ich bin von diesem Ziel nie abgewichen. Ich habe gesagt, ich werde es tun und was ich sage, ist Gesetz. Riddle rühmt sich bis heute mit einem der brutalsten Knockouts der TUF-Geschichte? Bei All Hail wird er Zeuge des brutalsten Knockouts der IWC-Geschichte, wenn mein Rolling Elbow einschlägt und ich seinen geistig abwesenden Körper 1, 2, 3 auf der Matte halte. JB: Sie haben letzte Woche Eddie Kingston in die IWC gebracht, haben ihm das Match mit Matt Riddle ermöglicht, auch heute ist Eddie an Ihrer Seite…kann man behaupten, er wäre Ihr neuer Partner? Das würde besonders im Zuge der Geschehnisse rund um Cesaro doch überraschend k… Chris: Nein, so würde ich das nicht bezeichnen. das Tag Team Business ist definitiv Geschichte für mich und ich habe keine Absichten, dorthin zurückzukehren. Mein Fokus liegt auf MEINER Karriere jetzt und diese sieht vor, dass ich für MICH Erfolge einfahre. Die Sache mit Eddie ist halt, wir kennen uns schon sehr lange. Wir sind jetzt seit 15 Jahren Freunde und ich wollte ihm einfach die Tür öffnen, ich wollte ihm die Chance geben, in der IWC zu wrestlen, dort sein Talent unter Beweis zu stellen, da ich denke, dass er definitiv das Zeug dazu hat. Aber wir werden nicht als Team auftreten, ich gehe meinen Weg, er Seinen. JB: Wie schon angesprochen, findet in 12 Tagen dann das Match statt. Haben Sie für die nächste Woche noch Pläne, vielleicht ein Erfolgserlebnis für die Moral? Chris: Wozu brauche ich ein Erfolgserlebnis für die Moral? Wenn das jemand braucht, dann er, ich kann auf 18 Jahre Erfolg zurückblicken, auf so viele Titel, die Riddle nicht mal aufzählen könnte! Matt soll schauen, dass er ein neues Standbein findet, d…
Weiter kommt der Knockout Artist jedoch nicht, da trifft ihn plötzlich eine Flasche am Kopf und Hero stoppt abrupt. Völlig entgeistert blickt er auf die Flasche, die neben ihm zu Boden geht und macht auch schnell die Quelle aus, denn der eben angesprochene Matt Riddle taucht außerhalb der Interview-Zone auf und trägt ein freches Grinsen im Gesicht. Matt: Ich kann was nicht? Bro, du brauchst gar nicht erst versuchen, aufzulisten, was ich nicht kann, denn wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Falls du überhaupt ins Glashaus passt, du Fat Fuck! Chris: Haben dir die letzten 2 Wochen nicht gereicht? Wie oft muss man dir eigentlich noch Respekt einprügeln??? Matt: Respekt? Bro, du kannst machen, was du willst, ich werde nie Respekt vor dir haben! Du gibst mir einfach keinen Grund dazu, Bro, du bist eher so einer, den schaue ich an und ich denk mir, mit dem kann ich machen, was ich will. Also fick dich und deinen Kumpel, komm doch her, wenn du dich auf dem Weg zu mir nicht zu sehr verausgabst und zeig mir, wovor ich Respekt haben sollte!
Jetzt reicht´s Chris Hero. Wutentbrannt will sich der Knockout Artist auf den Weg zu Riddle machen, aber Eddie Kingston und mehrere Offizielle, die sich zur Sicherheit bereitgemacht haben, können Hero, der wild in der Luft um sich schlägt, aufhalten, bevor er gröberen Schaden anrichten kann. Zwar wirkt Kingston selbst auch alles andere als begeistert von Riddles Kommentaren, aber noch soll es wohl nicht passieren. Das sieht auch Matt Riddle so, denn mit einer provokanten Winkbewegung in Richtung Hero verabschiedet er sich aus der Interview-Zone, womit es auch für uns an einen anderen Ort geht…
Wir sehen Backstage nun Roman Reigns in einer Umkleidekabine sitzen. Der Big Dog ist gerade dabei, seine Stiefel zu zu schnüren, als plötzlich ein undefinierbares Geräusch den Raum erfüllt. Roman blickt auf, schreitet gemächlich zur Tür, öffnet sie und blickt hinaus. Der Gang vor seiner Kabine ist allerdings leer, sodass er sich mit argwöhnischem Gesichtsausdruck zurück auf seinen Platz begibt. Kurz nachdem er sich hingesetzt hat, ist plötzlich ein Wasserrauschen aus den Duschräumen heraus zu hören. Wieder richtet Reigns sich auf, tritt in die Dusche hinein und schaltet diese ab. Unruhig blickt sich mehrmals um, kann aber niemanden entdecken. Er geht anschließend wieder zurück zu seinem Spind und öffnet diesen, als ein zerknülltes Stück Papier aus diesem herausfällt. Verwundert hebt Roman es auf, entfaltet ist und entdeckt einen geschriebenen Text. Er liest diesen, schmeißt das Stück Papier daraufhin panisch weg und verschwindet schnell aus dem Locker Room. Nachdem Reigns verschwunden ist, zeigt uns die Kamera nun den Papierfetzen von oben und es ist zu lesen: "If you don´t return to me.... I have to come for you myself."
Zurück in der Halle hören wir jetzt die Musik von Jack Evans und der Mann der 1004 Spitznamen betritt auch sogleich die Halle, doch er ist nicht allein, denn mit ihm kommt der Mann, der Evans vor wenigen Wochen vor den Los Aviadores gerettet hat, der „Darewolf“ PJ Black! Gemeinsam mit dem Südafrikaner macht sich Evans auf den Weg zum Ring, wo er sich sofort ein Mic schnappt und ein paar Worte an die Fans richten will. Jack: Ladies & Gentlemen, ihr wisst genau, was es bedeutet, wenn der Aerial Wizard den Ring betritt. Erhebt euch von euren Stühlen, packt eure Smartphones aus und dreht sie Kameras auf, denn das Highlight der Show ist hier und bereit, euch alle zu erleuchten! Doch heute bin ich nicht allein, nein, heute habe ich Unterstützung dabei! Unterstützung, um die ich vielleicht nicht gefragt habe, die ich aber auch nicht ablehnen konnte, deshalb Ladies & Gentlemen, einen mächtigen Applaus für PJ BLACK!!!
Aus den Zuschauerreihen kommt jetzt ordentlich Applaus, was Black durchaus zu gefallen scheint. PJ: Yo, Indianapolis! Meinen Namen kennt ihr ja schon, ihr wisst, wozu ich fähig bin, aber lasst euch gesagt sein, alles, was ihr bisher gesehen habt, war nur Aufwärmen. Das alles war noch gar nichts gegen das, was ihr in Zukunft sehen werdet, denn Jack und ich sind jetzt ein Team und gemeinsam werden wir unaufhaltsam sein! Es sieht zwar so aus, dass wahrscheinlich ich die ganze Arbeit machen muss, aber… Jack: Ach, halt doch die Fresse! PJ: Nein, es ist doch s… Jack: Halt dein Maul, Alter! Ich bin der Star in unserem Team, wenn einer das Spotlight verdient hat, d… PJ: Ja ja, du und dein Spotlight, dreht sich um nichts anderes! Jack: Ja Mann, ist doch so! Das ist doch, worum es sich dreht, Mann!
Jack Evans springt jetzt um PJ und verpasst ihm dabei ein paar leichte Schläge, was Black lachend mit einem Headlock erwidert. Die beiden blödeln noch etwas herum, dann wird Evans plötzlich ernst und beruhigt Black etwas. Jack: Hey, hey, jetzt aber wirklich mal. PJ: Was ist, Mann? Jack: Uns 2 steht alles offen, Mann! Wir können alles schaffen und wir werden das auch, nicht wahr? PJ: Na Logo, wir…
Weiter kommt PJ Black aber nicht mehr, da unterbricht ihn plötzlich eine Musik, die wir in letzter Zeit so gut wie nie gehört haben, nämlich die von Joey Hayes & Joe Coffey! Die einzigen Verbündeten von Wade Barrett erscheinen in Straßenklamotten auf der Stage, beide sehen dabei nicht gerade glücklich aus und Joey Hayes wendet sich mit einem Mic an das junge Team im Ring. Joey: Jack Evans…PJ Black…2 bekannte Namen der Szene. 2 Männer, die beide eine Geschichte in dieser Liga vorzuweisen haben. Oder nicht nur in dieser Liga, in der Geschichte des Wrestlings an sich! Jack Evans, ein Pionier des Highflyings in den Indys der frühen 2000er, ein Daredevil, der auf nichts, aber wirklich gar nichts geachtet hat und sich damit bei den Fans einen Namen gemacht hat. Und PJ Black, Mitglied des Nexus, mehrfacher WWE Tag Team Champion…ist…ist es das? Ist das der Grund, warum ihr plötzlich zusammen auftretet? Weil ihr denkt, eure gebündelten Kräfte können euch einen Vorteil verschaffen? Ich dachte, ihr wärt besser. Schlauer. Schlauer als wir es waren. Wir kamen damals als Indy-Worker in diese Company. Wir kannten nur Crowds von 100 Leuten maximal und diese 25 Pfund Paydays. Wir waren naiv, wir haben uns in die Höhle des Löwen schubsen lassen in der Hoffnung, wir würden den Durchbruch schaffen…doch es hat sich nichts ergeben. Wir wurden in die Irre geführt, uns wurde vorgegaukelt, es gäbe eine Chance für Wrestler wie uns…für Wrestler wie euch. Wrestler am unteren Rand der Nahrungskette. Aber wisst ihr, was? Es gibt keine Chance, es gibt keine Gerechtigkeit. Es gibt kein Spotlight für Wrestler wie uns, Jack, es gibt nur das „Friss oder stirb“-Prinzip. Wenn sich eine Chance bietet, muss man sie ergreife und Jack…ihr seid eine Chance. Ihr seid eine Chance für uns, denn irgendwer muss es ja tun! Irgendwer muss euch ja auf den Boden der Tatsachen zurückbringen und warum soll es ein etabliertes Team sein oder warum sollten wir bis Los Aviadores warten, wenn Joe & ich jetzt hier sind? Bereit?
Jack Evans scheint schon zu ahnen, was sich her abspielt. Wie die hungrigen Hyänen bewegen sich Hayes & Coffey auf den Ring zu, den sie auch sogleich erschließen, um in einem Tag Team Match gegen Jack Evans & PJ Black anzutreten! Nothing to lose, jetzt live bei IWC Explosion!
2nd Match: Jack Evans & PJ Black besiegen Joey Hayes & Joe Coffey via Pin nach dem 450 Splash (07:19)
PJ Black & Jack Evans haben es tatsächlich geschafft, der zweite gemeinsame Erfolg ist in der Tasche! Lange können sie sich über ihren Erfolg aber nicht freuen, denn noch während sie jubeln, kommen plötzlich Hunico & Camacho von hinten in den Ring und attackieren die beiden! Die 2 Latinos, die als Los Aviadores auftreten, halten sich dabei auch nicht zurück, sondern schlagen mit einer unvergleichlichen Härte und Brutalität auf ihre Kontrahenten ein, bis sich diese nicht mehr bewegen. Trotzdem zeigt Hunico noch eine Swanton Bomb gegen Jack Evans, bevor sich der ehemalige Luchador ein Mic schnappt, um noch ein paar Worte loszuwerden. Hunico: Wo ist dein Stolz jetzt, ha? Ist es nicht das, was du immer wolltest? Das Spotlight nur für dich…oh warte, das war ja andersrum. Du wolltest es immer auf Kosten anderer, jetzt drehen wir den Spieß halt um. Ich werde jetzt gar nicht lang reden, ich sag dir einfach, wie wir das machen werden. Nächste Woche wird es ein Match geben. Ein Re-Match zwischen uns Vieren. Wir werden unseren Sieg schon zurückbekommen, keine Sorge und glaubt gar nicht erst, dass ihr dem entkommen könnt, denn wenn ihr nicht kommt, nehmen wir die Dinge selbst in die Hand. Welche Ausmaße das einnimmt…das ist noch die Frage, das wissen wir selbst noch nicht genau, aber wenn ihr intelligent seid, und ich fürchte, allein das ist schon zu viel verlangt, lasst ihr es gar nicht erst so weit kommen.
Nach dieser Herausforderung lässt Hunico das Mic über Evans fallen und blickt noch zornig in die Crowd, die ihn lautstark ausbuht, bevor er gemeinsam mit Camacho den Ring verlässt und über die Absperrung in die Crowd verschwindet…
Wieder einmal sehen einen leeren Gang im Backstage-Bereich, wo nun Catrina erscheint und zu einer Tür am Ende des Ganges geht. Sie öffnet die Tür und betritt den dahinterliegenden Raum, der rauchgeschwängert ist. In diesem Raum sehen wir Mil Muertes, der gerade zu meditieren scheint und die Disciples of Death, die an der Mauer gelehnt finster dreinblicken. Als Catrina den Raum betritt dreht sich Mil zu ihr um und fragt ruhig, aber mit deutlich Anspannung in der Stimme: “Und?”. Catrina antwortet zunächst nicht und sieht ziemlich verzweifelt aus. Mil erhebt sich nun und geht auf Catrina zu und die Disciples scheinen nun auch unruhig zu werden. Mil bedeutet ihnen, sie sollen sich entspannen. Er spricht dann eindringlich mit Catrina: “Dieser Kampf stellt mich vor eine Entscheidung, das weißt du ebenso gut wie ich. Egal was in dieser Schlacht passiert, egal wie sie enden wird, wir müssen bestens vorbereitet sein, auf das was uns, was mich erwartet! Bray Wyatt und seine Schergen wurden mehrfach von uns geschlagen. Doch Black Lotus und Matanza Cueto sind die großen unbekannten. Könnte er es sein?” Catrina scheint diese Frage zu überhören, geht aber auf Black Lotus und Matanza ein. “Sie sagt sie kennen sich seit einem gemeinsamen Aufenthalt in einem Waisenhaus. Sie glaubt sie könne Matanza kontrollieren und er habe keine Schwächen.” “Jedes sterbliche Wesen hat Schwächen”, meint daraufhin Mil, “und ich will, dass DU die Schwäche von Matanza Cueto herausfindest!”. Catrina blickt ihn ernst und gefasst an. “Das werde ich!”, antwortet ihm Catrina und blickt ihm tief in die Augen. “Und IHR konzentriert euch auf euer Ziel, statt hier dumm rumzustehen”, fügt sie an die Disciples gewandt hinzu, die sich im nächsten Moment in Luft auflösen.
Zurück im Ring sehen wir kurz die jubelnde Crowd, bevor sich diese schlagartig gegen das Produkt wendet, denn die Musik unseres Xtreme Champions Samoa Joe erklingt und die Samoan Submission Machine erscheint mies gelaunt auf der Stage. Mit grimmigem Blick empfängt er die Fans und schaut sich kurz um, bevor er sich stur und geradeaus blickend auf den Weg zum Ring macht. Dort schnappt sich Joe, der sein Shirt anbehält und den Gürtel über seiner Schulter trägt, ein Mic und wendet sich direkt zur Stage. Joe: Wisst ihr, ich hatte eigentlich nicht vor, hier heraus zu kommen. Ich hatte eigentlich nicht vor, heute überhaupt etwas zu tun, denn ich hätte es eigentlich nicht nötig. Immerhin sollte ich das Zentrum der Aufmerksamkeit sein, die anderen Wrestler sollten hier stehen und über mich reden, um meine Gunst buhlen, um das betteln, was sie gerne hätten, aber nicht haben können. Manche tun es ja tatsächlich, sie reden über mich, über meinen Gürtel, über dieses Stück Gold, das für sie so viel bedeutet, für das sie alles tun werden. Und dann wäre da ich, der herauskommt am PPV-Sonntag und ihnen zeigt, warum ich der Champion bin und nicht sie. das war bisher immer das Programm, das ganze Jahr 2016 war das Jahr von Samoa Joe. Das alles war mein Jahr und auch jetzt kommen Shinsuke Nakamura oder Kazuchika Okada, je nachdem, wer reden darf, heraus…doch sie reden nicht über mich. Shinsuke Nakamura trifft am 27. November auf mich, aber er spricht nicht über mich, das ist ihm egal, dieses Match ist ihm egal! Sein Fokus und auch der Fokus von Okada liegen nämlich nicht auf mir, sondern auf Minoru Suzuki. Einem Outsider, der bis vor wenigen Wochen noch nie im TV zu sehen war…und plötzlich ist er wichtiger als ich? Nein, nicht mit mir. ICH sollte das Zentrum der Aufmerksamkeit sein, ICH sollte im Mittelpunkt stehen und ICH sehe nicht ein, warum ICH mir hier in den Ring stellen und Arbeit verrichten soll, während Suzuki irgendwo da hinten auf seinem fetten Arsch sitzt und sich einen abhaut!
Ich sehe nicht ein, warum er sich überhaupt in unser Business einmischen muss. Sag mir, oh du großer Großmeister, wenn du so besonnen und desinteressiert bist, wie du es uns immer vorgaukeln willst, warum bist du dann hier? Warum bist du dann nicht in deinem Camp geblieben und ignorierst Okada einfach? Soll er doch an seiner Niederlage verzweifeln, soll er doch alles, was er hat, auf mich werfen, ich würde sie so oder so besiegen, für mich würde es keinen Unterschied machen. Was jetzt aber den Unterschied macht, bist du. Ich vertraue dir nicht, Suzuki und ich vertraue auch Okada nicht. Ich schwöre dir, wenn in meinem Match gegen Shinsuke Nakamura irgendetwas passiert, das mir in irgendeiner Weise schadet, ich bringe dich um, ich zünde dein Camp mit all seinen Insassen an und ich bringe Kazuchika Okada um. Das ist keine Drohung, nur eine Warnung. Kümmere dich um dein Business, mach, was du nicht lassen kannst mit deinen Schülern, aber halte dich aus meinem Leben und dem Xtreme Title Geschehen raus. Dieser Gürtel zeigt nämlich, dass der wahre Großmeister hier Samoa Joe heißt. Du kannst vielleicht deinen Schülern weißmachen, dass du eine große Nummer bist, du kannst es vielleicht Okada & Nakamura vorgaukeln, aber bei mir hast du damit keine Chance. Ich habe gesehen, wozu deine Männer fähig sind und es war nicht viel, wozu also sollte ich mich mit dir abgeben wollen?
Wozu…das kann ich dir sagen. Das Lustige daran ist ja, es hat nicht mal etwas direkt mit dir zu tun. Der Grund ist vielmehr jemand, der mich haben wollte und auch haben hätte können, aber einfach nicht gut genug dafür war. Ein gewisser Herr namens Wade Barrett. Wade Barrett hat nämlich versucht, mit DEINEN Männern MIR und den Authors of Pain zu drohen. Mit DEINEN Männern. Verstehst du, worauf ich hinaus will, Suzuki? Wade Barrett ist der Faktor. Ein zusätzlicher, aber fast noch gefährlicherer Faktor als du. Im Vergleich zu dir hat Wade nämlich schon klargemacht, mich zu wollen, hauptsächlich aber meinen Gürtel und Gott weiß, was er alles dafür tun würde. Das Problem ist jetzt natürlich nicht nur Barrett allein, damit würde ich schon fertig werden, das Problem ist, dass er deine Männer nutzt und du dich nicht von ihm distanzierst. Damit hast du dich nicht nur bei Nakamura in die Scheiße geritten, sondern ganz besonders auch bei mir. Wenn Wade Barrett mit deinen Männern in mein Match eingreift, bist du tot und das wollen wir beide nicht, oder? Deshalb wirst du nächste Woche mit mir in den Ring steigen. Du und ich, 1 gegen 1. Ich will, dass du mich spürst, ich will, dass du weißt, was mit jedem einzelnen deiner Männer passieren wird, wenn sie Wade Barrett vertrauen und ich will, dass du ihnen klar und deutlich zu verstehen gibst, dass sie sich gefälligst von mir fernzuhalten haben! Habe ich mich klar und deutlich ausgedrückt? Du und ich, nächste Woche. Merk dir den Termin.
Nach diesen Worten lässt Samoa Joe das Mic fallen und verlässt wieder mitsamt Gürtel den Ring. Auf dem Weg zur Stage ignoriert er die Fans so lange, bis er hinter dem Vorhang verschwunden ist und IWC Explosion in eine Werbepause geht.
3rd Match: The Siberian Express (w/Peter Orlov) vs Total Nonstop Heels endet in einem No Contest, nachdem PRIDE beide Teams angreifen (09:55)
Und die IWC Tag Team Champions meinen es ernst. Ohne sich irgendwie zurückzuhalten, schlagen & treten Anderson & Gallows auf den Siberian Express ein, auch Peter Orlov bekommt mit einem Big Boot Gallows´ schnell sein Fett weg. Die Total Nonstop Heels müssen schnell aus dem Ring, sodass der volle Fokus nur noch auf den Russen liegt. Nachdem beide gemeinsam Kozlov mit einer harten Lariat aus dem Weg gezogen haben, tritt der Sun Tan Biker Man in der Ecke auf den No.1 Contender auf die Intercontinental Championship, Alexander Rusev, ein, bis Karl Anderson mit einem Stuhl zurück in den Ring kommt. Er schlägt mit dem Stuhl einmal auf die Matte und will dann auf Rusev losgehen, doch gerade, als er ausholt, schnappt sich der wiedererstarkte Vladimir Kozlov plötzlich die Sitzgelegenheit und rammt sie Anderson in den Magen! Machine Gun sinkt zusammen, doch da ist schon wieder Doc Gallows und holt den Moscow Mauler mit einem zweiten Big Boot von den Beinen, bevor er noch mehrere Tritte folgen lässt. Anschließend hilft er Anderson wieder hoch und reicht ihm den Stuhl, den der IWC Tag Team Champion nun dazu nutzt, Rusev in der Ecke die Gurgel einzudrücken. Karl lässt dabei seine ganze Wut raus, bis er genug hat, den Stuhl wegwirft und sich ein Mic reichen lässt. Karl: So macht man das, Baby! So und nicht anders! Das habt ihr davon, dass ihr letzte Woche Kenny getötet habt! Ihr habt unseren engen Freund Kenny Omega angegriffen! SO GEHT MAN NICHT MIT EINEM CHAMPION UM!!! SO BEHHANDELT MAN KEINEN CHAMPION, NIEMAND!!!!!
Nach diesem Wutanfall wirft Anderson das Mic wieder weg und berät sich kurz mit Gallows. Nach einer kurzen Besprechung fokussieren sich beide auf Peter Orlov und warten, bis der Russe wieder auf die Beine kommt, um ihm den Magic Killer zu verpassen! Mit dem Move, der ihnen die Tag Team Titel beschert hat, vollenden sie ihren Beatdown am Siberian Express…doch irgendetwas fehlt. Wo sind die Titelgürtel? Nervös schauen sich Gallows & Anderson im Ring um, fündig werden sie aber erst auf der Stage, wo Tommy End & Thumbtack Jack die Gürel in die Luft strecken. Während Karl & Doc nur ungläubig den Kopf schütteln, will Tommy End über ein Mic noch ein paar Worte sagen. Tommy: Na, sucht ihr die 2 Dinger hier? Vielleicht solltet ihr im Kopf behalten, dass nicht sie eure Gegner in 12 Tagen sein werden, sondern wir. Es dreht sich nicht alles um den Siberian Express und wenn ihr das nicht verstehen könnt, wird bei All Hail unsere große Stunde schlagen. All Hail The Total Nonstop Heels. Nach diesen Worten legen End & Jack die Gürtel vor sich auf den Boden und der Holländer gibt PRIDE noch einen Luftkuss mit, bevor die Herausforderer die Halle verlassen und 2 furiose Champions im Ring zurücklassen.
Wir schalten nun auf die Tiefgarage der Arena, wo wir eine schwarze Limousine einfahren sehen. Sie bremst langsam ab und eine der Türen öffnet sich, sodass hinter den schwarz getönten Scheiben Marty Scurll hervortritt. Doch der Villain sieht anders aus als sonst. Seine Haare sind nicht sauber zusammengebunden, einige Haare sehen wild weg, andere hängen ihm ins Gesicht, dazu ist sein Hemd zerknittert und seine Krawatte locker. Irgendwas stimmt mit dem Villain nicht. Der Schweiß steht ihm auf der Stirn und seine Augen, unter denen fette Augenringe zum Vorschein kommen, sind weit offen, als er sich den Weg zum Eingang der Halle bahnt; sein Blick wechselt dabei immer zwischen dem Licht des Tür und der Finsternis des Parkplatzes.
Als er durch die Tür getreten ist, scheint er einmal etwas erlöster zu sein, aber ruhig kann man ihn trotzdem nicht nennen. Irgendetwas scheint ihn stark zu belasten, irgendetwas scheint er mitzubekommen, was ihn nervös macht. Seine Atemfrequenz bleibt hoch und das Wasser steht ihm sofort wieder auf dem Kopf, obwohl er sich gerade erst über die Stirn gewischt hat, als er sich nochmal umschaut, bevor er sich die Krawatte richtet und mit gespieltem Selbstbewusstsein durch die Gänge zieht. Er ist viel zu spät, wir sehen keine aufgezeichneten Aufnahmen, das ist Live-TV. Warum auch immer er zu spät gekommen ist, es muss etwas sehr ernstes sein, denn sobald Marty seine Kabine erreicht hat, schlägt er die Tür zu und verschließt sich in seinem Raum, womit es für uns zurück in die Halle geht, wo es jetzt nicht weniger finster wird
4th Match: Pentagon Jr (w/Vampiro) besiegt Vinnie Massaro via Submission im Cross Armbreaker (04:48)
Pentagon sammelt weiterhin Sieg auf Sieg, doch zufrieden scheint er immer noch nicht zu sein. Ihm ist nach der Aufgabe von Massaro auch gar nicht nach Jubeln zumute, viel eher schnappt er sich einfach ein Mic und tritt noch einmal auf sein Opfer ein, bevor er direkt in die Kamera spricht. Pentagon: Puma! Das ist meine letzte Warnung! Ich weiß, wo du bist, ich weiß, was du machst und ich weiß, dass du mich hörst! Komm zu mir, komm heraus, zeig dich oder ich breche diesem Mann den Arm! Ich scherze nicht, ich hab genug von dir und deinen Spielchen! Du kannst nicht ewig davonlaufen oder willst du das etwa? Willst du als Feigling in Erinnerung bleiben, als jemand, der zuerst provoziert und dann den Schwanz einzieht? Als jemand, der dafür verantwortlich ist, dass Unschuldige verletzt werden? Es liegt in deiner Hand, Puma! Zeig dich oder ich breche ihm den Arm!
Verzweifelt will Vinnie nun aus dem Ring flüchten, doch Pentagon reagiert schnell und hält ihn fest, bevor er noch einmal ins Mic schreit. Pentagon: DAS IST MEINE LETZTE WARNUNG, PUMA! ZEIG DICH ODER ICH BRECHE IHM DEN ARM! DU WEISST, DASS ICH KEINE ANGST HABE, VOR ÜBERHAUPT NICHTS!!!
Doch die Boxen bleiben ruhig. De Stage bleibt leer. Und Pentagon hält sein Versprechen. Er ergreift den Arm von Vinnie Massaro, setzt seinen Hold an…und bricht ihm in einem grausamen Akt den Arm! Vor Schmerz schreit der Italo-Amerikaner auf und rollt sich sofort aus dem Ring, während Pentagon Jr inmitten des Rings knien bleibt und dort gemeinsam mit seinem Master Vampiro, dem bei dieser Darbietung ein leichtes Lächeln auskam, die Cero Miedo Pose zeigt, bevor es für uns zurück in die Backstage-Area geht…
Dort sind wir jetzt zurück in der Interview-Zone, wo wieder Jeremy Borash auf uns wartet, doch sein Gast heute ist einmal ausnahmsweise kein Wrestler. JB: Ladies & Gentlemen, das Finale der heutigen Show steht kurz bevor. Das Main Event und das Highlight Reel mit den Finalisten des Trios Tournaments sind noch im Programm vermerkt, das bedeutet, wir bekommen heute wohl keine Fortsetzung der Finn Bálor/Seth Rollins Saga geboten. Sowieso läuft es in letzter Zeit etwas anders ab, als wir das eigentlich gewohnt waren. Gab es anfangs noch ständig große Kämpfe zwischen Anhängern des Netzwerks und der Opposition, haben sich diese auf ein Minimum reduziert oder fallen zumindest nicht mehr auf. Da muss man sich fast schon die Frage stellen, Mr. Oliver Grey, seid ihr nicht mehr die „bösen“ Jungs? Grey: Hah, was? Och, Jeremy, natürlich sind wir das nicht. Ich habe uns sowieso nie als böse Jungs gesehen, wir hatten sie die Absicht, jemandem zu schaden, das wurde alles nur vom Establishment so gepusht und ich kann Ihnen auch ganz genau sagen, wieso. Wir vom Netzwerk sind anders. das ist einfach so und ich denke, das sieht jeder. Das ist offensichtlich. Wir bringen Veränderung und ja, wir haben einen autoritären Stil, aber Jeremy, wenn ich Sie jetzt frage, wie würden Sie eine Führungsfrage in der Immortal Wrestling Company lösen, was würden Sie sagen? Es braucht einen starken Mann an der Spitze, wir haben sogar 3 und eine Frau und trotzdem sehen die Leute in uns das Böse. Es ist wirklich amüsant fast schon, das zu beobachten, Jeremy, wirklich. JB: Vielleicht liegt es daran, dass World Title, Intercontinental Title & Tag Team Gold fest in Ihrer Hand ist? Grey: Fest? Jeder Wrestler von überall her kann sich die Chance verdienen, bei uns um einen Titel anzutreten. Ja, Shinsuke Nakamura kämpft um die Xtreme Championship, aber er hat sich auf dem Weg dahin gegen Wade Barrett durchgesetzt, der ebenfalls die Chance hatte. Tyler Breeze hätte um die Intercontinental Championship antreten können, steht als Mitglied von Los Ingobernables aber in keinerlei Verbindung zu uns. Gegen ihn durchgesetzt hat sich Rusev, Teil des Siberian Express, ebenfalls nicht mit uns verbunden! Die Total Nonstop Heels sind nicht mit uns verbunden… JB: Und die World Title Szene? Grey: Die World Title Szene läuft genau so ab, wie von uns angekündigt. Die besten Wrestler befinden sich im Netzwerk und die besten Wrestler sollten sich diesen Titel untereinander auskämpfen. In der Vergangenheit gab es da immer wieder Wrestler wie zum Beispiel Tommaso Ciampa, die mithilfe reiner Brutalität und weniger mit Können an die Spitze vorgedrungen und vielleicht sogar Champion geworden wären, aber darum geht es uns nicht. Für solche Wrestler ist von mir aus die Xtreme Championship da, aber die World Heavyweight Championship solle unter den besten Wrestlern ausgekämpft werden. Darum kümmern wir uns, wir regulieren das quasi und das mag manchen vielleicht nicht gefallen, aber das ist der Lauf der Dinge. Sie wollen ihre Chance? Dann sollen sie besser werden oder dem Netzwerk beitreten. Plain and simple. JB: Trotz dieser Netzwerk-Verbindung oder gerade deswegen sorgte das Verhalten von Seth Rollins in den letzten Wochen für Aufsehen. Der No.1 Contender auf die World Heavyweight Championshgip wirkte dabei oft wie eine Loose Cannon, wie ein Feind im eigenen Lager und durchaus eine Gefahr auf seine Kollegen. Warum wird dagegen nicht vorgegangen? Grey: Weil das alles völlig im Rahmen ist. Wir wollen ja trotz des Netzwerk-Kontrolle den klassischen Rahmen aufrecht erhalten, wir wollen diesen Kampf weiterhin sehen, diese Schärfe und da ist ein Temperament, wie es Seth hat, nicht negativ zu bewerten, ganz im Gegenteil. Man sieht, Finn geht ja auch darauf ein, er begibt sich ja auch auf diese Ebene, führt psychologisch Krieg gegen Seth, aber beide kennen ihre Rolle, beide wissen, dass das Netzwerk über allem steht. Natürlich kennt Seth Rollins seinen Wert, natürlich hat er seinen Stolz und wird kämpfen, aber er weiß auch, was er am Netzwerk hat… JB: Was hat er denn am Netzwerk? Grey: Sicherheit. Er weiß, bei uns muss er sich keine Sorgen machen. Er wird bekommen, was er verdient, er wird behandelt, wie jemand seines Kalibers behandelt werden muss und er kann sich immer auf unsere Hilfe verlassen, sollte es Probleme geben. Das weiß Seth und deshalb wird er zwar an die Limits gehen, aber nie darüber, denn wenn er diese überschreitet, ist seine Karriere zu Ende. JB: Diese Limits müssen bei Ihnen aber sehr großzügig ausgelegt sein, immerhin hat Seth Sie vor einigen Wochen in Ihrem Büro angegriffen und mit 3 Curb Stomps ins Krankenhaus geschickt. Man kann schon sagen, wir waren durchaus überrascht, dass er immer noch bei Ihnen angestellt ist, geschweige denn beim Netzwerk. Grey: Es zeigt nur, dass wir richtig liegen. Mir zeigt das, dass die Worte und Taten von Finn Bálor zu Seth Rollins durchgedrungen sind, dass sie in seinem Kopf sind und sich dort festgefressen haben. Sie beschäftigen ihn, sonst hätte er das nicht gemacht und so etwas schafft nicht jeder. Man muss schon sehr gut sein, um jemanden zu so einer Tat zu bewegen und Finn Bálor ist genau das. Einer der Besten, wenn nicht sogar der Beste. Der World Heavyweight Champion, hochverdient. JB: Sie nehmen das ziemlich gelassen hin, das ist doch ziemlich überraschend. Grey: Was soll ich denn machen? Das ist Teil meines Jobs, damit muss ich klarkommen. Mit diesem Risiko lebe ich schon immer als Teil dieser Familie, dass es da auch tatsächlich einmal kracht, kommt vor. Wundert mich gar nicht, ist auch kein großes Drama jetzt. JB: Sie wirken sehr gelassen in diesen Interviews, sehen zu Finn Bálor auf, nehmen Ihre Rolle als „Punching Ball“, wenn man so will, hin. An den Gerüchten, dass Sie ein geheimer Strippenzieher hinter Finn Bálor sind, ist also nichts dran. Grey: Hahaha, nein, nein, daran ist nichts wahr. Der oberste Strippenzieher ist Finn Bálor, über ihn läuft alles. Über ihm steht niemand. Ich habe bestenfalls eine beratende Funktion für ihn, da ich seine Rolle länger kenne als er, aber ich habe kein Mitspracherecht bei seinen Entscheidungen. Er hat seine Aufgaben, ich habe meine und meine Aufgabe ist es eben, der Ambassador dieser Liga zu sein. Mit den großen News vor die Leute zu treten, dort zu sprechen, bestenfalls mal ein Match anzusetzen. Das war´s, alles andere läuft über Finn Bálor. JB: Dann sage ich danke für das Interview, hat mich sehr gefreut! Grey: Ganz meinerseits.
Jeremy Borash & Oliver Grey verabschieden sich noch voneinander, bevor der Ambassador der IWC die Interview Zone verlässt und es für uns zurück an die Ringside geht.
Hier geht es nun weiter mit Toni Storm, die von Jusation unter lautem Jubel zum Ring begleitet wird! Sie hat bereits jetzt ihr Mikrofon dabei und kann es offenbar nicht abwarten, durch die Seile zu steigen, ehe sie ihre Ansprache hält, weshalb sie bereits auf halbem Wege zu sprechen beginnt.
TonI: „Seht ihr, Leute, seit dieses interessante Tag Team Match zwischen Ju und mir gegen Jinny und Nixon Newell gelaufen ist, lässt mich ein Gedanke einfach nicht mehr los. Ich war es doch, die Jinny gepinnt hat, nicht wahr? Ja, vielleicht durch einen Roll-Up, aber daran lief nichts regelwidrig ab. Es war ein völlig faires Match – jedenfalls von unserer Seite, von den paar Eingriffen durch Jinny möchte ich lieber nicht anfangen, ehe ich mich wieder drüber aufrege, aber was entscheidend ist, ist die Tatsache, dass ICH die amtierende IWC Women's Championesse im Ring gepinnt und damit den Sieg für mein Team geholt habe. Wir als Nummer drei und vier der Division haben die Championesse und ihren Hauptherausforderer geschlagen! Ich denke, ihr seht, worauf ich hinaus will...“
Die beiden sind mittlerweile am Ring angekommen; Jusation steigt als erste durch die Seile und erweist sich als Kavalier, indem sie das Middle Rope für Toni runterlässt, sodass diese ebenfalls in den Ring steigen kann. Dankbar lächelt die Blondine ihr zu, ehe sie wieder ihre ernste, selbstbewusste Miene auflegt und fortfährt.
Toni: „Mit meinem Pin gegen Jinny sehe ich mich deutlich eher dazu in der Position, ein Titelmatch gegen Jinny bestreiten zu dürfen als Nixon Newell. Auch wenn sie vor Ewigkeiten mal ein Tag Team Match gegen Jinny gewonnen hat – meine Güte, wie lange mag das jetzt her sein? Und vergesst eines nicht: ich war ihre Partnerin! Nichts geschieht durch Zufall. So kühn es auch klingen mag, ich stelle selbst Anspruch auf ein Match um Jinnys IWC Women's Championship und das bereits bei All Hail. Dann hat dieser Spuk um die so genannte Queen of Knightsbridge schneller ein Ende, als ihr Fashionista sagen könnt!“
Toni erhält lauten Beifall von der Crowd für ihre mutigen Worte, obwohl die Zuschauerschaft gespalten zu sein scheint, denn während die eine Hälfte laut „TONI!“ ruft, hält die andere Seite mit „NIXON!“ dagegen. Jusation lächelt ihr ermutigend zu und will ihrer Freundin gerade einen Kuss auf die Lippen drücken, als plötzlich das Theme von Nixon Newell zu spielen beginnt! Ganz offensichtlich will die junge Frau sich selbst zu dieser gewagten These von Toni Storm äußern, denn sie hat bereits ein Mikrofon dabei und spricht nun von der Stage aus zu den Damen im Ring.
Nixon: „Schwester, du hast da ganz offensichtlich was in den falschen Hals bekommen. Hör mal, du hast es doch schon selbst gesagt, Jinny hat wieder versucht, ihre dämlichen Tricks abzuziehen, euch abzulenken, die Seile zu Hilfe zu nehmen und solche Scherze. Sie hat sich überhaupt nicht richtig aufs Match konzentriert und nur herum gekaspert. Und das bedeutet für die angeblich neue Situation, die du zu sehen glaubst, Toni, gleich zwei Dinge: nämlich dass Jinny mich so arg herunter gezogen hat, dass unser Team nur verlieren KONNTE, und dass sie so wenig Wert auf dieses Tag Team Match gelegt hat, dass es auch vollkommen wertlos und unbedeutend geworden ist. Dieser Sieg, den du da geholt hast, Toni, mag wirklich bedeuten, dass du besser bist als Jinny, aber das bin ich allemal und genau deswegen stehe ich da, wo ich jetzt bin, während du dich beim Herummachen mit deiner Freundin in irgendeinem Hotelzimmer filmen lässt. Konzentriere dich lieber auf deinen sportlichen Erfolg und gib deinem Mädchen den Laufpass, dann hast du vielleicht auch die Chance, mal was zu erreichen. Aber erstmal bin ich dran und ich werde Jinny in den Boden stampfen! Wenn ich mit ihr durch bin, können wir uns ja gern nochmal unterhalten, denn die Gelegenheit, zu beweisen, wie viel besser ich bin als du, will ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen...“
Toni will bereits zu einer wütenden Antwort ansetzen, doch Jusation kommt ihr zuvor. „Was fällt dir eigentlich an, du dämliches Stück? Dein kurzfristiger Erfolg scheint dir ganz schön die Schaltkreise verschmort zu haben. Fährst du jetzt auch schon den Jinny-Zug und glaubst, unantastbar zu sein, meilenweit über uns allen zu stehen? Ganz unabhängig von diesem Tag Team Match und allen anderen Geschehnissen der letzten Wochen und Monate mögen deine Ansprüche und deine Sicht der Dinge durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, aber das gibt dir noch lange nicht das Recht, so mit Toni umzuspringen, also reiß dich gefälligst am Riemen oder ich versohl dir dermaßen deinen vorlauten Arsch, dass Jinny bei All Hail nur noch deine Reste beerdigen darf, haben wir uns verstanden?“
Toni starrt Ju mit offenem Mund an und auch Nixon wirkt für einen kurzen Moment perplex, schüttelt dann aber ungläubig den Kopf. Die Crowd hat mittlerweile „GO JUSATION!“-Chants angestimmt.
Nixon: „Uhh, da hab ich wohl einen ganz empfindlichen Nerv getroffen, was? Sorry, Babe, dass dir nicht gefällt, was ich zu sagen habe, aber das ist hier ist schließlich kein scheiß Debattierclub, also komm wieder runter. Sowieso, was mischst du dich überhaupt da ein? Ist das hier nicht eine Sache zwischen Nixon und mir? Halt einfach die Klappe, bleib da neben Toni stehen und sieh für die Fans gut aus, zu mehr bist du sowieso nicht zu gebrauchen. Du bist jedenfalls von uns dreien diejenige, die am Allerwenigsten irgendwelche Ansprüche zu stellen hat.“
Schnell entreißt Toni Jusation das Mikrofon, um einen Wutanfall ihrer sichtlich zornigen Freundin zu verhindern. „Also, Nixon, du hast gemeint, du kannst es kaum erwarten, nach All Hail als Champion gegen mich anzutreten? Um zu beweisen, dass du die beste Wrestlerin dieser Company bist? Besser noch als ich? Wieso bis All Hail warten? Wenn du dir deiner Sache so sicher bist, wie du vorgibst zu sein, dann lass uns das hier und jetzt klären, im Main Event der heutigen Show!“
Nixon: „Oh, verstehe, du willst es schnell hinter dich bringen, damit im Titelmatch kein so großer Druck mehr auf dir lastet, was? Na schön, das kannst du haben, Toni! Wenn ich mit dir fertig bin, dann sollte ja wohl keiner mehr daran zweifeln, dass ich und nur ich allein das Recht habe, gegen Jinny anzutreten und...“
Jusation: „Stop. Ich hab genug gehört. Vielleicht war diese Diskussion hier bis eben nichts, von dem ich selber betroffen war, Nixon, aber du hast es mal wieder persönlich gemacht. Jetzt IST es meine Sache. Toni, Schatz, tut mir leid, aber du musst dich noch etwas gedulden. Heute gehört Nixon mir. Und keine Sorge, Nixon: wenn du verloren hast, werde ich nicht behaupten, dass du nur gut aussiehst. Tust du nämlich ohnehin nicht.“
Ju wirft das Mikrofon mit Schwung in eine Ecke und stellt sich in ihre Ecke. Toni schaut sie besorgt an, gibt ihr dann aber einen Kuss auf die Wange, schwingt sich durch die Seile nach draußen und starrt gebannt zu ihrer Freundin hoch. Nixon knackt selbst für die TV-Kameras hörbar laut genug mit den Fingerknöcheln, stellt sich in die Ecke gegenüber und dann hören wir auch schon das Läuten der Glocke! Auf geht’s!
Main Event: Nixon Newell besiegt Jusation via Pin nach dem Vulture Culture Destroyer (13:30)
Es ist soweit! Chris Jericho steht zwischen den Seilen, im mittlerweile mit Teppich ausgelegten Ring sind insgesamt acht Stühle aufgestellt worden, vier davon stehen drei anderen gegenüber, der Letzte wird für den Host reserviert sein. Dieser schaut nun mit feierlicher Miene in die Crowd, ehe er das Mikrofon an die Lippen führt und zu sprechen beginnt.
Chris: „Ladies and gentlemen, it is time for the only relevant talkshow in professional wrestling – THE HIGHLIGHT REEL! Und warum ist es die einzige relevante Talkshow in unserem Business? Because I'm the best in the world at what I do. Und neben mir erblasst jeder Hampelmann, der es für so einfach hält, sich hier in den Ring zu begeben und immer wieder mit den Haien zu schwimmen. Hier beim Highlight Reel erleben wir die erbittertsten Konflikte, die großen Momente. Egal ob ich Frauen oder Männer, Einzelgänger, Tag Teams oder ganze Stables hier begrüßen darf, eines ist von vornherein immer sicher: es wird hässlich – und das sowohl auf verbaler als manchmal auch auf körperlicher Ebene. Heute habe ich die Gelegenheit, ganz besondere Gäste in meine Show einzuladen. Bitte, begrüßt zuerst mit mir drei Männer, deren Karrieren bereits im Sande verlaufen zu schienen. Denn Gunner und Angélico, die lange Zeit Teil des House of Truth waren und noch immer sind, standen bereits sehr sehr kurz davor, getrennte Wege zu gehen – bis Jay Lethal aus dem Nichts wieder auftauchte, der vielleicht prominenteste Schützling, den Manager Truth Martini jemals hatte, und die Trümmer dieses Stables zusammensetzte, um das neue House zu beeindruckenden Erfolgen zu führen. Nach mehreren Siegen über die Steen Wolves, die mittlerweile – nicht zuletzt wohl aufgrund dieser verheerenden Niederlagen – wieder in der Versenkung verschwanden, konnte erst Samoa Joe diesen rollenden Zug aufhalten. Nun jedoch stehen Jay Lethal, Angélico und Gunner im Finale des Trios Tournaments und sind damit näher an zwei großen Titelmöglichkeiten als je zuvor! Bitte begrüßt mit mir... THE HOUSE OF TRUTH!“
Das Trio, angeführt von Truth Martini, wie immer seine Sonnenbrille tragend und zufrieden grinsend, dabei das Book of Truth im Arm haltend, wird ordentlich bejubelt, als es sich auf den Weg runter die Rampe und schließlich in den Ring macht. Die vier Männer schütteln die Hände von Truth Martini, ehe sie sich auf die Seite mit den vier Stühlen sitzen; Martini nach ganz links außen, daneben Anführer Jay Lethal, rechts von diesem Gunner und außen Angélico.
„Und zu unseren anderen Gästen möchte ich nun noch einige Worte verlieren. Der Weg dieses Trios in der Immortal Wrestling Company ist geprägt durch Respektlosigkeiten, Unbeherrschbarkeit und im weitesten Sinne gar Dominanz ihrer Widersacher. Sie lassen sich von niemandem etwas vorschreiben und es geschieht nicht selten, dass sie ihren Gesprächspartnern ruhig, aber eindringlich den Mund verbieten. Bei diesen Männern sind Worte meist fehl am Platz! Sie haben ihre Ziele klar vor Augen und lassen nicht locker, bis sie sie erreicht haben – während Tetsuya Naito bereits einmal um die IWC World Heavyweight Championship angetreten ist, durften El Ligero und La Sombra, die so genannten „Parejas“ Naitos, sich schon einmal Tag Team Champions nennen... und damit ist klar, wohin der Weg dieses Teams führen soll! Bitte begrüßt mit mir – LOS INGOBERNABLES!“
Und da sind sie! El Ligero und La Sombra betreten mit Überzügen über ihren Masken die Stage, beide in schwarze Anzüge gekleidet, und schreiten von der Bühne aus die Rampe herab, die teils buhenden, teils jubelnden, teils auch nur verhaltenden Fans in der ersten Reihe eiskalt ignorierend, ehe sie schließlich das Seilgeviert betreten. Chris Jericho wirkt angesichts dieser Erscheinung hochgradig irritiert, was nicht erst daran liegt, dass Ligero und Sombra Jerichos ausgestreckte Hand geflissentlich ignorieren.
Chris: „Da fehlt doch jemand...“
Wie zur Antwort nehmen die beiden Parejas ihre Überzüge ab und offenbaren durch ihre typischen Masken somit ihre „Identitäten“ als El Ligero und La Sombra.
Chris: „Ja, Tetsuya Naito... wo ist er? Ihn habe ich hier eigentlich am Allermeisten erwartet. Wir können doch nicht mit zwei Dritteln eines Trios anfangen.“
Sombra: „Wenn er es für nötig hält, dann wird er auch erscheinen.“
Jericho schaut die beiden Parejas eine Weile lang kopfschüttelnd an und man kann ihm quasi vom Gesicht ablesen, wie gern er jetzt eine Klemmbrettliste bei sich hätte, um sich aufzuschreiben, wen er sich als dämlichen Idioten merken sollte – doch darauf muss er jetzt verzichten, allein schon, um seine Professionalität zu wahren.
Chris: „Fein. Beginnen wir also mit dem House of Truth. Truth, Ich denke, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das Jahr 2016 eine höllische Achterbahnfahrt für dich und seine Schützlinge war, nicht nur im emotionalen Sinne, sondern auch, was Erfolge und Misserfolge anbelangt. Darüber, dass die Rückkehr Jay Lethals das House of Truth vorm endgültigen Zerfall gerettet hat, nachdem bereits Roderick Strong abgesprungen ist, herrscht in der Immortal Wrestling Company und bei den Fans gewissermaßen Konsens. Wie siehst du das? Wo stünde das House of Truth ohne den ehemaligen IWC World Heavyweight Champion?“
Truth: „Das ist eine Frage, die ich nicht mehr für relevant halte. Braucht das House of Truth Jay Lethal, um da zu stehen, wo es jetzt ist? Natürlich. Aber warum? Weil jeder Teil des Ganzen wichtig ist. Jays Führungsqualitäten sind ausschlaggebend für unseren Erfolg. Niemand von uns kann wissen, wie es ohne ihn gelaufen wäre, aber darüber müssen wir auch nicht mutmaßen – wir sind angesichts unseres Status sehr, sehr froh und nehmen die Dinge, wie sie kommen. Wir schauen nach vorne, nicht zurück, denn vor uns stehen Los Ingobernables und auf die kommt es jetzt an.“
Chris: „Jay, seit deiner Rückkehr hast du betont, dass dein Ziel der Wiedergewinn der IWC World Heavyweight Championship ist. Du willst der erste 2-Time World Champion dieser Company sein und beweisen, dass du im Vergleich zu damals kein bisschen verloren hast – ganz im Gegenteil! Gemeinsam mit deinen Partnern kannst du genau dieses Ziel erreichen, denn falls ihr das Trios Tournament gewinnt, bekommst du eine weitere Titelchance...“
Jay: „Das ist vollkommen richtig und meine Freunde sind sich dessen natürlich auch bewusst. Aber ich verstehe, woher deine Frage rührt. Ich sehe sie nicht als Mittel zum Zweck. Sie sind meine Partner. Ich hätte mir meinen Weg zum Gold vielleicht auch allein erarbeiten können. Aber das war nicht mehr meine wichtigste Absicht, als ich mich ihnen anschloss. Ich wollte ihnen helfen, mit ihnen gemeinsam Siege holen und Großes erreichen. Mit Truth Martini, der meine Karriere lange unterstützt hat, und mit Angélico und Gunner, zwei Kämpfern, die ich noch nicht besonders lange meine Freunde nenne, doch sie sind mir nicht minder wichtig als Truth. Man hat gesehen, was wir zu erreichen vermögen, wenn wir zusammenhalten. Wir haben die Steen Wolves besiegt und das sogar in einem WarGames Match, welches uns alles abverlangt hat, obwohl kaum einer das für möglich hielt. Klar, wir haben uns an Samoa Joe die Zähne ausgebissen – in erster Linie ich, denn für meinen Misserfolg und meine vergebene Titelchance bin ich selbst verantwortlich. Aber bedeutet das, dass wir schlechter sind, als wir uns geben? Ist es eine Schande, gegen Samoa Joe, den zweimaligen Xtreme Champion, zu verlieren? Wohl kaum. Wir geben uns nicht auf. Wir haben uns den Startplatz im Trios Tournament verdient und uns den Weg ins Finale gebahnt. Das war weiß Gott kein Zufall. Kein Glückstreffer. Sind wir bis hierher gekommen, um uns von denen da rauswerfen zu lassen? Natürlich nicht.“
Da La Sombra kaum mehr Reaktion zeigt, als seine linke Schulter ein wenig zu heben und El Ligero einfach nur ruhig auf seinem Platz verharrt, starrt Jericho seine beiden anderen Gäste erst eine Weile lang wartend an, ehe er selber wieder das Wort ergreift.
Chris: „Ein idealer Punkt, um an die Reaktionen eurer Gegner anzuknüpfen. El Ligero, La Sombra, gerade für euch dürfte das direkte Duell gegen Angélico und Gunner entscheidend sein, ist es doch euer Ziel, wieder Tag Team Champions zu werden, während eure Rivalen versuchen, diesen Titel überhaupt zum ersten Mal zu erringen. Die Frage darf gestellt sein – haltet ihr diese beiden für ernsthafte Anwärter auf die Tag Team Championship?“
El Ligero schweigt weiterhin eisern und macht keinerlei Anstalten, sich zu rühren. Auch La Sombra weigert sich, zu antworten, woraufhin Jericho bereits wieder das Mikrofon an sich nehmen will – doch dann greift La Sombra danach. Er starrt in die Richtung von Angélico und Gunner.
Sombra: „Für diese beiden... ist dieses Turnier die einzige Chance. Nur zwei Dinge haben dazu geführt, dass sie jetzt so nah an einem Titelmatch stehen – zuerst die Tatsache, dass man für ein Turnier dieser Größenordnung auch Füllmaterial braucht. Zweitens ein unerhörtes Losglück, denn gegen solche Gegner ist ein Weiterkommen keine Kunst. Im Finale ist so oder so Endstation, denn jetzt treffen sie auf ernsthafte Gegner, gegen die man sich nicht einfach durchmogeln kann, Amigos.“
Angélico: „Natürlich, unsere einzige Chance also. Wo wärt ihr Pappnasen denn bitte, wenn es dieses Tournament nicht wieder gegeben hätte? Dann würdet ihr euch wahrscheinlich mit diesen Holzköpfen vom Sibirian Express prügeln und die Kinder im Publikum belustigen. Das Einzige, was Los Ingobernables auch nur annähernd relevant macht, ist, dass ihr auf niemanden hört, vor niemandem Respekt habt und euch dabei offenbar ganz besonders cool vorkommt. Los Ingobernables, The Ungovernables... mein Gott, wie rebellisch. Irgendwie traurig, dass du als einer der Mitbegründer dieser Marke sich jetzt diesem Möchtegern unterordnet, der mal ein paar Jahre Urlaub in Mexiko gemacht hat und jetzt glaubt, etwas gefunden zu haben, was ihn herausstechen lässt, nachdem er mit seiner eigenen Masche in Japan nur versagt hat...“
???: „Tranquilo.“
Alle sieben Personen im Ring richten ihre Aufmerksamkeit schlagartig auf die Stage, wo der Mann der Stunde soeben aufgetaucht ist – da steht er, Tetsuya Naito höchstpersönlich! Der Anführer von Los Ingobernables hat sich nun also auch endlich dazu herab gelassen, die Zuschauer gleichermaßen wie Host Chris Jericho mit seiner Anwesenheit zu beehren! Doch vorerst bleibt er auf der Stage stehen.
Chris: „Wie schön, dich sieht man heute also auch noch. Ich hab ja nicht mehr dran geglaubt, aber... vergessen wir das einach. Wenn du dich dann bitte zu mir in den...“
Naito: „Tranquilo.“
Chris: „Wie bitte, was?“
Naito: „Tranquilo, Cabron. In diesem Ring dort stinkt es mir zu sehr nach Versagern. Und im Gegensatz zu meinen beiden Freunden habe ich leider keine Maske, die mich davor schützen könnte. Diese Company bietet vielen Menschen eine Plattform, eine Möglichkeit, ihrer Art, ihrem Sein Ausdruck zu verleihen. Damit auch Versagern wie euch, Lethal, Truth, euch allen, die ihr schon längst das Weite hättet suchen sollen. Diese Show ist nichts weiter als eine Gelegenheit für eure lachhafte Selbstbeweihräucherung. Um Erfolge zu feiern, die keine sind. Über Siege zu sprechen, die keinen Wert haben. Von Dingen zu träumen, von denen ihr auch nur für immer träumen können werdet. Den Aufstieg der Steen Wolves beendet zu haben ist nicht gleichzusetzen damit, eine neue Ära für eure Gruppe eingeleitet zu haben. Was von vielen als Achtungserfolg bezeichnet wurde, von manchen gar als großen, überraschenden Sieg, war nichts weiter als eine Pflichtaufgabe, die jeder anständige Wrestler im Alleingang hätte lösen können, ohne zwei Mann an seiner Seite. Doch was wir angekündigt haben, darauf könnt ihr euch verlassen. Die Ära von Los Ingobernables bricht mit dem Sieg über das House of Truth bei All Hail an. La Sombra und El Ligero werden sich zum zweiten Mal Tag Team Champions der IWC nennen dürfen und ich, Tetsuya Naito, küre mich zum IWC World Heavyweight Champion. Doch viel wichtiger als das ist die Tatsache, dass diese Familie wirklich zusammenhält, bedingungslos. Immer.“
Lethal: „Die Ära von wem bitte? Entschuldige, Tetsuya, aber woran wird man sich denn bitte erinnern, wenn diese Ära, die du dir vorstellst, Wichtigkeit wird? An zwei beinahe stumme Maskenmänner, die mit ihrer stählernen Art in etwa so bedrohlich sind wie zwei Kindergartenkinder mit Fingerfarbe im Gesicht? Schon klar, selbst ihr habt eure Fans, aber die Meisten von denen werden ja wohl kaum älter sein als zwölf. Ich für meinen Teil finde es jedenfalls nicht mehr cool, meinen Kollegen vor die Tür zu scheißen, seit ich aus der Pubertät raus bin. Die rebellierenden Teenies, die sich von ihren Eltern nichts sagen lassen, können sich mit euch bestimmt identifizieren, aber solche Antihelden wie euch gibt’s wie Sand am Meer. Deine Maskenmänner sind austauschbar, nicht mal sonderlich talentiert oder aufregend. Sie stehen einfach nur da und halten es offensichtlich für cool, nicht zu reden, wenn man angesprochen wird. Einer von denen scheint nicht mal richtig sprechen zu können. Oder ist El Ligero taub? Und was ist mit dir, Naito? Was macht dich aus? Dass du die Philosophie einiger Mexikaner übernommen hattest, die niemand mehr sehen wollte, weil sich auch für dich sonst keiner mehr interessieren würde? Oder deine seltsame Langhaarfrisur? Deine komische Geste mit Zeigefinger und Daumen? Dass du hin und wieder ein paar spanische Wörter ausspuckst, weil Muttersprache zu sprechen viel zu Mainstream ist? Das ist alles nichts, was einem den Status einer Legende zuspricht oder auch nur den Status einer Person, die was Nennenswertes in diesem Business erreicht oder geleistet hat. Ehrlich, Naito, wenn ich du wäre, würde ich mich schämen. Es ist schon bezeichnend für die eigene Unfähigkeit und Irrelevanz, wenn man sogar ganz ohne Maske noch gesichtsloser ist als die zwei Luchadores, die einem auf Schritt und Tritt überall hin folgen wie die braven Lämmchen, die sie sind.“
Laute „LETHAL JUST KILLED YA!“-Chants branden in der Arena auf, doch Naito kümmert das herzlich wenig – der Anführer gähnt ausgiebig, legt sich mitten in der Stage seitlich hin und stützt den Kopf auf den Ellenbogen! Ist das denn zu fassen?
Gunner: „Schon traurig, wenn man der Wahrheit nichts mehr entgegen zu setzen hat, nicht wahr, Naito? Und jetzt, da du dich nicht mal mehr dich selber belügen kannst, wer bleibt dann noch, frage ich? Wie lange wird es dauern, bis deine Kollegen dich im Stich lassen, weil du keine Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen hast? Wenn du an uns scheiterst, was wirst du deinem Gefolge dann noch bieten können, um es bei Laune zu halten? Wirst du unter dem Druck zerbrechen, einsehen, wie du dich zum Affen gemacht hast, und endlich zur Vernunft kommen, oder weiter deine dämliche Show abziehen?“
???: „Ihr, die ihr am Lautesten schreit, um eure Treue zu bekunden, werdet am Ende doch die sein, die als Erste wie die Ratten das sinkende Schiff verlassen.“
Unter Naitos angedeutetem arrogantem Schmunzeln drehen sich nun alle plötzlich zu El Ligero, der tatsächlich zu sprechen begonnen hat. „Das House of Truth ist nichts weiter als eine Zweckgemeinschaft. Gunner und Angélico, ihr wollt einmal in eurer Karriere erfolgreich sein. Du willst wieder relevant sein, Jay, und glaubst, das nur durch den Gewinn der World Heavyweight Championship erreichen zu können. Truth Martini steht gerne im Mittelpunkt und ihm gefällt die gute Bezahlung. Wir auf der anderen Seite sind Brüder, Brüder im Geiste. Wir sind eher eine Familie als ihr es je gewesen seid. Allein dadurch, dass es uns nicht um den Ruhm, die Anerkennung all dieser Leute und den Reichtum, sondern nur um den Erfolg als solchen geht, weil wir alle ein gemeinsames Ziel haben, nämlich gemeinsam dieses Geschäft auf den Kopf zustellen, allein dadurch sind wir besser, als ihr es jemals sein werdet. Du fragst, warum man sich an uns erinnern wird? Ihr sprecht nur davon, Champions werden zu wollen, die Spitze zu erreichen, doch im Gegensatz zu euch werden wir es einfach tun. Was sollte uns aufhalten? Wenn wir scheitern, was nicht passieren wird, Amigo, dann setzen wir unseren Weg fort. Wenn ihr scheitert, werdet ihr beginnen, euer Bündnis zu hinterfragen. Ob es nicht eine Schwachstelle gibt, ein brüchiges Glied in der Kette, die ihr als eure Gemeinschaft betrachtet. Jemanden, der die anderen ausbremst... der weg muss... oder ob sie euch als Einzelnen sogar allesamt ausbremsen? Ihr werdet euch fragen, ob es nicht besser wäre, allein weiter zu machen. Und ob nicht jemand... verschwinden muss. Vielleicht wird die Frage im Raum stehen, ob nicht sogar euer Manager verantwortlich ist... was würde Truth Martini gegen die geballte Körperkraft dreier wutentbrannter junger Männer tun können? Gibt dir das nicht zu denken, Truth? Diese Ungewissheit? Und das ist doch der große Unterschied zwischen Teams wie euch und uns... Los Ingobernbales währen ewig, doch ihr widersteht dem Zahn der Zeit nicht.“
Lethal: „Schau an, der stumme Maskenmann kriegt ja doch das Maul auf. Starke Worte für so einen Giftzwerg wie dich! Wir sprechen uns nochmal in sechs Monaten wieder, wenn ich als IWC World Heavyweight Champion dieses Business regiere, meine beiden Freunde den längsten Run als Tag Team Champions starten, den dieses Company jemals erlebt hat, und Truth Martini als größter Manager aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingeht, während du dich wieder mit 300 Matches pro Jahr in den britischen Indies abmühst und dein kleiner Freund La Sombra in irgendeinem Stripclub landet. Hab gehört, unter der Maske von La Sombra soll sich ein ziemlicher Männerschwarm verbergen, ist es nicht so, Manu...“
Doch weiter kommt Lethal nicht, denn bevor er offenbar damit La Sombras bürgerlichen Namen ausplaudert, taucht plötzlich Tetsuya Naito hinter ihm auf und streckt ihn mit einem Running Elbow über den Apron nieder! Sofort springt Angélico ihm entgegen, woraufhin La Sombra auf Gunner losgehen will, doch Chris Jericho, der bei diesem Highlight Reel erstaunlich selten zu Wort kam, stellt sich sofort zwischen die beiden. El Ligero jedoch rennt einfach an Jericho vorbei, springt übers Top Rope und streckt Angélico, der gerade noch Naito mit einem Enzuigiri in die Barrikade geschickt hat, mit einem Topé con Hilo nieder! La Sombra nutzt den kurzen Moment der Ablenkung Jerichos, um den Talkshowhost zu Boden zu schubsen und Gunner mit einem Running Hurricanrana zu attackieren, doch der kann das Gewicht des Mexikaners ohne große Schwierigkeiten stemmen und verwandelt den Move kurzerhand in einen Backbreaker übers Knee! Das hat gesessen! Außerhalb des Rings macht Ligero mittlerweile Lethal mit harten Gut Kicks zur Schnecke, bis Naito sich aufrappelt und sich des Anführers des House of Truth annimmt. Er packt Lethal am Kopf und rammt ihn erst mehrmals gegen die Barrikade, ehe er Lethal am Arm gegen den Ringpfosten whippt. Anschließend klettert Ligero auf den Apron, um Gunner nachzustellen, wird jedoch, noch bevor Ligero durch die Seile steigen kann, mit einem mächtigen Lariat von der Ringschürze gefegt. Naito macht, was er am Besten kann und wartet ab; er geht um den Ring herum, behält Gunner genau im Auge, greift jedoch nicht an, allerdings hat Gunner nicht annähernd so viel Geduld wie der Japaner und rollt sich aus dem Ring, um Naito zu attackiert. Wie schon bei Ligero rennt er mit erhobenem Arm auf ihn zu, doch Naito duckt sich und befördert Gunner mit einem Flapjack aufs Kommentatorenpult – UND DAS PULT BRICHT! Gunner landet in den Trümmern des Pultes! Naito putzt sich demonstrativ die Hände ab und packt Gunner, um ihn bäuchlings, halb noch im Stehen, auf das Pult zu schmettern, doch Angélico hat mittlerweile Lethal vom Boden hochgezogen und nun stürmen sie gemeinsam auf Naito zu! Naito reagiert schnell und verpasst Angélico einen Running Big Boot, doch Lethal erwischt ihn mit dem Forearm Smash und es entsteht ein heftiger Schlagabtausch zwischen Lethal und Naito, bis er Naito mit einem mächtigen European Uppercut vors Pult schleudert, auf dem noch Gunner ruht. Gerade, als er mit Naito kurzen Prozess machen will, legt sich jedoch ein Schatten vor den Scheinwerfer, der Lethal in Licht taucht – und als dieser sich umdreht, stellt er fest, dass La Sombra auf ihn zu geflogen kommt! Aber Lethal packt Sombra UND VERWANDELT DEN AERIAL IN EINER EINZIGEN, FLIESSENDEN BEWEGUNG IN EINEN REVERSE STO AUF DIE BARRIKADE! Unglaublich! Sombra ist ausgeschaltet, doch Naito hat Zeit gewonnen und nun Gunner vollständig aufs Pult gezogen – und er ist drauf und dran, ihn mit einem Destino durchs zweite Pult zu befördern! Lethal macht kurz große Augen, packt dann jedoch Sombra und nimmt ihn ebenfalls als Geisel! Was für ein Staredown! In der Luft liegt so viel Spannung wie in einem E-Werk! Naito schmunzelt plötzlich, schwingt sich an Gunner herum – Lethal zögert, lässt Sombra los, doch es nutzt nichts, DER DESTINO SITZT! Gunner geht durch den zweiten Tisch! Noch bevor Lethal Naito zu fassen kriegt, packt Sombra den Roundhouse Kick aus, unter dem Lethal sich zwar ducken kann, doch Naito entkommt durch die buhende Crowd! La Sombra will bereits folgen – doch da taucht plötzlich Chris Jericho auf UND VERPASST IHM DEN CODEBREAKER! Ist das denn zu fassen? Chris Jericho vergisst nichts! Naito starrt kurz auf seinen ausgeschalteten Freund, blickt dann jedoch Lethal direkt in die Augen und liefert sich einen Staredown mit ihm... und mit diesen hochspannenden Bildern endet die heutige Ausgabe von IWC Explosion!
+++IWC ALL HAIL THE DEMON KING MATCHCARD UPDATE+++
FINN BÁLOR VS SETH ROLLINS - IWC WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP MATCH
SAMOA JOE VS SHINSUKE NAKAMURA - XTREME CHAMPIONSHIP MATCH
ALEXANDER RUSEV VS KENNY OMEGA - INTERCONTINENTAL CHAMPIONSHIP MATCH
JINNY VS NIXON NEWELL - IWC WOMEN´S CHAMPIONSHIP MATCH
PRIDE VS TOTAL NONSTOP HEELS - IWC TAG TEAM CHAMPIONSHIP MATCH
LOS INGOBERNABLES VS THE HOUSE OF TRUTH – TRIOS TOURNAMENT FINALE
THE WYATT FAMILY (MATANZA CUETO, BRAUN STROWMAN, LUKE HARPER & BRAY WYATT) VS MIL MUERTES & THE DISCIPLES OF DEATH
Gutes Interview mit Hero bzw. das Segment, weil Riddle hat's auch wieder sehr sehr köstlich gemacht. Das Backstagesegment mit Reigns war kurz, aber cool und man kann sich ja denken, wer dahinter steckt. Jack Evans super wie immer, ihr Sieg freut mich sehr. Sie werden auch Hunico und Camacho ganz sicher besiegen. Wyatt Family / Muertes und Co. wieder cool gemacht. Starke Promo von Joe, so würde ich ihn mir auch in echt vorstellen. Sibirian Express vs. TNH finde ich hier gut gelöst, jetzt fokussiert sich alles wieder mehr aufs Tag Team Gold, das finde ich wichtig. Scurll kriegt Muffensausen, faszinierend! Pentagón macht Ernst, Puma muss jetzt allmählich echt mal zurückkehren, finde ich. Starkes Interview mit Grey, so ein enormer Kontrast zu Finn, das ist hochinteressant. Nixons Sieg über Ju ist hier wichtig und manifestiert sie nochmal ganz deutlich als #1 Contender. Das vorhergehende Segment sowie der Opener und die Highlight Reel waren meine Segmente.
Megastarke Show, die Beste seit dem letzten PPV IMO!